Virenscanner Test

Die besten Antivirenprogramme im Vergleich

Andreas Kiener
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Bitdefender 4,55 39,99 €
2 Norton 4,50 29,99 €
3 McAfee 4,15 29,97 €
4 Avira 4,10 34,95 €
5 Panda 4,09 17,49 €
6 Kaspersky 4,00 29,95 €
7 Avast 3,98 49,99 €
8 Trend Micro 3,83 19,95 €
9 G Data 3,80 29,95 €
10 ESET 3,70 34,95 €
11 BullGuard 3,50 23,96 €
12 F-Secure 3,30 19,95 €
13 Malwarebytes 2,67 39,99 €

Sicherheit

Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Zuverlässiger Schutz vor Viren

    Das Wichtigste in Kürze
  • Virenscanner schützen sensible Daten.
  • Die Schutzsoftware entfernt Malware aller Art.
  • Allgemeine Präventivmaßnahmen der Nutzer sind unerlässlich.
  • Antivirenprogramme sollten nicht zu Performance-Einbußen des Computers führen.

Unsere Testsieger

Als besten Virenscanner 2018 küren wir auch dieses Jahr Bitdefender Antivirus Plus. Der Hersteller liefert das stimmigste Gesamtpaket im Kampf gegen Bedrohungen aus dem Netz. Das Schutzprogramm überzeugt vor allem durch zuverlässige Scan-Funktionen, welche auch die neusten Arten von Eindringlingen entdecken und beseitigen. Zahlreiche Zusatz-Tools (wie etwa eine Phishing-Abwehr und ein Passwort-Manager) bieten auch im Online-Modus maximale Sicherheit.

Aufgrund der hohen Benutzerfreundlichkeit vergeben wir dem Virenscanner Norton Security den zweiten Platz in unserem Vergleich. Die Software punktet im Test durch ein klares und übersichtliches Bedienfeld, das sich perfekt für Computer-Neulinge und Alltagsnutzer eignet.

Auf dem dritten Platz unseres Tests befindet sich das Schutzprogramm McAfee AntiVirus Plus. Trotz der nur teilweise befriedigenden Performanceergebnisse erweist sich die Virensoftware dank der eingebauten Firewall als ein solides Schutzschild gegen Schadware. Überdies bietet McAfee einen großzügigen Support, der Hilfesuchende bei Fragen und Problemen kompetent unterstützt.

1. Unverzichtbarer Schutz für jeden Computer

Praktisch jeder Rechner ist mittlerweile an das Internet angeschlossen, weswegen Computer und sensible Datensätze ununterbrochen einem signifikanten Risiko ausgesetzt sind. Das World Wide Web stellt auch 2018 nach wie vor die größte Gefahrenquelle dar.

Selten laufen Malware-Attacken nach einem erkennbaren und vorhersehbaren Schema ab. Vielmehr ereignet sich die Ausbreitung nach dem Zufallsprinzip und betrifft daher sehr unterschiedliche Ziele. Der klassische Virus ist nur eine Variante von Schadsoftware – in der Verborgenheit können auch ganz andere Schadprogramme ihr Unwesen treiben, um beispielsweise Kennwörter zu stehlen, Online-Banking-Daten auszuspionieren oder den Anwender zu erpressen.

Antivirenprogramme Test
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Antivirenprogramme renommierter Hersteller schieben Schadsoftware einen Riegel vor.

Der Schaden, der dabei verursacht wird, könnte weitreichender und vielfältiger kaum sein. Zum Schadenkatalog gehören unter anderem:

  • Verlust wichtiger Daten
  • Funktionsunfähigkeit des Systems durch Überlastung
  • Zerstörung von Systemkomponenten
  • Ausfall des Netzwerks
  • Unmerklicher Anstieg des ausgehenden Datenvolumens, da ein Trojaner unaufhörlich Spam-Mails versendet oder Informationen sammelt
Antivirus Test - neue Viren
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Laut Analyse von AV-Test wurden im Jahr 2017 mehr als 120 Millionen neue Schadprogramme registriert.

Laut einer Analyse von AV-Test, einem unabhängigen Testinstitut für Sicherheitssoftwares, wurden im Jahr 2017 mehr als 120 Millionen neue Malware-Programme registriert. Insgesamt sind aktuell mehr als 700 Millionen verschiedene Schadsoftwares im Umlauf. Dem russischen Sicherheitssoftware-Hersteller Kaspersky zufolge fielen 29,4 Prozent der Computer von Internetnutzern im vergangenen Jahr mindestens einmal einer Schädlingsattacke aus dem World Wide Web zum Opfer. Die Aussichten für 2018 sind nicht besser.

Malware weltweit
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Jedes Jahr registrieren Testlabore unzählige neue gefährliche Programme, die im Computersystem Defekte anrichten können.

2. Sechs Gründe, die für ein Antivirus-Programm sprechen

Computer nehmen heute einen enormen Stellenwert im Leben der Menschen ein und begleiten viele nicht mehr nur im Arbeitsalltag, sondern auch in der Freizeit. Umso erstaunlicher ist es, dass ein Großteil der User noch immer sehr fahrlässig mit dem Thema Malware umgeht. Echte Viren versuchen die meisten Menschen so gut es geht zu meiden – darüber, dass der Computer ohne Schutzmaßnahmen früher oder später fast zwangsläufig von Computerviren befallen wird, macht sich aber kaum jemand Gedanken.

