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Waschmaschinen

Die besten Waschmaschinen im Vergleich

Diego Diana
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Beko WMB 71643 PTE 4,65 328,70 €
2 Bosch WAY2874S 4,64 778,00 €
3 Miele WKG 120 4,61 1149,00 €
4 Bosch WAQ28422 4,45 457,95 €
5 AEG L6472AFL 4,43 548,00 €
6 Siemens WM14W550 4,41 551,01 €
7 Miele WDA201 WPM 4,32 928,95 €
8 Bauknecht WA PLUS 744 4,32 301,98 €
9 Bauknecht WAK 73 4,25 391,95 €
10 Beko WML 15106 MNE+ 3,25 219,00 €

Technische Merkmale

Waschprogramme

Leistung & Sicherheit

Bedienung & Support

Die beste Waschmaschine für jeden Haushalt

Das Wichtigste in Kürze
  • Grundsätzlich werden zwei Arten von Waschmaschinen unterschieden: Frontlader und Toplader.
  • Das Fassungsvermögen der Waschmaschine sollte gut auf die individuelle Lebenssituation abgestimmt sein, da eine vollbeladene Maschine am energieeffizientesten wäscht.
  • Kalkablagerungen in der Waschmaschine können Schäden verursachen und den Energieverbrauch drastisch erhöhen. Die regelmäßige Reinigung mit einem Entkalker gehört unbedingt zur Wartung und erhöht die Lebensdauer des Gerätes.

1. Wie funktioniert eine Waschmaschine?

Das erste Patent zu einer Waschmaschine meldete der Engländer John Tyzacke im Jahr 1691 an. 60 Jahre später kam dann die erste Waschmaschine in Deutschland auf den Markt. 1951 waren vollautomatische Waschmaschinen jedoch noch so teuer, dass sie sich nur die Oberschicht leisten konnte. Mit dem Wirtschaftswunder 1960 hielten daraufhin immer mehr Waschmaschinen in die Privathaushalte Einzug. Heute zählt die Waschmaschine zu den unverzichtbaren Haushaltsgeräten. Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2015 93,9 Prozent der deutschen Haushalte mit einer eigenen Waschmaschine ausgestattet.

Über die Jahre haben sich Waschmaschinen dann zu effizienten und technisch ausgefeilten Alltagshelfern gewandelt. Verbraucher müssen die Maschine lediglich befüllen, das gewünschte Programm wählen und auf „Start“ drücken. Den Rest erledigt das Gerät von allein. Dazu wird die Wäsche in der Maschine zunächst mit erwärmter Waschlauge durchtränkt. Damit dies auch gleichmäßig geschieht, setzt ein Elektromotor die Waschtrommel in Bewegung. Dabei bewegt sich die Trommel abwechselnd in die linke und in die rechte Richtung. So lockert die Maschine die Wäsche immer wieder auf und bearbeitet sie gleichzeitig mechanisch. Anschließend wird die Wäsche in klarem Wasser gespült. Nachdem die Laugenpumpe das Wasser vollständig abgepumpt hat, schleudert die Maschine die Wäsche in einem letzten Schritt, damit sie schneller trocknet.

Fünf wichtige Fragen, die sich jeder vor dem Kauf einer Waschmaschine stellen sollte:

  • Wie viel Platz steht zur Verfügung?
  • Wieviel Wäsche wird pro Woche gewaschen?
  • Welche Waschprogramme und welche Zusatzfunktionen sind unverzichtbar?
  • Wie wichtig sind ein niedriger Wasser- und Stromverbrauch?
  • Wie hoch ist das Budget?

2. Welche Waschmaschinen-Arten gibt es?

Vor dem Erwerb einer Waschmaschine ist es wichtig, sich zunächst darüber zu informieren, welche verschiedenen Arten von Waschmaschinen der Handel anbietet. Grundsätzlich unterscheidet man hierbei zwei Typen nach der Art ihrer Beladung:

  • Frontlader
  • Toplader

Die meisten Hersteller bieten beide Arten an. Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile.

Frontlader - großes Fassungsvermögen

Frontlader sind mit einem Marktanteil von rund 90 Prozent die am häufigsten angebotene Waschmaschinen-Variante. Den Frontlader befüllt der Nutzer über ein Bullauge auf der Vorderseite. Über dieses können Verbraucher ihre Wäsche auch während des Waschens beobachten. Zum Be- und Entladen müssen sie sich allerdings bücken, was weniger rückenschonend ist als beim Toplader.

Frontlader Waschmaschine
Über das Bullauge auf der Vorderseite befüllt der Nutzer seine Frontlader-Waschmaschine

Zudem sind Frontlader mit typischen Maßen von 85 Zentimetern Höhe, 60 Zentimetern Breite und 60 Zentimetern Tiefe vergleichsweise groß. Dafür ist es bei Frontladern möglich, die Oberseite als Abstellfläche zu nutzen – etwa im Badezimmer für Handtücher oder Pflegeprodukte, oder sogar für einen Wäschetrockner. Die meisten Frontlader sind außerdem unterbaufähig. Das heißt, der Besitzer kann sie problemlos unter der Arbeitsplatte in der Küche einbauen. Besonders größere Haushalte profitieren von Modellen mit großem Fassungsvermögen. So gibt es viele Frontlader mit einer Nennkapazität von acht Kilogramm oder sogar mehr.

Aufgrund ihrer Beliebtheit in deutschen Haushalten haben Hersteller natürlich auch mehr Frontlader-Modelle in unterschiedlichsten Variationen – in verschiedenen Größen, mit unterschiedlich großem Fassungsvermögen und diversen Spezialprogrammen und Zusatzoptionen – im Angebot.

  • Frontlader-Oberseite als Abstellfläche nutzbar
  • viele Frontlader-Modelle sind unterbaufähig
  • größeres Fassungsvermögen erhältlich
  • große Modellvielfalt für Frontlader
  • stabiler Stand
  • benötigt mehr Platz als Toplader
  • weniger rückenschonend
  • nachträgliches Hinzufügen vergessener Wäsche nicht möglich

Toplader – platzsparend und rückenschonend

Toplader werden, wie schon ihr Name verrät, von oben befüllt, und haben in den meisten Fällen kein Sichtfenster. In Europa ist diese Variante deutlich weniger verbreitet als der Frontlader. Daher werden Toplader nur in geringen Stückzahlen verkauft, die Modellvielfalt ist kleiner und potentielle Käufer müssen etwas länger auf technische Neuerungen warten.

Toplader Waschmaschine
Toplader-Waschmaschinen sind besonders platzsparend.

Ein entscheidender Vorteil dieser Art von Waschmaschinen ist, dass sie mit durchschnittlich 40 bis 45 Zentimetern Breite besonders platzsparend sind und sich damit auch gut für eine kleinere Wohnung eignen. Der durchschnittliche Toplader ist 90 Zentimeter hoch, 40 Zentimeter breit und 60 Zentimeter tief. Außerdem schonen Toplader den Rücken, da der Verbraucher sich weder zum Befüllen noch zum Entnehmen der gewaschenen Wäsche bücken muss.

Zudem ist es möglich, den Waschvorgang zu unterbrechen, etwa, um vergessene Wäsche nachträglich hinzuzugeben. Da zum Be- und Entladen der Deckel des Topladers aufgeklappt wird, ist diese Variante allerdings nicht unterbaufähig und die Oberseite ist auch nicht als Abstellfläche nutzbar. Weitere Nachteile dieser Waschmaschinenart sind, dass das maximale Fassungsvermögen bei sechs Kilogramm liegt und sie aufgrund der geringen Stückzahl teurer sind als vergleichbare Frontlader.

  • platzsparend
  • rückenschonend
  • Wäsche Einfüllen auch nach Programmstart möglich
  • nicht unterbaufähig
  • vergleichsweise teuer
  • relativ geringes Fassungsvermögen
  • wenig Auswahl an verschiedenen Modellen

Das richtige Fassungsvermögen

Neben der Wahl der bevorzugten Beladungsart ist es für Käufer wichtig, im Voraus abzuschätzen, wie viel Fassungsvermögen die Trommel der neuen Waschmaschine haben soll. Je größer die Trommel, desto mehr Wäsche hat darin Platz und kann auf einmal gewaschen werden. Entscheidet sich der Käufer für eine zu große Trommel, verbraucht die Maschine unnötig viel Strom, den man mit einer kleineren Waschtrommel sparen könnte. Außerdem führen einzelne Wäschestücke bei zu geringer Beladung während des Waschens unter Umständen zu einem Ungleichgewicht. Mit einer zu kleinen Waschtrommel hingegen muss der Besitzer gegebenenfalls öfter Wäsche waschen, um alles unterzubringen, was ebenfalls mehr Wasser und Energie als unbedingt nötig verbraucht und außerdem mehr Zeitaufwand bedeutet.

Offiziell wird das Fassungsvermögen einer Waschmaschine als Nennkapazität bezeichnet und in Kilogramm trockener Wäsche angegeben. Die meisten modernen Waschmaschinen verfügen über eine Nennkapazität zwischen fünf und acht Kilogramm. Es gibt jedoch auch Geräte mit noch größerem Fassungsvermögen von zehn oder sogar zwölf Kilogramm, und natürlich auch kleinere mit lediglich drei oder vier Kilogramm. Die Waschmaschinen im Vergleich liegen sämtlich zwischen fünf und neun Kilogramm. Der Faktor, der bei der Wahl des richtigen Fassungsvermögens eine entscheidende Rolle spielt, ist die Größe des Haushalts. So fällt beispielsweise in einem Single-Haushalt in der Regel weniger Wäsche an als bei einer vierköpfigen Familie mit einem Kleinkind und einem Baby. Als kleine Orientierungshilfe wurde eine Umrechnungstabelle zusammengestellt, die angibt, welche Nennkapazität sich typischerweise für welche Haushaltsgröße am besten eignet:

Trommelgröße in kg Personen im Haushalt Beschreibung
5 kg 1-2 Personen Ideal für Singlehaushalte
6 kg 2-3 Personen Ideal für Durchschnittshaushalt
7 kg 3-4 Personen Es muss häufig und viel Wäsche gewaschen werden
8 kg 4-5 Personen Es gibt viel Wäsche; regelmäßig Arbeits- und Sportsachen
9 kg Mehr als 5 Personen Ideal für Großfamilien mit hohem Waschaufkommen
Haushaltgröße mit entsprechend empfohlener Nennkapazität der Waschmaschine

Neben der Haushaltsgröße sind jedoch noch weitere Faktoren für die Wahl der passenden Nennkapazität der neuen Waschmaschine entscheidend. Es geht um die Frage, wieviel Wäsche der Käufer in einem Waschgang reinigen möchte. Damit hängt natürlich auch zusammen, wie oft er seine Wäsche waschen möchte – etwa zweimal pro Woche oder doch nur alle paar Wochen. In letzterem Fall kommt natürlich auch mehr Wäsche zusammen.

