Unsere Redakteure bewerten die Produkte unabhängig, Netzsieger verdient aber gegebenenfalls Geld, wenn Sie unsere Links anklicken. Erfahren Sie mehr.

Zahnzusatzversicherungen

Der beste Zahnzusatz im Vergleich

Thomas Güth
Platz Produkt Bewertung Preis
1 TKK Zahnzusatz 4,70
2 Allianz Zahnzusatz 4,67
3 Ergo Direkt Zahnzusatz 4,57 19,80 €
4 Barmenia Zahnzusatz 4,55 18,74 €
5 DAK Zahnzusatz 4,55
6 ARAG Zahnzusatz 4,50 15,11 €
7 AXA Zahnzusatz 4,47 14,71 €
8 DKV Zahnzusatz 4,47
9 Signal Iduna Zahnzusatz 4,45

Allgemeines

Leistungen

Geltungsbereich

Hilfe & Support

Für die Zahnarztrechnung ohne bösen Überraschungen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Die Gesetzlichen Krankenkassen leisten nur wenig beim Zahnersatz. Eine Zahnzusatzversicherung kann diese Versorgungslücke schließen.
  • Zahnzusatzversicherungen gibt es schon für unter 10 Euro im Monat. Viele Tarife erlauben die individuelle Anpassung von Leistungen. So werden Leistungen zum Zahnersatz und zum Zahnerhalt oft separat angeboten.

1. Zahngesundheit

Im Musical „Der kleine Horrorladen“ ist der Antagonist ein sadistischer Zahnarzt, der seinen Opfern nachts mit großer Leidenschaft Schmerzen zufügt. Diese popkulturelle Überspitzung reflektiert die Angst vieler Menschen vor diesem Berufsstand. Der Besuch beim Zahnarzt wird gefürchtet wie kaum eine andere medizinische Notwendigkeit. Dabei gehören der Beruf des Zahnarztes und die Zahntechnik zu den großen Errungenschaften der Moderne. Auch Thomas Mann gibt mit seiner literarischen Figur Thomas Buddenbrook ein Beispiel dafür, dass ein Zahnleiden noch Ende des 19. Jahrhunderts eine Todesursache darstellen konnte. Diese Tage sind – auch dank der Entdeckung des Antibiotikums – gezählt. Die Gesundheit der Zähne verdient ebenso viel Beachtung wie die des Herzens oder des Geistes. Denn die Gesundheit ist das höchste Gut. Diese Plattitüde winken viele Menschen ab, solange sie nicht erkranken. Wenn es jedoch einmal dazu kommt, sind viele erleichtert, wenn eine Versicherung die hohen Kosten für die Behandlung und die teuren medizinischen Produkte übernimmt. Nicht zuletzt verringern weniger Sorgen um die finanzielle Absicherung den Stress und helfen bei der Genesung.

Ein gesundes Gebiss ist nicht nur zum Zerkauen der täglichen Nahrung notwendig. Der Mund gehört als zentrale Partie des Gesichts zu einem wichtigen Faktor des äußeren Erscheinungsbildes. So können Vorsorgeuntersuchungen und Maßnahmen zum Zahnerhalt dazu beitragen, dass das schönste am Menschen – sein Lächeln – für eine lange Zeit erstrahlt.

Der schleichende Prozess

Für die Zahnprophylaxe, zu der unter anderem die professionelle Zahnreinigung gehört, geben Menschen jährlich viel Geld aus. Das tägliche Zähneputzen, das zum morgendlichen und abendlichen Ritual gehört, dient dazu, das Leben der wertvollen weißen Mundinsassen so lange wie möglich zu verlängern. Diese Prophylaxe ist jedoch leider auch nur ein Herauszögern des Unausweichlichen – mit der Zeit schwindet der Gesundheitszustand der Zähne. Die Folgen können Kariesbefall, Parodontose, Zahnfleischrückgang, Abbau des Zahnschmelzes oder Entzündungen an freiliegenden Zahnwurzeln sein, wobei Menschen jeweils ganz unterschiedlich schwer betroffen sind.

Clean Teeth
Für ein schönes Lächeln sind regelmäßige Zahnarztbesuche Pflicht.

2. Leistungsbegrenzung bei der Gesetzlichen Krankenversicherung

Durch die in Deutschland geltende Krankenversicherungspflicht sind Menschen, die in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, hierzulande im Krankheitsfall für dadurch entstehende Arzt-, Labor- und Materialkosten finanziell abgesichert. Die Regelversorgung deckt solche Behandlungskosten ab. Für den Zahnersatz jedoch regelt das befundorientierte Festzuschusssystem, welchen Anteil die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) an bestimmten Kosten für Brücken, Inlays oder Kronen übernimmt. Welchen Anteil die Patienten dann selbst tragen müssen, hängt von der jeweiligen Behandlung ab.