Darum benötigen Sie eine Antivirensoftware!

Antivirus Test - Schloss

Schutz der Privatsphäre

Auf Computern befinden sich fast immer sensible Daten, die nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind. Hierzu zählen neben Smartphone-Videos und Bildern auch Dokumente und Passwörter. Verschaffen sich Schadprogramme Zutritt auf das System, besteht die Gefahr, dass private Videos und Fotos ins Internet gelangen, sich dort in Windeseile verbreiten und in die falschen Hände geraten.
Antivirus Test - Zeit

Unnötiger Zeit- und Ressourcenaufwand

Ist ein System erst einmal mit Viren infiziert, ist meist ein großer organisatorischer und zeitlicher Aufwand notwendig, um die Schadsoftware wieder vollständig zu entfernen. Häufig nisten sich Viren in systemrelevanten Dateien und Verzeichnissen ein, um sich von hier aus auf das restliche System auszubreiten. Oft hilft nur noch ein Neuaufsetzen des Systems, was bei fehlendem Backup den Verlust sämtlicher Daten nach sich zieht und zudem viel Zeit in Anspruch nimmt. Deutlich besser ist es, eine Antivirensoftware zu installieren und es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.
Antivirus Test - Warnung

Kampf gegen Kriminalität

Hinter den meisten Hacker-Angriffen stecken monetäre Absichten. Durch Schutzgelderpressung, Datendiebstahl oder Kreditkartenbetrug versuchen Kriminelle, an das Geld unvorsichtiger User zu gelangen. Anstatt den Hackern durch Unvorsichtigkeit zu einem gesicherten Einkommen zu verhelfen, sollten Nutzer ihren Machenschaften lieber durch die Sicherung ihres Computers einen Riegel vorschieben.
Antivirus Test - Schutz

Schutz von Familie und Freunden

Beim regen Informationsaustausch über Messenger und soziale Netzwerke wie Facebook, Snapchat und Twitter wechseln häufig auch Fotos, Videos, Telefonnummern, Adressen oder gar Bankverbindungen den Besitzer. Sollte nun der eigene Computer kontaminiert sein, gefährden Nutzer nicht nur die eigenen Daten, sondern auch die von Freunden preisgegebenen Informationen. Teilen Freunde Dateien per Download miteinander, können sich Computerwürmer problemlos auf neue Systeme ausbreiten. Auch das kann mit Antivirusprogramen verhindert werden.
Antivirus Test - Datendiebstahl

Einschreiten gegen Malware-Verbreitung

Haben sich Schädlinge erst einmal im Computer eingenistet, verbreiten sie sich meist rasant weiter. Durch das Verschicken von Links und Inhalten an Dritte laufen auch andere PCs Gefahr, sich zu infizieren. Auf diese Weise fallen innerhalb kürzester Zeit viele Computer der Schadsoftware zum Opfer. Der eigene PC wird ungewollt zur Virenschleuder und der Wirkungskreis der Hacker weitet sich stetig aus. Eine Ausbreitung ist nur durch rechtzeitiges Erkennen und Entfernen der Viren zu verhindern.
Antivirus Test - Schutz

Nachspiel der Justiz

Bei der Infizierung des Computers mit Computerwürmern und Trojanern geschieht es nicht selten, dass Kriminelle diesen ohne das Wissen des Besitzers für ihre eigenen Machenschaften benutzen. Die Beweisführung gestaltet sich in einem solchen Fall schwierig und vor allem langwierig. Da sich nicht alle Schritte detailliert nachvollziehen lassen, kann es nachträglich zu Ärger mit der Justiz kommen. Nutzer, die dieses Risiko vermeiden wollen, leiten lieber bereits im Voraus wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ein.

3. Kostenlose versus kostenpflichtige Virenscanner

Wer auf der Suche nach einem neuen Antivirenprogramm ist, dem wird schnell auffallen, dass viele Hersteller eine kostenlose Version ihres Virenscanners anbieten. Weshalb sollten Anwender also Geld in ein Schutzprogramm investieren?

Kostenlose Virenscanner liefern meist nur einen Basis-Schutz. Im direkten Vergleich zum kostenpflichtigen Pendant des gleichen Herstellers bestehen häufig große Unterschiede hinsichtlich der Zusatzfunktionen. Freeware verfügt selten über Schutzmechanismen, die das Verhalten von noch unbekannten Schadprogrammen analysieren. Anstatt sowohl besonderes als auch virentypisches Verhalten zu berücksichtigen, orientieren sich diese vielmehr an exakten, bereits bekannten Code-Sequenzen.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist das Aktualisierungsverhalten. Während kostenpflichtige Programme mehrere Aktualisierungen täglich vornehmen, sind Freeware-Anwendungen häufig auf Update-Intervalle im 24-Stunden-Zyklus beschränkt.

Weiterhin müssen Nutzer von kostenlosen Antivirenprogrammen in der Regel damit leben, dass regelmäßig Werbeeinblendungen zum Kauf der Bezahlversion auffordern. Hinzu kommt, dass kostenlose Antivirenprogramme auch oft ungewollte Software installieren, zum Beispiel Browser-Toolbars.

