Kaspersky Password Manager

Lena Groeben
Pro
  • Sichere Passwortverwaltung
  • Hohe Flexibilität
  • Viele individuelle Einstellungen
  • Einfache Bedienung
  • Günstiger Preis
Kontra
  • Kein sicheres Teilen möglich
  • Nicht mit allen Handys und Tablets kompatibel
  • Keine Zwei-Faktor-Authentifikation
Fazit Aufgrund seines äußerst fairen Preis-Leistungs-Verhältnisses ist der Kaspersky Password Manager eine gute, solide Wahl. Trotz kleinerer Mängel überzeugt Kaspersky hier mit einem sicheren und einfach bedienbaren Programm.
Kaspersky Password Manager Zum Anbieter

Kaspersky Password Manager Test

  • So lang können Passwörter maximal sein.
    Mehr ist besser.
  • 2. Kaspersky Password Manager
    99,0
  • 40,0
  • 51,0
  • Kategorie-Durchschnitt
    96,6
  • So bewerten wir die Nutzerfreundlichkeit der Oberfläche.
    Mehr ist besser.
  • 2. Kaspersky Password Manager
    80,0
  • 90,0
  • 60,0
  • Kategorie-Durchschnitt
    75,0

Sicherheit & Funktionen

4,60 Pkt

Die meisten User verbinden den Namen des Herstellers mit Kaspersky Anti-Virus oder mit Kaspersky Internet-Security. Die IT-Spezialisten des russischen Herstellers sind spezialisiert auf Sicherheitssoftware und bieten mit ihrem Passwort-Manager einen digitalen Schlüsselbund, der die Organisation der eigenen Kennwörter am PC erleichtern und sicherer machen soll.

Komfortables Jonglieren mit Passwörtern

Der Kaspersky Password Manager nimmt die Arbeit ab, sich sichere Passwörter auszudenken, zu merken und in die richtigen Felder einzugeben. Unter dem Menü in der rechten Ecke der Programmoberfläche sehen Nutzer über die Funktion „Kennwortprobleme anzeigen“, welche ihrer Passwörter Kaspersky als unsicher oder nur mittelstark einstuft. Dabei bezieht der Passwort-Manager sowohl die Länge des Passworts als auch die Verwendung möglichst vieler verschiedener Zeichenarten (Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen) mit ein. Über dasselbe Menü rufen sie außerdem den Kennwort-Generator auf, der sichere Passwörter erstellt. Hierbei bestimmen sie die Kennwortlänge sowie die Zeichen (Groß-, Kleinbuchstaben, Ziffern, Sonderzeichen), die darin enthalten sein sollen.

Zugangsdaten (Nutzername, Passwort und URL der Webseite) speichern Anwender im Kaspersky Password Manager entweder manuell über die Schaltfläche „Hinzufügen“ oder automatisch während der Eingabe im Internet Browser. Für jeden Eintrag können sie festlegen, ob Kaspersky eine automatische Anmeldung vornehmen soll. Falls sie sich dagegen entscheiden, wird in leeren Eingabefeldern das Kaspersky-Logo angezeigt und Kaspersky füllt die Felder erst nach einem Mausklick auf das Logo und Auswahl des entsprechenden Kennwort-Eintrags.

Kaspersky Password Manager - Kennwort-Generator
Der Kennwort-Generator erstellt sichere Passwörter nach Vorgaben.

Neben Kennwörtern und Zugangsdaten für Webseiten speichert Kaspersky auch Passwörter für installierte Anwendungen, Bankkarten und -konten sowie Notizen. Außerdem können sie häufig benötigte Passwörter als Favoriten markieren und Einträge für Webseiten und Notizen in Gruppen anordnen. Sehr praktisch: Über den Kaspersky Password Manager öffnen Nutzer Webseiten mit nur einem Klick. Die Anmeldung inklusive Passworteingabe übernimmt das Programm.