Im Normalfall hat eine Familie mit Kleinkind mehr Wäsche zu reinigen als ein Single ohne Kinder. Aber auch, wer viel Funktionswäsche wie Bettwäsche, Handtücher oder Teppiche zu waschen hat, ist mit einer größeren Trommel besser beraten. Außerdem gibt es Hobbys und Berufe, bei denen besonders viel Schmutzwäsche anfällt – etwa bei Sportlern oder Köchen.

3. Wichtige Waschprogramme einer Waschmaschine

Der Kauf einer Waschmaschine bringt nicht nur eine Zeit- und Geldersparnis mit sich. Ein weiterer Vorteil besteht in der Flexibilität und Bequemlichkeit der verschiedenen Waschprogramme: Um Zeit und Geld zu sparen, ist der Besucher eines Waschsalons nicht selten dazu gezwungen, unterschiedliche Textilien in einem einzigen Waschzyklus zu waschen. Der Nutzer der Waschmaschine hingegen wählt den zu den Geweben passenden Waschgang aus und schont so seine Kleidung.

Aufgrund der Vielfalt an Textilienarten, die sich in einem modernen Haushalt befinden, ist ein solcher Vorteil nicht zu unterschätzen: Im Schrank liegen T-Shirts aus Baumwolle für die Freizeit, Pullover aus Wollen für kalte Tage sowie auch Hemden aus Seide oder Leinen für die Arbeit. Und diejenigen, die oft Sport treiben, besitzen nicht selten auch die passende Ausstattung aus synthetischen Textilien, wie etwa Gore-Tex oder Polyester. Damit sie ihre ursprünglichen Farben und Formen behalten, müssen diese Fasern allerdings auch unterschiedlich gewaschen werden: Wolle erfordert kaltes Wasser. Kleidung aus Baumwolle verträgt problemlos auch hohe Temperaturen.

Die meisten Hersteller statten ihre Geräte mit besonderen Waschgängen aus, welche nicht nur für die Sauberkeit, sondern auch für eine dauerhafte Pflege der verschiedenen Gewebe sorgen. Aufgrund der großen Auswahl an Waschprogrammen, welche die modernen Waschmaschinen heute bieten, ist die Bedienung des Gerätes auch eine große Herausforderung geworden. Für welche Textilen eignet sich etwa das Programm „Pflegeleicht“? Wie lange sollte in der Regel das Kurzprogramm dauern und in welchen Fällen ist es besonders empfehlenswert? Und was ist mit dem Wasser- und Stromkonsum der verschiedenen Waschprogramme? Solche Fragen finden in der Anleitung einer Waschmaschine nur selten eine klare Antwort.

Um Verbraucher bei der Wahl der passenden Waschprogramme zu beraten, werden die wichtigsten Waschprogramme, welche einer modernen Waschmaschine nicht fehlen dürfen, vorgestellt und ihre entscheidenden Merkmale erläutert.

Grundprogramme einer Waschmaschine

Jede Waschmaschine verfügt über die sogenannten Basisprogramme. Dazu gehören:

Grundprogramm Grad Geeignet für
Normalprogramm 60° Koch- und Buntwäsche, Baumwolle
Pflegeleichtprogramm 40° Koch- und Buntwäsche, Baumwolle
Feinwäscheprogramm 30° Seide, Satin, Mischgewebe
Wollprogramm 30° Handwäsche, Wolle
Grundprogramme einer Waschmaschine
Normalprogramm: Gut für Baumwolle

Unter den verschiedenen Geweben, die sich üblicherweise im Schrank befinden, ist Baumwolle eines der resistentesten. Diese Faser nimmt im Vergleich zu anderen Textilien viel Wasser auf, sodass sie sich nicht nur für normale Kleidung eignet, sondern auch für Handtücher und Bettwäsche. Speziell für Baumwolle beinhalten moderne Waschmaschinen deshalb mehrere Programme, die sich in erster Linie durch die Dauer und die Wassertemperatur unterscheiden. In einem gängigen Gerät haben Nutzer, die Baumwolle mit der Waschmaschine waschen möchte, hauptsächlich die Wahl aus zwei Gängen:

Baumwolle richtig waschen
  • Baumwolle 40: Das Programm dauert in der Regel eine Stunde. Hier erreicht das Wasser eine maximale Temperatur von 40 Grad. Beim Schleudern beträgt die Drehzahl der Trommel in der Regel etwa 1.400 Umdrehungen pro Minute.
  • Baumwolle 60: Das Programm dauert circa zwei Stunden. Das Wasser erreicht hier die maximale Temperatur von 60 Grad. Aus diesem Grund ist der Waschvorgang vor allem für besonders verschmutze Wäsche empfehlenswert.
Unterwäsche
Weiße Unterwäsche aus Baumwolle darf mit dem Kochprogramm gewaschen werden.

Nutzer, die großen Wert auf Hygiene legen, können ihre Handtücher oder Bettwäsche alternativ auch bei 90 bis 95 Grad waschen. Viele Waschmaschinen sind nämlich mit einem sogenannten „Kochprogramm“ ausgestattet, das die Wäsche bei hoher Temperatur wäscht und dadurch Keime und Bakterien abtötet. Neben dem hohen Stromverbrauch bringt dieser Waschgang aber auch einen weiteren Nachteil mit sich: Die hohen Wassertemperaturen des Kochprogrammes können dazu beitragen, dass Farben ihren ursprünglichen Glanz verlieren. Ob die Stoffe das Kochprogramm ohne Konsequenzen ertragen oder nicht, kann der Nutzer normalerweise auf dem Waschetikett ablesen. Aber auch in diesem Fall empfiehlt es sich, bunt und weiß getrennt zu „kochen“.

Pflegeleichtprogramm

Für Textilien wie Nylon oder Polyester bieten moderne Waschmaschinen auch das spezielle Waschprogramm „Pflegeleicht“. Die synthetischen Gewebe bedürfen beim Waschen keiner besonderen Pflege, sodass der Waschvorgang in der Regel kurz und energiesparend ist. Nicht selten erhält der Nutzer hier auch die Möglichkeit, die Wassertemperatur selbst zu regeln. Die meisten Waschmaschinen bieten bei „Pflegeleicht“ Temperaturen zwischen 20 und 60 Grad. Je nach Wassertemperatur variieren auch die Dauer und die Energieeffizienz des Programmes. Ganz unabhängig von der Temperatur empfiehlt es sich, die Trommel mit maximal drei bis vier Kilogramm Wäsche zu beladen. Auf diese Weise knittert die Kleidung weniger und kann dementsprechend auch leichter gebügelt werden.

Nicht selten enthält Kleidung aus Baumwolle auch Kunstfasern. Falls auf dem Waschetikett angegeben, kann der Nutzer diese gemischten Gewebe auch zusammen mit synthetischen Textilien reinigen.

Feinwäscheprogramm
Seide
Das Programm „Feinwäsche“ eignet sich für besonders empfindliche Textilien.

Ganz im Gegenteil zum Programm „Pflegeleicht“ eignet sich dieser Waschgang hauptsächlich für Textilfasern, die sehr empfindlich sind und eine besondere Behandlung benötigen. Zu diesen gehören unter anderem auch Seide oder Leinen. Damit die Materialen beim Waschen geschont werden, wäscht das Programm nur bei niedrigen Wassertemperaturen (zwischen 30 und 60 Grad) und schleudert bei einer begrenzten Drehzahl. Um gut und zugleich schonend zu waschen, muss die Feinwäsche im Wasser schwimmen“. Im Vergleich zu den anderen Waschgängen weist das Feinwäsche-Programm deshalb durchschnittlich einen höheren Wasserkonsum als die anderen Waschprogramme auf.

Wollprogramm

Kleidung aus Wolle erfordert eine spezielle Pflege in der Waschmaschine. Hier besteht vor allem das Risiko, dass die Kleidung ihre Form verliert und unbrauchbar wird, wenn der Nutzer das falsche Waschprogramm wählt.

Wo früher Wolle nur per Hand gewaschen werden konnte, bieten moderne Waschmaschinen auch für die Pflege von Wollkleidung unterschiedliche Lösungen. Die üblichen Wollprogramme waschen die Wollfaser bei niedriger Wassertemperatur – in der Regel zwischen 30 und 40 Grad – und schleudern die Wäsche etwas sanfter und schonender als andere Waschgänge. Allerdings sollte der Nutzer hier nicht vergessen, dass dennoch nicht jedes Wollgewebe in der Waschmaschine gewaschen werden darf. Ganz gleich, was der Waschmaschinen-Hersteller im puncto „Wollprogramme“ verspricht, empfiehlt es sich deshalb, zuerst einen Blick auf die Waschetikette zu werfen. Ist ein Pullover nicht mit dem entsprechenden Wollsiegel gekennzeichnet, sollte sein Besitzer ihn nur per Hand zu waschen.

Mit welchem Programm und bei welcher Temperatur der Verbraucher die Wollkleidung in der Waschmaschine waschen sollte, hängt aber in erster Linie von der Art der Wollfaser ab. Die folgende Tabelle listet die verbreitetsten Typen von Wollgewebe auf und empfiehlt die passenden Waschprogramme dazu:

Bezeichnung kurze Beschreibung empfohlenes Wollprogramm
Schafwolle Die bekannteste Art der Wolle. Der Begriff wird üblicherweise für verschiedene Wolltypen verwendet, darunter auch Merinowolle und Korkwolle. Programm und Wassertemperatur sind von der Art der Wolle abhängig. Merinowolle benötigt keine besondere Pflege und kann auch bei 30-40 Grad gewaschen werden.
Mohair Diese kostbare Wolle wird oft auch mit anderen Fasern vermischt. Das Gewebe ist weich und filzt weniger als andere Wolltypen. Damit die Wolle flauschig bleibt, empfiehlt es sich, die Wolle nur per Hand und im lauwarmen Wasser zu waschen.
Alpakawolle Die Wolle ist für ihre Weichheit bekannt. Wärmer als Schafwolle eignet sie sich außerdem auch für Allergiker, da sie kaum Lanolin enthält. Die Wolle muss nicht oft gewaschen werden, benötigt aber viel Wasser. Ein Schonwaschgang mit 30 Grad Wassertemperatur ist hier empfehlenswert.
Kaschmir Eine der teuersten unter den Naturfasern. Trotz ihres leichten Gewichtes hält diese Wolle den Körper sehr warm. Auch in verschiedenen Farben erhältlich. Die Wollfaser ist besonders zerbrechlich. Gute Waschmaschinen beinhalten auch ein spezielles Waschprogramm für Kaschmir.
Übersicht über die verbreitetsten Typen von Wollgewebe

Eine interessante Alternative zu den üblichen Wollwaschgängen bieten heute viele Waschmaschinen mit dem sogenannten Handwaschprogramm. Die Funktion, welche das manuelle Waschen ersetzten soll, eignet sich für besonders empfindliche Wolle und Feinwäsche.

