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Webcams

Die besten Webcams im Vergleich

Niklas Gollan
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Logitech C920 4,88 62,68 €
2 Logitech C922 4,58 106,89 €
3 Microsoft LifeCam Studio 4,15 72,52 €
4 Logitech C270 3,82 24,44 €
5 Microsoft LifeCam HD-3000 3,78 27,79 €
6 Creative LIVE! Cam Chat HD 2,61 37,99 €
7 Trust Exis Webcam 300k 1,64 12,99 €

Funktionsumfang

Verarbeitung und Haptik

Inbetriebnahme und Bedienung

Kompatibilität

Mit der Webcam Bilder aufnehmen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Webcams ermöglichen es Nutzern, gefilmte Inhalte auf einer Internetseite zu veröffentlichen.
  • Sie kann auch für Video-Chats mit Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern genutzt werden.
  • Es existieren verschiedene Ausführungen für die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen.

Unsere Testsieger

Sieger in unserem Test ist das Modell C920 von Logitech. Dank seiner technischen Überlegenheit setzt es sich von der Konkurrenz ab. Die Full-HD-Linse bringt Fotos und Videos in echtem 1.080p-Format auf den Computer, ohne dabei die Grafik durch Interpolation mathematisch hochzurechnen. Das klare Bild macht auch bei Video-Telefonaten viel Spaß.

Der zweite Platz geht an die große Schwester der C920, Logitechs C922. Im Gegensatz zum Testsieger wird diese Kamera mit einem Tischstativ ausgeliefert Ihre Zielgruppe sind „Let’s Player“, also Anwender, die sich beim Spielen eines Computerspiels filmen und das Spielgeschehen sowie das eigene Gesicht zusammen mit einem Chatfenster an Interessierte übertragen möchten. Für Verbraucher, die diese Art des Streamings nicht betreiben, lohnt sich diese Variante also eher nicht. Abzüge gab es dafür, dass die volle Auflösung bei Benutzung der Logitech-Software in unserem Test nicht verfügbar war. In Video-Chats schlägt sich aber ebenso glanzvoll wie die kleine Schwester.

Ein guter dritter Platz geht an die Microsoft LifeCam Studio. Hier überzeugt die Full-HD-Auflösung bei kompakter Bauform. Nur bei Video-Chats müssen Nutzer mit der 720p-Auflösung auskommen. Das Bild wirkt flüssig, Farben sind originalgetreu.

Nicht mehr auf dem Treppchen, aber auf einem sehr guten vierten Platz landet die C270 von Logitech. Sie bietet damit eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse. Nutzer, denen eine Auflösung von 720p bei Fotos, Videos und Video-Chats ausreicht, sind mit diesem Einsteigermodell um 35 Euro gut bedient.

1. Was ist eine Webcam?

Eine Webcam ist eine Kamera, die in kurzen Intervallen Bilder aufnimmt. Die Videodateien machen Anwender etwa über eine Webseite öffentlich abrufbar, sodass andere Webseitenbesucher die Inhalte – Tutorials, Let’s Plays, Blogs und dergleichen mehr – anschauen können. Häufig kommen Webcams auch bei Videochats mit Gesprächspartnern im Internet zum Einsatz, etwa auf Datingportalen oder Social-Media-Plattformen. Die Kamera wird dabei über eine USB-Schnittstelle an den Rechner angeschlossen.

Im Prinzip ist eine Webcam ähnlich aufgebaut wie eine Digitalkamera, jedoch ohne internen Speicher. Die Daten werden per USB-Kabel auf den Computer übertragen und dort abgelegt.

Die kompakten Geräte stecken Verbraucher dafür in den meisten Fällen mithilfe einer Halterung an den Computermonitor. Mobile Geräte, wie Laptops, Tablets oder Smartphones, verfügen in der Regel bereits von Haus aus über kleine, integrierte Webcams. Im Vergleich zu diesen verfügen die externen Webcams in der Regel aufgrund von Bauart und Größe über bessere und leistungsfähigere Optik, Sensoren und potentiell auch über ein besseres Mikrofon. Das wirkt sich vor allem auf den Bildausschnitt, die Bildschärfe und die allgemeine Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen aus.

Wo kommen Webcams zum Einsatz?

Einsatzmöglichkeiten Webcams
Vier Einsatzmöglichkeiten von Webcams – im Uhrzeigersinn: Wettercam, Arbeitsplatzüberwachung, Wohnungsüberwachung, Erotikcams.

