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Sport Utility Vehicles

Die besten SUVs im Test und Vergleich

Thomas Güth

Bewertung Wichtig: So bewerten wir! Erfahren sie mehr.

Fahrzeugmerkmale

Motor

Grundausstattung

SUV - mehr als nur ein Auto

Das Wichtigste in Kürze:
  • SUV steht für Sport Utility Vehicle. Übersetzt bedeutet dies so viel wie Sport- und Nutzfahrzeug. Der Begriff bezeichnet Fahrzeuge, die Eigenschaften von Geländewagen und Limousine vereinen.
  • Die SUVs zeichnen sich durch eine erhöhte Sitzposition sowie ihre robuste Bauweise aus.
  • Auch wenn SUVs einen geländetauglichen Eindruck vermitteln, eignen sich nicht alle SUVs für den Offroad-Einsatz.
  • SUVs unterteilen sich in viele Kategorien wie Mini-SUVs, Kompakt-SUVs sowie Sport- oder Luxus-SUVs.

Liebe oder Hass, kaum etwas spaltet die Autogemeinde so sehr wie die Meinung zu den Sport Utility Vehicles – kurz SUVs. Während die eine Seite SUVs als protzige Kohlendioxidschleudern pauschal verdammt, schätzt die andere das geräumige Platzangebot der SUVs und die Fahrsicherheit. Letztlich erfreuen sich die auffälligen Hybriden aus Geländewagen und Limousine in Deutschland wachsender Begeisterung. Mit ihren breiten Kühlern und markanten Fronten prägen SUVs zunehmend das hiesige Straßenbild. Das belegen auch die Zahlen der Neuzulassung für Kraftfahrzeuge in Deutschland. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes betrug der Anteil der SUVs im Jahr 2016 12,7 Prozent aller Neuzulassungen. In absoluten Zahlen ausgedrückt sind das 425.803 Autos. Davon sind Geländewagen ausgenommen, von denen viele Modelle für Verbraucher ebenfalls als SUVs durchgehen.

Die steigende Beliebtheit von SUVs erklärt sich auch durch den Fahrspaß, den die luxuriösen Offroader vermitteln. Dank der erhöhten Sitzposition des Fahrers im SUV, der teils PS-starken Motoren, des sportlichen Fahrverhaltens und der bulligen Karosserie eignen sich SUVs bestens für den Einsatz in urbanen Gefilden und finden ihren Weg dank der großen Bodenfreiheit dennoch durch unwegsameres Gelände. Längst bieten die Hersteller auch SUV-Fahrzeuge für alle Käufer- und Interessensschichten an, sodass SUVs nicht mehr nur etwas für Gutbetuchte sind.

Unterschied zu Geländewagen

Im allgemeinen Sprachgebrauch verwischt die Grenze zwischen SUVs und Geländewagen. Viele SUVs sind mit Allradantrieb ausgestattet und in der Lage, mit ihren leistungsstarken Motoren erhebliche Steigungen zu meistern. Ebenfalls ist ein SUV geeignet, um große Lasten zu ziehen. Wo also verläuft die Trennlinie zwischen SUV und Geländewagen, wenn es denn eine gibt?

Um eine Unterscheidung zwischen Geländewagen und SUV zu treffen, lohnt sich ein Blick auf die Kategorisierung des Kraftfahrt-Bundesamtes. Dieses ordnet alle Fahrzeuge mit „Offroad-Charakter“, die nicht die Typgenehmigung M1G gemäß Richtlinie 2007/46/EG vorweisen, als SUV ein. Damit fallen aus der offiziellen Kategorisierung der deutschen Behörden viele Modelle heraus, die sowohl von der Fachpresse als auch von Verbrauchern zu den Sport Utility Vehicles gezählt werden. In unserem Vergleich der SUVs gehen wir daher nur auf Fahrzeuge ein, die offiziell in diese Kategorie einsortiert sind.

Voraussetzung für die Einordnung in M1G

Das Kraftfahrt-Bundesamt definiert einen Geländewagen anhand folgender Merkmale:

Das betreffende Fahrzeug muss:

  • eine Vorderachse und eine Hinterachse haben, die gleichzeitig oder getrennt angetrieben werden können,
  • mindestens über eine Differenzialsperre oder eine Einrichtung, die ähnliche Wirkung gewährleistet, verfügen,
  • als Einzelfahrzeug ohne Anhänger eine Steigung von 30 Prozent überwinden können (alternativ muss dies durch eine Berechnung nachweisbar sein).