SchutzfunktionKostenlose AntivirensoftwareKostenpflichtige Antivirensoftware
Schutz vor bekannten Schädlingen
Guter Schutz vor unbekannten Schädlingen
Notfall-Bootmedium
Schutz in sozialen Netzwerken
E-Mail-Schutz
Werbefrei
Kostenlose Virenprogramme unterscheiden sich meist in ihrer Ausstattung von den kostenpflichtigen Anwendungen.

4. Sicherheitsfeatures von Antivirenprogrammen

Der einfache Virenscanner, den kostenlose Antivirus-Programme oder Internet Security Suites mitbringen, bietet längst keinen ausreichenden PC-Schutz mehr gegen Bedrohungen wie Datendiebstahl oder tückische Erpresser-Trojaner. Die Hersteller haben ihre Sicherheitsprogramme daher mit verschiedenen Zusatzfunktionen ausgestattet, die den Computer beim Surfen im Internet umfassend absichern.

Ransomware-Schutz

Ransomware ist eine neue Form von Malware, die 2017 recht häufig auf dem Radar der IT-Security-Experten auftauchte. Im Mai machte WannaCry Schlagzeilen, ein gefährlicher Vertreter dieser Gattung. Dieser Schädling infizierte weltweit 230.000 Computer und forderte Lösegeldzahlungen in der Digitalwährung Bitcoin. Das ist typisch für Ransomware. Die Schadsoftware sperrt persönliche Ordner auf der Festplatte und droht, diese erst nach Zahlung wieder freizugeben. Bezahlen sollten Anwender aber auf keinen Fall, denn normalerweise führt auch die Zahlung nicht zur Freigabe der Daten. Sie sind verloren, Nutzer können nichts mehr tun, um sie wiederherzustellen. Wer die Erpresser bezahlt, ändert daran nichts, erleidet aber zusätzlich noch einen finanziellen Verlust.

Ramsomware Schutz
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Ransomware hat ein klares Ziel: Sie will unbedarften und unvorsichtigen Anwendern Geld aus der Tasche ziehen.

Alle renommierten Sicherheitspakete sind nun gegen Ransomware gerüstet. Nutzer können Ordner mit persönlichen Daten bestimmen, die durch die Antivirensoftware überwacht und vor der unbefugten Verschlüsselung geschützt werden.

Echtzeit-Scan

Ein Echtzeit-Scan läuft permanent im Hintergrund. Er überwacht alle Dateizugriffe auf dem Computer. Wenn ein Programm startet oder eine Datei geöffnet wird, kontrolliert der Echtzeit-Scan, ob davon eine Gefahr ausgeht. Damit ist der Anwender vor Schadsoftwares relativ gut geschützt. Der Echtzeit-Scan belastet das Computersystem allerdings zusätzlich. Auf aktuellen Rechnern macht sich das kaum bemerkbar, aber ältere Computer können dadurch spürbar verlangsamt werden.

Manueller Scan

Beim manuellen Scan handelt es sich um den klassischen Virenscan, den Computer seit den ersten Virenscannern für MS-DOS kennen. Er wird auch On-Demand-Scanner genannt. Während der Echtzeit-Scan nur Dateien überprüft, die gerade verwendet werden, durchsucht der manuelle Scan die gesamte Festplatte. Er wird entweder durch den Anwender angestoßen oder nach einem vom Anwender festgelegten Zeitplan ausgeführt.

Üblicherweise überprüft ein manueller Scan das gesamte System, aber auch das gezielte Scannen bestimmter Laufwerke oder Verzeichnisse ist möglich. Der manuelle Scan stellt eine sehr gründliche Überprüfung des Rechners dar. Je nach Festplattengröße und Computergeschwindigkeit dauert die Anwendung allerdings mehrere Minuten bis Stunden. Da der manuelle Scan einen großen Teil der Systemressourcen benötigt, ist der Rechner in dieser Zeit für andere Aufgaben kaum nutzbar.

Quick-Scan

Fast alle Antivirusprogramme haben auch eine Option zum schnellen Scannen des Computers. Damit begegnen sie dem Problem, dass ein gründlicher manueller Scan des gesamten Rechners sehr lange dauern kann und dass der PC während des Scans kaum benutzbar ist. Ein Quick-Scan dauert üblicherweise nur wenige Minuten, auf schnellen Rechnern manchmal auch nur Sekunden.

Um solche kurzen Scanzeiten erreichen zu können, wenden die Hersteller einige Tricks an. Üblicherweise überprüft ein Quick-Scan nicht den gesamten Datenträger, sondern nur besonders gefährdete Bereiche, zum Beispiel bestimmte Systemdateien und Dateien, die seit dem vorherigen Scan neu hinzugekommen sind. Der Quick-Scan ist also zur schnellen Sicherheitsprüfung geeignet, bietet aber weniger Sicherheit als ein vollständiger Scan des gesamten Systems.

Rettungsmodus

Viren und Rootkits, die sich im Bootsektor eingenistet haben, werden nicht entfernt, solange Windows läuft. In diesen Fällen muss der Computer von einem externen Datenträger gebootet werden. Gute Sicherheitslösungen ermöglichen die Erstellung eines solchen Rettungsdatenträgers. Das kann beispielsweise eine DVD sein, zeitgemäß ist ein USB-Stick. Der Rettungsdatenträger enthält alles, was nötig ist, um den Computer zu starten und ihn von Malware zu bereinigen.

