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Mundspülungen

Die besten Mundspülungen im Vergleich

Inhalt

Wirksamkeit

Preis-Leistung

Effektiv vor Karies und Plaque schützen

Das Wichtigste in Kürze
  • Mundspüllösungen können die herkömmliche Zahnpflege nur ergänzen.
  • Für die beste Kariesprophylaxe sollten Fluoride enthalten sein.
  • Die beste antibakterielle Wirkung besitzt der Wirkstoff Chlorhexidin, der sich wegen seiner Nebenwirkungen aber nicht für die dauerhafte Anwendung eignet.

Die Gesundheit unserer Zähne ist kaum zu überschätzen. Leiden sie an Krankheiten oder gehen sie gar verloren, bereiten sie uns nicht nur schlimmste Schmerzen. Schlechte Mundhygiene und die daraus resultierenden Probleme führen Langzeituntersuchungen zufolge außerdem zu einem erhöhten Risiko, Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu erleiden. Auch viele andere Krankheiten wie Rheuma oder Diabetes stehen mit dem Zustand der Zähne mutmaßlich im Zusammenhang.

Gute Mundhygiene besteht aus mehreren Teilen

Das Ergebnis des Vergleichs zusammengefasst
meridol eignet sich hervorragend zur Ergänzung der täglichen Zahnpflege, da es Bakterien gut bekämpft und der Kariesprophylaxe dient. Aber auch die Produkte von LISTERINE schlossen für diesen Verwendungszweck im Vergleich gut ab.

 

Bei den Präparaten mit Chlorhexidin, die eine besonders starke antiseptische Wirkung besitzen, tat sich LACALUT (günstig, Chlorhexidin und Fluorid) mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis hervor. Eine längere Anwendungsdauer in diesem Bereich ist jedoch eher mit CURASEPT ADS (geringere Nebenwirkungen, sehr teuer, fluoridhaltig) oder parodontax (günstig, weniger Chlorhexidin, fluoridhaltig) möglich.

Die Zahnpflege nimmt in unserem Tagesablauf deshalb zu Recht ihren festen Platz ein. An erster Stelle steht selbstverständlich die unersetzliche mechanische Reinigung mit der Bürste (am besten elektrisch) und Zahnpasta. Die enthaltenen Putzkörper sowie chemischen Wirkstoffe verhindern Karies, Plaque und Zahnfleischentzündungen. Für Zahnbelag an schwer erreichbaren Stellen gibt es für den täglichen Einsatz Interdentalbürsten und Zahnseide. Den dritten Schritt, um auch die letzten Ecken zu erreichen und ein frisches Mundgefühl zu schaffen, bilden schließlich die Mundspüllösungen.

Was bewirken Mundspüllösungen?

Lange Zeit stand ihr Nutzen in Frage und sie galten höchstens als geeignet, Mundgeruch kurzzeitig einzudämmen. Mittlerweile ist jedoch deutlich geworden, dass Mundspüllösungen für ihren Zweck, die herkömmliche Zahnpflege zu ergänzen, durchaus berechtigt sind - gute Mittel bewirken Folgendes:

  • bekämpfen mundgeruch- und krankheitsauslösende Bakterien
  • hellen vergilbte Zähne auf
  • entfernen Zahnstein und verhindern seine Neubildung

Netzsieger hat sich die beliebtesten und besten Mundspüllösungen auf dem Markt angesehen. Wir verraten, für welchen Verwendungszweck sie sich jeweils eignen und worauf Verbraucher beim Kauf achten sollten.

1. So vergleichen wir: Detaillierte Ergebnisse des Vergleichs

laecheln
Für ein dauerhaft schönes Lächeln ist die richtige Zahnpflege wichtig.

Zehn verschiedene Mundspüllösungen hat Netzsieger getestet und miteinander verglichen. Die genauen Informationen fassen wir in den einzelnen Testberichten zusammen. Welche Kriterien wir für die Bewertung heranziehen und welche Produkte am besten abschneiden, erfahren Interessenten im Folgenden.

1.1. Inhalt

In diesem Punkt versammeln wir die Informationen zur Zusammensetzung der einzelnen Präparate. Füllmengen und der Bedarf pro Anwendung fließen zwar nicht in die Bewertung mit ein, nachweislich bedenkliche Inhaltsstoffe und eine ungenügende Deklaration führen aber zu einer Abwertung.

Das ergab der Netzsieger-Vergleich im Bereich Inhalt
meridol Netzsieger
Obwohl kein Chlorhexidin enthalten ist, wirkt meridol effektiv gegen Bakterien.