Diese drei Merkmale sind zwingend erforderlich. Zudem müssen SUVs fünf der folgenden sechs Voraussetzungen erfüllen:

  • ein vorderer Überhangswinkel von mindestens 25 Grad,
  • ein hinterer Überhangswinkel von mindestens 20 Grad,
  • ein Rampenwinkel von mindestens 20 Grad,
  • eine vordere Bodenfreiheit von mindestens 180 Millimetern,
  • eine hintere Bodenfreiheit von mindestens 180 Millimetern,
  • die Bodenfreiheit zwischen den Achsen muss mindestens 200 Millimeter betragen.

2. Lohnt sich der Kauf eines SUVs für mich?

Für die Anschaffung eines SUVs gibt es viele gute Gründe. So ist der Einstieg bei SUVs, bedingt durch die höhere Radaufhängung, genau wie bei Geländewagen äußerst komfortabel. Deswegen eignen sich Sport Utility Vehicles für Menschen, die beim Einsteigen in Fahrzeuge üblicherweise Probleme haben – etwa für Senioren. Die überzeugendsten Argumente für SUVs sind einerseits das großzügige Raumangebot, das sowohl Platz für viele Mitfahrer als auch für eine Menge Gepäck bietet, und andererseits die erhöhte Unfallsicherheit, begünstigt durch die großen Knautschzonen der SUVs. Während letzteres für Fahrer und Insassen eines SUVs einen Vorteil bietet, verkehrt sich dieser für andere Unfallbeteiligte in einen Nachteil. So kommt eine Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) von 2011 zu dem Ergebnis, dass SUVs zwar nicht häufiger als andere Pkw in Unfälle mit Personenschaden verwickelt waren, die Kollisionen für den Unfallgegner jedoch häufiger schwerwiegendere Verletzungen zur Folge hatten.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Ein SUV ist ein echter Allrounder, der sich in vielen verschiedenen Alltagssituation als praktischer Helfer herausstellt. So eignet sich ein SUV für Familien, die regelmäßig auf ein großes Kofferraumvolumen angewiesen sind und das Platzangebot auf der Rückbank für ihre Kinder zu schätzen wissen. Zudem fungieren die bulligen PS-starken Fahrzeuge als perfekte Zugmaschinen für Anhänger und Wohnwagen, wodurch sich das Platzangebot bei Bedarf erweitert. Ferner meistern sie spielend den Wechsel unterschiedlichster Fahrbahnuntergründe und können – mit passendem Allradantrieb – auch im Gelände zum Einsatz kommen. Was einen SUV letztendlich auszeichnet und so beliebt macht, ist aber die perfekte Mischung aus Komfort im Innenraum und dem sicheren Gefühl im Schutze der massiven Karosserie.

  • Platzangebot
  • Erhöhte Sitzposition
  • Große Knautschzonen
  • PS-starke Motoren
  • Bequemer Zustieg
  • Kombination aus Sportlichkeit, Komfort und Offroad-Erlebnis
  • Kraftstoffverbrauch
  • CO2-Emmission

3. Welches SUV passt zu Ihnen?

Ein Fahrzeug sollte den Anforderungen des Alltags stets entsprechen. Da der sich jedoch ganz individuell unterschiedlich gestaltet, gilt es, bei der Auswahl auf die Merkmale des SUVs zu achten. Denn auch, wenn die speziellen SUVs wahre Rundum-Künstler sind, neigen SUVs in ihrer Alltagstauglichkeit in die eine oder andere Richtung. Ein Beispiel für den speziellen Anforderungsbedarf ist etwa die Anhängelast, die für all jene Verbraucher wichtig ist, die einen Anhänger oder Wohnwagen mit dem Fahrzeug ziehen möchten. Eine Übersicht über die jeweiligen Unterklassen – vom kleinen SUVs bis zu den Flaggschiffen der SUVs – und ihre Zielgruppen bietet der folgende Abschnitt. Zudem erläutern wir anschließend, welche Merkmale beim Kauf eines SUVs eine entscheidende Rolle spielen.