Ein klassischer Anwendungsbereich für Webcams ist der Video-Chat im Privatbereich. Freunde und Verwandte, die über weitere Distanzen getrennt voneinander wohnen, nutzen die Möglichkeiten des Video-Chats, um miteinander in Kontakt zu bleiben und im Gegensatz zum Telefonat auch eine visuelle Komponente genießen zu können. Auch im Urlaub stellt eine Webcam den Kontakt mit den Liebsten sicher.

Meetings und Konferenzen

In der Arbeitswelt nutzen Betriebe Webcams, um Kollegen oder Geschäftspartner zusammenzubringen, die örtlich voneinander getrennt sind. Meetings und Konferenzen gestalten die Teilnehmer so lebendiger als reine Telefonkonferenzen. Zudem vermeiden sie lange und dem Unternehmen hohe Kosten verursachende Reisewege.

Wettercams

Oftmals nutzen Reiseveranstalter Webcams, um Interessierten ein Bild von Wetter und Panorama vor Ort anzubieten. So rufen Nutzer bei Interesse Live-Bilder von Stränden oder Skigebieten ab und erhalten einen ersten Eindruck etwa vom Wetter an einem Badestrand oder der Schneequalität auf der Skipiste.

Modernes Babyphon

Doch auch im Privaten dienen sie als eine Variante des Babyphons, mithilfe dessen Eltern die Sicherheit ihres Kleinkindes beim Schlafen gewährleisten. Dabei wird in den meisten Fällen – wie auch beim klassischen Babyphon – zusätzlich zum Videosignal ein Audiosignal übertragen. Einige Geräte ermöglichen auch auf der Kameraseite eine Audioausgabe, etwa, um beruhigend zu einem Kleinkind zu sprechen, ohne selbst im Raum anwesend sein zu müssen.

Überwachung

Ein breitgestreutes Anwendungsgebiet von Webcams stellt die Überwachung im öffentlichen Raum, etwa auf Plätzen oder in Bussen und Bahnen dar. Weitere mögliche Anwendungsbereiche sind die Arbeitsplatzüberwachung, etwa in Büros oder auf Baustellen.

Die Bilder rufen Nutzer dann weltweit über das Internet ab. Einige Modelle verfügen über Nachtsicht-Features und Bewegungsmelder, dank derer sie Bilder auch bei schlechten Lichtverhältnissen übertragen. Bei Veränderungen im Bildausschnitt, etwa einem Einbrecher, der durch den videoüberwachten Bereich läuft, versenden diese Geräte automatisierte Nachrichten oder Bilder per SMS oder E-Mail.

Kommerzielle Interessen

Ferner sind auch finanzielle Interessen, etwa beim Angebot von kommerziellen Erotik-Webcams, denkbar.

2. Webcam-Arten

klassische Webcam

„Klassische“ Webcams

Neben der „klassischen“ Webcam für den Videochat stehen Verbrauchern spezialisierte Modelle für unterschiedlichste Anforderungen zur Verfügung. Je nach Bedarf, Einsatzzweck und -ort besitzen die Kameras Features, mit denen sie ihre jeweiligen Sonderaufgaben effizient erfüllen.
HD-Webcams

HD-Webcams

Als HD-Webcams werden jene Geräte bezeichnet, die eine besonders hohe Auflösung ermöglichen. Dies sind in der Regel Geräte mit 720p-Standard (Auflösung von 1.280 mal 720 Pixeln) oder sogar 1.080p-Standard (Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixeln). Eine entsprechende Software ermöglicht die Codierung des Video-Streams in eine handhabbare Größe. Nutzer sollten beachten, dass für die ruckelfreie Übertragung von hochauflösenden Videosignalen trotzdem ein entsprechend schneller Internetzugang vonnöten ist, bei der 720p-Version mindestens drei Megabit pro Sekunde (entspricht im Volksmund einer 3000er-Leitung). Für Full-HD-Übertragungen im 1.080p-Format empfiehlt sich mindestens das Doppelte.
Konferenz-Webcams

Konferenz-Webcams

Konferenz-Webcams sind Geräte, die eine besonders hohe Auflösung und einen besonders weiten Bildwinkel ermöglichen, um möglichst gute Bilder, auch an großen Konferenztischen, zu liefern. Die Blickfelder der Geräte in unserem Test liegen zwischen 54 und 78 Grad. Bei einigen Modellen, die wir nicht im Test berücksichtigt haben, liegt das Blickfeld bei bis zu 90 Grad. In den meisten Fällen verfügen die Geräte über eine Kipp-, Schwenk- und Zoomfunktion. Sie sind daher auf die Unternehmenskunden ausgelegt.
Gaming-Webcams