Wappnen für den Ernstfall

Mitglieder einer GKV sind dann unter Umständen im Ernstfall bei Zahnersatz und Zahnerhalt unterversichert. Zahnbehandlungen sind zwar, wie jede andere ärztliche Leistung, versichert – Kosten für Kronen, Brücken und Füllungen trägt die GKV aber nicht komplett. Der gesetzliche Wert liegt bei solchen Maßnahmen lediglich bei 50 Prozent. Er kann jedoch durch einen lückenlosen Nachweis von jährlichen Vorsorgeuntersuchungen sukzessive erhöht werden. Prophylaxe-Maßnahmen übernimmt die GKV in der Regel nicht. Auch hochwertige Implantate und Füllungen erhalten gesetzlich Versicherte nur unter Eigenleistung. Diese Versorgungslücke schließen Zahnzusatzversicherungen. Bereits ab rund 13 Euro im Monat erhöhen Zahnversicherungen die gesetzlichen Zuschüsse für Zahnersatz und Prophylaxe um bis zu 85 Prozent. Zahnzusatzversicherungen gehören mit Abstand zu den beliebtesten Zusatzversicherungen in Deutschland.

Kostenfalle Zahnersatz

Die Kosten für solche Maßnahmen beim Zahnersatz können sehr hoch sein. Daher sind immer mehr Menschen auf der Suche nach einer passenden Zahnzusatzversicherung. Bereits 2011 besaßen 12,4 Millionen Menschen in Deutschland eine Zahnzusatzversicherung – Tendenz steigend. Das macht sie zur beliebtesten Zusatzversicherung in Deutschland, von denen zu dieser Zeit rund 21 Millionen im Bundesgebiet abgeschlossen wurden. Entsprechend überschlagen sich die diversen Anbieter der Zahnversicherungen mit gut klingenden Produktpaletten und Tarifen. Doch ein Blick in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) zeigt, dass die Werbung oft mehr verspricht, als das Produkt hinterher hält.

Um Kunden eine bessere Orientierung im unübersichtlichen Angebot der Zahnversicherungen zu geben, haben wir die zehn besten Zahnzusatzversicherungen miteinander verglichen. Dabei zeigt sich, dass die Techniker Krankenkasse Zahnzusatzversicherung, Allianz Zahnzusatzversicherung und die ERGO Direkt Zahnzusatzversicherung die besten Preis-Leistungs-Verhältnisse unter den Zahnversicherungen aufweisen.

3. So funktionieren Zahnzusatzversicherungen

Zahnzusatzversicherungen lassen sich in zwei große Themenbereiche einteilen. Zum einen versichern Zahnversicherungen Leistungen im Bereich des Zahnersatzes. Dazu zählen zum Beispiel die bei der Zahnbehandlung notwendigen und teuren Implantate, Brücken, Zahnkronen sowie Teil- und Totalprothesen. Durch eine Zahnzusatzversicherung ist es möglich, Kosten für einen höherwertigen Zahnersatz geltend zu machen. Dazu zählen etwa Inlays aus Keramik, aber auch andere plastische Zahnfüllungen. Auch GKVs bezuschussen Inlays, allerdings nur die wirtschaftlich günstigere Alternative aus Amalgam. Zudem zahlen Versicherte noch einen erheblichen Teil der Kosten selbst. Einlagenfüllungen sind ebenfalls durch die GKVs versichert – allerdings gilt hier ebenfalls das Wirtschaftlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die günstigste Option für die Behandlung gewählt wird. Auch hier erweitert die Zahnzusatzversicherung das Repertoire der Möglichkeiten durch eine teilweise sogar vollständige Kostenübernahme von höherwertigen Füllmaterialen.

Die wichtigsten Begriffe zum Zahnersatz
Implantat
Meist Schrauben, die in den Kieferknochen eingesetzt werden und als künstliche Zahnwurzel funktionieren. Durch sie werden Prothesen befestigt.
Brücke
Mehrgliedriger Zahnersatz, der auf Zähnen, Zahnwurzeln oder Implantaten befestigt wird.
Zahnkrone
Teil des natürlichen Zahns. Beim Zahnersatz wird eine künstliche Zahnkrone als Ersatz für die beschädigte natürliche Krone angefertigt und auf den behandelten Zahn aufgesetzt.
Inlay
Auch als Füllung bekannt. Ein beschädigter Zahn wird teilweise ausgehöhlt und kann mit verschiedenen Materialien befüllt werden.

Der zweite große Themenbereich, den Zahnzusatzversicherungen abdecken, ist die Zahnprophylaxe. Hierbei handelt es sich um jene Leistungen, die die Vorsorge betreffen. Die GKV deckt imBereich der Prophylaxe eine halbjährliche Vorsorgeuntersuchung inklusive Zahnsteinentfernung ab. In vielen Basis- und Komfort-Tarifen von Zahnzusatzversicherungen sind individuelle Maßnahmen zur Prophylaxe mitversichert. Meist ist damit die Bezuschussung einer professionellen Zahnreinigung gemeint. Dieser Zuschuss ist in der Regel auf etwa 100 Euro im Jahr beschränkt. Der Wert variiert jedoch zwischen den verschiedenen Tarifen der Zahnversicherungen zum Teil erheblich.

Unisex-Tarife

Noch vor wenigen Jahren mussten Frauen für eine Zahnzusatzversicherung höhere Beitrage bezahlen als Männer. Ein Grund hierfür war, dass Frauen im Durchschnitt eine höhere Lebenserwartung haben als Männer und mit steigendem Alter die Wahrscheinlichkeit einer Zahnbehandlung stark zunimmt.