Unterschiede einzelner SUV-Klassen

Neben ihrer Leistung, ihrer Größe und dem Design ist der Unterschied zwischen den einzelnen SUV-Klassen vor allem anhand des Preises sichtbar. Während sich Mini-, Kompakt-, Mittel- und Oberklassefahrzeuge anhand ihrer Größe kategorisieren, sind Hybrid-SUVs sozusagen Misch-Mischlinge, die sich einer genauen Definition entziehen.

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Mini-SUV
Die kleinste Klasse der SUV-Fahrzeuge stellen die Mini-SUVs dar. In ihrem knautschigen Design ähneln die Autos dieser Klasse höhergelegten Kleinwagen. Sie eignen sich perfekt für Fahrten im urbanen Raum. Sowohl die Motorleistung als auch das Platzangebot fallen bei den vergleichsweise günstigen Wagen gegenüber ihren großen Geschwistern geringer aus. Sie sind eine Empfehlung für alle, die im Alltag ein verlässliches Transportmittel mit größerem Kofferraum benötigen und gleichzeitig auf das Prestige der Oberklasse verzichten können. Aufgrund ihrer Größe finden Fahrer mit den Miniversionen leichter eine Parklücke. Das bedeutet aber auch, dass Familien mit erhöhtem Platzbedarf auf andere Klassen ausweichen sollten, denn das Raumangebot für Personen auf der Rückbank gleicht bei diesen SUVs einem durchschnittlichen Kleinwagen.
Unsere Empfehlung in dieser Kategorie ist der Opel Mokka X.Zum Anbieter
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Kompakt-SUV
Kompaktwagen erfreuen sich bei den deutschen Autofahrern anhaltender Beliebtheit. Auffälligste Merkmale der Kompakt-Klassen sind das senkrecht abfallende Heck und ihr kastenähnliches Design. Das ist auch bei den SUVs nicht anders. Sie eignen sich perfekt für Familien, die das Auto neben den obligatorischen Einkäufen auch öfter zum Reisen benutzen. Mit umgeklappter Rückbank eignen sich Fahrzeuge dieser Klasse zudem bestens zum Transport von schweren und sperrigen Lasten wie Möbeln, Regalen oder Baumaterialien. Das macht sie zum vielseitigen Allzweckwerkzeug im Alltag, weshalb sie sich für Verbraucher empfehlen, die ihr Auto in vielen unterschiedlichen Situationen einsetzen.
Unsere Empfehlung in dieser Kategorie ist der BMW X1. Zum Anbieter
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Mittelklasse-SUV
Die Karosserie der Mittelklassewagen ist länger als die der Kompakt-SUVs. Natürlich bieten auch sie die Vorzüge des guten Überblicks, der massiven Knautschzonen und des bequemen Einstiegs. In der Regel ist bereits die Grundausstattung der Mittelklasse derjenigen der Minis und Kompakten überlegen. Das äußert sich für Verbraucher natürlich im Preis. Wie bei der Oberklasse rücken auch bei der Mittelklasse das Fahrerlebnis und das persönliche Prestige in den Vordergrund und sind daher für marken- und designbewusste Käufer empfehlenswert, die zudem mehr Motorleistung bevorzugen.
Unsere Empfehlung in dieser Kategorie ist der Mazda CX-5. Zum Anbieter
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Oberklasse-SUV
Modelle der Oberklasse sind wahre Schlachtschiffe der Straße. Mit ihren beeindruckenden Abmessungen drängen sie sich mühelos in den Mittelpunkt jedes Verkehrsbildes. In städtischen Gefilden haben die Straßenkreuzer daher oftmals Probleme bei der Suche nach einem passenden Parkplatz. Eine eigene Garage oder ein Stellplatz sind daher für jeden Fahrer eines solchen Oberklassemodells dringend Pflicht. Die SUVs in dieser Kategorie verfügen meist serienmäßig über Allradantrieb und leistungsstarke Motoren. Ebenfalls finden Verbraucher hier markante und exklusive Designs sowohl in der Form als auch im Inneren.
Unsere Empfehlung in dieser Kategorie ist der Cadillac SRX.
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Hybrid-SUV
Die Crossover- oder Hybrid-SUVs bewegen sich an einer verschwimmenden Grenze zwischen SUV, Kombi, Van und Limousine. In der Regel ist die Radaufhängung bei diesen Modellen nicht ganz so hoch, der Sitzplatz aber gegenüber normalen Limousinen trotzdem erhöht. Ihr bulliges Aussehen lässt ebenfalls eine Zuordnung zur jeweiligen Fahrzeugklasse zu. Je nach Typ eignen sich diese Crossover-Modelle für sehr unterschiedliche Käufertypen, was eine klare Kaufempfehlung schwierig macht.
Unsere Empfehlung in dieser Kategorie ist der Mercedes-Benz GLA. Zum Anbieter

