LOADING

Smartwatches

Die besten Handyuhren im Vergleich

Technik & Betriebssystem

Design:

Funktionen:

Smartwatches sind mehr als nur Uhren

Das Wichtigste in Kürze
  • Nahezu alle Smartwatches benötigen ein gekoppeltes Smartphone, um den vollen Funktionsumfang abzurufen.
  • Beliebteste Funktionen sind das Abrufen von Nachrichten, die Navigation und Fitnessauswertungen.
  • Die verschiedenen Betriebssysteme einer Smartwatch sind nicht mit jedem Smartphone kompatibel.

1. Was ist eine Smartwatch?

Tragbare Minicomputer, sogenannte Wearables, liegen derzeit hoch im Trend. Darunter fallen Smartwatches, welche ihren Siegeszug erst seit Kurzem angetreten haben. Doch was genau ist eine Smartwatch? Bereits der Name gibt einen ersten Hinweis: Ihr Verhältnis zu einer klassischen Armbanduhr am Handgelenk ähnelt dem von Smartphone zu Handy. Der Nutzer erweitert den Funktionsumfang über die Installation von Apps nach seinem Belieben.

Eine Smartwatch bietet unzählige Funktionen, die weit über das Anzeigen der Uhrzeit und des Datums hinausgehen. Sie dienen als Ergänzung zum Smartphone. Sie greifen nicht direkt auf das Mobilfunknetz zu, sondern koppeln sich via Bluetooth mit einem Smartphone. Nahezu alle Applikationen des Smartphones stehen dem Käufer dadurch bequem am Handgelenk mit einer Smartwatch zur Verfügung.

Die Interaktion zwischen Nutzer und Smartwatch erfolgt größtenteils über ein Touch-Display oder über Sprachbefehle. Smartwatches benachrichtigen ihre Träger über SMS-Nachrichten und Anrufe ebenso wie über Tweets oder das aktuelle Wetter. Doch auch ohne Kopplung mit einem Smartphone sind sie wahre Alleskönner: Eine Smartwatch mit Pulsmesser und Schrittzähler wertet die Fitness des Trägers aus, sie spielt Musik ab oder dokumentiert mittels GPS Laufstrecken.

Der Siegeszug der Smartwatches

Die Smartwatch stellt derzeit eine der bedeutendsten Technologieinnovationen dar. Vor der Vorführung neuer Modellen heizen Gerüchte die Spannung an, teilweise entstehen richtige Hypes. Die Ursache dafür liegt in der Aktualität der Technologie: Smartwatches sind eine neue Erscheinung auf dem Markt und haben das Potential, diesen ebenso zu revolutionieren wie die Entwicklung des Smartphones.

Als Vorreiter für die Entwicklung von Smartwatches gilt die Firma Pebble, die ihre ersten Geräte durch Crowdfunding finanzierte. Die großen Anbieter – wie im Jahr 2012 Sony und Samsung – zogen nach. Mit Einführung der Apple Watch im Jahr 2014 zog das Phänomen dann dank Apples treuer Fangemeinde vollends auf die Überholspur. Mittlerweile bieten alle namhaften Hersteller Smartwatches an.

Pebble
Anfang Dezember 2016 hat die Firma Fitbit das Unternehmen Pebble übernommen. Pebble stellt den Verkauf seiner Smartwatches ein. Wie lange die bereits auf dem Markt befindlichen Geräte noch unterstützt werden, ist ungewiss. Aus diesem Grund werden die Smartwatches von Pebble in diesem Vergleich nur am Rande berücksichtigt.