Artikel 21 und 23 der Grundrechte der Europäischen Union verbieten jedoch jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Daher hat der Europäische Gerichtshof schließlich entschieden, dass seit Ende Dezember des Jahres 2012 alle neu abgeschlossenen Versicherungstarife, darunter auch Zahnversicherungen, nur noch nach den Regelungen für Unisex-Tarife abgeschlossen werden dürfen.

Warten auf die Leistung

In einigen Tarifen der Zahnversicherungen besteht eine sogenannte Wartezeit. Das bedeutet, dass Neuversicherte eine gewisse Zeit, meistens mehrere Monate nach Abschluss der Versicherung, warten müssen, ehe sie duch die Zahnversicherung Anspruch auf die Erstattung der Kosten von Leistungen bei der Zahnbehandlung haben. Damit schützen sich die Versicherer vor eilig abgeschlossenen Zahnversicherungen, weil akuter Behandlungsbedarf besteht. Basis-Tarife mit einem eher begrenzten Leistungsangebot weisen eine solche Wartezeit in der Regel nicht auf. Bei leistungsstärkeren Tarifen ist diese Einschränkung in den Zahnversicherungen jedoch häufiger zufinden. Viele Versicherungen bieten die Option, später noch in einen leistungsstärkeren Tarif zu wechseln, falls Versicherte erkennen, dass ihr aktueller Versicherungsschutz nicht mehr ausreicht.

Business Concept
In leistungsstarken Tarifen gilt nach Vertragsschluss oft eine Wartezeit. Dadurch können erst nach einigen Monaten Leistungen beansprucht werden.

Hier sollte beachtet werden, dass auch dann eine Gesundheitsprüfung und eine Wartezeit geltend gemacht werden kann, obwohl das eventuell im Basis-Tarif der Zahnversicherung zuvor nicht der Fall gewesen war.

Wie bei den meisten Zusatzversicherungen müssen Versicherte auch bei Zahnversicherungen bedenken, dass die monatlichen Beiträge vom Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss ebenso abhängen wie vom Alter der zu versichernden Person. Dies trägt dem entsprechendem Risiko, dass die Versicherung trägt, Rechnung. Doch das Alter eines Versicherten spielt nicht nur bei Vertragsabschluss eine Rolle. Die Beiträge steigen entsprechend dem Alter. Einige Versicherungsunternehmen bieten darum eine Altersentlastung an. Damit profitieren Personen im Seniorenalter von Beitragsentlastungen.

Heil- und Kostenplan

Ein Heil- und Kostenplan enthält in jedem Fall eine Auflistung der zahnärztlichen Maßnahmen und der voraussichtlichen Gesamtkosten einer geplanten Behandlung. Versicherer haben das Recht in ihren Versicherungsbedingungen festzulegen, ob sie vor der Erstattung von Kosten generell die Vorlage eines Heil- und Kostenplans verlangen oder nur dann, wenn die voraussichtlichen Kosten eine bestimmte Höhe übersteigen. Selbstverständlich sind die Versicherer verpflichtet, den eingereichten Heil- und Kostenplan zu prüfen und dem Kunden mitzuteilen, mit welcher Erstattung er durch seine Zahnversicherung rechnen kann.

Vor Vertragsabschluss sollten die Vertragsklauseln auch bei einer Zahnversicherung genau überprüft werden. Denn neben den Gesundheitsfragen ist auch zu beachten, dass eine Zahnzusatzversicherung in den meisten Fällen keine bereits begonnene Behandlung abdeckt. Zudem übernehmen die Versicherungen Kosten für Leistungen des Zahnarztes nur dann, wenn vorab ein Heil- und Kostenplan eingereicht wurde. Hier sollte darauf geachtet werden, zu welchen Konditionen Leistungen im entsprechenden Fall bewilligt werden. Das lässt sich am besten im persönlichen Gespräch mit einem Berater des entsprechenden Versicherungsunternehmens klären.

Kostenplan
Im Zweifelsfall kann die Versicherung einen Heil- und Kostenplan anfordern.

Kieferorthopädie

Unberücksichtigt bleiben im Vergleich der Zahnzusatzversicherungen die Leistungen für die Kieferorthopädie, da sich die Rechenbeispiele im Test der Zahnzusatzversicherungen auf eine 33-jährige Person beziehen. Eine kieferorthopädische Behandlung wird in den allermeisten Fällen von der Zahnversicherung nur dann übernommen, wenn ein bestimmtes Alter zu Bgeinn der Zahnbehandlung noch nicht überschritten wurde. Dieses liegt in der Regel zwischen 18 und 21 Jahren. Da Zahnzusatzversicherungen aber natürlich auch für Kinder abgeschlossen werden können, soll diese Leistung hier nicht unerwähnt bleiben.

Wenn sie im Tarif der Zahnversicherung mitversichert werden, gilt für die Kostenübernahme von kieferorthopädischen Behandlungen meistens der gleiche Prozentsatz wie für alle anderen Leistungen im gewählten Tarif. Auch hier sollte beachtet werden, dass eine Obergrenze für die Kostenübernahme der Versicherung bestehen kann. Da die GKV nicht alle Kosten für eine solche Behandlung übernimmt, kann sich eine Zusatzversicherung für die eigenen Kinder hier durchaus lohnen. Die GKV übernimmt solche Kosten erst ab der kieferorthopädischen Identifikationsgruppe 3 (KIG 3). Doch auch dann muss der Behandlungsplan des Kieferorthopäden erst von der GKV genehmigt werden, ehe die langjährige Therapie begonnen werden kann. Im Übrigen gilt auch bei der GKV wie bei der privaten Krankenkasse und bei der Zusatzversicherung, dass die oben genannte festgelegte Altersgrenze zu Behandlungsbeginn noch nicht überschritten sein darf. Eine Behandlung erfolgt dann nur in schweren Ausnahmefällen.