Neben dem richtigen Waschprogramm ist schließlich auch das richtige Waschmittel für die korrekte Pflege der Wolle von Bedeutung. Colorwaschmittel haben eine ungünstige Wirkung auf die Naturfaser, da sie Waschstoffe beinhalten, die das Wollgewebe verfilzen lassen. Für gemischte Textilen, die auch nur zum Teil Wolle enthalten, bietet der Markt heute auch spezielle Produkte. Auch bei der Suche nach dem richtigen Waschmittel sind die Informationen auf dem Waschetikett hilfreich.

Sonderfunktionen einer Waschmaschine

Hemden
Gute Waschmaschinen enthalten auch Waschprogramme für Hemden und Business-Kleidung.

Auf einen Waschgang, der Wolle besonders schonend wäscht oder Seide sanft schleudert, müssen Käufer von Waschmaschinen heutzutage nicht mehr verzichten. Diese üblichen Waschprogramme sind allerdings nicht die einzigen Funktionen, mit welchen die Hersteller ihre neuen Geräte ausstatten. Neben den unentbehrlichen Waschprogrammen wie „Feinwäsche“ oder „Pflegeleicht“ beinhalten moderne Waschmaschinen nicht selten auch verschiedene Extra-Funktionen, durch welche der Nutzer das Gerät seinen persönlichen Bedürfnissen anpassen kann. Für diejenigen, die täglich Business-Kleidung benötigen, sollte in der Waschmaschine ein Programm für Hemden nicht fehlen; Für Nutzer, die dagegen oft Sport treiben, ist auch ein Programm für die entsprechende Kleidung wichtig.

Sechs gängige Sonderprogramme und ihre Bedeutung

Vor dem Kauf ihrer Waschmaschine sollten sich Interessenten deshalb nicht nur mit den üblichen Grundprogrammen, sondern auch mit den jeweils benötigten Zusatzfunktionen auseinandersetzten. Die folgende Tabelle versammelt die wichtigsten Informationen zu den gängigsten Sonderprogrammen:

Jeans/Dunkles
Das Programm ist für dunkle Wäsche – wie zum Beispiel Jeans – gedacht, die mit der Zeit ihre Farbe verliert. Das Programm schleudert die Wäsche sanft und spült Waschmittelreste sehr gründlich aus.
Hemden/Business
Das Waschprogramm sorgt dafür, dass die Kleidung in der Waschmaschine weniger zerknittert. Nach dem Waschen können Hemden und Anzüge deshalb einfacher gebügelt werden.
Anti-Allergieprogramm
Manche Fasern können Hautallergien verursachen. Um das Allergierisiko zu reduzieren, wäscht das Programm die Textilien besonders hygienisch. Das Programm ist deshalb für Nutzer mit empfindlicher Haut sehr empfehlenswert.
Baby-Wäsche
Trotz der etwas niedrigen Wassertemperatur (circa 60 Grad) tötet das Programm für Baby-Kleidung Keime und Bakterien ab. So erweist sich der Waschgang als gute und sparsame Alternative zur Kochwäsche.
Mischwäsche
Für Nutzer, die Zeit sparen wollen, bieten viele Waschmaschinen auch ein Mix-Programm, bei welchem keine Sortierung der Wäsche erforderlich ist. Mit diesem Programm kann auch eine kleine Menge von empfindlichen Textilien zusammen mit Pflegeleicht-Wäsche gewaschen werden.
Sportkleidung/Outdoor
Hier erhalten empfindliche Materialen für Sportkleidung wie Gore-Tex und Lycra eine spezielle Pflege. Auch Freizeit- und Outdoor-Kleidung ist mit diesem Programm problemlos waschbar.

Weitere Zusatzfunktionen

Die korrekte Behandlung der verschiedenen Gewebe hängt nicht nur von der Wahl des richtigen Waschgangs ab. Auch andere Aspekte – etwa die Schleuderdrehzahl oder die passende Wassermenge – tragen zu einer besseren Pflege der Textilien bei. Ganz gleich, ob es sich um Feinwäsche oder Baumwolle handelt: manche Gewebe dürfen Nutzer nur mit einer niedrigen Geschwindigkeit schleudern. Andere erfordern dagegen eine starke Spülung, welche am Ende des Waschprogramms die Waschmittelreste entfernt. Aus diesem Grund bieten viele Waschmaschinen zu den herkömmlichen Grund- und Sonderwaschgängen weitere Zusatzfunktionen, durch die der Anwender jedes Programm persönlich gestalten kann. Nutzer, die sich für ihre Wäschen eine flexible Waschmaschine wünschen, sollten zuletzt auch auf diese Extra-Optionen achten:

Sanft-Schleudern

Die Funktion ist für Gewebe gedacht, die schnell verknittern. Es sorgt dafür, dass die Wäsche mit einer reduzierten Drehzahl geschleudert wird.

Intensiv-Schleudern

Die Option eignet sich nur für robuste Textilien. Im Gegensatz zur Option „Sanft-Schleudern“ ist Schleuderdrehzahl hier besonders hoch, was die Restfeuchte der Wäsche nach dem Waschen stark reduziert.

Abpumpen

Mit der Taste „Abpumpen“ kann der Nutzer das jeweilige Programm beenden, ohne dass die Wäsche geschleudert wird.

Pet Hair Removal

Haustierbesitzer werden sich darüber freuen. Die Funktion sorgt dafür, dass die Tierhaare von der Wäsche entfernt werden.

Die Vorwäsche

Ganz gleich, ob es sich um Baumwolle, synthetische Textilien oder Feinwäsche handelt: Stark verschmutze Kleidung ist manchmal auch mit dem entsprechenden Waschprogramm nicht leicht zu reinigen. Deshalb verfügen alle modernen Waschmaschinen über ein sogenanntes Vorwäsche-Programm, das die jeweiligen Waschgänge unterstützt.

Die Vorwäsche ist also kein richtiger Waschgang, sondern vielmehr eine unterstützende Funktion der Waschmaschinen, welche die Wirkung der anderen Waschgänge erhöht. Diese Option sorgt dafür, dass die Wäsche im Wasser mit der richtigen Temperatur einweicht, bevor das vom Nutzer ausgewählte Programm den tatsächlichen Waschprozess beginnt. Auf diese Weise kann die Waschmaschine einen Teil der Verschmutzung bereits vor dem Waschprogramm entfernen. Die Vorwäsche ist aber für ein gutes Waschergebnis nicht unbedingt erforderlich. Ob die verschmutze Wäsche die zusätzliche Behandlung durch die Vorwäsche benötigt oder nicht, muss der Nutzer jeweils selbst abwägen.

Wussten Sie schon, …
… dass viele Waschmaschinen über ein sogenanntes „Kurzprogramm“ verfügen, das zwischen 15 und 30 Minuten dauert. Hierdurch können Sie Ihre Wäsche bei Bedarf schneller waschen.

4. Energiekonsum

Der Umfang an Waschprogrammen ist ohne Zweifel ein sehr wichtiger, aber nicht der einzige Faktor, nach welchem sich die Suche nach dem richtigen Gerät richtet. Zu den Kriterien beim Kauf einer Waschmaschine gehören ebenfalls auch der durchschnittliche Strom- und Wasserverbrauch des Geräts. Dabei gilt der Grundsatz „je sparsamer, desto besser“. Doch woher weiß der Verbraucher, wie energieeffizient die verschiedenen Modelle sind? Was genau teilen ihm die einzelnen Energieeffizienzklassen mit, was kann er auf dem Energielabel ablesen und wie werden die dort angegebenen Werte berechnet?

Das Energielabel

Das Energielabel – auch als EU-Label oder Energieetikett bekannt – ist eine gesetzlich vorgeschriebene Verbraucherinformation, die auf größeren Haushaltsgeräten wie unter anderem Kühl- und Gefrierschränken, Geschirrspülern und auch Waschmaschinen nicht fehlen darf. Es dient dazu, Verbrauchern den Vergleich verschiedener Modelle zu vereinfachen, indem es die wichtigsten technischen Daten – unter anderem die Energieeffizienzklasse des Geräts – auf einen Blick präsentiert. Die nachfolgende Grafik bietet einen anschaulichen Überblick über das Energielabel und benennt die einzelnen Bestandteile, welche der nachfolgende Text dann genauer erklärt.

Energielabel
Im Handel muss jede Waschmaschine mit einem Energielabel versehen sein.

Die Energieeffizienzklasse

Die sogenannte Energieeffizienzklasse ist eine Bewertungsskala, die angibt, wie viel Strom die Waschmaschine verbraucht. Dabei gibt es sieben Klassen – von A+++ bis D. Die Geräte der Klasse A+++ sind die sparsamsten, während Waschmaschinen der Klasse D deutlich schlechter abschneiden.

Seit dem Ende des Jahres 2013 gilt bei den Waschmaschinen die Energieeffizienzklasse A+ innerhalb der Europäischen Union als gesetzliche Mindestanforderung. Das bedeutet, dass alle neuen Waschmaschinen auf dem europäischen Markt mindestens die Anforderungen der drittbesten Energieeffizienzklasse erfüllen müssen. Zur Einteilung in die verschiedenen Klassen errechnet sich aus dem gewichteten jährlichen und dem standardmäßigen jährlichen Energieverbrauch der sogenannte Energieeffizienzindex (EEI) der Maschine.

Waschmaschinen der Klasse A++ verbrauchen etwa 12 Prozent weniger Strom als Geräte der Klasse A+. Maschinen der bestmöglichen Energieeffizienzklasse A+++ sind sogar 20 Prozent sparsamer im Energieverbrauch als die der Klasse A+.

Energieeffizienzklassen
Seit dem Jahr 2013 müssen neue Waschmaschinen mindestens die Anforderungen der Energieeffizienzklasse A+ erfüllen.

Der jährliche Stromverbrauch

Mittlerweile erfüllen viele Waschmaschinen auf dem Markt die Anforderungen der Energieeffizienzklasse A+++. Daher lohnt es sich unbedingt, die Angaben zum jährlichen Stromverbrauch, die sich auf dem Energielabel rechts unter den möglichen Effizienzklassen befinden, genau zu vergleichen. So gibt es besonders sparsame Geräte, welche die Anforderungen der höchstmöglichen Klasse um mehr als 50 Prozent unterschreiten. Der jährliche Stromverbrauch wird auf Basis von 220 Standard-Waschzyklen – eine Mischung aus 60 und 40 Grad mit Voll- sowie Teilbeladung – berechnet.