Die Qual der Wahl

Aufgrund der großen Anzahl der auf dem Markt verfügbaren Smartwatches findet jeder Kunde eine für ihn passende Uhr. Der überwiegende Teil gilt als Allrounder und besitzt alle für den Alltag relevanten Anwendungen. Der Nutzer liest alle Nachrichten sofort mit einem Blick auf sein Handgelenk, ohne umständlich das Smartphone aus der Tasche zu kramen. Autofahrer nutzen die Smartwatch als Freisprechanlage, Fußgänger und Radfahrer hingegen als Navigationsgerät. Einen zweiten großen Anteil stellen auf Sport und Fitness ausgerichtete Smartwatches dar. Diese sind robuster gebaut und besitzen viele Offline-Funktionen wie Pulsmesser und GPS ohne einer Verbindung zum Smartphone. Als dritte Kategorie können die „Schönlinge“ gelten. Etwa Geschäftsleute schätzen die besonders eleganten Modelle – diese verfügen oft aber über weniger Applikationen. Eine günstige Smartwatch gibt es bereits für unter 100 Euro, nach oben besteht preislich keine Grenze. Für Interessenten ist ein umfassender Vergleich empfehlenswert, um die optimal zu Budget und Ansprüchen passende Smartwatch zu finden.

2. Der Unterschied zwischen Smartwatch und Handyuhr

LG Watch Urbane
Die LG Watch Urbane greift das Prinzip alter Handyuhren auf.

Die Idee, mit einer Uhr am Handgelenk zu telefonieren, ist nicht neu. Bereits in den Neunzigern erschienen Uhren mit dieser Funktion auf dem Markt, sogenannte Handyuhren. Diese hatten allerdings nur sehr bescheidenen Erfolg, der kommerzielle Durchbruch gelang erst den Smartwatches. Die Handyuhren gelten zwar als Vorgänger der heutigen Modelle, boten aber an Verwendungen bis auf das Telefonieren höchstens noch das Empfangen von Nachrichten und Mails. Anders als Smartwatches besitzen Handyuhren eine eigene SIM-Karte. Smartwatches hingegen dienen als Ergänzung eines Smartphones, der Nutzer kann mit ihnen nur telefonieren, wenn sie mit dem Smartphone über Bluetooth verbunden sind.

Neuer Trend der Branche: Autarke Smartwatches

Das Prinzip der Handyuhr erlebt derzeit ein Comeback, immer mehr Hersteller bringen Smartwatches auf dem Markt, die einen eigenen Zugang zum Mobilfunknetz haben. LG veröffentlichte die Watch Urbane 2nd Edition 3G, die einen Nano-SIM-Karten-Slot besitzt. Samsung geht mit der Gear S3 einen ähnlichen Weg, setzt dabei aber auf die neuere Technologie der E-SIM. Leider ist die Uhr mit dieser Ausstattung bisher noch dem asiatischen und nordamerikanischen Markt vorbehalten.

3. Worin unterscheiden sich Smartwatches?

Immer neue Smartwatches erscheinen auf dem Markt. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihren Funktionen teilweise erheblich – auch bezüglich der technischen Ausstattung, des Designs und der Widerstandsfähigkeit bestehen große Differenzen.

Das Display

Die gängigen Smartwatches besitzen OLED-Displays, welche die LC-Displays zunehmend ersetzen. Der Vorteil von OLED: Im Gegensatz zu LCD leuchten die Pixel von sich aus, das heißt, das Display benötigt keine Hintergrundbeleuchtung. Auf diese Weise liefert das Display unabhängig vom Blickwinkel eine scharfe Auflösung. Samsung ist bei dieser Technologie Marktführer, die Bezeichnung AMOLED findet sich meist bei Smartwatches des südkoreanischen Herstellers. De facto basiert AMOLED auf der gleichen Technologie wie OLED.

Die hochpreisigen Smartwatches setzen auf Saphirglas, welches synthetisch hergestellt wird. Das verbreitete Gorilla-Glas der Marke Corning weist eine nicht ganz so gute Resistenz gegen Kratzer auf. Die Größen der Displays variieren in einer Größenordnung von 1,2 bis 1,7 Zoll, also etwa zwischen 3 und 4,3 Zentimetern Diagonale.