Folgende Fragen sollte der Verbraucher für den Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung für sich klären:

  • Wer soll versichert werden (Erwachsener / Kind)?
  • Erfolgt aktuell eine Behandlung?
  • Wie ist der aktuelle Status des Gebisses? Wie viele (Teil-)Kronen oder Brücken sind vorhanden?
  • Welche Bereiche soll die Zahnzusatzversicherung abdecken?
  • Muss Kieferorthopädie mitversichert werden?
  • Soll der Versicherer auch Kosten für Zahnreinigungen übernehmen?
  • Welche Qualität soll der Zahnersatz haben?

4. So vergleichen wir

Wie bei den meisten Versicherungen üblich gibt es auch Zahnzusatzversicherungen mit verschiedenen Leistungsangeboten. Der Vergleich der Zahnzusatzversicherungen beleuchtet unterschiedliche Basis- und Komfort-Tarife der Versicherungen unter Berücksichtigung des Preises für eine 33-jährige Person, die keine auffällige Gesundheitshistorie in Bezug auf ihre Zähne aufweist. Denn sowohl das Alter als auch der Zustand der Zähne spielen für die Beitragsbemessung bei der Versicherung eine Rolle. Die angegebenen Preise der Zahnversicherungen verstehen sich somit als Demonstrationsbeispiele, da sie realiter von individuellen Faktoren abhängen. Trotzdem lassen sich die unterschiedlichen Tarife an nachfolgenden Kriterien bewerten und vergleichen.

Allgemeines

In dieser Kategorie bewerten wir den im Tarif festgelegten Preis sowie die Möglichkeit der Wahl anderer Tarif-Angebote der Versicherung. Die Preisspanne der verglichenen Tarife bewegt sich zwischen 12,75 Euro und 23,12 Euro. Ein höherer Preis lässt jedoch nicht immer auf ein besseres Leistungsangebot der Zahnversicherung schließen. Manche Unternehmen bieten die Möglichkeit, die Leistungen von Zahnerhalt und -ersatz flexibel miteinander zu kombinieren. Zudem können auf Wunsch auch nur Versicherungen auf eines der beiden Felder abgeschlossen werden. Diese Flexibilität wird belohnt, da Versicherungsnehmer so individueller planen und eine Über- oder Unterversorgung vermeiden können. Alle getesteten Zahnzusatzversicherungen richten sich an Mitglieder einer GKV, denn privat Versicherte decken Leistungen beim Zahnarzt ohnehin individuell über ihre Versicherung.

Leistungen

Die Leistungsangebote der Versicherungen unterscheiden sich in dieser Kategorie zum Teil erheblich voneinander. Diskrepanzen zwischen 50 und 100 Prozent der Kosten für einzelne Leistungspunkte sind zwischen den Zahnversicherungen zu verzeichnen. Interessierte sollten genau prüfen, welchen Bedarf sie haben, und diese Bewertung immer in Relation zum Gesamtpaket betrachten. Zahnzusatzversicherungen übernehmen im Gegensatz zur GKV höherwertigen Zahnersatz. Die Prozentangaben im Test beziehen sich zumeist darauf, da die GKV von solchen Zusatzleistungen wenige bis keine der Kosten erstattet. Regelversorgungen und einfachen Zahnersatz übernehmen die meisten Versicherungen komplett. Zu weiteren Leistungsgebieten der Zahnzusatzversicherungen zählen Wurzel- und Parodontosebehandlungen, oder auch besondere Zusatzleistungen wie Schmerztherapien sowie Altersrückstellungen.

Geltungsbereich

Zahnzusatzversicherungen – gerade in den betrachteten Basis-Tarifen – übernehmen die Kosten der versicherten Leistungen in den meisten Fällen nur bis zu einer jährlich festgelegten Höchstgrenze. Diese variiert zwischen den einzelnen Zahnversicherungen. Die jeweilige Bemessungsgrenze wird im allgemeinen Zahnstaffel genannt, weil nicht ausgeschöpfte Beträge auf das Folgejahr angerechnet werden. Besteht also im ersten Versicherungsjahr eine Bemessungsgrenze von 500 Euro und der Versicherungsnehmer macht keine Leistungen geltend, können im zweiten Jahr 1.000 Euro angerechnet werden. Diese Bemessungsgrenzen entfallen in der Regel nach drei bis fünf Versicherungsjahren. Für Interessierte bedeutet dies, dass sie sich über solche Leistungseinschränkungen der Zahnversicherungen vorab gründlich informieren müssen. Denn die Kosten für Zahnersatz können schnell mehrere tausend Euro betragen.