Mit einem Rettungssystem auf USB-Stick kann der Computer im Notfall repariert und von Malware befreit werden.

Phishing-Schutz

Viele aktuelle Antivirus-Programme können sich in Form eines Add-ons mit den gängigen Internet-Browsern verbinden. Durch diese Verknüpfung überprüfen die Virenscanner die Ergebnisseiten bei Suchmaschinen wie Google und Bing sowie angezeigte Links auf ihre Sicherheit. Links mit Phishing- beziehungsweise Malware-Verdacht blockiert der digitale Sicherheitswächter sofort. Bei einigen Antivirenprogrammen erstreckt sich dieser Schutz auch auf soziale Netzwerke.

E-Mail-Schutz

Der E-Mail-Posteingang ist ein klassisches Einfallstor für Viren, Trojaner und Phishing-Versuche. Eine zuverlässige Antivirensoftware prüft eingehende E-Mails auf verdächtige Hyperlinks und Anhänge. Außerdem filtert sie als Spam-Schutz unerwünschte Mails heraus, sodass diese nie in die Inbox gelangen.

Umfassender Schutz mit Internet-Security-Suites

Noch besseren Schutz als Antivirenprogramme bieten Internet-Security-Suites. Das sind umfassende Softwarepakete, in denen die Anbieter von Sicherheitssoftware ihre Virenscanner mit weiteren Sicherheitsprogrammen kombinieren, um so ihren Kunden ein Rundum-sorglos-Paket anzubieten. Ganz klar sind die Abgrenzungen zwischen Antivirusprogramm und Internet-Security-Suite jedoch nicht. In letzter Zeit macht sich der Trend bemerkbar, dass Hersteller ihre Antivirenprogramme mit vielen Tools und Funktionen ausstatten, die früher Internet-Security-Suites vorbehalten waren.

Typischer Bestandteil einer Internet-Security-Suite ist die Firewall. Sie verhindert, dass Hacker über das Netzwerk auf das persönliche PC-System zugreifen. Das Sicherheitsmodul filtert den Datenverkehr zwischen PC und Internet. Vor allem in WLAN-Netzwerken bietet die Firewall eine unschätzbar wichtige Sicherheitshürde. Wer unterwegs mit dem Notebook auch öffentliche WLAN-Netze benutzen möchte, bleibt mit einer zuverlässigen Firewall für andere Surfer unsichtbar. Aus diesen Gründen gehört eine Firewall zwingend zu einem guten Virenscanner dazu.

Bankgeschäfte oder Einkäufe einfach online zu erledigen, hat sich im Laufe der letzten Jahre immer stärker durchgesetzt. Die Übertragung von sensiblen Daten wie Kontoverbindungen, Kreditkartendaten, Passwörtern, Adressen, Klarnamen und Geburtsdaten birgt jedoch ein hohes Risiko. Hacker können die Daten abfangen und mit gefälschter Identität auf Kosten gutgläubiger Internetnutzer ihre eigenen Geschäfte abwickeln, viele Internet-Security-Suites beinhalten einen abgesicherten Browser. In diesem sind die Daten vor Hacker-Zugriffen weitgehend sicher. Zudem prüft die Software die Sicherheit einer Webseite und warnt vor gefälschten Finanzwebsites.

Auch ein Kinderschutz gehört zu den typischen Bestandteilen einer Internet-Security-Suite. Dabei handelt es sich um ein Werkzeug, mit dem Eltern an Hand von Inhaltskategorien festlegen können, welche Art von Webseiten ihre Sprösslinge zu Gesicht bekommen.

Ein Bestandteil von Internet-Security-Suites, der die Gefahr von Hackerangriffen eindämmt, ist der Passwortmanager. Ohne einen solchen tendieren nämlich viele Anwender dazu, einfach merkbare Passwörter zu verwenden, oft auch das selbe für mehrere unterschiedliche Websites. Mit einem Passwortmanager müssen sich Anwender nur noch das Hauptpasswort für diesen merken – das dann allerdings wirklich sicher sein sollte.

Internet-Security-Suites sind also Antivirenprogramme, die gemeinsam mit weiterer Software im Paket verkauft werden. Folgende zusätzliche Programme können enthalten sein:

  • Firewall
  • Kinderschutz
  • Passwortmanager
  • Abgesicherter Browser
  • Verschlüsselungssoftware

5. Antivirus-Software für verschiedene Betriebssysteme

Unter Windows gehört ein zuverlässiges Virenschutz-Programm zur unbedingt notwendigen Standard-Ausstattung des PCs. Aktuelle Antivirus-Softwares sind in der Regel mit folgenden Windows-Versionen kompatibel:

  • Windows 7
  • Windows 8 und 8.1
  • Windows 10

Zum Teil werden sogar die veralteten Versionen Windows XP und Windows Vista von Antivirenprogrammen noch unterstützt. Da Microsoft den Support für diese Betriebssysteme eingestellt hat, sind Benutzer ohnehin gut damit beraten, auf eine aktuelle Version umzusteigen.

Wie sicher schützt der Windows Defender?