Die Smartwatch als individuelles Accessoire

Die Suche nach der besten Smartwatch zu ihrem Smartphone mit dem gewünschten Design beschränkt sich nicht nur auf die Frage, ob der Träger ein rundes oder eckiges Display wünscht. Die Asus ZenWatch 3 beispielsweise erscheint auf den ersten Blick wie eine klassische Armbanduhr. Ebenso existieren Smartwatches mit modernem oder sportlichem Design. Der unkomplizierte Tausch der Armbänder erlaubt eine individuelle Gestaltung. Wer im Büro eine elegante Uhr bevorzugt, benutzt tagsüber ein Armband etwa aus Echtleder. Für das Joggen im Wald nach Feierabend, was natürlich ohne Smartphone bequemer ist, wechselt der Nutzer das Lederarmband dann mit einem Armband aus wetterbeständigen Fluor-Elastomer oder Silikon aus.

Armbaender
Aufgrund der austauschbaren Armbänder ist der Look von Smartwatches sehr wandelbar.

Im Handumdrehen verändert der Besitzer die Darstellung des Ziffernblatts, bei Smartwatches oft als „Watchface“ oder schlicht als „Homescreen“ bezeichnet. Der Nutzer wählt aus einer großen Vielfalt von Darstellungen seinen Favoriten aus – oder gestaltet die Bedienoberfläche gleich selbst.

Je nach geplantem Verwendungszweck empfiehlt es sich für Interessenten, die Größe und das Gewicht von Smartwatches vor dem Kauf zu vergleichen. Deren Gewicht bewegt sich überwiegend im Rahmen von 50 bis 100 Gramm. Auch wenn es sich scheinbar nur um geringe Differenzen handelt, machen sich diese insbesondere bei sportlichen Aktivität bemerkbar. Frauen mit schmalen Handgelenken sollten auf die Größe der Smartwatch achten. Unisex-Versionen wie die Casio Smartwach WSD F10 können mit einer Gehäusegröße von 56,4 x 61,7 Millimeter durchaus etwas klobig wirken.

Die Nutzung beim Wassersport

Alle Smartwatches besitzen einen ausreichenden Wasserschutz gegen Regen und Spritzwasser, schließlich befinden sie sich am Handgelenk in einer ungeschützten Lage. Wer sie jedoch ungefährdet beim Schwimmen oder gar beim Tauchen nutzen will, muss auf die Wasserdichtigkeit achten. Einen hilfreichen Smartwatch-Test für die Wasserdichtigkeit stellt die IP-Zertifizierung (International Protection) dar. Diese gibt an, in welchem Maße die Uhr gegen Fremdstoffe geschützt ist. Die erste Zahl beschreibt die Resistenz gegen Staub und Sand. Bei allen verglichenen Smartwatches ist es der Wert „6“: vollständig geschützt. Die zweite Zahl gibt die Wasserdichtigkeit an: Bei einem Wert von „7“ sollte die Uhr nur zeitweise untergetaucht werden, für Wassersport empfiehlt sich eine Smartwatch mit IP68-Zertifizierung. Diese übersteht dann auch längeres Abtauchen – Meerwasser bleibt jedoch tabu. Ein weiterer Messwert stellt die Einheit atm dar, welche den Druck der Wassersäule angibt. Eine Smartwatch mit 10 atm widersteht einer Wassersäule von 100 Metern (10 bar). Als Taucheruhr eignen sich Modelle mit 20 atm, diese sind jedoch selten.

Schwimmen
Smartwatches für Sportler erkennen den ausgeübten Schwimmstil, zählen die geschwommen Bahnen und vieles mehr – nicht alle Uhren halten so einem Einsatz stand!

Akkulaufzeit & Leistung einer Smartwatch

Die wohl größte Schwäche von Smartwatches, die auch viele Smartphones haben, besteht in der kurzen Akkulaufzeit, die als Zugeständnis an die kompakte Größe angesehen werden muss. Die vielen Applikationen und hochauflösenden Displays verlangen den kleinen Akkus einiges ab. Sie müssen de facto täglich aufgeladen werden. Da größtenteils das Display an der Akkukapazität zehrt, empfehlen wir Smartwatches mit eingebauten Helligkeitssensor. Dieser passt automatisch die Helligkeit an, was Energie spart. Ebenso empfiehlt es sich, die Standardeinstellungen zum Abrufen von Nachrichten individuell zu konfigurieren. Diese können sich je nach Nutzung nämlich schnell summieren.