Hilfe und Support

Bei komplizierten Angelegenheiten wie Versicherungen ist guter Rat oft teuer. Daher ist es wichtig, dass Anbieter einen gut erreichbaren Kontakt zur Beratung der Kunden zur Verfügung stellen. In dieser Kategorie bewerten wir genau diese Service-Leistung. Welche Kontaktangebote stellt das Versicherungsunternehmen zur Verfügung und wie sind diese erreichbar? Je mehr Optionen dabei zur Auswahl stehen und je länger die Kundenberater am Tag verfügbar sind, desto besser bewertet die Redaktion die Leistung. In den Tests wurden acht unterschiedliche Angebote und Services miteinander verglichen. Im Einzelnen handelt es sich dabei um klassische Kommunikationswege wie Telefon, E-Mail, Rückruf-Service und Live-Chat sowie erweiterte Optionen wie Skype, Internet-Foren und FAQ-Bereiche. Zudem spielt die Erreichbarkeit des Supports eine Rolle: Stellen Versicherungsunternehmen einen 24-Stunden-Service zur Verfügung, wird das mit Extra-Punkten belohnt.

Fazit der Redaktion

Für Versicherte einer GKV ist die Übersicht über die Kosten für Zahnerhalt und vor allem für Zahnersatz häufig nicht einfach. Durch die generelle Beitragsbemessungsgrenze auf 50 Prozent und eine gesteigerte Kostenübernahme durch lückenlos nachgewiesene Vorsorgeuntersuchungen sowie die befundbezogenen Festzuschüsse ist es für viele Versicherte nicht ersichtlich, ob sie eventuell unterversorgt sind. Eine Zahnzusatzversicherung kann diese Versorgungslücken bedarfsorientiert lösen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich Interessierte über den genauen Umfang der benötigten Versorgung im Klaren sind. Nur dann können die verschiedenen Zahnversicherungen richtig beurteilt werden.

So setzt sich die Bewertung zusammen

Die Redaktion bewertet die unterschiedlichen Zahnzusatzversicherungen der Versicherungsunternehmen auf einer Skala von 0 bis 5 Punkten, wobei 5 Punkte das beste Ergebnis darstellt. Alle vier Bewertungskategorien sind dabei gleich gewichtet. Damit trägt die Redaktion unterschiedlichen Kundenbedürfnissen Rechnung, denn jeder Interessent legt bei einer Versicherung auf jeweils andere Aspekte Wert. Mit dem Vergleich der Zahnzusatzversicherungen erhält der Kunde die vielen Informationen, die Versicherungen zu ihren Tarifen bereitstellen, in übersichtlicher Form präsentiert. Das soll dabei helfen, die Kaufentscheidung zu erleichtern. Da eine Zahnzusatzversicherung aber stark von individuellen Präferenzen und Voraussetzungen abhängig ist, kann der vorliegende Vergleich nur eine Orientierungshilfe sein. Die Testberichte unserer Redakteure sind nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Über die detaillierten Vertragskonditionen der Zahnzusatzversicherungen sollten sich Kunden im Einzelnen jedoch auf jeden Fall selbst informieren.

Wichtige Punkte zu Zahnzusatzversicherungen:
  • Klauseln zum Umgang mit bereits begonnen Behandlung genau studieren!
  • Wartezeiten beachten!
  • Zahnstaffel in den ersten Jahren berücksichtigen!

5. Zahnaufbau

Zähne bestehen aus sehr hartem Material, das den alltäglichen Belastungen und Anforderungen standhalten muss. Sie sind nicht nur zum Zerkauen der Nahrung notwendig, sondern spielen auch eine wichtige Rolle in der Lautformung und helfen damit beim Sprechen. Je nach Stellung im Gebiss werden sie im Gebiss unterschieden. Im vorderen Bereich befinden sich die großen, flachen Schneidezähne. Nach außen hin schließen sich ihnen die spitzen Eckzähne an, gefolgt von den großflächigen Vormahlzähnen und den Mahlzähnen.

Jeder Zahn besteht aus einer Zahnwurzel, die den Zahn im Gewebe des Ober- beziehungsweise des Unterkiefers verankert. Die Verlängerung der Wurzel wird Zahnhals genannt, sie ragt bereits aus dem Zahnfleisch raus. Den Abschluss bildet die Zahnkrone.

Insgesamt sind die Zähne aus mehreren Schichten aufgebaut. Die freiliegenden Flächen, die im Mundraum zu sehen sind, werden von Zahnschmelz umhüllt. Dies ist das härteste Material im menschlichen Körper. Es ist jedoch für bestimmte Stoffe durchlässig, die einen Wiederaufbau von altem Material fördern können. Dazu gehört etwa Fluorid, das in vielen Zahnpasten enthalten ist. Darunter liegt eine Schicht Dentin, auch als Zahnbein bezeichnet. Dentin ist weicher und ein wenig beweglich. Es umschließt direkt die Pulpa, das Zahnmark. Hier befinden sich die Blutgefäße und Nervenfasern, die den Zahn direkt versorgen. Im Bereich der Zahnwurzel bedeckt das Wurzelelement das Dentin und bildet in diesem Bereich die äußere Hülle des Zahnes und die Verbindung zum Kiefer.

Zahnpflege
Der menschliche Zahn besteht aus dem härtesten Material im gesamten menschlichen Körper und ist ein wahres Wunderwerk der Evolution.