Seit Windows Vista hat Microsoft ein eigenes Antiviren-Tool, den Windows Defender, in sein Betriebssystem integriert. 2017 hat das unabhängige IT-Security-Testinstitut AV-Test diesen Virenscanner auf Windows 10 ausführlich auf dessen Sicherheitsleistungen geprüft. Das Programm lieferte ein besseres Ergebnis als in den Jahren zuvor ab. In der Kategorie „Schutzwirkung“ erreichte der Windows Defender sogar 5,5 von 6 Punkten.

Das Microsoft-Tool sorgt also für einen ganz ordentlichen Schutz und weist keine deutlichen Mängel auf. Beim Schutz vor Zero-Day-Malware-Angriffen und bei der Erkennung verbreiteter aktueller Malware liegt es aber etwas unter dem Industriedurchschnitt. Windows-Nutzer, die den PC wirklich zuverlässig gegen Malware sichern möchten, machen mit dem Erwerb eines Antivirenprogramm eines Herstellers, der auf Sicherheitssoftware spezialisiert ist, also jedenfalls alles richtig. Diese Programme haben üblicherweise eine höhere Erkennungsrate und sorgen mit nützlichen Zusatzfeatures für hohe Sicherheit.

Brauche ich eine Antivirensoftware für den Mac?

Apples Betriebssystem macOS ist wesentlich malware-resistenter als Windows. Zum einen arbeitet der Selbstschutz des Mac mit Gatekeeper, Sandbox und Xprotect sehr effizient. Zudem werden deutlich weniger Cyber-Angriffe auf macOS ausgeführt als auf Windows. Um die Sicherheit noch weiter zu erhöhen, bieten einige Hersteller von Sicherheitssoftwares auch Antivirenprogramme für den Mac an.

Lohnt sich ein Virenscanner für Linux?

Das Betriebssystem Linux gilt als sehr sicher. Es bietet kaum Angriffsfläche für Malware, da Programme und Skripte aus dem Netz auf dieser Plattform nicht automatisch starten können. Daher und aufgrund seiner geringen Verbreitung ist es für Autoren von Schadprogrammen relativ uninteressant. Ein Virenscanner oder eine Internet-Security-Suite lohnt sich auf Linux nur dann, wenn Windows-Systeme geprüft werden müssen.

Virenschutz für mobile Geräte

Smartphone und Tablet sind in den vergangenen Jahren zu beliebten Alltagsbegleitern geworden. Personen speichern immer mehr private Daten wie Adressen, Logins und Fotos auf den kleinen Computern. Mithilfe von Banking- oder Fin-Tech-Apps wickeln einige User sogar ihre Finanztransaktionen über das Smartphone ab. Da sich die meisten Verbraucher nur um Virusschutzprogramme für den PC kümmern, bilden die mobilen Endgeräte eine kaum beachtete Sicherheitslücke. Kein Wunder also, dass es Cyberkriminelle verstärkt auf Smartphone und Tablet abgesehen haben.

Die Hersteller von Antivirus-Programmen haben diese Entwicklung jedoch erkannt. Viele bieten inzwischen eine passende Antivirus-App an und Internet-Security-Suites enthalten üblicherweise auch Sicherheits-Apps für mobile Geräte. Diese Anwendungen ermöglichen es jedem, die Kommunikation zu verschlüsseln, wichtige Daten sicher abzuspeichern und Apps vor der Installation zu überprüfen. Die meistens im Hintergrund laufenden Virenscanner wirken sich kaum auf die Leistung der Smartphones und Tablets aus.

Welche Smartphones brauchen einen Virenschutz?

Das Google-Betriebssystem mit seinem offenen Quellcode macht Android-Smartphones besonders angreifbar. Außerdem hat Android mit etwa 70 bis 80 Prozent weltweit den größten Marktanteil. Es hat deutlich mehr Nutzer als iOS oder gar Windows Phone. Dadurch wird dieses mobile Betriebssystem für Cyberkriminelle noch interessanter.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Android-User ihre Apps nicht nur aus dem Google Play Store, sondern auch aus anderen Quellen beziehen können. Wer hier zu leichtsinnig ist, lädt sich womöglich Malware in Form von Apps auf sein Phone. Im Vergleich dazu ist iOS mit seiner geschlossenen Architektur und dem App Store von Apple etwas besser gegen Schadsoftware abgesichert. Ein Antivirus-Programm benötigen iPhone-Nutzer nicht unbedingt.

6.Welche Formen von Malware gibt es?

Der Begriff Malware (englisch für „Schadprogramme“) umfasst sämtliche Programme, die auf einem Rechner Schaden anrichten und meist unbemerkt auf dem System landen. Ein gutes Antivirenprogramm sollte eine zufrieden stellende Erkennungsrate für diese Schädlinge haben und in der Lage sein, diese zu eliminieren. Mit welchen Formen von Malware die Virenscanner aus unserem Vergleich fertig werden, zeigt die folgende Übersicht:

Antivirus Test - Viren Symbol

Viren

Computerviren, die sich in einem Computersystem „einnisten“, sind die bekanntesten Software-Schädlinge. Voraussetzung ist, dass der User die infizierte Datei öffnet oder den beschädigten Datenträger an ein PC-System anschließt. Experten unterscheiden Bootsektorenviren, Dateiviren, Makroviren und Scriptviren.
Antivirus Test - Computerwurm