4. Welche Merkmale sind wichtig?

Beim Kauf eines SUVs stehen Interessenten nicht nur gefühlt vor der Wahl einer ganzen Lagerhalle unterschiedlichster Ausstattungsoptionen, sondern müssen sich auch für einen Motortypen entscheiden. Auf welche Leistungsmerkmale des neuen SUVs besonders zu achten sind, klären wir in den folgenden Abschnitten.

Die Motorwahl – Benziner, Diesel und die Größe des Hubraums

Wichtigstes Leistungsmerkmal eines jeden SUVs ist sein Motor. Dieser entscheidet nicht nur über maximale Geschwindigkeit, Beschleunigung und Zugkraft, sondern auch über den Treibstoffverbrauch und letztlich den Anschaffungspreis.

Benzin- oder Dieselmotor
Hybrid- und Elektroantrieb
In unserem SUV-Test sind sie zwar nicht vertreten, sollen aber dennoch Erwähnung finden. Während Hybrid-Antriebe, die den klassischen Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb kombinieren, breit auf dem Automarkt vertreten sind, kommt das Geschäft mit reinen Elektrofahrzeugen erst langsam ins Rollen.

Üblicherweise bauen Autohersteller Ottomotoren heutzutage als Viertakt-Modelle in ihre Fahrzeuge ein. Bei ihnen bestehen die Arbeitsschritte im Motor aus Ansaugen, Verdichten, Arbeiten (des Kolbens) und Ausstoßen. Beim Benzinmotor – und hier besteht der wesentliche Unterschied zum Dieselmotor – wird der Treibstoff in die Verdichtungskammer eingespritzt. Bei Dieselmotoren entzündet sich das Gemisch aus Sauerstoff und Diesel selbst. Das wirkt sich positiv auf den Verbrauch aus. An der Tankstelle liegen die diversen Benzingemische zudem preislich über den Diesel-Kraftstoffen. Bei jedem Tankstopp zahlen SUVs mit einem Benzinmotor also vergleichsweise mehr.

Nachteile von Dieselmotoren

Dafür ist die Kfz-Steuer für Fahrzeuge mit Dieselmotor deutlich teurer als für Fahrzeuge mit einem Ottomotor. Ein weiterer Nachteil der Selbstzünder liegt in ihrem Schadstoffausstoß. Nicht nur der CO2-Ausstoß bei Motoren mit vergleichbarem Hubraum liegt über dem der Benziner, auch die Feinstaubbelastung stellt ein größeres ökologisches Problem dar. Moderne Feinstaubfilter mindern das Ausmaß dieser Belastung, schaffen es jedoch nicht gänzlich aus der Welt.

Fazit: Welche Anschaffung sich lohnt

Ob es ein SUV mit Benzinmotor oder Dieselmotor sein soll, hängt von der Frage ab, wieviel ein Fahrzeughalter im Jahr mit dem SUV unterwegs ist. Für längere Strecken lohnen sich aufgrund des geringeren Verbrauchs und der günstigeren Treibstoffpreise finanziell SUVs mit Dieselmotoren. Für Wenigfahrer hingegen sind SUVs mit Ottomotor empfehlenswert, da die Kfz-Steuer niedriger ausfällt.

Allen Interessenten, die sehen möchten, wie das Innere eines Verbrennungsmotors während des Betriebs aussieht und funktioniert, empfehlen wir einen Blick in folgendes Video von Warped Perception.