Gaming-Webcams

Als Gaming-Webcams oder auch Face- oder Streaming-Cams werden solche Geräte bezeichnet, die softwareseitig das aktuelle Spielgeschehen eines Videospielers und sein Gesicht beim Spielen aufzeichnen. Diese Art der Webcam ist noch relativ neu. Sie ist aber vor allem bei E-Sportlern und Let’s-Playern beliebt, da sie mit ihnen Videospiele auf Plattformen wie YouTube vorführen und im Split-Screen kommentieren können. Während des Spiels beantworten sie dergestalt komfortabel Userfragen, ohne das Spiel zu unterbrechen. Diese Funktion unterstützt etwa die Logitech C922.
IP-Webcams

IP-Webcams

Zu den IP-Webcams zählen solche Geräte, die ohne Computeranschluss auskommen, die notwendige Hardware also bereits an Bord haben und die Daten per Netzwerkkabel oder WLAN direkt ins Internet speisen. Ein kompletter Computer ist also nicht nötig. Sie Sie tragen daher je nach Bauform auch die Bezeichnung „Netzwerkkamera“, „Wi-Fi-Kamera“ oder auch „WLAN-Kamera“.

IP-Webcams als Alternative zu Überwachungskameras

Da sie keines Computers als Mittler ins Internet bedürfen, kommen IP-Webcams üblicherweise bei Überwachungsaufgaben zum Einsatz. Sie sind aufgrund der zusätzlichen Hardware sowohl etwas größer als auch etwas teurer als klassische Modelle. Ladengeschäfte oder auch Wohnungen können so rund um die Uhr videoüberwacht werden. Die Bilder sind dank Netzwerkanbindung jederzeit weltweit aus dem Internet abrufbar. Einige Systeme sind zusätzlich mit Nachsichtmodi oder sogar mit Bewegungsmeldern ausgestattet: Bei einer Veränderung im Bildausschnitt schlagen sie automatisch Alarm und übertragen das Bild per SMS oder E-Mail an berechtigte Personen.

Damit eignen sie sich etwa als äußerst effektive, weil schnelle Reaktionen ermöglichende Überwachungskameras, beispielsweise bei der Absicherung der eigenen Wohnung aus dem Urlaub heraus. Ein Beispiel für ein solches Gerät ist die Instar IN-6001 HD, die wir in einem Einzeltest auf Herz und Nieren getestet haben.

Selbstverständlich ist die heimliche Überwachung von Familienmitgliedern genauso verboten wie das dauerhafte Aufzeichnen öffentlicher, etwa des Bürgersteigs vor der eigenen Haustür.

Zu beachten ist hier auch das Thema Sicherheit und Verschlüsselung: Sicherheitslücken könnten ein Abgreifen der Bilder oder sogar die Kamerasteuerung ermöglichen.

3. Verschieden breite Funktionspalette

Video-Auflösung und Datenraten

Hohe Auflösungen sind optisch ansprechender als solche mit geringeren Pixelwerten, die der Nutzer schlimmstenfalls als körnig wahrnimmt. Dabei sollten Interessenten stets bedenken, dass ein ruckelfreies, hochauflösendes Bild eine bestimmte Internetgeschwindigkeit voraussetzt. Für eine störungsfreie Übertragung von HD-ready-Signalen ist etwa eine Mindestgeschwindigkeit von 3 Megabit pro Sekunde erforderlich. Für Full-HD-Übertragungen sollte es mindestens das Doppelte sein.

Webcam-ÜbertragungsqualitätEmpfohlene Mindest-Internetgeschwindigkeit
HD-ready (720p)3 Mbit/s
Full-HD (1.080p)6 Mbit/s
Ein hochauflösenderes Bild benötigt eine schnellere Internet-Geschwindigkeit.

Nutzer sollten bei Video-Übertragungen auf jeden Fall darauf achten, dass ihnen eine Internet-Flatrate zur Verfügung steht. Andernfalls kann sich das Video-Streaming bei der Abrechnung des Datenverbrauchs als Kostenfalle erweisen.

Geringere Auflösungen und Datenkompression

Allerdings ist für viele Anwendungen, wie etwa das Game-Streaming, eine geringere Auflösung völlig ausreichend, da das Video der Face-Cam als Split-Screen in einem kleinen Fenster in der Ecke angezeigt wird.