Würmer

Im Gegensatz zu den Computerviren setzen Computerwürmer keine vorhergehende Handlung durch den User voraus. Sie greifen beispielsweise auf die Kontaktliste des E-Mail-Programmes zu und versenden selbstständig E-Mails. Spam-Mails und deren Anhänge, gesendete Hyperlinks oder infizierte Server sind daher große Gefahrenquellen für digitale Systeme.
Antivirus Test - Trojaner

Trojaner

Zu dieser Gruppe zählen all diejenigen Schadprogramme, die sich in scheinbar nützlichen Programmen verstecken. Üblicherweise werden Trojaner dazu eingesetzt, die digitalen Aktivitäten des Users auszuspionieren.
Antivirus Test - Ransomware

Ransomware

Diese Malware verschlüsselt bestimmte Dateien auf der Festplatte, meistens persönliche Daten und Dokumente. Vom User wird ein Lösegeld gefordert, ansonsten bleiben diese Dateien für ihn gesperrt. Im Falle eines Angriffes raten Experten betroffenen Usern, umgehend Anzeige zu erstatten und den Virenschutz-Hersteller zu informieren, denn wer die Geldforderung zahlt, spielt den Erpressern in die Hände – dass sie die Dateien nach erfolgter Zahlung entschlüsseln, ist nicht garantiert.
Antivirus Test - Phishing

Phishing

Beim Phishing erfolgt der Datendiebstahl über gefälschte Webseiten oder Spam-E-Mails. Cyberkriminelle versuchen dabei, an persönliche Daten wie Passwörter, Kontonummern oder TAN-Nummern zu gelangen. Gefälschte E-Mails, die im Namen von bekannten Einrichtungen wie Online-Banken oder Versanddienstleistern gesendet werden, bringen gutgläubige Personen dazu, auf einer gefälschten Webseite ihre Login-Daten einzugeben.
Antivirus Test - Rootkits

Rootkits

Die Aufgabe von Rootkits ist es, die Aktivitäten des eigentlichen Schadprogrammes auf dem Rechner zu verstecken. Rootkits können Daten aufzeichnen und stehlen, aber auch „Hintertüren“ (Backdoors) öffnen. Cyber-Kriminelle haben dann einfachen Zugriff auf das infizierte System. Oft hilft nur eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems, um das Schadprogramm gänzlich loszuwerden.

Der beste Schutz gegen die verschiedenen Arten von Malware ist eine Antivirus- oder eine Internet-Security-Software, die auf dem aktuellen Stand ist. Sie sorgt dafür, dass Sicherheitslücken geschlossen werden und scannt beständig sämtliche Aktivitäten im System.

7. Wie funktioniert ein Antivirenprogramm?

Die Gründe für ein Antivirenprogramm sollten hinlänglich bekannt sein. Aber wie funktionieren derartige Software überhaupt und welchen Schutz garantieren sie dem Nutzer tatsächlich?

Eine Antivirus-Software ist das Immunsystem eines Computers, das sämtliche Eindringlinge wie Viren, Würmer oder Trojanische Pferde frühzeitig erkennen und vernichten soll. In der Theorie ist diese Aufgabe somit denkbar einfach. Allerdings ist es angesichts der höchst anpassungsfähigen und infektiösen Programme keine Selbstverständlichkeit, dass dieser Schutz zu jedem Zeitpunkt zu einhundert Prozent effektiv besteht. Abhilfe schafft meist nur eine Kombination aus unterschiedlichen Erkennungsmethoden.

Die klassische Virenerkennung

Die signaturbasierte Erkennung (auch reaktive Erkennung genannt) bildet das Grundgerüst eines jeden Antivirenprogrammes. Hierbei untersucht die Security-Software den Quellcode eines beliebigen Programmes auf Schadcode und gleicht diesen mit Signaturdatenbanken ab. Diese Virensignaturen dienen dazu, den die Malware eindeutig zu identifizieren. Allerdings führen ausbleibende Aktualisierungsvorgänge von Datenbanken zwangsläufig zur Ineffektivität des Programmes. Leider ist es der Registrierung von Virensignaturen nicht möglich, mit der rapiden Zunahme neuer Schadprogramme Schritt zu halten, weshalb auf sogenannte reaktive Technologien zurückgegriffen werden muss.

Die proaktiven Methoden der Virenscanner

Da zahlreiche Computerwürmer zudem in der Lage sind, ihren Quellcode per Reproduktion zu verändern, können sie der reaktiven Abwehr durch das Sicherheitsnetz schlüpfen. Dank der proaktiven Technik sind Antivirenprogramme und Internet-Security-Suites imstande, selbst gegen unbekannte Infektionen das passende Gegenmittel zu finden. Vor allem folgende drei Instrumente der proaktiven Technologie haben sich im Kampf gegen neuartige Malware behauptet:

Heuristische Analyse

Heuristische Analyse

Mit Hilfe der Heuristik sind Virenscanner in der Lage, nach allgemeingültigen Merkmalen wie ungewöhnlichen Befehlen oder auffälligem Programmcode zu suchen, um neuartige Bedrohungen zügig zu identifizieren. Werden mehrere solcher Merkmale identifiziert, wird die Ausführung der Anwendung durch das Antivirenprogramm umgehend unterbunden. Prinzipiell gleicht die Heuristik der signaturbasierten Erkennung. Die Analyse von verdächtigen Merkmalen führt allerdings zu einer höheren Fehlerquote, erkennt dafür aber auch Schädlinge, für die bis jetzt noch keine eindeutige Signatur vorliegt.
Sandbox-Technologie