Wussten Sie schon, …
… dass Sie beim Waschen mit möglichst niedriger Temperatur Strom sparen – und damit auch Geld.

Wichtig: Beim Vergleich des jährlichen Stromverbrauchs sollten Interessenten das Fassungsvermögen der Waschmaschinen, welches das Energieetikett in Kilogramm angibt, beachten. Ein aussagekräftiger Vergleich ist nämlich nur zwischen Geräten mit gleichgroßem Fassungsvermögen möglich. Um den Stromverbrauch von Geräten mit unterschiedlich großem Fassungsvermögen zu vergleichen, kann der Interessent jedoch jeweils den Energieverbrauch durch das Fassungsvermögen teilen und erhält so den Stromverbrauch für ein Kilogramm Wäsche.

Der jährliche Wasserkonsum

Neben Strom verbraucht eine Waschmaschine natürlich Wasser. Auch hier kann der Verbraucher mit effizienten Modellen Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Den jährlichen Wasserverbrauch in Litern pro Jahr finden Interessenten links unten auf dem Energielabel der jeweiligen Maschine. Der jährliche Wasserverbrauch wird genauso wie der jährliche Stromverbrauch auf Basis von 220 Standardwaschgängen pro Jahr berechnet. Dies entspricht etwa vier Waschgängen in der Woche. Hierbei ist zu beachten, dass sich die verschiedenen Waschprogramme und Zusatzfunktionen teilweise erheblich in ihrem Wasserverbrauch unterscheiden. Zusätzliches Wasser wird beispielsweise bei einem Extra-Spülgang, bei Vorwäsche oder beim Waschen mit der sogenannten „Pet Hair Removal“-Funktion zum Entfernen von Tierhaaren benötigt. Wasser sparen lässt sich mit der sogenannten Eco-Funktion, über welche die meisten modernen Waschmaschinen verfügen. Dabei verlängert sich zwar die Waschzeit, jedoch benötigt die Maschine dann weniger Wasser. Darüber hinaus waschen Eco-Programme nur kurze Zeit auf hoher Temperatur und verbrauchen in der übrigen Zeit kaum Energie.

Zudem spielt die Größe der Trommel beziehungsweise deren Fassungsvermögen beim Wasserverbrauch eine große Rolle. So verbraucht eine Waschmaschine mit größerem Fassungsvermögen in der Regel auch mehr Wasser.

Die Mengenautomatik - Wasserverbrauch an die Beladungsmenge anpassen

Sehr praktisch ist eine sogenannte „Mengenautomatik“, die viele der modernen Waschmaschinen mitbringen. Diese passt die benötigte Wassermenge an die Beladungsmenge an – für weniger Wäsche zieht das Gerät auch weniger Wasser. Alle im Waschmaschinen-Vergleich aufgeführten Maschinen verfügen über eine solche Mengenautomatik. Noch genauer lässt sich die Füllmenge mit sogenannten Beladungssensoren ermitteln, die sich direkt in der Waschtrommel befinden. In unserem Vergleich beinhalten sieben Maschinen solche Sensoren.

Die verglichenen Waschmaschinen verbrauchen zwischen 8.200 und 11.220 Liter im Jahr. Die verschiedenen Fassungsvermögen sind hierbei außer Acht gelassen.

Die Geräuschentwicklung

Eine neue Waschmaschine sollte nicht nur besonders sparsam im Strom- und Wasserverbrauch, sondern im Idealfall auch möglichst leise sein – sowohl beim Waschen als auch vor allem beim Schleudern. Denn eine laute Waschmaschine schränkt besonders in Mehrfamilienhäusern die Betriebszeiten ein – zumindest, wenn das gute Verhältnis zu den Nachbarn nicht gestört werden soll.

Die größte Geräuschemission während des Waschens entsteht beim Schleudern. Allerdings ist der Schleudervorgang in der Regel auch relativ kurz, während der Waschvorgang einen größeren Zeitraum einnimmt. Daher ist es wichtig, die Lautstärke beider Vorgänge in die Kaufentscheidung miteinzubeziehen. Die Angabe zur Geräuschbelastung während des Waschens sowie während des Schleuderns befindet sich am linken Rand des Energielabels unter dem jährlichen Stromverbrauch. Je niedriger dieser Wert ist, desto leiser ist die jeweilige Maschine. Einige Waschmaschinen verfügen darüber hinaus über leise Waschprogramme, die auf Waschvorgänge in der Nacht ausgelegt sind. Beispielsweise beinhalten einige Miele-Waschmaschinen die Funktion „Extra leise“. Der Hersteller Bosch entwickelt mit der sogenannten SilenceEdition sogar eine ganze Serie besonders leiser Haushaltsgeräte. Die Geräte der Serie zeichnen sich unter anderem durch reibungslose Motoren und schwingungsarme Materialien aus.

Solche leisen Waschmaschinen erreichen beim Waschen eine Lautstärke von etwa 50 Dezibel, was ungefähr der Lautstärke eines normalen Gesprächs entspricht. Beim Schleudern gilt eine Lautstärke von 70 Dezibel als leise. Das ist in etwa so laut wie ein Staubsauger in einem Meter Entfernung. Die Waschmaschinen in unserem Vergleich liegen beim Waschen zwischen sehr leisen 47 und relativ lauten 62 Dezibel. Beim Schleudern erreicht die leiseste Maschine 66 und die lauteste 78 Dezibel, was ungefähr der Lärmbelastung am Rand einer Verkehrsstraße entspricht.

Die maximale Schleuderdrehzahl

In der Regel schleudern die Maschinen die Wäsche am Ende eines Waschgangs. Das bedeutet, die Trommel dreht sich schneller, um dabei möglichst viel Wasser aus der Wäsche zu pressen. Angegeben wird die Schleuderzahl in Umdrehungen pro Minute. Der Wert gibt also an, wie oft sich die Trommel in einer Minute um sich selbst dreht. Die höchstmögliche Schleuderdrehzahl, welche die jeweilige Waschmaschine erreichen kann, ist zwar nicht auf dem Energielabel nachzulesen, jedoch ist sie ausschlaggebend für die Schleuderwirkung der Maschine. Je höher die maximale Schleuderdrehzahl ausfällt, umso weniger Restfeuchte verbleibt im Normalfall in der Wäsche und umso weniger Zeit braucht die Wäsche zum Trocknen. Ein möglicher Nachteil einer hohen Drehzahl beim Schleudern ist jedoch, dass die Wäsche mehr knittert.

Wussten Sie schon, ...
… dass die jeweils optimale Schleuderdrehzahl davon abhängt, wie Ihre Wäsche beschaffen ist und wie Sie diese trockenen möchten.

Die maximale Schleuderdrehzahl moderner Waschmaschinen liegt üblicherweise zwischen 1.000 und 1.600 Umdrehungen in der Minute. Die meisten Geräte ermöglichen es zudem, die Drehzahl individuell zu verstellen. So können Verbraucher beispielsweise beim Waschen empfindlicher Textilien wie etwa Seide mit besonders niedriger Drehzahl schleudern oder den Schleudergang ganz weglassen.

Welche Schleuderdrehzahl optimal ist, hängt zum einen von der Beschaffenheit der zu waschenden Textilien ab, zum anderen davon, wie die Wäsche getrocknet werden soll. Wer seine Wäsche anschließend im Trockner weiterbehandeln möchte, ist mit einer höheren Drehzahl – ab 1.400 Umdrehungen pro Minute – gut beraten. So lässt sich die Restfeuchte nämlich auf unter 45 Prozent reduzieren und der Trockner benötigt weniger Zeit sowie Energie, um die Wäsche vollständig zu trocknen. Auch beim Trocknen auf dem Wäscheständer in einer kleinen Wohnung ist eine hohe Schleuderdrehzahl zum schnelleren Trocknen praktisch und sinnvoll. Wer seine Wäsche hingegen draußen oder im Wäschekeller auf der Leine trocknet, kommt auch gut mit einer niedrigeren Drehzahl zwischen 1.000 und 1.200 Umdrehungen aus und erleichtert sich damit dank geringerer Knitterbildung das Bügeln.

Die Schleudereffizienzklasse

Ähnlich wie bei der Energieeffizienz teilen sich auch die Ergebnisse der Schleuderwirkung in sieben Klassen ein. Die Einteilung richtet sich dabei nach der verbleibenden Restfeuchte nach maximalem Schleudern. Je geringer die Restfeuchte am Ende ist, umso besser ist die Schleudereffizienz der Maschine. Damit hängt die Schleuderwirkung einer Waschmaschine selbstverständlich auch von der höchstmöglichen Schleuderzahl pro Minute ab.

Beispielsweise beträgt die Restfeuchte einer Maschine mit 1.000 Umdrehungen in der Minute in der Regel um die 60 Prozent, womit das Gerät in der drittbesten Schleuderwirkungsklasse C landet. Bei 1.400 Umdrehungen in der Minute verringert sich die Restfeuchte normalerweise auf etwa 50 Prozent, was der Wirkungsklasse B entspricht. Ein noch besseres Schleuderergebnis lässt sich lediglich mit einer Drehzahl von 1.600 Umdrehungen in der Minute erreichen. Damit beträgt die Restfeuchte im Normalfall unter 45 Prozent, was der Maschine einen Platz in der bestmöglichen Schleuderwirkungsklasse A einbringt. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die verschiedenen Schleuderwirkungsklassen – von A bis G – und deren entsprechende Restfeuchte.

Schleudereffizienzklasse Restfeuchte in Prozent
A weniger als 45
B zwischen 45 und 53
C zwischen 54 und 62
D zwischen 63 und 71
E zwischen 72 und 80
F zwischen 81 und 98
G 90 oder mehr
Die sieben verschiedenen Schleudereffizienzklassen mit der entsprechenden Restfeuchte.

Die meisten Waschmaschinen in unserem Vergleich liegen mit einem guten Schleuderergebnis in der Wirkungsklasse B. Lediglich zwei Maschinen erreichen mit einer maximalen Drehzahl von 1.600 Umdrehungen in der Minute und einer Restfeuchte unter 45 Prozent die bestmögliche Klasse A. Nur eine Waschmaschine in unserem Vergleich fällt mit 62 Prozent Restfeuchte in die drittbeste Schleuderwirkungsklasse C.