Die Videokompression sollte die Systemressourcen nicht zu stark belasten, da diese hauptsächlich für die flüssige Darstellung des Spiels selbst bereitstehen müssen. Das aktuelle, systemressourcenschonende Standard-Format ist H.264. Dabei handelt es sich um ein Kompressionsverfahren, das im Gegensatz zum alten Standard die gleiche Datenrate bei einem Drittel der ursprünglichen Dateigröße ermöglicht. Der Rechenaufwand bei der Dekodierung erhöht sich entsprechend.

Kompatible Betriebssysteme

Die meisten Kameras sind mit Windows-Geräten kompatibel, zahlenmäßig gefolgt von Modellen für Mac-Computer. Für Linux-Nutzer gestaltet sich die Suche nach einem passenden Modell schwieriger, sie müssen sich in Linux-Foren erkundigen oder überprüfen, für welche Geräte kompatible Treiber verfügbar sind. Für Spielekonsolen wie die Microsoft Xbox, die Sony Playstation oder die Nintendo Wii sind spezielle Webcams auf dem Markt verfügbar.

Weitere Kriterien bei der Entscheidung

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Qualität des Autofokus. Dieser beeinflusst die Scharfstellung der fotografierten Objekte und ist damit entscheidender Faktor für die Foto- und Videoqualität.

Auch eine gut funktionierende Belichtungskorrektur ist essentiell. Hier entscheidet sich, wie schnell die Webcam bei sich verändernden Lichteinflüssen (Sonneneinstrahlung, Ein- oder Ausschalten einer Lichtquelle) reagieren und die Einstellungen anpassen kann.

Die hohe Auflösung sollte dabei hardwareseitig – also durch die Optik – erreicht werden. Einige, vor allem günstigere Modelle, rechnen die Auflösung mittels Software hoch. Darunter leidet die Qualität.

4. Zubehör

Befestigungen

Gängiges Zubehör bei Webcams sind Halterungen für die Befestigung am Computermonitor. In den meisten Fällen sind dies Klemm- oder Schraubsysteme, um die Kamera zu fixieren und auf ein Objekt, meist den Nutzer vor dem Bildschirm, auszurichten.

Einige Kameras verfügen darüber hinaus über ein Tischstativ, auf dem die Webcam sicher zu monieren ist.

Weiteres Zubehör

Weiteres Zubehör sind USB-Verbindungskabel, die Software zur Bedienung beziehungsweise zur Aufnahme von Fotos oder Videos und Spezialsoftware zum Streamen von Computerspielen, etwa mit der Logitech C922. Im Lieferumfang enthalten ist hier eine kostenlose dreimonatige Testversion der Streaming-Software XSplit, mit deren Hilfe sich Spielvideos mit Liveaufnahmen des eigenen Gesichtes kombinieren lassen.

Zusatz-Mikrofon

Auf Wunsch kombiniert der Nutzer die Webcam noch mit einem separaten Mikrofon. Die Webcam zeichnet in diesem Fall die Videosignale, das Mikrofon simultan die Audiosignale auf. Allerdings ist das integrierte Mikrofon in der Regel qualitativ völlig ausreichend. Denkbar wäre eine solche Kombination daher eher für Sänger, beziehungsweise Bands bei einer Online-Probe. Bei diesem Nutzerkreis ist ein solches Mikrofon meistens bereits vorhanden.

5. So testen wir

Eine generelle Empfehlung für ein Webcam-Modell ist aufgrund der verschiedenen Anforderungen eines jeden individuellen Anwenders an ein Gerät nur schwer möglich.

Daher möchten wir unentschlossenen Interessenten mit unserem Test die Entscheidung erleichtern. Für die Auswertung wählten wir drei Prüfparameter aus, anhand derer wir die verschiedenen Produkte prüften und miteinander verglichen: „Funktionsumfang“, „Verarbeitung und Haptik“ und „Inbetriebnahme und Bedienung“.

Pro Prüfparameter kann ein Produkt zwischen 0.00 und 5.00 Punkte erreichen. Kurze Zusammenfassungen am Ende der Testberichte bringen die Quintessenz der drei Prüfkriterien auf den Punkt und führen die für das jeweilige Produkt kaufentscheidenden positiven wie negativen Aspekte auf.

Funktionsumfang

Hier vergleichen wir die technischen Spezifika miteinander, etwa die maximale Foto- und Videoauflösung, Fokus- und Mikrofon-Typ, Lichtanpassung oder Bewegungserkennung.