Die meisten Smartwatches besitzen einen Flash-Speicher von vier Gigabyte. Der Speicher bestimmt, wieviel Musik und weitere Dateien der Käufer direkt auf der Smartwatch speichern kann. Diese Werte zeigen den frei verfügbaren Speicherplatz aber nicht exakt an, da auch das Betriebssystem einen Teil des Speichers besetzt – das Betriebssystem Tizen der Samsung Gear S3 etwa belegt bereits 2 Gigabyte. Bei der Höhe des Arbeitsspeichers liegen die Samsung Gear S3 sowie die LG Watch Urbane mit jeweils 768 Megabyte vorne, alle übrigen Smartwatches besitzen 512 Megabyte. Diese reichen für ein flüssiges Arbeiten jedoch völlig aus.

Tipps zur Verlängerung der Smartwatch-Akkulaufzeit

  • Helligkeit des Displays verringern
  • Durchgehend im Hintergrund laufende Funktionen ausschalten
  • Automatisches Abrufen von Nachrichten
  • Bei Android: "Always- On"- Funktion ausschalten

4. Die besten Funktionen im Überblick

Smartwatches agieren als zweites Display und als Fernbedienung für das Smartphone. Über das Smartphone erhalten sie Zugang zum Mobilfunknetz – Voraussetzung für den Abruf vieler Funktionen. Smartwatches mit integriertem WLAN-Adapter reicht der Zugang zu einem WLAN-Netzwerk aus. Wer jedoch Smartwatches vorwirft, ohne Verbindung zu Smartphone oder WLAN nichts weiter als normale Uhren zu sein, liegt falsch.

Funktionen ohne Smartphone

Selbstverständlich besitzen alle Smartwatches die klassischen Anwendungen einer Uhr auch offline, das heißt ohne Smartphone: Sie zeigen die Uhrzeit an und verfügen über Stoppuhr und Wecker. Smartwatches erinnern den Träger an bevorstehende Termine. Darüber hinaus gibt es viele weitere Möglichkeiten für den Offline-Einsatz. Manche Smartwatches sind mit einer Kamera ausgestattet; die Schnappschüsse synchronisieren die Uhren später mit dem Smartphone. Viele Smartwatches kann der Träger als Musikplayer nutzen. Den Großteil der vom Smartphone unabhängigen Funktionen nehmen Fitness-Applikationen ein. So erkennen Smartwatches die ausgeübte Sportart, zählen die Schritte, messen den Puls und berechnen den Kalorienverbrauch. Früher abgespeichertes Kartenmaterial lässt sich abrufen, mit GPS ausgestattete Modelle navigieren den Sportler zu seinem Ziel und speichern die gelaufenen Strecken.

Smartwatch vs. Fitness-Tracker

Anders als Smartwatches sind Fitness-Tracker reine Ausgabegeräte. Viele Tracker zeigen ebenfalls Nachrichten und weitere Informationen des gekoppelten Smartphones an. Sie besitzen aber keine Möglichkeit, von sich aus mit dem Smartphone zu agieren – beispielsweise zur Bedienung vom Musikplayer des Smartphones.

Smartwatches bieten eine Vielzahl an Offline-Funktionen, wobei deren Umfang jedoch stark vom jeweiligen Modell abhängt.