Der Hubraum

Neben der Frage nach der Art des Motors gilt es, die der Größe des Hubraums zu klären. Wer sich schon einmal gefragt hat, was die Zahlenangabe vor der Motorenbezeichnung bedeutet, findet darin die Antwort. Der Hubraum definiert das Volumen, das bei einem Motor durch den Hub aller Kolben insgesamt verdrängt wird. Bei Motoren mit mehreren Kolben werden die Volumen also addiert, was zu der Literangabe der Hersteller führt. Damit ist diese Literangabe des Hubraums ein Indikator sowohl für die Leistung als auch für den Verbrauch eines Fahrzeugs.

Berechnungsgrundlage für die Kfz-Steuer sind Fahrzeugklasse, Hubraum, der CO2-Ausstoß und das Datum der Erstzulassung. Das Bundesfinanzministerium bietet dazu einen Rechner im Internet an.

Getriebe – Schaltung, Automatik und Gangzahl

Neben der Wahl der Treibstoffart und der Motorgröße stehen Interessenten vor der Frage: SUV mit Handschaltung oder SUV mit Automatik? Während es vor einigen Jahren noch deutliche Pro- und Kontra-Argumente gab, bestehen bei der Leistung zwischen beiden Getriebearten kaum noch Unterschiede. Damit wird die Wahl zur Geschmacksfrage. SUVs mit automatischer Schaltung ist ausgesprochen komfortabel. Während der Fahrt können die Hände stets am Lenkrad bleiben und das klassische Abwürgen an der Ampel ist nicht möglich. Trotzdem bevorzugen es viele, den Gang selbst zu wechseln. Mit der manuellen Schaltung ist es möglich, den Motor des SUVs in höhere Drehzahlbereiche zu treiben um für mehr Fahrspaß zu sorgen.

Fahrzeuggröße

Bereits in der Klasse der Mini-SUVs sind die Ausmaße der Fahrzeuge erheblich. Die Länge der SUVs steigert sich mit zunehmendem Platzangebot des Innenraums. Wer zuvor einen Kleinwagen oder eine Limousine gefahren ist, wird sich vor allem beim Einparken und Manövrieren auf engsten Räumen an das viele Blech der SUVs gewöhnen müssen. Damit sich Fahrer rundum wohlfühlen, sollten sie deshalb auf die Maße des Wagens achtgeben.

Ausstattung

Die SUV-Hersteller bieten ihre Fahrzeugmodelle in verschiedenen Editionen an, die darüber bestimmen, mit welcher Ausstattung das SUV auskommt. Die Spanne reicht von Technik für Genügsame bis hin zu Funktionen, die den Insassen jeden Wunsch von den Lippen lesen. Bereits bei der Grundausstattung unterscheiden sich die SUVs der Autobauer stark voneinander, was sie ihren Neukunden als unterstes Limit ohne Aufpreis zugestehen. Wer auf bestimmte Funktionen wie Parkassistenten, automatische Seitenspiegel oder ein großes Control-Panel in der Mittelkonsole nicht verzichten möchte, sollte daher genau vergleichen, was die einzelnen Merkmale beim Neuwagen kosten.

Zusatzinformation für Geländetauglichkeit

Wer einen SUV kauft, weil er gelegentlich ins Gelände fahren möchte, sollte sich vor dem Kauf mit folgenden Begriffen vertraut machen und beim Vergleich auf diese Angaben achten:

Wattiefe

Muss das Fahrzeug auch durch tiefere Wasserstellen manövriert werden, ist diese Angabe essentiell. Sie beschreibt die maximale Gewässertiefe, die das Fahrzeug durchfahren kann. Der Name leitet sich vom „Waten“ ab, also der langsamen Fortbewegung im Wasser.

Steigfähigkeit

Da sich im Gelände, zuweilen aber auch auf normalen Straßen, steilere Steigungen und Gefälle abwechseln, ist es wichtig, die Steigfähigkeit seines Gefährts zu kennen. Sie gibt an, welche Steigung das Fahrzeug maximal erklimmen kann.

Bodenfreiheit

Genau wie bei Geländewagen ist die Radaufhängung von SUVs höher als bei „normalen“ Pkw. Das hat zur Folge, dass der Abstand zwischen Boden und Fahrzeugunterseite größer ausfällt. Im Gelände ist das wichtig, um nirgendwo steckenzubleiben oder sich aufzubocken. Wie hoch der Abstand zwischen Fahruntergrund und Fahrzeugunterboden ist, gibt die Bodenfreiheit an.