In unserem Test arbeitete der Password Manager hinsichtlich des automatischen Ausfüllens von Feldern allerdings teilweise etwas übereifrig und fügte beispielsweise den Nutzernamen fälschlicherweise in ein Suchfeld. Passwörter wurden auf diese Weise aber nicht sichtbar angezeigt. Zudem fehlt der aktuellen Version des Kaspersky Password Managers bislang eine Funktion zum sicheren Teilen von Kennwörtern oder Notizen mit vertrauten Personen.

Sicher verwahrt

Der Password Manager speichert Nutzernamen, Kennwörter und sonstige persönliche Daten in einem sicher nach dem AES-Algorithmus verschlüsselten Datenspeicher, auf den Nutzer ausschließlich mit ihrem selbstgewählten Masterpasswort zugreifen. Dieses ist aus Sicherheitsgründen nicht einmal Kaspersky bekannt. Daher sollten Nutzer sich ihr Masterpasswort besonders gut merken. Sollten sie es vergessen, kann es nicht wiederhergestellt werden und die Nutzer müssen ihren Daten komplett neu anlegen.

Um die Funktionen des Password Managers wie das automatische Einloggen oder Ausfüllen zu nutzen, ist das Öffnen des Datenspeichers per Eingabe des Masterpassworts notwendig.

Bei Inaktivität sperrt der Password Manager den Zugang nach einer bestimmten Zeit – ein sehr sicherer Mechanismus. Diese Zeitspanne können Anwender unter den allgemeinen Einstellungen anpassen, wobei sie die Wahl von einer bis hin zu 60 Minuten haben, oder auch beim Start des Bildschirmschoners einsetzen lassen können. Darüber hinaus bietet der Password Manager die Möglichkeit, Sicherungskopien des Datenspeichers zu erstellen, die für eine Datenwiederherstellung genutzt werden können. Die Backups speichert Kaspersky lokal auf dem Rechner des Anwenders, wobei dieser den konkreten Speicherort auswählt.

Kaspersky Password Manager - allgemeine Einstellungen
In den allgemeinen Einstellungen kann die Zeitspanne für die automatische Sperre eingestellt werden.

Besonders hohe Ansprüche an die Sicherheit

Hinsichtlich des Erkennens unsicherer Passwörter erwies sich der Kaspersky Password Manager in unserem Test als sehr kritisch und anspruchsvoll. So stuft er mehrere Passwörter als unsicher ein, die unter Konkurrenzprogrammen als sicher gelten. Ein von einem anderen Programm per Generator erstelltes Passwort zählt bei Kaspersky aufgrund seiner Länge von neun Zeichen nur als mittelsicher.

Sehr faires Angebot

Der Password Manager von Kaspersky ist in einer kostenfreien sowie einer Premiumversion für knapp 14 Euro im Jahr (ein Nutzer) erhältlich. Hierbei enthält die kostenlose Version alle Funktionen, die auch die Premiumversion mitbringt. Lediglich die Anzahl speicherbarer Einträge ist in der kostenfreien Variante begrenzt. Wie viele Einträge sich speichern lassen, kann sich hierbei laut Kaspersky von Region zu Region unterscheiden. In unserem Test konnten wir mit der kostenfreien Version problemlos 15 Einträge speichern.

Kompatibilität & Performance

4,40 Pkt

Eine Verlangsamung des PCs stellten wir während unseres Tests weder nach der Installation noch während der Nutzung des Programms fest. Die wichtigsten Hard- und Softwareanforderungen, die der Password Manager voraussetzt, um reibungslos auf dem PC zu laufen, zeigt die folgende Tabelle:

SystemressourceAnforderung
Microsoft WindowsXP, Vista, 7, 8.x, 10
Mac OS10.11, 10.12
Verfügbarer Festplattenspeicher75-100 MB
Arbeitsspeicher1 GB oder höher
Prozessor1 GHz oder höher
SonstigesInternetverbindung
Die wichtigsten Systemvoraussetzungen für den Kaspersky Password Manager im Überblick.