Steuerung des Smartphones

Ihr wahres Können offenbaren Smartwatches erst, wenn sie mit einem Smartphone gekoppelt sind. Über die Uhr nimmt der Nutzer Telefonate an und beantwortet eingehende Nachrichten mittels Spracheingabe oder Textbausteinen. Durch die Verbindung zum Internet hält die Smartwatch den Träger auf dem Laufenden: Whatsapp-Nachrichten, Tweets, Facebook-Benachrichtigungen. Über die Smartwatch skippt der Träger auf das nächste Lied seiner Playlist, zeigt am Flughafen seinen Boarding-Pass, bezahlt mittels NFC oder sucht nach einem Restaurant in der Nähe ohne das Smartphone aus der Tasche zu nehmen. Die Anwendungen hängen von den installierten Apps ab. Sportler interessieren sich beispielsweise für die App Runtastic, welche das eigene Training auswertet. Andere nutzen die Smartwatch, um beim Spielen von Pokémon Go Pokémon in der Nähe zu finden. Der Käufer lädt die gewünschte App unkompliziert auf sein Smartphone herunter, die Smartwatch synchronisiert diese dann selbstständig. Folgende Grafik gibt einen Überblick über wichtige Online-Funktionen:

Bei bestehendem Internetzugang steuert der Nutzer nahezu alle Applikationen des Smartphones komfortabel am Handgelenk.

Betriebssysteme: Anroid Wear, iOS & Co.

Für Smartwatches existieren verschiedene Betriebssysteme. Die häufigsten Systeme sind watchOS von Apple sowie Android Wear, welches Google unter Lizenz an viele Hersteller von Smartwatches vertreibt. Neuere Modelle von Samsung besitzen Tizen, das Betriebssystem WebOS des Hersteller LG befindet sich noch in der Entwicklung. Zwangsweise stellt sich die Frage: Welche Smartwatch ist mit welchem Smartphone kompatibel? Das erste Betriebssystem von Pebble war sowohl mit Android- als auch mit iOS-Smartphones kompatibel. Durch die weiteren Betriebssysteme ist es komplizierter geworden: Die Apple Watch unterstützt etwa nur iPhones. Lange Zeit war auch Android Wear nur mit Smartphones mit Android kombinierbar. Mittlerweile unterstützt das Betriebssystem zwar offiziell iPhones mit iOS ab Version 8.2 – eine Garantie für die Kompatibilität aller Anwendungen besteht aber nicht. Interessenten wird daher dringendst empfohlen, auf der Suche nach der besten Smartwatch die Kompatibilität zu prüfen. Insbesondere Besitzer von zwei Smartphones – beispielsweise für die private und berufliche Nutzung – werden sonst schon kurz nach dem Kauf enttäuscht.

5. Wie und wo verwende ich die Smartwatch?

Smartwatches sollen das Leben der Verbraucher bereichern, vereinfachen und bequemer machen. Wie sie diesem universellen Anspruch gerecht zu werden versuchen, erläutern wir in den folgenden Abschnitten.

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten einer Smartwatch

Eine wichtige Nachricht während eines Meetings am Smartphone lesen? Kein Problem, die Uhr hält den Nutzer stets auf dem Laufenden, ein dezenter Blick auf das Handgelenk mit der Smartwatch reicht aus. Und das, ohne dabei unhöflich zu wirken oder den Meeting-Raum zu verlassen.

Navigation
Beliebte Funktion: Die Nutzung der Smartwatch als Navigationshilfe.

Autofahrer hingegen freuen sich über die integrierte Freisprechanlage. Die Smartwatch ermöglicht außerdem durch die Spracheingabe das Beantworten von Nachrichten, ohne dabei die Hände vom Lenkrad zu nehmen um das Smartphone zu benutzen. Als eine der beliebtesten Applikationen hat sich die Navigation etabliert. Ohne ein Smartphone durchgehend in der Hand halten zu müssen, signalisiert die Smartwatch durch kurze Vibration und einen Pfeil eine Richtungsänderung an Straßenkreuzungen.

Für Sportler entwickelte Modelle besitzen besonders viele Offline-Funktionen wie Pulsmesser und Kalorienverbrauchs-Rechner. Wenn die Smartwatch über GPS verfügt, können Jogger ihr Smartphone getrost zu Hause lassen. Die Smartwatch speichert den Streckenverlauf, auch die Navigation ist dank GPS offline möglich. Dies ermöglicht die Auswertung der eigenen Fortschritte.

