PDF Architect

Andreas Kiener
Pro
  • Modulare Lizenzen
  • Option, Dokumente digital zu unterschreiben
  • Funktion zum Reduzieren der Dateigröße
  • Smart gestaltete, benutzerfreundliche Oberfläche
  • Cloud-Integration
Kontra
  • ePUB-Export fehlt
  • PDF/X-Export fehlt
  • Keine PDF-Optimierung für mobile Endgeräte
Fazit Im Prinzip ist PDF Architect eine Zwillingsversion des sehr gelungenen Soda PDF Business. Wer eine Web-App nicht benötigt und Abo-Gebühren vermeiden möchte, ist mit ihr besser beraten.
PDF Architect Zum Anbieter

PDF Architect Test

Leistung

3,88 Pkt
PDF Architekt Oberfläche
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Mehr als nur oberflächliche Ähnlichkeit: Bei PDF Architect (rechts) und Soda PDF handelt es sich um unterschiedliche Versionen desselben Programms.

Einzelne Module Kaufen

Im Gegensatz zu Soda PDF ist PDF Architect nicht per Abo erhältlich, sondern durch Lizenzen, mit denen der Kunde das Programm unbefristet nutzen kann. Die Grundversion ist kostenlos, damit kann der Anwender allerdings PDF-Dokumente nur ansehen und andere Dateiformate in das PDF-Format umwandeln. Das Programm lässt sich mit verschiedenen kostenpflichtigen Modulen erweitern, die der Kunde frei kombinieren kann:

  • Bearbeiten (30,00 Euro): Text bearbeiten, Seiten verschieben, Seite einrichten
  • Einfügen (10,00 Euro): Seiten, Hyperlinks und Seitenzahlen einfügen
  • Konvertieren (20,00 Euro): PDF-Dateien in andere Dateiformate umwandeln
  • Überprüfen (20,00 Euro): Kommentare, Hervorhebungen und Skizzen erstellen
  • Formulare (10,00 Euro): Formularfelder einfügen und Formulardaten exportieren
  • Sicherheit (20,00 Euro): Dokumente verschlüsseln und signieren
  • OCR (40,00 Euro): Automatische Texterkennung
  • E-Sign (20,00 Euro): Dokumente zum Signieren erstellen und verschicken

Alternativ können Kunden auch Versionen kaufen, die bereits diverse Module mitbringen. PDF Architect Standard inkludiert die Module Bearbeiten, Konvertieren und Einfügen. Der Kunde spart mit diesem Paket allerdings im Vergleich zum Erwerb der einzelnen Module kaum Geld. Es kostet 59,00 Euro, die drei Pakete kosten zusammen 60,00 Euro.

PDF Architect Pro enthält zusätzlich noch die Module Überprüfen, Sicherheit und Formulare. Diese Version kostet 89,00 Euro. Eine funktionsgleiche Zusammenstellung aus Einzelpaketen würde 110,00 Euro kosten. Hier kann der Kunde also tatsächlich einen nennenswerten Geldbetrag sparen.

Noch mehr spart er mit der Version Pro+OCR, die um die automatische Texterkennung erweitert ist. Sie kostet 119,00 Euro, die Summe der Einzelmodule beläuft sich hingegen auf 150,00 Euro.

Im Vergleich zu Soda PDF erweisen sich die Preise als güntig. Jede Version von PDF Architect kostet zwar etwas mehr als das Pendant von Soda PDF, dafür erhalten Kunden allerdings eine unbefristete Lizenz. Bei Soda PDF beziehen sich die Preise auf ein Abo, das der Kunde nach Ablauf von 12 Monaten erneuern muss, wenn er die Software weiterhin nutzen will. Ein weiterer Vorteil des modularen Modells ist, dass der Kunde nur für die Funktionen bezahlt, die er auch tatsächlich benötigt.

Das Abo-Modell ist für Soda PDF durchaus sinnvoll. Schließlich erhält der Kunde nicht nur ein Desktop-Programm, sondern auch Zugang zu einer Web-App, die den vollen Funktionsumfang der Desktop-Version bietet. Wer jedoch auf sie verzichten kann, wählt PDF Architect – es ist beinahe das gleiche Programm, jedoch zu attraktiveren Konditionen.

Moment, das haben wir doch schon einmal gesehen! Beim Testen von PDF Architect hatten wir ein Déjà-vu. Das Programm gleicht Soda PDF des kanadischen Herstellers Lulu Software fast bis aufs Detail – mehr noch als das ebenfalls sehr ähnliche Nitro Power PDF.

Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall: Es besteht eine Partnerschaft zwischen Lulu Software und pdfforge, dem Hersteller von PDF Architect. PDF Architect ist eine modifizierte Version von Soda PDF, die anders vermarktet wird.

PDF Architekt Oberfläche
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Mehr als nur oberflächliche Ähnlichkeit: Bei PDF Architect (rechts) und Soda PDF handelt es sich um unterschiedliche Versionen desselben Programms.