6. Selbst vorsorgen

Um die Gesundheit so lange wie möglich zu erhalten, kann jeder selbst zu einfachen Maßnahmen im Alltag greifen – und muss das als gesetzliche Versicherter auch, wenn keine Zusatzversicherung besteht. Denn die GKV übernimmt für Erwachsene in der Regel keine Prophylaxemaßnahmen wie etwa eine professionelle Zahnreinigung.

Zahnbürste

Das bekannteste und einfachste Mittel der Zahnvorsorge ist das Putzen mit Zahnbürste und Zahnpasta. Bereits im Kindergarten lernen die Jüngsten, wie sie ihre Zähne richtig putzen. Aber wie oft am Tag sollten sie geputzt werden und welche Zahnpasta schützt eigentlich am besten? Die Ratschläge darüber weichen nicht nur von Experte zu Experte ab, sondern scheinen auch jährlich wechselnden Trends zu folgen. Wem früher gesagt wurde, er solle dreimal am Tag jeweils drei Minuten die Zähne putzen, dem wird heute bisweilen empfohlen, zweimal am Tag je zwei Minuten zu putzen. Dabei hängen Zeit und Häufigkeit, die für die Reinigung aufgebracht werden sollten, stark von individuellen Faktoren ab. Das hängt sowohl vom Gebiss der betreffenden Person als auch von der angewendeten Putztechnik ab. Zudem bildet sich Zahnfleisch mit fortschreitendem Alter zurück, sodass das Reinigen der Zähne schwieriger werden kann.

Erfolg überprüfen

Das Putzen der Zähne ist wichtig, um Zahnbeläge und Plaque zu entfernen. Wer sich übrigens nicht sicher ist, ob er gründlich geputzt hat, kann mit speziellen Tabletten vorab Plaque und Beläge einfärben. Damit können Fortschritt und Erfolg gut beobachtet werden.

Zahnseide

Experten empfehlen zusätzlich zum Zähneputzen die Verwendung von Zahnseide. Denn die dünnen Fäden eignen sich zum Entfernen von Belägen in den Zahnzwischenräumen, in die eine Zahnbürste nicht vordringen kann. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen:

Gewachst
Die mit Wachs beschichtete Zahnseide gleitet leicht durch die Zahnzwischenräume. Für Anfänger ist sie daher besonders gut geeignet.
Ungewachst
Bei Ungewachster können einzelne Fäden beim Gebrauch aufgefächert werden. Das bedeutet aber nicht, dass sie besser reinigt. Es ist Geschmackssache, ob man das mag oder nicht.
Imprägniert
Diese ist mit Chlorhexidin und/oder mit Aminfluorid getränkt. Das hilft dabei, Plaque effektiver zu bekämpfen.
Zahnseidenhalter
Bei einem Zahnseidenhalter ist ein Stück in einen kleinen Plastikhalter gespannt. Das erleichtert die Anwendung. Allerding ist sie dadurch nicht so flexibel zu benutzen.

Interdentalbürsten

Interdentalbürsten sind ebenfalls für die Reinigung der Zahnzwischenräume konzipiert. Hier handelt es sich um einen kleinen Drahtstab, an dem kreisrund winzige Bürsten angebracht sind. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, da die Abstände zwischen den Zähnen von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind.

Reinigung für den restlichen Mundraum

Zungenschaber
Unsere Zunge funktioniert wie ein Schwamm für Bakterien. Sie können sich hier in großen Mengen sammeln und Mundgeruch und Beläge verursachen.
Mundspülung
Da sich im gesamten Mundraum Bakterien vermehren und Essensreste ansammeln, die mit Wasser allein aber nicht entfernt werden, empfiehlt sich zusätzlich der Gebrauch einer Mundspülung.

Rauchen

Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist hinlänglich bekannt. Lungenkrebs und Schädigungen des Herz-Kreislauf-Systems sind jedoch nicht die einzigen Folgen, die Raucher in Kauf nehmen. So verfärben sich durch das in den Zigaretten enthaltene Nikotin die Zähne mit der Zeit gelb bis gelb-braun. Da die Farbe so tief einzieht, hilft einfaches Zähneputzen oder die Nutzung einer Mundspülung nicht, um die Verfärbung zu bekämpfen. Nur eine professionelle Zahnreinigung oder ein Bleaching können sie dann wieder aufhellen. Diese kosmetische Nebenwirkung des Zigarettenqualms ist jedoch nicht die einzige Folge für den Mundraum von Rauchern. So können auch ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen folgen.

gefährlich und ungesund
Rauchen schadet auch der Zahngesundheit. Raucher sollten daher regelmäßig ihr Zahnfleisch untersuchen.

Ebenso wie die Inhaltsstoffe von Zigaretten die Bildung von Tumoren in der Lunge fördern können, tun sie dies auch im Mundraum. Die Folge kann Mundhöhlenkrebs sein. Noch häufiger treten jedoch Schädigungen des Zahnfleisches auf. Durch die Verengung der Blutgefäße, die eine Folge des Nikotins sind, ist das Zahnfleisch schlechter durchblutet. Dadurch ist es anfälliger für bakterielle Entzündungen. Eine Parodontitis kann sich in der Folge bilden. Zahnfleischbluten ist dadurch bei Rauchen häufiger als bei Nichtrauchern. In einem solchen Fall muss unbedingt ein Zahnarzt aufgesucht werden, der die Entzündung behandelt. Solche Parodontoseerkrankungen können zudem zu lockeren Zähnen führen. Auch hier muss ein Zahnarzt im schlimmsten Fall einschreiten, diese entfernen und für adäquaten Zahnersatz sorgen – in welcher Qualität dieser dann vorliegt, hängt davon ab, wieviel Geld der Patient auszugeben bereit ist, beziehungsweise, ob er dafür eine Zusatzversicherung beanspruchen kann. Zudem gehen Forscher davon aus, dass das Rauchen auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Zahnwurzeln hat, da Wurzelbehandlungen bei Rauchern statistisch gesehen sehr viel häufiger anfallen als bei Nicht-Rauchern.