Zusätzlich ist der Kaspersky Password Manager für iOS- und Android-Tablets und -Smartphones verfügbar, sodass die Passwortverwaltung auch unterwegs genutzt werden kann. Hierfür empfiehlt Kaspersky eine Mindestgröße des Arbeitsspeichers von 50 Megabyte. Die Installationsdatei für Windows-Systeme hat eine Größe von 6,51 Megabyte. Nach der Installation benötigt der Password Manager 60,2 Megabyte. Auch nach längerer Nutzung vergrößerte sich der Speicherplatzbedarf während unseres Tests nicht.

Unterstützung für viele Browser

Der Kaspersky Password Manager ist mit den folgenden Browsern kompatibel:

  • Internet Explorer ab Version 8
  • Mozilla Firefox ab Version 50
  • Google Chrome ab Version 50
  • Yandex Browser ab Version 15.0
  • Safari 10 für OS X

Um in einem Browser Nutzernamen und Kennwörter speichern und anwenden zu können, ist die Installation einer entsprechenden Browser-Erweiterung notwendig. Diese gestaltet sich sehr einfach: Anwender schließen hierfür den (beziehungsweise die) gewählten Browser und klicken im Anschluss unter den Browser-Einstellungen ihres Passwort-Managers auf „Erweiterung installieren“. Zusätzlich können sie dort einen Standard-Browser auswählen, der nicht zwingend der Standard-Browser ihres Betriebssystems sein muss. Falls Anwender die Browser-Erweiterung nicht mehr benötigen oder kurzfristig entfernen möchten, lässt sich diese mit wenigen Klicks deaktivieren.

Kaspersky Password Manager - Browser wählen
Unter Windows stehen vier Browser zur Auswahl.

Bedienung

4,10 Pkt

Die Installation des Password Managers auf dem PC gestaltet sich im Vergleich zu anderen Programmen eher komplex. Nach dem Download wählen Nutzer zunächst die gewünschte Sprache und akzeptieren den Lizenzvertrag, bevor sie ihren PC zum Fortfahren neustarten. Dann erst beginnt die Installation, die während unseres Tests etwa sieben Minuten dauerte. Um den installierten Passwort-Manager dann auch nutzen zu können, benötigen Anwender noch ein Kaspersky-Konto. Zur Anmeldung hierfür geben sie ihre E-Mail-Adresse und ein selbstgewähltes Kennwort an. Im Anschluss erhalten Nutzer eine E-Mail mit dem Aktivierungslink, und dann kann es endlich losgehen: Das Festlegen des Masterpassworts und der Password Manager beginnt mit seiner Arbeit.

Nutzerfreundliche Oberfläche

Nach der ersten Konfiguration erscheint am Systemtray ein neues Symbol, welches das Programm öffnet. Auf der übersichtlichen und gut überschaubaren Bedienoberfläche findet der Nutzer alle gespeicherten Passwörter nach Kategorien (Favoriten, Websites, Anwendungen, Identitäten, Notizen) sortiert wieder. Zudem besteht die Option, über ein Eingabefeld links oben gezielt nach einem bestimmten Passwort zu suchen. Allerdings sind nicht alle Funktionen des Programms intuitiv auffindbar. So verstecken sich etwa der Kennwort-Generator und die Anzeige der Kennwortprobleme links unten im Menü für die Programmverwaltung, wo Anwender auch die Einstellungen sowie den Link zur Online-Hilfe finden. Diese wünschen wir uns der Einfachheit halber an einer präsenteren Stelle. Leichte Abzüge erhält der Password Manager hinsichtlich seiner Nutzerfreundlichkeit außerdem dafür, dass sich die Hilfefunktion im Programm auf den Link zur Kaspersky-Online-Hilfe beschränkt. Hier bieten andere Programme noch mehr Optionen. Dafür punktet Kaspersky mit diversen Einstellungsmöglichkeiten, mit welchen Nutzer den Password Manager an ihre Bedürfnisse anpassen, sowie komfortablen Funktionen wie dem Im- und Export von Daten.

