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Tonabnehmer

Die besten Tonabnehmer im Vergleich

Steffen Stasick
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Denon DL-103 4,85 305,99 €
2 Denon DL-110 4,75 255,99 €
3 Shure M97xE 4,69 79,00 €
4 Ortofon Quintet 4,50 270,00 €
5 Denon DL-103R 4,45 393,37 €
6 Nagaoka MP 150 4,45 200,00 €
7 Ortofon CONCORDE 4,44 90,94 €
8 Audio Technica AT120E 4,35 129,00 €
9 Audio Technica 4,25 189,99 €
10 Grado Prestige 4,20 279,00 €

Allgemeine Informationen

Funktionen

Technische Details

Hilfe & Support

Sauberer Klang und perfektes Hörerlebnis

Tonabnehmer – das sind die kleinen Köpfe mit Lesenadeln auf den Tonarmen von Schallplattenspielern. Nun sind Schallplatten vor allem für jüngere Leute, die ihre Musik von Streaming-Diensten beziehen und unterwegs auf dem Smartphone hören, etwas, das sie höchstens als Relikte aus dem Wandschrank der Großeltern kennen. Doch vor allem Liebhaber der Tonkunst und professionelle Musiker schätzen die enorme Klangqualität guter Schallplattensysteme. Nicht umsonst werden viele große Neuerscheinungen mittlerweile wieder ganz selbstverständlich auf Vinyl gepresst und für den perfekten Musikgenuss sind hochwertige Tonabnehmer einfach unerlässlich. Unter den geprüften Modellen konnten im großen Netzsieger-Vergleich vor allem die Modelle Denon DL-103, Shure M79xE und das Ortofon MC Quintet Red überzeugen.

Tonabnehmer_Schallplatte
Aufgrund der guten Tonqualität werden auch heutzutage wieder viele Schallplatten produziert.

Wie funktionieren Tonabnehmer?

Das besondere an Tonabnehmern ist, dass sie komplett mechanisch funktionieren, denn hier liest noch kein Laser einen Datenträger aus, wie etwa bei einer CD. Mit seiner Lesenadel fährt der Tonabnehmer die Plattenrillen der Schallplatte entlang, wodurch er in leichte Schwingungen versetzt wird. Diese Schwingungen wiederum werden in elektrische Spannung umgewandelt, um dann im Lautsprecher letztlich als Audiosignal ausgegeben.

Welche Arten von Tonabnehmern gibt es?

Die vielen unterschiedlichen Funktionsweisen, Bauarten und Qualitätswerte von Tonabnehmern sind eine Wissenschaft für sich. Da sie mechanisch funktionieren, ist das Klangbild desto besser, je feiner die handwerkliche Fertigung und Anbringung vorgenommen wird. Kenner geben mehrere Tausend Euro für einen Tonabnehmer aus, ohne mit der Wimper zu zucken. Darüber hinaus gibt es jedoch unzählige Kombinationsmöglichkeiten und Feineinstellungen, unter denen jeder Hörer seine eigenen Vorlieben hat. Um jedoch eine kleine Einführung zu geben, werden im Folgenden die drei gängigsten Grundmodelle, welche auch im Tonabnehmer-Vergleich vorhanden sind, vorgestellt. Alle Modelle in unserem Vergleich haben einen Diamantkopf als Lesenadel, darüber hinaus gibt es aber auch – weniger haltbare – Modelle aus Rubin oder Saphir.

MM-Systeme

Sie sind die einfacheren, robusten Allrounder unter den Tonabnehmern. Hier werden durch die Nadel feine Magnete bewegt („Moving Magnet“), welche wiederum auf eine feste Spule einwirken und so ein Audiosignal erzeugen. Je nach Bauart können sie recht unkompliziert ausgetauscht werden, wenn sie mal beschädigt oder abgenutzt sind, außerdem ist das Aufrüsten mit höherwertigen Nadeln möglich.

Die Tonqualität von MM-Systemen ist allerdings stark abhängig von der Kapazität des Anschlusskabels, weshalb man mit etwas Fachwissen die Anschlussbedingungen überprüfen muss, um das Optimum aus seiner Hardware zu holen.