Bis vor ein paar Jahren wurde auf dem Energielabel neben der Energie- und Schleudereffizienzklasse auch noch die sogenannte Waschwirkungsklasse angegeben. Diese lässt sich anhand eines Index-Systems genau eingrenzen und drückt aus, wie gut eine Maschine schmutzige Textilien reinigt. Festgestellt wird die Reinigungskraft der Maschine in Bezug auf beispielsweise Hautfett, Mineralöl, Kakao und Blut, indem der Remissionswert gemessen wird. Dieser gibt an, wie viel Licht das Gewebe der gewaschenen Textilien reflektiert. Als Vergleichswert dient dabei eine genormte Referenzmaschine mit dem Standardprogramm Baumwolle bei 60 Grad. Wie bei der Schleuderwirkung unterteilen sich die Waschmaschinen auch bei der Waschwirkung nach ihrem Ergebnis in sieben verschiedene Klassen von A bis G. Klasse A kennzeichnet Maschinen mit einem Waschwirkungsindex kleiner als 1,03. Dass bedeutet, dass die Waschergebnisse dieser Maschinen etwas besser sind als die Ergebnisse der Referenzmaschine.

Auf dem neuen Energielabel ist die Waschwirkungsklasse allerdings nicht mehr nachzulesen. Seit Anfang des Jahres 2012 müssen nämlich alle Waschmaschinen, die neu auf den Markt kommen, mindestens die Anforderungen von Waschwirkungsklasse A erfüllen. Somit erübrigt sich die Angabe der Waschwirkungsklasse auf dem Energielabel.

Einige Waschmaschinen haben spezielle Funktionen, mit denen sich die Waschwirkung zusätzlich verbessern lässt. Beispielsweise beinhalten einige der neueren Siemens-Modelle ein sensor-gesteuertes Antiflecken-System. Dabei kann der Verbraucher vor dem Waschen den entsprechenden Fleck – etwa Rotwein oder Gras – im Display auswählen. Das Gerät passt dann unter anderem Temperatur, Wassermenge und Einweichzeit an den jeweiligen Fleck an und kann ihn so mühelos und gezielt entfernen.

Diese Faktoren beeinflussen die Waschwirkung:

  • Aggressiveres und höher dosiertes Waschmittel erhöht die Waschwirkung. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass die Wäsche – etwa durch Bleichmittel – ausbleicht. Zudem tendieren aggressivere Waschmittel auch dazu, umweltschädlicher zu sein.
  • Ein erhöhter Härtegrad des Wassers kann die Wirkung von Waschmitteln behindern. Entgegenwirken kann der Verbraucher hier mit entsprechend mehr Waschmittel oder einer Wasserenthärtung etwa mit einem sogenannten Ionentauscher.
  • Viele Verschmutzungen lassen sich mit höherer Waschtemperatur leichter entfernen.
  • In vielen Fällen verbessert eine längere Dauer des Waschvorgangs das Waschergebnis.

5. Sicherheitsvorrichtungen an der Waschmaschine

Eine Waschmaschine muss nicht nur gut waschen und im besten Fall wenig Energie verbrauchen, sondern diese Aufgaben auch mit dem höchsten Grad an Sicherheit erfüllen. Beim Kauf einer Waschmaschine sollten Verbraucher deshalb auch die Sicherheitsvorrichtungen eines Gerätes genauer unter die Lupe nehmen. In erster Linie betrifft dies das Wasserschutzsystem. Gerade in einer Mietwohnung kann es teuer werden, wenn ein defekter Wasserschlauch, ein kaputtes Ventil oder ein Leck in der Bodenwanne eine Überschwemmung auslösen. Nicht jede Hausratversicherung kommt für Schäden auf, die entstanden sind, weil die Waschmaschine falsch angeschlossen oder unbeaufsichtigt in Betrieb war.

Ueberschwemmung
Eine Überschwemmung im Bad kann teuer werden.

Die meisten Geräte, die heute auf dem Markt sind, verfügen über einen Wasserschutz. Doch auch hier gibt es Basissysteme und Kombi-Lösungen, die etwas mehr Komfort bieten. Letztere können beim Preis zwar etwas mehr zu Buche schlagen, bieten jedoch einen zuverlässigeren Schutz. Es lohnt sich also, etwas mehr Geld in ein Gerät mit gutem Wasserschutz zu investieren. Wer sich für einen Waschvollautomaten im niedrigen Preissegment interessiert, sollte nicht minder genau auf die Sicherheitsvorrichtungen achten und nicht am falschen Ende sparen.

Aquastop bei Waschmaschinen

Unter Aquastop verstehen die Waschmaschinen-Hersteller einen Schutzmechanismus, welcher Wasserschäden durch Überschwemmung verhindert. Auch bei Geschirrspülmaschinen kommt diese Vorrichtung zum Einsatz.

Viele Namen für eine Schutzlösung: Aquastop, Aqua-Safe, Aqua-Control, Mehrfachwasserschutz, Watercontrol System (WCS), Waterproof System (WPS), Vollwasserschutz, Watersafe

Jeder Haushaltsgeräte-Hersteller hat einen eigenen Namen für das Wasserschutzsystem. Die Methode, wie Maschinendefekte und undichte Stellen erkannt werden, unterscheidet sich mitunter. Das Grundprinzip ist jedoch bei allen gleich: Der doppelwandige Zulaufschlauch ist an dem Sicherheitsventil direkt am Wasserhahn befestigt. Tritt ein Defekt auf, sei es eine undichte Stelle im Wasserschlauch oder eine Störung in der Waschmaschine, schließt sich das Ventil, sodass die weitere Wasserzufuhr gestoppt wird.

Das Aquastop-System besteht in der Regel aus

  • einem Doppelmantel-Zulaufschlauch
  • einem Sicherheits-/Magnetventil
  • einer Bodenwanne mit Schwimmschalter

Nicht immer sind alle Komponenten vorhanden. Ein preisgünstiges Modell wie die BEKO WMB 71643 PTE kann mit einem Sicherheitsventil nur einen einfachen Wasserschutz vorweisen. Ein Spezialschlauch oder ein Auslaufschutz in Form einer Bodenwanne sind in dieser Preisklasse nicht vorhanden.

Mechanische und elektronische Aquastop-Systeme

Techniker unterscheiden außerdem zwischen mechanischen und elektrischen Aquastop-Systemen. Zum mechanischen Wasserschutzsystem gehört der doppelwandige Zulaufschlauch mit dem Magnetventil. Ist die Waschmaschine ausgeschaltet, verschließt das Ventil die Wasserzufuhr. Erst wenn der Nutzer den Waschvollautomaten in Betrieb nimmt, öffnet sich das Sicherheitsventil. Im Innenschlauch wird das Wasser aus dem Leitungssystem gezapft und in die Maschine geleitet. Ist dieser innenliegende Druckschlauch gerissen, dann fängt der Außenschlauch das herausfließende Wasser auf. Kommt das Wasser am Ventil an, verriegelt dieses sofort die Wasserzufuhr. Das relativ einfache System bietet bereits einen ausreichenden Schutz. Das Ventil bleibt auch geschlossen, wenn die Waschmaschine ausgeschaltet ist.

Bei elektronischen Aquastop-Systemen erfolgt die Kontrolle des Wasserzulaufs über verschiedene Sensoren. Erreicht die Maschine einen bestimmten Wasserstand nicht, stoppt sie den Zulauf ebenfalls, denn auch dies deutet auf ein Leck in der Maschine hin. Schwimmerschalter in der Bodenwanne melden den Wasseraustritt im Gerät. Das Abpump-System leitet das aufgefangene Wasser dann ab.

Schäden durch Überschwemmung sind mit Systemen wie diesen nahezu ausgeschlossen. Sie sind beispielsweise in die Waschvollautomaten von Miele integriert.

Aquastop mit lebenslanger Garantie

Bosch oder Siemens gewähren auf das eingebaute Wasserschutzsystem eine zusätzliche Garantie, die in der Regel der Lebensdauer der Waschmaschine entspricht. Miele bietet den Käufern eine Wasserschutzgarantie mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Die Hersteller übernehmen die Kosten für Sachschäden, die durch Fehler des Wasserschutzsystems entstehen. Dies gilt jedoch nur bei einer ordnungsgemäßen Installation der Waschmaschine. Nähere Informationen zu den Garantiebedingungen finden Kunden in der Bedienungsanleitung.

Aquastop oder Aquasensor?

Die beiden Begriffe sind leicht zu verwechseln. Aquastop ist das Wasserschutzsystem.

Der Aquasensor ist eine Funktion zur Optimierung des Waschvorganges, die in Bosch-, Siemens- und Gorenje-Modellen integriert ist. Dabei analysiert die Waschmaschine die Waschlauge nach dem Verschmutzungsgrad und passt die Anzahl der Spülgänge dementsprechend an.

Kindersicherung an der Waschmaschine

Baby
Für kleine Kinder sind die Tasten und Knöpfe der Waschmaschine ein interessantes Spielzeug. Eine Kindersicherung verhindert da Unfälle.

Kleine Kinder erkunden neugierig ihre Welt. Drehregler und Knöpfe in erreichbarer Höhe sind dabei für die Entdecker besonders interessant, vor allem, wenn die Tasten leuchten. Waschmaschinen wie die WAQ 28422 von Bosch besitzen eine elektronische Kindersicherung, welche Programmfunktionen sperrt und die Bedienelemente deaktiviert. Diese Sicherungsvorrichtung verhindert, dass Kinder versehentlich das eingestellte Programm der Waschmaschine verstellen oder den Waschgang starten.

Was bewirkt die Unwuchtkontrolle einer Waschmaschine?

Eine Unwuchtkontrolle gehört heute zur Standard-Ausstattung bei allen Waschmaschinen. Von einer „Unwucht“ spricht man, wenn sich das Gewicht der nassen Wäsche in der Waschtrommel ungleichmäßig verteilt. Dies kann zum Beispiel vorkommen, wenn ein Wäschestück besonders viel Wasser aufsaugt und schwerer ist als die übrigen Textilien. Für den Waschgang spielt dies noch keine Rolle. Doch beim Schleudergang könnte die Maschine so ins Trudeln geraten. Zudem verschleißen die Lager, an denen die Trommel aufgehängt ist, aufgrund der Kräfte, die beim ungleichmäßigen Schleudern auf sie wirken, schneller.

6. Installation und Pflege

Die neue Waschmaschine in Betrieb nehmen

Die neue Waschmaschine wartet auf ihren Einsatz – nun geht es an die Installation des neuen Haushaltshelfers. Ein Klempner ist dafür nicht zwingend notwendig, aber ein paar Werkzeuge wie Schraubendreher und Wasserwaage sollten griffbereit sein.

Vorbereitung – Anschlüsse am Standort prüfen

Der genaue Ort, an dem das Gerät aufgestellt wird, sollte schon vor dem Kauf feststehen. Schließlich muss die Waschmaschine von ihrer Größe her in die jeweilige Nische oder auch einfach durch die Tür passen. Wichtig ist, dass am Aufstellort die folgenden drei Anschlüsse vorhanden sind:

  • Stromanschluss
  • Wasseranschluss für den Zulauf
  • Wasserabfluss

Diese Wasseranschlüsse gehören in den meisten Wohnungen zur Grundausstattung des Waschbeckens in der Küche oder im Bad. Sind die Anschlüsse nicht vorhanden, dann sollten Mieter mit der Hausverwaltung oder dem Vermieter sprechen.