Dass Technikverliebte zu den teilweise nahezu futuristisch wirkenden Smartwatches nicht Nein sagen können, ist verständlich. Unabhängig von den Anwendungen muss eine Smartwatch jedoch wie eine klassische Uhr auch als Accessoire angesehen werden, da sie durchaus auch modische Aspekte bietet.

Die Uhr erspart den Griff zum Smartphone. Je öfter eine Person also das Smartphone nutzt, umso mehr lohnt sich die Anschaffung einer Smartwatch.

6. Nützliches Zubehör für Smartwatches

Zubehoer
Für Smartwatches gibt es reichlich Zubehör.

Neben Armbändern, die den Look einer Smartwatch komplett verändern, gibt es eine Vielzahl nützlichen Zubehörs. Schutzfolien bewahren vor ärgerlichen Kratzern auf dem Display, Schutzhüllen schützen das Gehäuse vor Fallschäden. Da Smartwatches stolze Preise haben, empfiehlt sich daher die Anschaffung. Ein Headset gestaltet das Telefonieren mit der Watch komfortabler, Bluetooth-Kopfhörer ermöglichen die Nutzung der Watch als Musikplayer.

Viel des angebotenen Zubehörs besitzt nur einen dekorativen Charakter. Neben den Standard-Induktions-Ladegeräten existieren viele optisch ansprechendere Ständer mit Ladefunktion, um die Smartwatch auch beim Aufladen ins rechte Licht zu rücken.

7. Fördern Krankenkassen den Kauf von Smartwatches?

Die vielen Fitnessfunktionen machen Smartwatches natürlich auch für Krankenversicherungen interessant. Sie ermuntern den Träger zu sportlicherem Verhalten und spornen ihn an: Ein Jogger versucht, seine eigenen sportlichen Leistungen, welche die Smartwatch stets dokumentiert, zu toppen. Wenn der Schrittzähler Bewegungsmangel erkennt, animiert ihn die Uhr zu einem Spaziergang.

Und tatsächlich – manche Krankenkassen bezuschussen die Anschaffung einer Smartwatch. Dies geschieht hauptsächlich im Rahmen von Gesundheitsprogrammen, welche auch sonstige Präventionsmaßnahmen fördern. So bezuschussen etwa die DKV sowie die AOK Nordost den Kauf einer Smartwatch mit 50 Euro. Weitere Krankenversicherungen übernehmen die Kosten von Fitness-Apps. Diese Entwicklung bietet aber auch Anlass zur Kritik, schließlich handelt es sich bei den Aktionen letztlich um Werbung. Auch rechtlich ist der Umgang mit den erhobenen Daten schwierig.

Versicherungen für Smartwatches

Die meisten Hersteller gewähren mindestens ein Jahr Garantie auf ihre Smartwatches. Bei sehr teuren Geräten lohnt sich eine Zusatzversicherung, die weitere Schadensfälle abdeckt – schließlich ist eine Smartwatch ein Alltagsgegenstand und dementsprechend Gefahren ausgesetzt. Am besten die eigene Erfahrung zu Rate ziehen: Wer bereits Armbanduhren durch Fallschäden verloren hat, sollte zugreifen!

8. Häufig gestellte Fragen zu Smartwatches

Ist eine Smartwatch nur mit Smartphone nutzbar?

Viele Anwendungen einer Smartwatch stehen offline zur Verfügung. Smartwatches mit eigenem Mobilfunkzugang besitzen ohne Smartphone ihren gesamten Funktionsumfang. WLAN-fähige Geräte können bei bestehender WLAN-Verbindung ebenfalls alle Applikationen abrufen. Die gemeinsame Benutzung mit einem Smartphone bietet sich dennoch an.

Wie weit dürfen Smartwatches von einem gekoppelten Smartphone entfernt sein?

Die maximal mögliche Entfernung zwischen Smartwatch und Smartphone variiert bei den einzelnen Modellen. Im Schnitt beträgt sie circa 10 Meter, bevor die Verbindung mit der Smartwatch abbricht.

Mit welchem Betriebssystem ist meine Smartwatch kompatibel?