Ernährung

Eine der größten Gefahren für die Zahngesundheit ist die Bildung von Karies am Zahn. Durch bestimmte Lebensmittel wird die Entstehung von Karies gefördert. So kann neben den oben beschriebenen hygienischen Maßnahmen auch ein angepasstes Ernährungsverhalten helfen, die Zahngesundheit zu unterstützen. Karies entsteht durch eine Veränderung der Mundflora zugunsten pathogener Mikroorganismen. Die tägliche Nahrung hat hierauf großen Einfluss. Besonders die Entstehung von Säure durch die Aufnahme von Lebensmitteln begünstigt die Entwicklung von Karies. Grundlage für die Säureentstehung sind auch – aber nicht nur – zucker- und stärkehaltige Lebensmittel wie etwa Säfte, Nudeln oder Kartoffeln. Eine intensive Aufnahme solcher Lebensmittel begünstigt demnach die Entstehung von Säure auf der Zahnoberfläche und kann zu Karies führen. Die Zahnoberflächen können durch die Zahnreinigung zu Hause von diesen Säuren und Bakterien, die für die Produktion zuständig sind, sowie von Essensresten, die die Säureproduktion begünstigen, befreit werden.

Zusätzlich spielt der Speichel eine wichtige Rolle bei der Neutralisierung solcher Säuren. Denn erstens werden durch den andauernden Fluss, der im Mund entsteht, Nahrungsreste aus dem Mund gespült und zweitens verdünnt der Speichel die Säure, die nach dem Essen auf den Zähnen entsteht. Ein weiterer positiver Faktor ist die Re-Mineralisierung der Zähne. Die in der Flüssigkeit enthaltenen Mineralien helfen indem sie sich dort ablagern. Für eine ausreichende Speichelproduktion ist es wichtig, über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit in Form von ungesüßten Getränken zu sich zu nehmen. Allerdings sollte nicht ständig getrunken werden, da der Speichel sonst dauernd aus dem Mund gespült wird und seine positive Wirkung nicht entfalten kann. Außerdem wird Speichel bei ausgiebigem Kauen gebildet. Daher empfiehlt es sich, Obst und Gemüse selbst zu zerkauen und nicht in flüssiger Form zu sich zu nehmen.

Frau ist Apfel
Obst und Gemüse ist nicht nur gesund für das Immunsystem, sondern schützt auch die Zähne.

7. Wann sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden

Festzuschuss der Gesetzlichen Krankenkasse

Gesetzlich Krankenversicherte sollten die halbjährliche Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt wahrnehmen, da die Krankenkassen beim lückenlosen Nachweis über diese Untersuchungen höhere Beträge für den Zahnersatz bereitstellen. So kann der Festzuschuss von 50 Prozent bei fünf Jahren lückenloser Dokumentation auf 70 Prozent, nach zehn Jahren sogar auf 80 Prozent erhöht werden. Dieser Prozentsatz bezieht sich auf die Regelversorgung. Gesetzlich Versicherte, die weitergehende Leistungen wünschen, müssen diese selbst bezahlen oder rechtzeitig eine Zahnzusatzversicherung abschließen.

Professionelle Zahnreinigung

In diesem Beitrag des Bayrischen Rundfunks wird erläutert, worauf Patienten bei einer professionellen Zahnreinigung achten sollten:

Zahnarzt München - Zahnreinigung bei smileforever in München

Als freiwillige Leistung kann beim Zahnarzt eine professionelle Zahnreinigung veranlasst werden. Hierbei werden alle Verunreinigungen von den Zähnen aufwendig entfernt. Eine Zahnsteinentfernung gehört hier genauso dazu wie eine gründliche Reinigung der Zwischenräume mit Bürsten, Ultraschall und Pulverstrahlgeräten. Zum Abschluss erfolgt eine Glättung der Zahnoberfläche, um einem raschen Neuansatz von Belägen auf der Oberfläche vorzubeugen. Die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung liegen bei etwa 3,62 Euro pro Zahn. Die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Einige bezuschussen jedoch die Leistung, wenn die halbjährlichen Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrgenommen werden. Die AOK Bayern etwa übernimmt in jedem zweiten Kalenderjahr einmal 40 Euro der Kosten für eine Zahnreinigung, wenn fünf Jahre in Folge Vorsorgeuntersuchungen nachgewiesen werden können. Viele Tarife privater Krankenversicherungen beinhalten eine solche Leistung jährlich. Für gesetzlich Krankenversicherte lohnt sich daher auch hier eine Zahnzusatzversicherung, die die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung übernimmt.