Import, Export und Synchronisierung

Passwörter importiert das Programm von Kaspersky aus kompatiblen Internet Browsern, aus einer Sicherungskopie der aktuellen Version, aus einem Datenspeicher einer alten Kaspersky-Version sowie aus einigen anderen Passwort-Managern (KeePass, LastPass, 1Password, Norton Identy Safe und Dashlane). In unserem Test hat der Import der Passwörter aus einer von Dashlane exportierten CSV-Datei problemlos funktioniert, während dies aus einer .dash-Datei (sicheres Format des Passwort-Managers Dashlane) nicht möglich war. Neben den Import-Möglichkeiten besteht die Option, die Passwörter aus dem Kaspersky Password Manager in eine Textdatei zu exportieren und diese direkt an einen Drucker zu senden.

Kaspersky Password Manager - Einstellungen Import
Unter den Einstellungen finden Anwender die Funktionen zum Datenimport und -export.

Ganz unten links auf dem Bedienfeld aktivieren Nutzer über das grüne Pfeil-Symbol manuell die Dateisynchronisierung ihres Datenspeichers. So gehen sie sicher, dass sie stets auf allen Computern, mit denen sie den Password Manager nutzen, über die aktuelle Version ihres Datenspeichers verfügen. Bearbeiten können Nutzer ihre Kennworteinträge im Kaspersky Password Manager ganz einfach nach Klick auf die Schaltfläche „Ändern“. Per Klick auf das Papierkorb-Symbol rechts über jedem Eintrag löschen sie diesen. Mit dem Stern direkt daneben wird der entsprechende Eintrag als Favorit markiert und erscheint bei Auflistung aller Einträge ganz oben.

Hilfe & Support

4,60 Pkt

Das Herzstück des Supports rund um den Kaspersky Password Manager bildet die Online-Hilfe, ein Selbstbedienungsportal, das größtenteils aus einer Wissensbank mit vielen verschiedenen Artikeln besteht. Diese enthalten detaillierte Informationen zum Produkt sowie zur Programmoberfläche, zu den Systemvoraussetzungen, Warn- und Fehlermeldungen, darüber hinaus Schritt-für-Schritt-Anleitungen und ein Glossar. Zudem finden Nutzer auf der Kaspersky-Webseite eine Sammlung allgemeiner Fragen.

Zusätzlich ermöglichen Foren die Kommunikation mit Experten in diversen Sprachen wie etwa Englisch, Russisch, Deutsch oder Französisch. Sollte das dem Kunden nicht weiterhelfen, kann er sich an den technischen Support wenden. Hierbei hat er die Wahl zwischen telefonischem Support, einem Live-Chat und einem Kontaktformular. Telefonisch und per Live-Chat ist der Support montags bis freitags von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu erreichen. Während unseres Tests haben wir uns per Live-Chat mit einer Frage nach der Art der Verschlüsselung an den Support gewandt. Hierauf erhielten wir eine knappe und nicht ganz zufriedenstellende Antwort. Auf erneute Nachfrage per E-Mail erhielten wir dann innerhalb von drei Stunden eine etwas ausführlichere Antwort mit einem Link zur Online-Hilfe, die dann auch unsere Frage klären konnte.

Zusammenfassung

4,28 Pkt

Der Password Manager aus dem Hause Kaspersky überzeugt in unserem Test vor allem mit einem äußerst fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. So enthält bereits die kostenlose Variante alle Funktionen der Premiumversion, lediglich die Anzahl speicherbarer Einträge ist hierbei beschränkt. Wer weniger als 15 Passwörter zu verwalten hat, dürfte aber bereits mit der kostenlosen Version gut auskommen. Sollten Anwender feststellen, dass sie doch mehr Passwörter benötigen, können sie problemlos zur Premiumversion wechseln, die mit knapp 14 Euro für einen Nutzer pro Jahr zu den günstigen Programmen im Test zählt. Zudem punktet der Password Manager mit einer hohen Sicherheit, umfangreichen Support-Optionen und einer einfachen Bedienung. Allerdings sind einige wichtige Funktionen wie etwa der Kennwort-Generator auf der Benutzeroberfläche etwas versteckt. Hier sind andere Passwort-Manager in unserem Test noch intuitiver bedienbar. Zudem fehlt dem Kaspersky Password Manager aktuell eine Funktion zum sicheren Teilen von Kennwörtern oder anderen Daten.