Dokumenten-Tools

5,00 Pkt

Die Funktionen zum Bearbeiten von Dokumenten sind im Prinzip die gleichen wie bei Soda PDF. Welcher Funktionsumfang verfügbar ist, hängt natürlich von den gewählten Modulen ab. Das voll ausgebaute Programm ist durchaus vergleichbar mit dem Klassenprimus Adobe Acrobat DC, allerdings deutlich preiswerter.

Wir konnten im Test nur wenige Details finden, in denen sich PDF Architect von Soda PDF unterschiedet. Die attraktive 3D-Ansicht von Dokumenten steht beim PDF Archtect nicht zur Verfügung. Hierbei handelt es sich jedoch eher um ein nettes Gimmick, dessen Fehlen die Funktionalität des Programms nicht einschränkt. Was allerdings schwerer wiegt, ist das Fehlen von Werkzeugen zur Messung von Abständen, Umfängen und Flächen.

Ein sehr praktisches Feature, das sowohl in PDF Architect als auch in Sodas PDF vorhanden ist, ist die Funktion Dateigröße reduzieren im Datei-Dialog. Bei PDF Architect ist es Teil des Moduls Bearbeiten. Auch E-Sign, ein sehr praktischer Dienst, um digitale Unterschriften einzuholen, ist Bestandteil von PDF Architect.

Kompatibilität

3,57 Pkt

PDF Architect integriert auch Cloudspeicher-Anbieter, namentlich OnDrive, Dropbox, Google Drive und Box. Um Dateien bei diesen Anbietern zu speichern, ist kein Zusatzmodul nötig. Bei OneDrive und Dropbox unterstützt das Programm nicht jeweils nur die Endkundenversion, sondern auch die Business-Version für Geschäftskunden.

Für den umgekehrten Weg, also Umwandlung von PDF- in andere Datei-Formate, ist das 20 Euro teure Modul Konvertieren nötig. PDF Architect unterstützt die Microsoft-Office-Formate Word, PowerPoint und Excel. Die Software wandelt auch PDF-Dateien in HTML, unformatierten Text, RFT und in das Archivierungsformat PDF/A um. Zudem unterstützt sie auch diverse Bildformate. Es fehlt allerdings die Möglichkeiten, eine PDF-Datei in das offene E-Book-Format ePUB umzuwandeln. Das Programm unterstützt zudem nicht den Standard PDF/X für Druckvorlagen.

PDF Architekt konvertieren
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Wer PDF-Dateien in andere Formate umwandeln will, muss das entsprechende Modul kostenpflichtig aktivieren.

Auch in diesem Bereich gleichen sich PDF Architect und Soda PDF. Schon mit der kostenlosen Free-Version können Anwender nahezu alle Dokumentformate über den — auch in Windows 10 integrierten und daher für viele Anwender unnötigen – virtuellen Druckertreiber in das PDF-Format umwandeln.

Dokumentation und Support

3,00 Pkt

Telefonisch können sich Kunden unter der Berliner Festnetznummer 030 - 56 79 65 43 an den Support des Herstellers wenden. Die Erreichbarkeitszeiten sind jedoch ungewöhnlich: Montags bis freitags von 13:00 bis 2:00 Uhr und am Wochenende von 15:00 bis 23:00 Uhr sind Anrufe möglich.

Wer nicht anrufen möchte, kann über ein Web-Formular ein Support-Ticket einreichen. Eine E-Mail-Adresse, um den Support ohne den Umweg eines Formulars zu kontaktieren, ist nicht vorhanden.

Die Hersteller-Website stellt auch ein Handbuch zur Verfügung und hat einen FAQ-Bereich. Positiv anzumerken ist, dass nicht nur das Handbuch der aktuellen Version verlinkt ist, sondern auch die Handbücher von Vorversionen. Wer also weiterhin eine alte Version nutzt, erhält ebenfalls alle wichtigen Informationen. Im Gegensatz zu den englischsprachigen Handbüchern sind die FAQ auf Deutsch – allerdings gibt es nur vier Einträge.

Mehr nützliche Infos gibt es im Forum, das neben dem englischen Bereich auch einen deutschen hat. Hier antworten Support-Mitarbeiter häufig und ausführlich auf Kundenfragen.

Zusammenfassung

3,86 Pkt

Im Großen und Ganzen sind PDF Architect und Sodas PDF Zwillingsprogramme, wobei es sich bei Soda PDF offenbar um das Original und bei Architect um eine lizensierte Version der Firma pdfforge handelt. Funktionale Unterschiede zum sehr gelungenen Original gibt es nur in einigen unwesentlichen Details.

Allerdings gibt es große Unterschiede bei der Preisgestaltung: Während Soda PDF auf Software-as-a-Service (SaaS) im Abomodell setzt, verkauft PDF Architect unbegrenzt gültige Lizenzen. Dank eines modularen Systems haben Anwender die Möglichkeit, nur die wirklich benötigten Funktionen zu kaufen. Das macht PDF Architect insgesamt zur günstigeren Software. Allerdings müssen Kunden auf die Web-Version des Programms verzichten, die bei Soda PDF Bestandteil des Abos ist.