Achsverschränkung

Eine gute Achsenverschränkung findet sich bei den wenigsten SUVs und ist eher ein Merkmal für die Könige des Offroad-Einsatzes, die Geländewagen. Die Achsenverschränkung beschreibt das Maß für die Fähigkeit des Fahrzeugs, die Achsen gegeneinander zu verdrehen.

5. Alternativen zum SUV-Neuwagen

Neuwagen, egal welcher Klasse, sind eine kostspielige Investition. Um einen Kredit oder Leasingvertrag kommen daher die wenigsten Verbraucher herum. SUV-Gebrauchtwagen sind deswegen aus Verbrauchersicht oftmals verlockend, begeistern sie doch mit unschlagbar niedrigen Preisen. Die genutzten SUVs lohnen sich für Menschen, die kurzfristig einen Wagen benötigen und keine langfristige finanzielle Verpflichtung eingehen wollen. Klare Nachteile bei gebrauchten Wagen sind natürlich der bereits vorhandene Verschleiß, der sich in der preislichen Differenz zum Neuwagen bemisst.

Aufgrund der anhaltenden Beliebtheit der Fahrzeugklasse SUV, können Verbraucher davon ausgehen, dass sich ein SUV-Neuwagen nach einiger Zeit immer noch gut weiterverkaufen lässt. Wer also in einen Neuwagen investiert, wird den bestehenden Restwert nach Jahren wahrscheinlich noch ausgezahlt bekommen. Das gilt im Besonderen für die luxuriöseren Modelle der Mittel- und Oberklasse.

Lohnt sich das Leasing?

Leasing erscheint wie die perfekte Alternative für alle, die sich nicht langfristig an ein Auto binden möchten und den hohen Wertverlust eines alten Fahrzeugs fürchten. Zudem nennen Befürworter gerne der Steuervorteil, den Nutzer des Leihmodells haben. Dies trifft aber nur zu, wenn der Wagen gewerblich genutzt wird. Für viele Verbraucher ist das Steuerargument also unzureichend.

Zwingende Bindung

Mit einem Leasingvertrag binden sich Kunden zudem für eine feste Laufzeit von zwei, drei oder mehr Jahren. Ein Ausstieg ist in der Regel nicht möglich, sodass sie auf berufliche oder private Veränderungen in ihrem Leben – zumindest in Bezug auf ihr Fahrzeug – nicht flexibel reagieren können.

Geliehenes Verbrauchsgut

Das offensichtlichste Gegenargument beim Leasing sind die Besitzverhältnisse. Viele Fahrzeughalter stören sich bei diesem Konzept daran, dass sie wissen, dass ihnen das Auto vor der Haustür nicht gehört und sie nicht nach Gutdünken damit verfahren können. Veränderungen am Fahrzeug können sie nicht vornehmen, ein spontaner Verkauf ist nicht möglich und dennoch müssen sie den Wertverlust tragen und für die Wartung aufkommen. Größter Trugschluss ist, dass Leasing Geld spart. Das stimmt natürlich nicht, denn der Leasinggeber muss Gewinn erzielen. Das bedeutet, dass der Leasingnehmer alle Wertverluste, die der Neuwagen in den ersten Jahren des Fahrens erfährt, trägt. Weitere Informationen zur Autofinanzierung, Kredite und Leasing erfahren sie im Autokredite-Test.

6. Folgekosten von Kraftfahrzeugen

Jedem Fahrzeughalter ist bewusst, dass nicht nur die Anschaffung eines Wagens Geld kostet, sondern auch der Unterhalt Folgekosten verursacht. Während Sprit, Versicherung sowie routinemäßige Wartungen und gelegentliche Reparaturen im Bewusstsein der Autofahrer verankert sind, vergessen viele, dass auch der Wertverlust – vor allem von Neuwagen – zum Unterhalt gezählt werden muss. Und dieser ist nicht zu unterschätzen: In den ersten drei Jahren verliert ein Neuwagen – abhängig von den jährlich gefahrenen Kilometern – rund 50 Prozent seines Wertes.