Sandbox-Technologie

Eine Sandbox simuliert einen Computer innerhalb eines Computers. In dieser abgeschotteten Umgebung testet die Virensoftware eine fragwürdige Anwendung. Dabei wird sie und auf ihr Verhalten hin analysiert. Da die Sandbox bei der Ausführung für eine Datei eine typische Verhaltensweise erwartet, schlägt das Antivirenprogramm bei einer minimalen Abweichung Alarm.
Verhaltensanalyse

Verhaltensanalyse

Analog zur Sandbox und Heuristik erkennt und blockiert die Verhaltensanalyse Malware anhand von typischen Verhaltensweisen. In Abgrenzung zur Sandbox-Technologie findet jene Analyse allerdings auf dem echten Computer in Echtzeit statt. Sollten nun auffällig viele verdächtige Aktionen oder Verstöße festgestellt werden, schreitet das Programm umgehend ein. Hierin liegt auch die Abgrenzung zur Sandbox und heuristischer Methodik. Während jene vor der Ausführung einer Anwendung aktiv sind, greift die Verhaltensanalyse erst nach dem Programmstart ein. Hiermit lässt sich somit eine Infektion nicht vermeiden, sondern nur eindämmen.

So testen wir

Auch 2018 ist die Auswahl an Antivirenprogrammen groß, aber nicht alle können dem User einen wirklich zuverlässigen Schutz anbieten. Für den Anwender entsteht ein hoher Aufwand, will er sich umfassend über alle Produkte auf dem Markt und deren Vor- und Nachteile informieren. Um Computernutzer bei der Suche nach der passenden Antivirus-Software zu unterstützen, haben wir die vielversprechendsten Anbieter getestet und miteinander verglichen. Ausgiebige Informationen über die Schutzwirkung der verschiedenen Antivirenprogramme erhalten Leser in den jeweiligen Produktberichten.

Auf die Qualität und die Effizienz einer Sicherheitssoftware haben diverse Aspekte maßgeblichen Einfluss. Ein gutes Schutzprogramm entdeckt und beseitigt schnellstmöglich auch neueste Bedrohungen, ohne dabei andere Computerfunktionen zu beeinträchtigen. Die Benutzeroberfläche sollte zudem übersichtlich und intuitiv gestaltet sein, damit das Navigieren in die verschiedenen Funktionsbereiche leichtfällt. Nicht zuletzt sollten Nutzer auf den angebotenen Support achten, der im Falle von Fragen und Problemen im Idealfall Hilfestellungen auf verschiedenen Wegen zur Verfügung stellt.

Um die Produkte fair und objektiv zu bewerten, haben wir jedes Antivirenprogramm anhand von folgenden vier Kriterien untersucht. Der Mittelwert der einzelnen Testergebnisse wird schließlich zu einer Gesamtnote verrechnet, auf deren Grundlage sich unsere Rangliste ergibt. Wir versuchen, nicht nur die spezifischen Vor- und Nachteile der Antivirenprogramme vorzustellen, sondern auch potentielle Kunden bei ihrer individuellen Kaufentscheidung zu unterstützen. Nutzer auf der Suche nach dem am besten zu ihnen passenden Antivirenprogramm sollten einen Blick in die ausführlichen Testberichte sowie auf das detaillierte Datenblatt werfen.

Unser Testsystem

Um Messunterschiede bei der Performance auszuschließen, haben wir jede Virensoftware auf dem gleichen System getestet. Unser System besitzt folgende Merkmale:

  • Windows 10 Pro 64 Bit
  • Intel-Core i5-6500T 2,5 GHz Quad-Core
  • 8 GB RAM
  • 256 GB SSD-Festplatte

Sicherheit

Der Hauptzweck eines Virenscanners besteht darin, für die Sicherheit des Systems zu sorgen. In der ersten Rubrik bewerten wir deshalb, wie effizient und umfangreich das Schutzschild eines Programmes ausfällt.

Wir nehmen zunächst das Scan-System unter die Lupe. Anhand der Testergebnisse bekannter Prüflabore wie AV-Test und AV-Comparatives dokumentieren wir in unseren Berichten die Zuverlässigkeit der verschiedenen Suchlauf-Tools. Wir sammeln Angaben dazu, wie die unabhängigen Institute die verschiedenen Virensoftwares evaluieren und welche Mankos ihre Tests aufführen.

Für ein Scan-System ist nicht nur dessen Effizienz, sondern auch dessen Geschwindigkeit von großer Bedeutung. Darum führen wir auf unserem Test-PC mehrmals eine vollständige Überprüfung des Computersystems durch und messen dabei die durchschnittliche Zeit, die die Antivirensoftware für den Suchlauf benötigt.

