SentryPC

Jenny Gebel
Pro
  • Benutzerfreundliche Bedienung
  • Cloudbasierter Zugang
  • Breiter Funktionsumfang
Kontra Programm und Support nur auf Englisch
Fazit SentryPC kann besorgten Eltern dabei helfen, die PC- und Internetnutzung ihres Kindes immer im Blick zu behalten.
SentryPC Zum Anbieter

SentryPC Test

Sicherheit

4,70 Pkt

Auch für junge User bietet das Internet viele Webangebote zum Anschauen, Lernen und Spielen. Doch das World Wide Web bringt ebenfalls Dinge mit, mit denen Kinder noch nicht konfrontiert werden sollten. Auch die Entwickler von Spytech sehen eine solche Gefahr und haben mit SentryPC eine Softwarelösung entwickelt, die Eltern und Erwachsenen bei der Medienerziehung der Kinder helfen kann.

Die Sicherheitslösung, die SentryPC bietet, besteht im Wesentlichen aus 3 Komponenten:

  • Monitoring
  • Inhaltsfilterung
  • Zeitmanagement.

Spytech hat 2 Einsatzfelder für das Programm vorgesehen: Einerseits sollen damit besorgte Eltern angesprochen werden, die über die Online Aktivitäten ihres Kindes genau Bescheid wissen wollen. Andererseits eignet sich die Software von ihrer Ausstattung her auch als Monitoring-Tool für die Kontrolle von Mitarbeitern.

Filtern & Sperren

Für die Filterung der Webseiten setzt SentryPC übliche Methoden wie Filterkategorien und benutzerdefiniertes Black- bzw.Whitelisting ein. Im Programm sind dazu bereits 14 Kategorien eingerichtet, beispielsweise Rassismus, Sex, Gewalt, Drogen, Waffen und ähnliches. Bei der Sperre und Inhaltsfilterung von Chats funktioniert SentryPC mit gängigen Chat-Anbietern wie AIM, ICQ, Skype oder Yahoo Messenger. Schließlich können mit der Software bestimmte Begriffe blockiert werden bzw. Phrasen oder Daten wie zum Beispiel Kontaktdaten, Bankverbindungen usw. Damit können Eltern sicher gehen, dass Junior diese sensiblen Daten nicht im Netz herumschickt.

sentryPC Beispiel Screenshot Keyword-Filter
Das Blockieren einzelner Keys kann für jeden Nutzer individuell erfolgen.

Wenn mit der Software mehrere Nutzer oder mehrere PCs überwacht werden, dann kann man diese Filtereinstellungen zu Webseiten, Programmen, Chats und Keywords für jeden einzelnen User individuell einrichten. Selbstverständlich können diese Filtereinstellungen auch zeitlich terminiert werden.

Monitoring der PC-Nutzung

SentryPC verfolgt so ziemlich alle PC-Aktivitäten: von den besuchten Webseiten, über Gespräche in Chats und per Instant Messenger bis hin zur Nutzung von Programmen und Spielen. Auch die IP-Adresse, die der Rechner benutzt, wird registriert. Ebenso akribisch werden alle Eingaben zu Dokumenten verfolgt: jede Kopie, Speicherung oder Umbenennung. Das detaillierte Berichtssystem erfasst Datum, Uhrzeit und die Verweildauer. Bei der Programm-Nutzung erkennt SentryPC nicht nur, welche Spiele und Anwendungen geöffnet wurden. Es erkennt auch, ob die Anwendungen aktiv oder nur im Leerlauf waren.

Über den Cloudaccount kann man alle Aktivitäten direkt in Echtzeit verfolgen.

Tastatureingaben

Die Software zeichnet auch alles auf, was per Tastatur eingegeben wird. Das umfasst selbstverständlich auch E-Mails, Benutzerdaten und die Suche in Suchmaschinen. Dieses Feature ist allgemein betrachtet ein wenig heikel, da es auch ein Bestandteil von Schadprogrammen sein kann, die darauf aus sind, Benutzerdaten abzugreifen. Wenn Eltern ihre Kinder durch Monitoring schützen wollen, kann man davon ausgehen, dass die Daten sicher sind. Aber in falsche Hände sollten die Aufzeichnungen nicht gelangen.

SentryPC Screenshot Tastaturaufzeichnung
Die Software zeichnet jeden Tastenanschlag auf.

Rechtlicher Hinweis

Das Programm ist mit Überwachungsfunktionen (zum Beispiel Keylogger) ausgestattet. Für die Nutzung in Deutschland benötigt man deshalb die Genehmigung der zu überwachenden Person. Wer dies nicht beachtet, macht sich im Sinne von §201, §202 StGB strafbar.

Bildaufzeichnung und Zeitbeschränkung

SentryPC macht außerdem in regelmäßigen Abständen Screenshots. Eltern können damit, ähnlich wie bei einem Video, im Nachhinein mitverfolgen, was ihr Kind im Internet alles gesehen hat. Mit Hilfe der Schutzsoftware können Eltern auch eine tägliche oder wöchentliche Computer-Nutzungszeit für das Kind einrichten.