Aufgrund der Vielzahl von Betriebssystemen muss vor einem Kauf immer speziell die Kompatibilität der Smartwatch mit dem Smartphone geprüft werden – oft preisen Hersteller die Unterstützung fremder Systeme an, in der Realität lassen sich dann aber nicht alle Funktionen nutzen.

Wie installiere ich Apps auf meiner Smartwatch?

Die Apps laden Nutzer auf das gekoppelte Smartphone herunter. Unterstützen die Apps Smartwatches, dann synchronisieren sie sich selbstständig mit dem kleinen Allrounder am Handgelenk.

Welche Möglichkeiten der Bedienung existieren für Smartwatches?

Je nach Hersteller und Modell existieren verschiedene Möglichkeiten zur Bedienung einer Smartwatch. Die Bedienung der meisten Modelle erfolgt über ein Touch-Display, über Spracheingabe und über Knöpfe. Manche Modelle besitzen zusätzlich noch eine Lünette oder Krone.

Kann ich mit einer Smartwatch telefonieren?

Ja. Dafür wird in den meisten Fällen eine Bluetooth-Verbindung zu einem Smartphone benötigt. Smartwatches mit eigenem Mobilfunkzugang sowie mit einem WLAN-Netzwerk verbundene Geräte erlauben Telefonate auch ohne Smartphone.

9. So vergleichen wir

Damit Verbraucher bei der großen Anzahl von verfügbaren Modellen nicht den Überblick verlieren, haben wir die besten und beliebtesten Smartwatches auf dem Markt anhand folgender Bewertungskriterien verglichen:

Technik & Betriebssystem

Besitzt die Smartwatch technische Merkmale, die sie besonders machen. Welches Betriebssystem hat die Uhr, mit welchem Smartphone ist sie kompatibel? Diese und ähnliche Fragen beantworten wir zuerst, da bereits die eingeschränkte Kompatibilität der Betriebssysteme untereinander zwangsläufig einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung einer Smartwatch nimmt.

Design

Als nächstes betrachten wir das Design der Smartwatches. Klar, Design ist Geschmackssache. Dennoch ist es für den modebewussten Verbraucher relevant, ob die gewünschte Smartwatch durch viele verfügbare Armbänder individualisierbar ist – oder ob die Uhr sogar zu groß für das Handgelenk des Besitzers ist.

Funktionen

Unabhängig davon, dass die installierten Apps einen Großteil der Anwendungen einer Smartwatch ausmachen, gibt das Modell viele Funktionen wie etwa Pulsmesser, GPS oder WLAN-Unterstützung vor. Unter dem letzten Bewertungspunkt betrachten wir deshalb die Ausstattung der Smartwatches.

badgeFazit der Reaktion

Alle drei Bewertungspunkte fließen zu gleichen Teilen in unsere Bewertung mit ein. Insgesamt kann jede Smartwatch eine Punktzahl zwischen 0.00 und 5.00 Punkten erreichen. In unserem Vergleich liegt aufgrund der vielen Applikationen wie GPS, Höhen- und Pulsmesser die Samsung Gear S3 Classic vorne. Die Apple Watch Series 2 belegt fast ebenbürtig den zweiten Platz, stellt aber für Besitzer eines iPhones aufgrund der besseren Kompatibilität die erste Wahl dar. Wer die Smartwatch ohne Kopplung mit einem Smartphone nutzen will, sollte sich die LG Watch Urbane 2nd Edition 3G mit eigenem SIM-Karten-Slot genauer anschauen. Sie ist zwar nicht für Wassersport geeignet, bietet aber mit GPS und dem eigenen Zugang zum Mobilfunknetz viele Einsatzmöglichkeiten für Sportler, die ihr Smartphone zuhause lassen wollen. Nutzern, die ihre Smartwatch nicht für sportliche Aktivitäten brauchen, empfehlen wir die Asus Zenwatch 3, welche zu einem niedrigen Preis alle alltagsrelevanten Anwendungen bietet und zudem durch eine elegante Optik überzeugt.