Hinweis: Bei den meisten Waschmaschinen sind Stromkabel und Wasserschläuche etwa 1 bis 1,50 Meter lang. Für die sichere Installation sollte sich der Abstand zwischen der Waschmaschine und den Anschlüssen in diesem Rahmen bewegen. Wenn der Abstand doch zu groß ist, müssen vor der Installation Verlängerungskabel oder Schlauchverlängerungen besorgt werden.

Die Waschmaschine richtig anschließen in 5 Schritten

Die Waschmaschine steht an ihrem vorgesehenen Platz am besten so, dass der Nutzer immer noch gut an die Schläuche und Anschlüsse auf der Rückseite herankommt.

  1. Transportsicherung entfernen
  2. Den Wasserablaufschlauch am Siphon befestigen
  3. Den Zulaufschlauch anschließen
  4. Einen Probelauf durchführen
  5. Die Waschmaschine ausrichten

1. Bevor es an die Verbindung mit dem Wassersystem geht, gilt es noch, die Transportsicherung zu entfernen. Damit die Waschtrommel und die Maschinenfüße beim Transport nicht beschädigt werden, sind sie mit ein paar Schrauben und Stiften gesichert. Verbrauchern bewahren die Transportsicherung am besten auf, denn bei einem Umzug kann sie wieder zum Einsatz kommen.

Wasserablaufschlauch
Der Schlauch für den Wasserablauf wird mit einer Schlauchschelle am Siphon unter dem Waschbecken befestigt.

2. Der Schlauch ohne Gewinde ist der Ablaufschlauch. Er wird mit einer Schlauchschelle angebracht. Bei einigen Geräten liegt dieses kleine Zubehör bei. Zur Sicherheit sollten Verbraucher sich dieses Utensil vorher aus dem Baumarkt besorgen. Das Schlauch-Ende wird über die gebogene Rohrabzweigung am Siphon unter dem Waschbecken gestülpt und mit der Schlauchschelle fixiert. Dazu benötigt man nur einen einfachen Schraubendreher. Es genügt, die Schraube so fest zu ziehen, dass der Schlauch sicher sitzt und sich nicht bewegt. Ein zu starkes Anziehen der Schraube „bis zum Anschlag“ könnte den Schlauch quetschen und beschädigen. Achtung: Der Schlauch darf nicht geknickt werden.

3. Der Zulaufschlauch ist am Ende mit einem Schraubgewinde versehen. Es verbindet den Schlauch mit dem so genannten Maschinenhahn, der sich unter dem Spülbecken befindet. Er ist leicht zu erkennen, da er ebenfalls ein Gewinde besitzt. Beim Aufschrauben müssen die Gewinde gerade sein und dürfen nicht verkanten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Verbindung undicht schließt. Auch hier ist es wichtig, dass der Schlauch ohne Knick zum Anschluss führt und nicht gequetscht wird.

Moderne Waschmaschinen sind mit einem Zulaufschlauch mit Aquastop-System ausgestattet. Dieser Wasserschutz unterbricht mithilfe eines Ventils den Wasserzulauf, wenn der Wasserdruck in der Leitung sinkt. Mehr darüber erfahren Sie im Kapitel "Sicherheit".

Waschvorgang
Der erste Waschgang der neuen Waschmaschine sollte mit leerer Trommel durchgeführt werden.

4. Nachdem die Waschtrommel entsichert ist und die Wasseranschlüsse befestigt sind, ist es Zeit für einen ersten Probelauf. Dazu wird die Waschmaschine selbstverständlich mit dem Stromnetz verbunden. Auch die Hersteller empfehlen, einen ersten kurzen Waschgang mit leerer Trommel durchzuführen. Kleinere Verschmutzungen und vor allem der leichte Gummigeruch, der einer neuen Waschmaschine anhängt, verschwinden dadurch.

Besitzer neuer Waschmaschinen starten also am besten das Kurzprogramm, welches etwa 15 bis 30 Minuten dauert, und prüfen, ob die Wasseranschlüsse dicht sind.

Korrekturen nimmt der Anwender gegebenenfalls vor, wenn das Programm beendet ist. Dafür sollte die Waschmaschine abgeschaltet werden.

5. Damit der Waschvollautomat reibungslos arbeitet, muss er waagerecht stehen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Waschmaschine im Schleudergang durch Küche oder Bad wandert. Die meisten Geräte besitzen verstellbare Füße. Mittels Schraubmechanismen lassen sich so geringe Höhenunterschiede des Bodens ausgleichen. Um die Einstellung vorzunehmen, verwenden Installateure am besten natürlich eine Wasserwaage.

Sollte die Maschine im Schleudergang eine allzu starke Vibration des Fußbodens auslösen, dann schaffen Schwingungsdämpfer oder eine Vibrationsmatte Abhilfe.

Die Waschmaschine anschließen lassen

Viele Hersteller bieten inzwischen die Installation der Waschmaschine als Kundenservice an. Auch Einzelhändler, die die Haushaltsgroßgeräte anliefern, haben gemerkt, dass ihre Kunden diese Dienstleistung gern in Anspruch nehmen. Käufer, die sich das neue Gerät anliefern lassen, sollten sich beim Händler erkundigen, ob eine Montage ebenfalls zum Service dazugehört.

Wer eine gebrauchte Waschmaschine anschließen lässt, kann dies über einen Klempnerservice arrangieren. Verbraucher sollten dabei auf die veranschlagten Kosten achten und mehrere Angebote einholen.

Die Pflege der Waschmaschine

Eine neue Waschmaschine, die in Sachen Energieverbrauch und Programmauswahl auf dem neuesten Stand ist, hat ihren Preis. Auch im Waschmaschinen-Vergleich punkten einige Modelle aus dem höheren Preissegment. Doch eine solche Investition zahlt sich langfristig aus. Auch die richtige Pflege trägt dazu bei, dass der Käufer lange Zeit Freude an der neuen Waschmaschine hat.

Reiniger oder Hausmittel - Was hilft am besten gegen Kalk in der Waschmaschine?

Wie alle Haushaltsgeräte, die Wasser erhitzen, muss die Waschmaschine in regelmäßigen Abständen entkalkt werden. Kalk setzt sich auf den Heizstäben und in den Schläuchen ab. Wird die Maschine nicht regelmäßig gereinigt, verbraucht die Waschmaschine deutlich mehr Energie, oder die Schläuche brechen.

Reinigung mit Kalklöser

Bosch und Siemens empfehlen, einen Kalklöser zu nutzen und führen einen entsprechenden Waschmaschinenreiniger im Sortiment. Auch in Supermärkten, Drogerien und Online-Shops sind Kalklöser von bekannten Marken in flüssiger Form, als Pulver oder als Tab erhältlich.

  • Dosierung perfekt abgestimmt
  • Geruchsneutral
  • Etwas teurer
  • Zum Teil nur in Online-Shops erhältlich
  • Nicht umweltschonend
Reinigung mit Hausmitteln

Alternativ empfehlen verschiedene Ratgeber auch Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure zur Entkalkung von Haushaltsgeräten. Waschmaschinen-Hersteller raten jedoch davon ab, diese Mittel für die Reinigung der Waschmaschine zu nutzen. Zum einen können die aggressiven Säuren Gummiteile wie etwa Dichtungsringe angreifen. Zum anderen müssen die Anwender das Entkalkungsmittel optimal dosieren, um alle Verschmutzungen zu entfernen.

  • Kostengünstig
  • Im Haushalt vorhanden
  • Umweltschonend
  • Unter- oder Überdosierung möglich
  • Beschädigung von Dichtungsringen möglich
Wie oft sollten Sie die Waschmaschine entkalken?

Als Richtwert gilt: Eine Waschmaschine sollte alle drei bis sechs Monate entkalkt werden. Hier spielen auch Faktoren wie der Wasserhärtegrad, die Häufigkeit der Maschinennutzung sowie die Art des Waschmittels hinein. Wird häufig Wäsche gewaschen oder das Wasser als sehr hart, das heißt sehr kalkhaltig eingestuft, dann sollten Waschmaschinenbesitzer die Kalkrückstände alle drei Monate entfernen. Für den Entkalkungsvorgang eignet sich das Waschprogramm mit einer Temperatur von 90 Grad Celsius.

Wie oft sollten Sie das Flusensieb säubern?

Das Flusensieb befindet sich im Sockelbereich der Waschmaschine, meist hinter einer kleinen Klappe. Es filtert, wie der Name schon sagt, Haare und Flusen heraus, aber auch Fremdkörper, also kleine, etwa in der Hosentasche vergessene Gegenstände. Etwa ein bis zwei Mal im Jahr benötigt das Flusensieb eine Reinigung. Dazu nimmt der Verbraucher es aus der Waschmaschine und säubert es unter fließendem Wasser.

... und wohin mit der alten Waschmaschine?

Als Haushaltsgroßgeräte zählen Waschvollautomaten zum Elektroschrott, der gesondert entsorgt werden muss. Viele Fachhändler, die neue Geräte an Haushalte ausliefern, bieten es als Dienstleistung an, das Altgerät zur Entsorgung mitzunehmen.

Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten:

  • Die Stadtreinigung oder lokale Entsorgungs-Fachbetriebe bieten meist einen Sperrmüll-Service an. Zum vereinbarten Termin kommen die Mitarbeiter und nehmen die alte Waschmaschine mit.
  • Auch Schrotthändler holen defekte Haushaltsgeräte ab, mitunter sogar kostenlos. Adressen sind im Branchenverzeichnis und selbstverständlich im Internet zu finden.
  • Recyclinghöfe nehmen Elektroschrott ebenfalls an. Der Nachteil im Vergleich zur Abholung: Der Besitzer der Waschmaschine muss das Gerät selbst dorthin transportieren.
  • Schließlich kann man die alte Waschmaschine in einschlägigen Kleinanzeigen-Portalen im Internet anbieten. Mancher Händler sucht vielleicht ein Gerät als Ersatzteillieferant. Wer Glück hat, erhält für eine defekte Waschmaschine noch ein paar Euro.

7. Wasser und Energie sparen

In der Regel sind die modernen Waschmaschinen – egal ob Toplader oder Frontlader -, die heute auf dem Markt erhältlich sind, bereits sehr energieeffizient. Immerhin ist es sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass diese mindestens die Anforderungen an die drittbeste Energieeffizienzklasse A+ erfüllen. Mehr sparen können Verbraucher jedoch immer. Daher wurden einige wervolle Tipps gesammelt, mit deren Hilfe die Leser ihre Wäsche noch strom- und wassersparender waschen können.