Zahnstein

Die tägliche Entfernung von Plaque auf den Zähnen durch Hygienemaßnahmen ist nicht nur wichtig, um Karies vorzubeugen, sondern auch, um Zahnstein zu vermeiden. Hierbei verhärten sich Ablagerungen aus dem Speichel mit dem Plaque zu einer festen Substanz am Zahn. Diese Ablagerung kann zu Hause mit den üblichen Mitteln nicht entfernt werden. Wer also Zahnstein an seinen Zähnen bemerkt, sollte diesen professionell vom Zahnarzt entfernen lassen. Stellt der Zahnarzt bei der Kontrolluntersuchung einen solchen Befall fest, entfernt er den Zahnstein in der Regel sofort.

Zahnuntersuchung
Mangelnde oder falsche Pflege der Zähne kann unangenehme Folgen haben. Der Zahnarzt berät gerne zur richtigen Mundhygiene.

Zahnfleischbluten

Auch bei Rauchern muss eine Zahnfleischblutung nicht immer eine Entzündung bedeuten. Häufig entstehen durch intensives Zähneputzen kleine Verletzungen, die geringe Blutungen zur Folge haben. Sollten Blutung beim Ausspülen nach dem Zähneputzen bemerkt werden, gilt es, zu beobachten, um Rückschlüsse auf die Ursache zu erhalten. Eine Zahnfleischentzündung (Parodontitis) wird oft von anderen Symptomen begleitet, beispielsweise etwa Mundgeruch, einer Schwellung des Zahnfleisches oder einer intensiven dunklen Färbung des Zahnfleisches. Ein Zahnarzt sollte aufgesucht werden, wenn diese Symptome im Zusammenhang mit einer Blutung auftreten.

Schmerzempfindlichkeit

Wer beim Verzehr von kalten oder warmen Speisen und Getränken ein unangenehmes Gefühl an den Zähnen empfindet, den plagt eine Dentishypersensibilität. Die Ursache dafür ist in den meisten Fällen ein freiliegender Zahnhals. Ein Rückgang des Zahnfleisches oder des Zahnschmelzes kann dafür verantwortlich sein. Liegt der Zahnhals frei, kommen die Nerven, die den Zahn durchziehen, mit der Außenwelt in Kontakt. Durch eine Reizung etwa durch starke Temperaturveränderung, stark zuckerhaltige Lebensmittel oder Druck durch eine Zahnbürste, reagieren die Nerven. Das Resultat ist ein kurzer, nadelstichartiger Schmerz, der den Kiefer durchzieht.

Die Gründe für freiliegende Zahnhälse sind vielfältig. So kann ein Zahnfleischschwund hierfür die Ursache sein. Warum es zu einem Schwund kommt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Es kann eine schwere Erkrankung sein oder auch nur mit einer falschen Zahnputztechnik zusammenhängen.

Eine häufige Ursache für den Zahnfleischschwund ist eine Entzündung, die sogenannte Parodontitis. Die Entzündung, die auch häufig in Begleitung von Blutungen und Verfärbungen sowie mit Mundgeruch auftritt, schwächt das Gewebe, wodurch die Zahnhälse freiliegen können. Eine solche Erkrankung bedarf unbedingt der Behandlung beim Zahnarzt.

Zahnpflege mit Zahnseide
Rückstände lagern sich regelmäßig am Zahn ab. Nicht alle können selbstständig zu Hause entfernt werden. Hierzu werden professionelle Erfahrung und Werkzeuge benötigt.
Fluorid gegen Schmerzempfindlichkeit

Eine regelmäßige Zufuhr von Fluorid kann helfen, den Zahnschmelz zu unterstützen und so der Empfindlichkeit vorzubeugen. In der Regel versorgt der Zahnarzt die Zähne bei einer professionellen Zahnreinigung zusätzlich mit Fluorid.

Als weitere Ursache für freiliegende Zahnhälse vermuten Zahnärzte das Zähneknirschen. Durch den dauerhaften Abrieb können an bestimmten Stellen keilförmige Defekte entstehen. Diese Unterhöhlungen sorgen für die Empfindlichkeit.

Eine Schmerzempfindlichkeit ist nicht per se ein Grund, den Zahnarzt aufzusuchen. Betroffene sollten sich vorab den Zustand ihrer Zähne genau ansehen. Ist ein Zahnfleischrückgang sichtbar, das Zahnfleisch blutig oder verfärbt oder sind Frakturen an den Zähnen sichtbar, sollte umgehend ein Arzt hinzugezogen werden.

Was kann der Zahnarzt tun?

Je nach Befund setzt der Zahnarzt eine andere Therapie an. Ist tatsächlich eine Parodontitis Ursache für die Empfindlichkeit, muss diese natürlich vorab behandelt werden. Im Anschluss kann mit der Therapie der freiliegenden Zahnhälse begonnen werden. In der Regel werden freiliegende Stellen und keilförmige Defekte versiegelt. Dünnflüssige Kunststoffe bilden eine schwer zu entfernende Schicht auf den betroffenen Stellen, um eine weitere Reizung der Nerven zu verhindern. Weitaus aufwändiger und schwerwiegender ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem das Zahnfleisch an die ursprüngliche Stelle zurückgesetzt wird. Eine nachträgliche Aufklärung über richtige Zahnputztechniken oder die Anfertigung einer Knirsch-Schiene können prophylaktisch dafür sorgen, dass einem erneuten Auftreten vorgebeugt wird.