Finanzierung erwägen

Die Listenpreise der SUV-Hersteller, die wir auch im Datenblatt zu unserem SUV-Test angeben, sollten Verbraucher wie unverbindliche Preisempfehlungen behandeln. Über den tatsächlichen Preis für ihr SUV entscheiden die Vertragshändler, bei der sie den SUV schließlich erwerben. In der Regel gibt es hier ordentliche Preisnachlässe, die auch vom individuellen Verhandlungsgeschick abhängen. Dabei gilt: Feilschen hilft, denn Neuwagenverkäufe sind für die Händler ein lukratives Geschäft. Bei einigen Herstellern erhalten Kunden beim Kauf eines Neuwagens eine Null-Prozent-Finanzierung. In solchen Fällen kann sich die Ratenzahlung für Kunden lohnen. Sie sollten dabei aber Bedenken, dass die Bank in der Regel eine Anzahlung verlangt und am Ende der Laufzeit die Restkosten komplett gezahlt werden müssen. Eine Finanzierung mit Zinssätzen lohnt sich in den meisten Fällen nicht. Dadurch erhöhen sich die ohnehin hohen monatlichen Haltungskosten noch einmal.

7. So vergleichen wir

In unseren SUV-Test haben wir die zehn meistzugelassenen SUV-Modelle in Deutschland aufgenommen und repräsentieren mit dieser Auswahl einen Querschnitt des Geschmacks einer breiten Käuferschicht. Somit sind im SUV-Test folgende Fahrzeuge vertreten:

  • Nissan Qashqai
  • BMW X1
  • Ford Kuga
  • Mercedes-Benz GLA
  • Mazda CX-5
  • Hyundai Tucson
  • Kia Sportage
  • Škoda Yeti
  • Opel Mokka
  • Renault Captur

Für die Bewertung der einzelnen Fahrzeuge vergleichen wir die SUVs anhand der Herstellerangaben im Detail und setzen neben dieser quantitativen Methode auf die subjektive Qualität jedes SUV-Modells. Das bedeutet, dass wir jedes Fahrzeug ausführlich angesehen haben, um Verarbeitung, Design und Fahrgefühl unmittelbar zu erfahren. Zur besseren Vergleichbarkeit stellen wir die SUVs in ihrer Grundausstattung mit dem kleinsten Benzinmotor nebeneinander.

Fahrzeugmerkmale

Die SUVs in unserem SUV-Test unterscheiden sich nicht nur in ihrer Motorleistung, sondern auch in ihrer Bauart und der damit einhergehenden Größe von Personen- und Kofferraum. Unser Datenblatt stellt für Interessierte eine übersichtliche Möglichkeit dar, anhand der eigenen Bedürfnisse hinsichtlich Platzangebot und Bauart die SUVs zu vergleichen.

Motor

Das Herzstück jedes SUVs ist der Motor. Im Bemühen um eine Vergleichsbasis für den Test konzentrieren wir uns jeweils auf den kleinsten Motor, den die Hersteller für das jeweilige SUV-Modell zur Verfügung stellen. Natürlich steht es Verbrauchern frei, das Fahrzeug nach ihren Wünschen zu konfigurieren. Dazu zählen naturgemäß auch die Art und die Kraft des Antriebs. Ob es am Ende ein Eins-Komma-zwei- oder ein Zwei-Liter-Motor sein soll, Zweirad- oder Vierrad-Antrieb, ein Diesel oder ein Benziner, Schaltung oder Automatik, muss jeder individuell für sich entscheiden.

Grundausstattung

Bei der serienmäßigen Ausstattung sollten Interessenten besonders genau hinschauen, denn hier können sie bares Geld sparen. Einige SUV-Hersteller bieten selbstverständlich erscheinende Ausstattungsmerkmale wie zum Beispiel elektrische Fensterheber vorne und hinten erst in luxuriöseren Varianten des Fahrzeugmodells zum Aufpreis an. Unserem detaillierten Datenblatt entnehmen Interessenten alle serienmäßigen Ausstattungen der einzelnen Modelle. Im SUV-Test bewerten wir die umfangreichste Ausstattung natürlich positiv.