Unser Test geht ebenfalls der Frage nach, welche nützlichen Zusatzfeatures das Grundpaket aufwerten. Bei unserer Beurteilung berücksichtigen wir zuerst, ob die Antivirus-Software einen gelungenen Phishing-Scanner zur Analyse von gefälschten E-Mails und Webseiten besitzt. Besonders gut ausgestattete Virenschutz-Programme – wie etwa Testsieger Bitdefender Antivirus Plus, Avira Antivirus Pro oder Norton Security – bringen unter anderem eine Firewall und ein Online-Banking-Tool mit, welche die Sicherheit bei Online-Transaktionen erhöhen. Wie diese Tools in der Praxis funktionieren und welche Vorteile sie mitbringen, erfahren Interessenten hier.

Spezielle Tools für Computer-Experten sorgen in diesem Kriterium ebenfalls für Pluspunkte. Hierzu zäht unter anderem ein Daten-Shredder beziehungsweise Daten-Eraser, der für eine endgültige, nicht umkehrbare Löschung vertraulicher Daten unerlässlich ist.

Performance

Selbst ein perfekter Virenschutz wird schnell zum Ärgernis, wenn er die Rechnerleistung übermäßig strapaziert und kaum Kapazitäten für andere Aufgaben frei lässt. Mit der Leistung der Antivirensoftware und dessen Auswirkungen auf das System beschäftigt sich das zweite Kriterium „Performance“.

Hier prüfen wir zunächst, ob die Sicherheitssoftware spürbare Verzögerungen im System verursacht, etwa eine Verringerung der Startgeschwindigkeit. Bei der Bewertung berücksichtigen wir zudem die Belastung der Computerressourcen. So messen wir im Test, wie viel Prozent der CPU und wie viele Megabyte des Arbeitsspeichers bei einem System-Scan beansprucht werden. Sind die Programme mit einem Echtzeitscan ausgestattet, informieren die Testberichte auch über die Ressourcenbeanspruchung bei einer gewöhnlichen Websuche.

Ein weiteres Testkriterium bildet die Antivirensoftware-Aktivierung. Hierbei bewerten wir die Einfachheit des gesamten Installationsprozesses, vom Download bis hin zur Einrichtung des Benutzerkontos. Um reibungslos auf dem Computer zu funktionieren, verlangen besonders gut ausgestattete Sicherheitssoftwares mitunter leistungsfähige PCs. Die Rubrik bietet deshalb alle Informationen zu den technischen Voraussetzungen der jeweiligen Antivirensoftware.

Bedienung

Der Kampf gegen Viren und Trojaner ist bei Weitem nicht der einzige Gradmesser für eine gelungene Antivirus-Software. Wichtig ist auch, dass die Bedienung benutzerfreundlich ist. Die Feature-Hierarchie sollte einfach und logisch aufgebaut sein, damit auch weniger erfahrene User das Programm intuitiv bedienen können.

Im dritten Bewertungskriterium nehmen wir das Bedienfeld unter die Lupe und beurteilen dessen Design und Struktur. Besonders benutzerfreundliche Programme, beispielsweise Bitdefender oder Bullguard, ermöglichen über ihr übersichtliches Startmenü ein schnelles Navigieren in die verschiedenen Funktionsbereiche. Sind einzelne Funktionen nicht selbsterklärend, so ist es wünschenswert, dass sie mit einer kurzen Erläuterung versehen sind. Da natürlich auch Neueinsteiger das Programm nutzen möchten, sollte die Einarbeitungsphase möglichst kurz ausfallen. Zugleich ist es aber wichtig, dass erfahrene User ihren Schutzschild individuell an ihre Wünsche und Prioritäten anpassen können.

Unser Augenmerk richtet sich nicht zuletzt auch auf die Art und die Häufigkeit der Systembenachrichtigungen. Nervige Werbeeinblendungen oder sonstige Pop-up-Windows haben in einem kostenpflichtigen Antivirenprogramm nichts verloren und führen zu einer Abwertung. Ein „Nicht-Stören“-Modus, der Benachrichtigungen unterbindet, sorgt für ungestörte Arbeits- oder Spielsessions auf dem Rechner.

Hilfe und Support

Sowohl Computer-Neulinge als auch Profis stoßen bei der Verwendung von Antivirensoftwares mitunter auf Probleme, die sie nicht allein zu lösen vermögen, oder haben Fragen zu Features, deren Verwendung nicht recht klar werden will. Aus diesem Grund bieten die meisten Programme eine interne Schaltfläche mit einem Link zu einer Online-Anleitung oder einem FAQ-Bereich. In unserem Test bewerten wir nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der dort enthaltenen Informationen. Eine besonders große Menge verständlicher Artikel bietet unter anderem die Antivirensoftware Norton Security, weniger Begeisterungsstürme löst in unserem Test hingegen die Unterstützung aus, die das Team von Panda bietet.

In dieser Kategorie bewerten wir außerdem die direkten Kontaktwege zum Support. Für eine zügige und zielgerichtete Lösung stellen einige Anbieter ein Expertenteam bereit, das per Hotline und Live-Chat erreichbar ist. Hinzu kommt oft eine E-Mail-Adresse, über die Hilfssuchende Fragen zu ihrem Produkt stellen können. In unserem Test haben wir den Kundendienst der verschiedenen Softwarehersteller entweder per Telefon oder per E-Mail kontaktiert. Ob der Support auf unsere Anregungen mit einem hilfreichen Rat antwortete oder uns mit Standardantworten (oder gar Links zu den FAQ) abspeiste, erfahren Leser in den entsprechenden Testberichten.