Besonders positiv stechen hier die Modelle C920 und C922 der Firma Logitech aufgrund ihrer hochwertig verarbeiteten Full-HD-Glaslinse hervor. Auch das Modell Microsoft LifeCam Studio ist empfehlenswert, wurde aber aufgrund der Beschränkung auf das 720p-Format bei Skype-Gesprächen abgewertet.

Nicht empfehlen können wir die Modelle Creative LIVE! Cam Chat HD, die CSL USB-Webcam und die Trust Exis Webcam 300k, da die Video-Auflösung bei Skype-Gesprächen auf jeweils 640 mal 480 Bildpunkte beschränkt ist. Dies entspricht nicht mehr dem heutigen Standard, die Bilder wirken sehr pixelig.

Verarbeitung und Haptik

In diesem Kriterium gehen wir auf die Verarbeitung insgesamt ein. So bewerten wir beispielsweise, ob die Ausführung eher stabil und hochwertig oder klapprig und minderwertig wirkt. Auch schätzen wir die Art und Stabilität der Monitorbefestigung ein.

Wir empfehlen daher die Logitech-Modelle C920 und C922, die sehr wertig verarbeitet wurden. Das starke Eigengewicht bewirkt im Zusammenspiel mit der Monitorbefestigung eine sichere und gegen Verrutschen unanfällige Montage am Monitor. Ebenso ist das Microsoft-Modell LifeCam Studio aufgrund der verbauten Materialien und der sicheren Befestigungsmöglichkeit empfehlenswert.

Durch seine Plastikmaterialien wirkt das Modell C270 etwas weniger hochwertig. Nutzer montieren aber auch diese Webcam, die das beste Preis-Leistungsmodell aufweist, sicher an ihrem Bildschirm.

Nicht empfehlen möchten wir die Modelle Trust Exis Webcam 300k und die CSL USB Webcam. Ersteres wirkt sehr minderwertig verarbeitet, auch die Befestigung wurde sehr minderwertig und damit instabil umgesetzt. Bei dem Modell von CSL Computer ist die Bildschirmbefestigung kaum zu gebrauchen, eine sichere Montage ist eigentlich gar nicht möglich. Zudem überdrehten wir in unserem Test versehentlich den manuell zu bedienenden Fokus im ersten Einstellungsversuch, sodass anschließend ein Scharfstellen nicht mehr möglich war.

Inbetriebnahme und Bedienung

Unter diesem Prüfkriterium checken wir den Umfang des Zubehörs, das wir neben der Webcam selbst in der Verpackung vorfinden. Dazu gehören üblicherweise neben einer Bedienungsanleitung Handbücher, Stative oder das meist fest mit der Kamera verbundene USB-Anschlusskabel, wobei wir auch dessen Länge (und damit Anwenderfreundlichkeit) beurteilen.

Überdies prüfen wir unter diesem Kriterium, inwiefern die Geräte Plug-and-play-fähig sind. So testen wir, ob die Kameras bereits ohne externe Treiber und Software erkannt werden und in den Grundfunktionen nutzbar sind. Alle Geräte im Test erfüllten die Mindestanforderungen des sogenannten UVC-Modus.

Falls der Hersteller eine spezielle Software zur Verfügung stellt, bewerten wir, wie intuitiv diese zu bedienen, also wie anfängerfreundlich sie gestaltet ist.

Schlussendlich bewerten wir die Qualität von Foto- und Videoaufnahmen sowie eines Microsoft-Teams-Video-Chats. Dabei spielen Auflösung, Verzögerung und Verständlichkeit eine Rolle.

Sieger nach Punkten sind in dieser Kategorie drei Modelle von Logitech. Überzeugen konnten sie durch die Einfachheit bei der Bedienung dank der UVC-Kompatibilität, der Logitech-eigenen Software und durch die durchweg hohe Qualität der Aufnahmen. Sieger ist das Modell C920. Das Modell C922 wurde abgewertet, da es bei der Nutzung der Logitech-eigenen Software zu Problemen kam und die Auflösung herunterskaliert wurde. Bei Nutzung der Microsoft-eigenen App „Kamera“ oder bei Videochats mit Microsoft Teams funktionierte hingegen alles uneingeschränkt. Auch zu empfehlen, jedoch aufgrund der geringeren Auflösung etwas dahinter landet das Modell C270.

Auch in diesem Kriterium landen die Modelle CSL USB Webcam und Trust Exis Webcam 300k auf den letzten Plätzen, da sie im Test die schlechtesten Foto- und Videoaufnahmen ermöglichten, die wir jeweils mit nur einem von möglichen fünf Punkten abstraften.