  • Waschen Sie mit möglichst niedriger Temperatur. Die meiste Energie beim Waschen verbraucht nämlich das Erwärmen des Wassers.
  • Nutzen Sie das komplette Trommelvolumen aus, anstatt mit halber Beladung zu Waschen.
  • Schleudern Sie mit möglichst hoher Drehzahl, wenn Sie die Wäsche anschließend im Trockner trocknen möchten.

Komplettes Trommelvolumen nutzen

Um nicht unnötig viel Wasser und Strom zu verbrauchen, ist es ratsam, die Waschmaschine nur voll beladen anzuschalten. Zwar verfügen die meisten modernen Waschmaschinen über Mechanismen wie etwa eine Mengenautomatik oder Beladungssensoren, die den Wasser- und Energieverbrauch an die Beladungsmenge anpassen, dennoch bleibt das Waschen mit voller Beladung am effizientesten. Daher ist es beim Kauf einer neuen Waschmaschine besonders wichtig, sich für das am besten zu den individuellen Bedürfnissen passende Fassungsvermögen zu entscheiden.

Vorsicht vor zu voller Beladung!
Bei aller Motivation zu sparen sollten sie darauf achten, die Waschmaschine nicht zu voll zu beladen. Eine Überladung kann die Waschwirkung stark mindern.

Dieses ist davon abhängig, wie viel Wäsche der Verbraucher in einem Waschgang reinigen möchte. Dabei spielt unter anderem die Haushaltsgröße eine Rolle, aber auch, wie oft er wäscht und ob in seinem Haushalt viel Funktionswäsche wie etwa Handtücher und Bettwäsche anfällt.

Die meisten der modernen Waschmaschinen auf dem Markt verfügen über ein Fassungsvermögen zwischen fünf und acht Kilogramm. Trommeln mit fünf Kilogramm Fassungsvermögen verbrauchen beispielsweise 40 bis 50 Liter Wasser pro Waschgang, während Acht-Liter-Trommeln auf etwa 60 Liter Wasser pro Waschgang kommen. Wer sich demnach für einen Frontlader mit größerem Trommelvolumen entscheidet, sollte diesen auch wirklich benötigen und ausnutzen.

Um das richtige Trommelvolumen für die eigenen Bedürfnisse zu finden, kann es sehr hilfreich sein, vor dem Kauf zu wiegen, wie viel oder wenig ein Kilogramm Wäsche tatsächlich ist. So können Sie Ihren tatsächlichen Bedarf besser einschätzen. Beispielsweise wiegen sieben Frotteehandtücher in Standardgröße ungefähr 1,5 Kilogramm.

Mit möglichst niedrigen Temperaturen waschen

Besonders viel Energie verbraucht das Waschen bei hohen Temperaturen. Schließlich muss das Wasser dafür erhitzt werden. Da moderne Waschmittel ihre volle Waschkraft bereits bei relativ niedrigen Temperaturen von 30 oder 40 Grad Celsius entfalten, können Verbraucher eine Menge Energie sparen, indem sie Ihre Wäsche mit möglichst niedrigen Temperaturen waschen. Wenn sie beispielsweise mit 30 statt mit 60 Grad Celsius waschen, verbraucht die Maschine weniger als die Hälfte des Stroms. In den meisten Fällen sind 30 oder 40 Grad Celsius zum sauberen Waschen völlig ausreichend. Bei nur leicht verschmutzter Bekleidung – beispielsweise einem einmal getragenen Hemd ohne sichtbare Flecken – genügen sogar 20 Grad Celsius. Ein Kochwaschprogramm mit 95 Grad Celsius ist nur selten notwendig. Für besonders hygienisches Waschen etwa von Bettwäsche von Allergikern oder Personen mit einer ansteckenden Krankheit reichen 60 Grad Celsius in den meisten Fällen völlig aus.

Hilfreich ist es außerdem, die Wäsche zu sortieren, also etwa weiße und farbige Wäsche sowie robuste Textilien von empfindlichen zu trennen, um dann jeweils das optimale Waschprogramm auswählen zu können. Bei leicht bis normal verschmutzter Wäsche können Verbraucher außerdem getrost auf einen Vorwaschgang verzichten. Hier reicht der Hauptwaschgang völlig aus, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen.

Zusätzlichen Strom sparen Anwender mit einem direkten Warmwasseranschluss, der bei einigen Waschmaschinen möglich ist. Ein solcher Anschluss ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn der Zulauf zur Waschmaschine kürzer als fünf Meter ist, da bei einem längeren Zulauf zu viel kaltes Wasser in die Maschine fließt, bevor warmes Wasser ankommt. Eine zweite wichtige Voraussetzung dafür, dass sich ein Warmwasseranschluss auch lohnt, ist, dass das Wasser außerhalb der Maschine wirklich effizienter aufgeheizt wird als in der Waschmaschine. Dies ist besonders bei der Nutzung regenerativer Energie wie etwa Solarenergie oder dem Heizen mit Holzpellets oder einer Erdwärmpumpe der Fall.

Energiesparende Programme nutzen

Geld sparen
Bei längerer Waschzeit sparen Eco-Programme Wasser, Strom und damit Geld.

Die meisten der neueren Waschmaschinen verfügen außerdem über spezielle Sparprogramme oder -funktionen, häufig Eco-Modus, Eco-Funktion oder ähnlich genannt. Diese sind darauf ausgelegt, mit längerer Waschdauer – ein Waschgang kann damit mehr als drei Stunden dauern – die gleiche Waschwirkung wie ein Standardprogramm zu erzielen, dabei aber weniger Wasser zu verbrauchen. Das spart gleichzeitig Strom, da weniger Wasser erhitzt werden muss. Einige solcher Programme sparen noch zusätzlich Strom, indem sie im Vergleich zum Standardprogramm die Waschtemperatur senken. Manche Waschmaschinen beinhalten eine Flecken- oder Intensivtaste, welche die Einweichzeit der Wäsche verlängert. So erzielen Anwender eine stärkere Waschwirkung, ohne die Waschtemperatur zu erhöhen, und sparen damit ebenfalls Energie. Im Gegensatz dazu sparen sogenannte Kurz-Programme zwar Zeit, benötigen für das schnellere Waschen in der Regel aber auch mehr Wasser und Strom. Sehr praktisch: einige Geräte des Herstellers Miele verfügen über eine sogenannte Eco-Feedback-Funktion, die dem Verbraucher jederzeit den aktuellen Wasser- und Stromverbrauch anzeigt.

Flecken vorbehandeln

Hartnäckige Flecken sollten Verbraucher am besten vor dem Waschen in der Maschine vorbehandeln – je nach Fleckenart helfen dabei spezielle Fleckenlöser oder verschiedene Hausmittel wie etwa Zitronensaft bei Kirschflecken oder Sauermilch bei älteren Grasflecken. Bei einigen Fleckenarten ist es hilfreich, die Textilien vor dem Waschen in Seifenlauge einzuweichen. So ist die vorbehandelte Wäsche anschließend in einem einfachen Waschgang mit niedriger Temperatur zu säubern. Das ist ökologischer, als die schmutzige Wäsche bei höherer Temperatur, mit mehr Waschmittel oder einem Vorwaschgang zu waschen, um die Flecken zu entfernen.

Top Fünf der hartnäckigsten Flecken und wie Sie sie loswerden
Fleckenart Behandlung
Kirschflecken Mit frischgepresstem Zitronensaft betupfen.
Fettflecken Vor dem Waschen in der Maschine mit Spülmittel oder warmem Seifenwasser behandeln.
Grasflecken Auf frische Flecken vor der Wäsche verdünnten Salmiakgeist oder Zitronensaft geben, ältere Grasflecken in Sauermilch einweichen und mit frischer Milch ausspülen.
Rotweinflecken Lassen sich am besten mit einer großzügigen Prise Salz bekämpfen – auch Weißwein, Sherry oder klarer Alkohol helfen.
Blutflecken Schnellstmöglich mit kaltem Wasser auswaschen und anschließend in Salzwasser einweichen.
Hartnäckige Flecken entfernen

Bei Verwendung eines Trockners Schleuderzahl erhöhen

Waescheleine
Energiesparender geht’s nicht: Trocknen auf der Wäscheleine.

Wenn Verbraucher ihre Wäsche im Trockner trocknen, können sie einiges an Strom sparen, indem sie mit höchstmöglicher Drehzahl schleudern. Beim Schleudern verbraucht die Maschine dann zwar etwas mehr Strom als bei niedrigerer Drehzahl, dafür verbleibt weniger Restfeuchte in der Wäsche und der Trockner braucht erheblich weniger Energie beim anschließenden Trocknen. Daher sollten Kunden bereits beim Kauf ihrer Waschmaschine auf deren maximale Schleuderdrehzahl beziehungsweise die Schleudereffizienzklasse achten. Um beim Trocknen nicht unnötig viel Energie zu verbrauchen, empfiehlt sich mindestens Schleuderwirkungsklasse B, in welcher in der Regel Maschinen mit einer maximalen Drehzahl von 1.400 Umdrehungen in der Minute liegen. Waschmaschinen in der Schleuderklasse A, die im Normalfall eine maximale Drehzahl von 1.600 Umdrehungen pro Minute vorweisen, reduzieren die Restfeuchte sogar auf unter 45 Prozent und verkürzen das Trocknen damit noch mehr.

Am meisten Energie spart aber immer noch das Trocknen auf der Wäscheleine. Dabei sparen Verbraucher noch zusätzlich Energie beim Schleudern. Für das Trocknen auf der Leine reichen nämlich in der Regel 1.000 bis 1.200 Umdrehungen in der Minute völlig aus. Zudem knittert die Wäsche beim Schleudern mit niedrigerer Drehzahl weniger. So sparen Konsumenten sich im Idealfall das Bügeln und damit nicht nur Zeit und Aufwand, sondern natürlich auch Strom und Geld.

8. Waschmaschine oder Waschsalon?

Eine Alternative zur Anschaffung einer eigenen Waschmaschine ist der regelmäßige Besuch im Waschsalon. Doch für wen lohnt sich das gegenüber dem Kauf einer eigenen Waschmaschine? Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob es überhaupt einen Waschsalon in unmittelbarer Nähe zur Wohnung gibt? Wer hat schon Lust und Zeit, seine schmutzige Wäsche regelmäßig durch die halbe Stadt zu tragen? Grundsätzlich ist es in einer Großstadt wahrscheinlicher, dass in der Nähe ein Waschsalon zur Verfügung steht, als etwa in einer Kleinstadt oder gar auf dem Dorf.

Entscheidend ist außerdem, wie oft die Waschmaschine genutzt wird. Für eine Familie mit Kleinkind, die einmal oder sogar mehrmals am Tag Wäsche zu waschen hat, ist es nicht nur sehr umständlich und zeitaufwendig, sondern auf Dauer auch teuer, jedes Mal den Waschsalon zu besuchen. Zudem macht eine eigene Waschmaschine den Verbraucher auch deutlich flexibler. So kann er seine eigene Maschine genau nach seinen Bedürfnissen auswählen und muss beim Waschen auch keine Öffnungszeiten beachten.