Tonabnehmer_Tonarm
Es gibt unterschiedliche Modelle von Tonabnehmern für individuelle Bedürfnisse.
MC-Systeme

„MC“ steht für „Moving Coil“, also „bewegte Spule“; dabei werden extrem feine Drahtspulen in einem festen Magnetfeld bewegt. Der Vorteil gegenüber den MM-Systemen ist, dass weniger Masse im Tonabnehmer bewegt werden muss – wo keine Magnete umherschwingen, da gibt es weniger Potenzial für Interferenzen und mehr Spielraum für fein ausbalancierte Klangspektren und verzerrungsfreies Auslesen. Zudem eignen sich MC-Systeme hervorragend für eigene Feinjustierungen und Basteleien, Tontüftler und Musikliebhaber finden hier also ihr Experimentierlabor. Nachteilig ist jedoch, dass die Spulenhärchen äußerst empfindlich sind. Allein durch die Vibration bei der Schallerzeugung treten Abnutzungserscheinungen auf, die letztlich sogar zum Ausfall des Geräts führen können. MM-Systeme sind also robuster, MC-Systeme hingegen feiner und empfindlicher.

MI-Systeme

„Moving Iron“-, also „bewegtes Eisen“-Systeme kennt man auch von elektrisch verstärkten Gitarren. Sowohl die Magnete als auch die Spulen stehen fest, allerdings wird bewegtes magnetisches Nickel oder Weicheisen verwendet, um vom Nadelträger die gewünschte Signalwirkung in die Spulen zu induzieren. Die festen Spulen sind vor Vibrationsschäden geschützt, und in Bezug auf die Kabelkapazität sind MI- sogar noch toleranter als MM-Systeme. Jedoch können elektromagnetische Interferenzen, etwa vom Antriebsmotor, zu brummenden Störgeräuschen führen.

So vergleichen wir

Wichtig: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. In dieser Kategorie war es uns aus Gründen der Verfüg- und Machbarkeit nicht möglich, vollumfänglich selbst zu testen, weshalb wir unsere Bewertung sowie das Ranking auf der Grundlage einer Analyse online recherchierter Informationen, Experteneinschätzungen, Berichten von Testinstitutionen, Online-Reviews und Kundenerfahrungen erstellten.

Wer mit dem Gedanken spielt, seinen Musikgenuss mit einem hochwertigen Plattenspielersystem zu veredeln, und dafür auf der Suche nach einem passenden Tonabnehmer ist, muss sich dessen bewusst sein, dass es das perfekte und universell zu empfehlende Modell nicht gibt. Zu unterschiedlich sind allein die jeweils präferierten Musikstile, und darunter noch einmal die bevorzugten Klangeinstellungen, als dass eine einzige Konfiguration das Optimum für alle Anwender darstellen könnte. Die Netzsieger-Favoriten vereinen jedoch die wichtigsten Aspekte und Bedingungen des Vergleichs und zeigen anhand der detaillierten Vergleichskategorien, warum sie die vorderen Ränge verdient haben.

Allgemeine Informationen

Allein das Gewicht und die Höhe eines Tonabnehmers sind entscheidende Stellgrößen auf der Suche nach dem richtigen Modell für den Plattenspieler beziehungsweise seinen Tonarm. Aber auch Hinweise zum Produktionsjahr, den verfügbaren Varianten oder schlicht den Farben helfen beim Finden des geeignetsten Modells.

Funktionen

Das allerwichtigste ist selbstverständlich die Abtastfähigkeit des Tonabnehmers. Doch welche zusätzlichen Funktionen besitzen die jeweiligen Modelle? Wie funktioniert beispielsweise das Befestigungssystem? Wie gut ist die empfindliche Nadel geschützt? Gibt es einen Statikentlader oder einen Stabilisator? All diese Vergleichspunkte zeigen die Modelle mit der besten Handhabbarkeit und Bedienung.

Technische Details

Hier werden die Tonabnehmer noch einmal auf Herz und Nieren geprüft. Über welchen Abnehmer-Typ verfügt das Modell, welcher Nadel-Typ wird verwendet, wie schwer liegt die Nadel auf der Platte auf? Diese Vergleichspunkte sind wichtig, wenn etwa einsteigerfreundliche Allrounder-Modelle gesucht werden oder aber solche, die vielfältige Feineinstellungen ermöglichen.

Hilfe und Support

Schneller Support bei ärgerlichen Problemen ist die Königsdisziplin für Hersteller und Händler. Darum wird untersucht, wie gut die Nachbetreuung nach Kaufabschluss ist. Erreicht man die dringend benötigten Fachleute zu alltagstauglichen Sprechzeiten? Spricht man dort Deutsch oder muss man Englisch können, um sich begreiflich zu machen? Gibt es eine FAQ-Seite, bei der die wichtigsten Antworten schnell und übersichtlich gefunden werden können?

Fazit der Redaktion

Jedes der Modelle durchläft nacheinander alle vier Bewertungskategorien und sammelt zwischen 0.00 und 5.00 Punkten. Der Denon DL-103 konnte dabei durch seinen Funktionsumfang und das ausgewogene Klangbild überzeugen, doch auch die anderen Modelle sind je nach Geschmack einen näheren Blick Wert.