Bedienung

4,65 Pkt

Die Anwendung zeichnet sich durch eine einfache Bedienung aus. Durch den cloudbasierten Zugang hat man von jedem internetfähigen Gerät aus Zugang zur Benutzeroberfläche. Zudem ist damit immer die aktuellste Programmversion verfügbar. Mit dem grafischen Interface und seinen selbsterklärenden Icons können sich auch Computereinsteiger die Bedienung von SentryPC schnell erschließen. Alle Berichte können im CSV-Format heruntergeladen werden. Praktisch ist außerdem die Sortierfunktion der Angaben in den Berichten. So findet man schnell die Werte, die man sucht.

sentrypc - Beispiel Screencap Userübersicht
Die Anwendung zeichnet sich durch eine einfache Bedienung aus.

Reports und Warnungen

SentryPC erstellt neben den regulären Logs auch einen Schnell-Überblick über die am meisten genutzten Aktivitäten. Außerdem kann man sich einen Alarm einrichten, bei dem man per E-Mail sofort informiert wird, wenn von dem überwachten PC aus versucht wird, auf blockierte Webseiten oder Applikationen zuzugreifen.

Performance

4,70 Pkt

Installation und Deinstallation

Wie manch andere Monitoring-Software, so lässt sich auch SentryPC über einen E-Mail-Anhang oder über das Netzwerk per Ferninstallation auf einem PC einrichten. Genauso heimlich, still und leise ferngesteuert kann die Deinstallation erfolgen. Neben dem Keylogging ist dies eine Funktion, die auf manche Leute abschreckend und zwielichtig wirkt, weil sie an Schadsoftware erinnert.

Eine lokale Installation ist natürlich ebenfalls möglich.

Ist das Programm einmal installiert, agiert es unauffällig im Hintergrund und nimmt nur minimale CPU-Leistung in Anspruch. Außerdem taucht es in keinem Verzeichnis oder Task Manager sichtbar auf.

Systemvoraussetzungen

SentryPC ist mit Windows kompatibel und funktioniert mit den Versionen NT, 200x, XP, Vista sowie Windows 7 und 8, jeweils 32- und 64 Bit. Das Programm braucht nur 1 MB Festplattenspeicher. Unterstützt werden alle gängigen Browser.

Eine Version für Mac oder für mobile Betriebssysteme gibt es allerdings nicht.

Hilfe & Support

4,55 Pkt

Beim Support setzt Spytech stark auf das Online Angebot. Im Support-Bereich auf der Produktwebseite findet man neben den ein paar wenigen FAQs auch Installationsanweisungen, Anleitungen und Produktupdates. Per Kontaktformular kann man sich bei Fragen und Unklarheiten an das Support-Team wenden. Allerdings sind hier gute oder besser sehr gute Englischkenntnisse gefragt, denn deutschsprachigen Service bietet Spytech nicht an. Vermisst haben wir dabei auch einen schnellen Live-Chat-Support und eine Telefonhotline. Den Käufern einer Lizenz verspricht Spytech aber kompletten Service.

SentryPC Support
Wie die Software selbst, ist der Support leider nur englischsprachig.

Zusammenfassung

4,65 Pkt

Die Sicherungsleistung von SentryPC erfolgt durch eine Kombination aus Monitoring und der Filterung von Webinhalten. Dafür bringt die Software eine breite Ausstattung mit. So können Eltern den Zugriff auf Webseiten für ihre Kinder mit Hilfe von Filterkategorien oder Blocklisten einschränken. SentryPC unterstützt die üblichen Chat-Anwendungen und zeichnet den kompletten Gesprächsverlauf auf. Damit können Eltern ihren Kindern auch bei Abwesenheit noch über die Schulter schauen und verfolgen, womit ihre Kinder bei der digitalen Kommunikation konfrontiert sind.

Beachten sollten Nutzer in Deutschland, dass SentryPC mit Keylogging und der Bildaufzeichnung auch Überwachungsfunktionen enthält, die man nur einsetzen darf, wenn die jeweilige Person davon weiß und ihre Zustimmung gegeben hat.

Vom Design her ist die Software sehr benutzerfreundlich, was bei diesem Funktionsumfang nicht selbstverständlich ist

Der Support des US-amerikanischen Softwareherstellers ist allerdings nur auf Englisch.

Fazit

Mit seinem Funktionsumfang und seiner Bedienerfreundlichkeit kann SentryPC für besorgte Eltern durchaus ein empfehlenswertes technisches Hilfsmittel sein, um Kindern einen angemessenen Umgang mit PC und Internet beizubringen. Offene, verständnisvolle Gespräche zwischen Eltern und Kindern und gemeinsame Vereinbarungen zur Internetnutzung ersetzt eine Software selbstverständlich nicht.