Zuletzt bleibt noch die Geldfrage. Welche der beiden Alternativen ist auf Dauer günstiger und ab wann lohnt sich die Investition in eine eigene Waschmaschine? Waschmaschinen sind nicht ganz billig und die Grenze nach oben ist offen. Doch auch das Waschen im Waschsalon hat seinen Preis, und der summiert sich auf Dauer natürlich. Hierbei unterscheiden sich die Preise teilweise stark von Waschsalon zu Waschsalon. Typischerweise zahlt der Verbraucher pro Trommel – in der Regel sechs oder sieben Kilogramm Fassungsvermögen – zwischen drei und fünf Euro. Wer seine Wäsche nicht nass nach Hause tragen möchte, muss meist noch etwa einen Euro fürs Trocknen ausgeben. Waschmaschinen sind im Handel ab etwa 250 Euro erhältlich.

Wöchentliches Waschen im Waschsalon – eine Beispielrechnung
5 Euro für Waschen und Trocknen pro Woche 260 Euro im Jahr

Angenommen, der Verbraucher bringt seine Wäsche einmal pro Woche zum Waschsalon und bezahlt dafür fünf Euro, so kommt er in einem Jahr auf 260 Euro. Für dieses Geld kann er bereits eine günstige Waschmaschine kaufen – Strom- und Wasserverbrauch sind hierbei allerdings nicht mit eingerechnet. Durchschnittlich hat eine Waschmaschine eine Lebensdauer von 8 bis 15 Jahren. Daher lohnt sich die Anschaffung einer eigenen Maschine aus finanzieller Sicht auf Dauer in jedem Fall. Der Besuch im Waschsalon eignet sich eher als Übergangslösung, etwa bei einem absehbar langen Aufenthalt in einer anderen Stadt, oder etwa für Studenten.

9. So vergleichen wir

Wichtig: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. In dieser Kategorie war es uns aus Gründen der Verfüg- und Machbarkeit nicht möglich, vollumfänglich selbst zu testen, weshalb wir unsere Bewertung sowie das Ranking auf der Grundlage einer Analyse online recherchierter Informationen, Experteneinschätzungen, Berichten von Testinstitutionen, Online-Reviews und Kundenerfahrungen erstellten.

In den verschiedenen Vergleichsberichten finden Interessenten schnell und übersichtlich heraus, welche Optionen die besten Geräte den Verbrauchern bieten. Aber was macht einen guten Toplader oder einen guten Frontlader überhaupt aus? Welche sind die ausschlaggebenden Faktoren, durch die sich gute Produkte von schlechten abheben? Was sollten Interessen beim Kauf einer Waschmaschine vor allem beachten? Um die Leser bei der Suche nach der passenden Waschmaschine zu unterstützen, wurden vier unterschiedliche Kriterien festgelegt. Anhand dieser Bewertungskategorien werden Toplader und Frontlader miteinander verglichen:

Technische Merkmale

Um die richtige Waschmaschine zu finden, sollten sich Interessenten zuerst mit den allgemeinen Charakteristika der verschiedenen Produkte befassen. Ob sich ein bestimmtes Gerät für kleine oder große Haushalte eignet, ist für den Nutzer einer Waschmaschine von entscheidender Bedeutung. Braucht man also unbedingt einen Frontlader mit viel Fassungsvermögen oder genügt schon ein Toplader mit wenig Fassungsvermögen? Diese Frage ist elementar. Deswegen steht im Datenblatt unter jeder Waschmaschine, ob es sich bei diesem bestimmten Produkt um einen Frontlader oder um einen Toplader handelt. Zudem folgen Angaben über die Trommelgröße (Fassungsvermögen) und ob die Maschine auch unterbaufähig ist.

Eine moderne Waschmaschine muss nicht nur hervorragend waschen und schleudern, sondern auch möglichst wenig Wasser und Strom verbrauchen. Daher thematisiert der Waschmaschine-Vergleich auch diesen Aspekten und analysiert die Eigenschaften der verschiedenen Top- und Frontlader in puncto „Konsum“. Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht die Energieeffizienz: Geräte, welche die höchste Note in der Energieeffizienzklasse (A+++) vorweisen, erhalten hier Pluspunkte. Geräte, de schlechter in der Energieeffizienzklasse abschneiden, werden selbstredend abgewertet. Um den Lesern einen möglichst präzisen Überblick über ihren tatsächlichen Strom- und Wasserverbrauch zu ermöglichen, betrachtet der Waschmaschinen-Vergleich auch die Daten über den durchschnittlichen Verbrauch an Kilowattstunden und Litern im Jahr.

Neben den technischen Merkmalen in puncto Energieeffizienzklasse treten in dieser Kategorie auch andere wichtige Bewertungsfaktoren in den Vordergrund, wie zum Beispiel die Schleuderfunktionen. Wie hoch ist die maximale Schleuderdrehzahl der Waschmaschine? Mit welcher Note schneidet das Gerät in der Schleuderwirkungsskala ab?

Waschprogramme

Heute statten die Hersteller ihre Waschmaschinen mit immer neueren Programmen aus. Damit versuchen sie, den vielfältigen Ansprüchen ihrer Kunden entgegenzukommen. Nicht alle Innovationen sind aber für jeden Nutzer interessant oder sorgen wirklich für mehr Flexibilität. Um den Lesern ein präzises Bild über die modernen Waschmaschinen zu geben, untersucht der Waschmaschinen-Vergleich auch das Thema „Waschprogramme“ in einer speziellen Bewertungskategorie.

Die verschiedenen Funktionen, die in einem guten Frontlader oder einem guten Toplader nicht fehlen dürfen, werden hier im Einzeln erfasst: Stehen dem Nutzer verschiedene Waschprogramme für Wolle zur Auswahl? Beinhaltet das Gerät außerdem einen speziellen Waschgang für die Pflege von Feinwäsche? Wie viele Minuten nimmt das Kurzprogramm in Anspruch?

Zudem behandelt der Vergleich auch die verschiedenen Sonderprogramme, über die Waschmaschinen heute verfügen. Spezielle Waschvorgänge für Jeans oder für Business-Kleidung dürfen in einem sehr guten Frontlader oder Toplader zum Beispiel nicht fehlen. In dieser Bewertungskategorie werden außerdem auch eventuelle Extras - wie etwa die Funktionen zur Regulierung der Waschtemperatur oder der Wassermenge – positiv aufgenommen. Zusätzliche Punkte sammeln die Frontlader und Toplader im Vergleich, wenn sie etwa auch eine Option zum Einweichen besonders verschmutzter Wäsche anbieten.

Leistung & Sicherheit

In dieser Bewertungskategorie werden die technologischen Systeme der verschiedenen Geräte analysiert, welche der Verbesserung ihrer Gesamtleistung dienen. Einige Hersteller statten ihre Waschmaschinen mit der Mengenautomatik aus, die je nach Gewicht der Wäsche den richtigen Wasserverbrauch berechnet. Andere Geräte beinhalten dagegen eine sogenannte „Sprühfunktion“ für die korrekte Verteilung des Waschmittels. Ebenfalls von Belang ist die Option zur Startvorwahl, durch welche der Nutzer einige Stunden im Voraus den Start des gewünschten Programmes planen kann.

Ebenfalls von zentraler Bedeutung ist hier das Thema „Sicherheit“. Im Waschmaschinen-Vergleich werden die verschiedenen Sicherheitsvorrichtungen von Frontladern und Topladern beleuchtet: Steht dem Nutzer etwa eine Kindersicherung zur Sperrung der Bedienungsfläche zur Verfügung? Besitzt die Waschmaschine auch einen Schutz gegen Wasserschäden? Ist eine Unwuchtkontrolle vorhanden, welche die Stabilität des Gerätes auch bei Schleuderhochlauf gewährleistet?

Bedienung & Support

Zum Schluss nimmt die Redaktion die Bedienungsfreundlichkeit der verschiedenen Geräte unter die Lupe. In diesem Bereich tritt zunächst die Bedienblende in den Vordergrund. Sind hier die verschiedenen Funktionen und die Programme der Waschmaschine übersichtlich und klar aufgelistet? Hat der Nutzer zudem einen elektronischen Monitor, welche die Restlaufzeit des gewählten Programmes aufzeigt? Pluspunkte erhalten in dieser Bewertungskategorie schließlich auch Produkte, für welche der Hersteller auf seiner Homepage eine übersichtliche Online-Anleitung zur Verfügung stellt.

Diese Bewertungskategorie thematisiert ebenfalls den Support. Hersteller, die einen zuverlässigen Kundenservice anbieten, an den sich die Nutzer bei Fragen und Anregungen wenden können, werden im Vergleich natürlich mit zusätzlichen Punkten belohnt.

Aus der Benotung der einzelnen Kategorien – in jeder können dabei maximal fünf Punkte erzielt werden – erstellt sich dann eine Gesamtnote für jeden Top- oder Frontader. Daraus ergibt sich die Platzierung der Geräte im Vergleich. Für alle, die sich ein präzises Bild davon verschaffen wollen, was der Markt heute an Waschmaschinen anbietet, empfiehlt es sich, einen Blick auf die einzelnen Vergleichsberichte zu werfen. Hierbei sollte der Leser jedoch nicht vergessen, dass der Vergleich lediglich als Orientierungshilfe bei der Entscheidung für die passende Maschine dienen kann. Welches Kriterium letztendlich ausschlaggebend ist, muss jeder Interessent für sich selbst abwägen.

badgeDas Fazit der Redaktion

Vergleich
Im Waschmaschinen-Vergleich können die Leser schnell erfahren, welche die besten Waschmaschinen 2016 sind.

Die großen Haushaltsgeräthersteller bringen immer neue Modelle mit innovativen Funktionen und Sonderprogrammen auf den Markt. Daher ist es für Kunden und Interessenten nicht immer einfach, unter den vielen Angeboten das passende Produkt zu finden. Diejenigen, die bei dem Kauf einer neuen Waschmaschine eine Orientierungshilfe suchen, erfahren im Waschmaschinen-Vergleich, welcher der beste Frontlader oder der beste Toplader ist: So vergibt die Redaktion dem Frontlader WMB 71643 PTE des türkischen Herstellers Beko besonders gute Noten; wegen ihrer hohen Leistung haben sich aber auch der Frontlader Bosch WAY28742 und der Frontlader Miele WKG 120 im Waschmaschinen-Vergleich als zwei sehr zuverlässige Produkte erwiesen. Als geräuschloses Wunder überraschte der Frontlader WM14W550 von Siemens.