badgeDas Fazit der Redaktion

Welcher der jeweils „beste“ SUV ist, hängt am Ende davon ab, was Verbraucher konkret im Alltag von ihrem Auto erwarten. So reicht vielen im normalen ländlichen und städtischen Straßenverkehr ein Mini- oder Kompakt-SUV, der unterwegs die nötige Übersicht und das sichere Fahrgefühl vermittelt und bei Gelegenheit Platz für Einkäufe, Umzüge und Urlaubsfahrten bietet. Wer diesen Komfort noch um einen spezialisierten und geländeversierten Nutzen erweitern möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Für mehr Glamour und Komfort im Inneren sowie in der Ausstattung sorgen die Modelle der Oberklasse. Unser SUV-Vergleich bietet daher einen allgemeinen Überblick über den Markt, der möglichst viele Interessengruppen repräsentiert.

Testsieger durch bestes Gesamtpaket

Im Gesamtergebnis überzeugt uns der Nissan Qashqai durch sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bereits in der Grundausstattung statten die Japaner den Kompakt-SUV mit vorzeigbaren Extras aus. Der Qashqai präsentiert sich als solides Alltags-SUV, das vor allem bei Familien nicht nur aufgrund seines Preises gut ankommen dürfte. Denn auch in der Raumaufteilung überzeugt uns der spritzige Asiate durch Komfort für die Insassen, und das nicht nur in der Fahrerkabine, sondern auch auf der großzügigen Rückbank.

Fahrzeug für Anspruchsvolle auf Platz zwei

Eleganter geht es auf unserem zweiten Platz zu. Im markanten BMW-Design präsentiert sich der BMW X1 als optisches Highlight unter den SUVs. Die Formvollendung setzen die Bajuwaren auch im Inneren gewohnt galant und durchdacht fort. Mit guten 30.000 Euro liegt der BMW X1 sDrive18i mit dem kleinsten Motor und der Ausstattung zwar deutlich über der asiatischen SUV-Konkurrenz, dafür genießen Insassen bereits damit einen PS-stärkeren Motor und einen wesentlich erhöhten Komfort, der die Ansprüche des kompakten Offroaders klar ausspricht. Regensensoren für die automatische Aktivierung der Scheibenwischer, Freisprecheinrichtung und automatisches Notrufsystem inklusive Teleservice – ohne dieses Equipment lässt BMW seine SUV-Kunden gar nicht erst auf die Straße. Damit ist der X1 zweifellos ein Auto für Fahrer mit gehobenen Ansprüchen.

Dritter Platz – solide Grundausstattung zum fairen Preis

Auf Platz drei schafft es mit dem Ford Kuga in der Trend-Version mit 1,5 Liter Ecoboost eine gute Alternative zum Nissan Qashqai. Der SUV bietet ein wenig mehr Platz im Inneren und eine etwas ansprechendere Verarbeitung. Für den im Gegensatz zum Qashqai höheren Grundpreis liefern die Amerikaner jedoch weniger Ausstattung. Der Kuga enthält in der günstigsten Variante zwar auch schon alle essentiellen Merkmale wie Start-Stop-Automatik, Klimaanlage und Radio, trotzdem zeigen sich die Japaner mit ihrem SUV hier großzügiger. Unterm Strich erhalten Kunden beim Ford Kuga dennoch einen leistungsstarken Kompakt-SUV, der ein angenehmes Fahrverhalten an den Tag legt.

Enttäuschender Mini-SUV

Der günstigste Wagen in unserem Test ist der Renault Captur. Der Mini-SUV ist in dieser Variante etwas für Puristen, die auf eine Klimaanlage und ein Musiksystem im Auto verzichten können. Beides gibt es erst gegen Aufpreis. Aber auch dann kann uns der kleine Franzose trotz seiner kurvigen Formen nicht überzeugen, weil er seine Kleinwagenherkunft gerade beim Blick aus dem Heck nicht verbergen kann. Hier ist die Sicht extrem eingeengt, was in stressigen Situationen einen Nachteil darstellt. Das wäre zu verkraften, weil auch andere SUVs in dieser Kategorie damit zu kämpfen haben. Im Fahrerraum glänzt der Captur zwar mit Minimalismus, der für Übersicht sorgt, allerdings hebt das arg gedrängte Armaturenbrett, das an alte Twingo-Zeiten erinnert, diesen aufgeräumten Eindruck zumindest für den Fahrer wieder auf.