In zu hohen Dosierungen sind die Inhaltsstoffe der Mundspülungen alle schädlich, der kurze Kontakt mit der Mundschleimhaut sollte in den meisten Fällen jedoch unbedenklich sein. Chlorhexidin ist zwar das beste Mittel gegen Bakterien. Da es sich aber wegen einiger Nebenwirkungen (Zahnverfärbungen, Abnahme des Geschmackssinns) nicht für den regelmäßigen Einsatz eignet, führt es zur leichten Abwertung der entsprechenden Produkte. Ebenso verhält es sich mit den Mundspüllösungen von LISTERINE, die mit dem ätherischen Öl Methylsalicylat einen Bestandteil aufweisen, der kontrovers diskutiert wird. Alkohol ist nur in zwei Varianten von LISTERINE und in sehr kleinem Umfang in CB 12 enthalten.

Vergleichsweise mild und deshalb auf dem ersten Platz landet deshalb die Mundspüllösung von meridol, deren Wirkung ausschließlich durch verschiedene Fluoride zustande kommt. Es folgen das alkoholfreie LISTERINE ZERO und parodontax. Die Chlorhexidin-Konzentration in Letzterem liegt nur bei 0,06 Prozent. Obwohl CURASEPT ADS geringere Nebenwirkungen wegen des Chlorhexidins aufweist, liegt die Fluorid-Konzentration auf dem maximal empfehlenswerten (deshalb etwas hohen) Wert.

1.2. Wirksamkeit

Viele Funktionen und die gute Effektivität einer Mundspüllösung sorgen in diesem Kriterium für eine hohe Platzierung. Die Bereiche, in denen die Produkte sich beweisen müssen, leiten sich aus den bekannten Zahn- und Zahnfleischproblemen ab:

  • Karies
  • Gingivitis
  • Plaque
  • Parodontitis
  • Zahnstein
  • Mundgeruch
Das ergab der Netzsieger-Vergleich im Bereich Wirksamkeit
LISTERINE
Unter den getesteten Produkten enthält nur LISTERINE TOTAL CARE den Wirkstoff Zinkchlorid, der wirksam gegen Zahnstein ist.

Ein Allheilmittel können Verbraucher von Mundspüllösungen nicht erwarten. Diese erreichen zwar jeden Winkel des Munds, gleichzeitig darf die Konzentration der Wirkstoffe nicht zu hoch sein, da sich sonst Nebenwirkungen einstellen würden.

Die beste allgemeine Funktionsweise lässt sich CURASEPT ADS attestieren, das nicht nur einen sehr hohen Fluoridgehalt aufweist, sondern auch Chlorhexidin in recht hoher Dosierung enthält. Es schließen sich knapp dahinter LACALUT und parodontax an, die mit etwa dem halben Fluoridgehalt einen vollkommen ausreichenden Wert vorweisen können und ebenfalls Bakterien mit Chlorhexidin bekämpfen.

Sehr gut schneidet in der Karies- und Gingivitisvorbeugung außerdem meridol ab. Als einziges Mittel im Vergleich kann LISTERINE TOTAL CARE auch bei Zahnstein helfen, allerdings ist der Fluoridgehalt hier etwas niedrig.

1.3. Preis-Leistung

Wenn die Mundspüllösung nur einer zeitlich begrenzten Anwendung bei einem bestimmten Problem dient, ist der Preis meistens weniger wichtig. Anders verhält es sich bei regelmäßigem Gebrauch, um das Zähneputzen zu ergänzen. Bei einem täglichen Verbrauch von 20 bis 40 Millilitern pro Person hält eine Flasche insbesondere in einem Mehrpersonen-Haushalt nicht lange.

Je nach Bezugsquelle verlangen Händler unterschiedliche Preise, deshalb zieht Netzsieger für die Berechnung der Kosten die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beziehungsweise den Apothekenverkaufspreis als Grundlage heran.

Das ergab der Netzsieger-Vergleich im Bereich Preis-Leistung
Becher
Gemessen am Preis-Leistungs-Verhältnis und der Konzentration der Inhaltsstoffe ist parodontax, obwohl es Chlorhexidin enthält, auch etwas längere Zeit anwendbar.

Zwischen den verschiedenen Mundspüllösungen gibt es sehr große Unterschiede in den Kosten pro Anwendung. Sie ergeben sich nicht nur aus dem Preis für eine Flasche und deren Füllmenge, sondern auch aus der empfohlenen Menge für eine Anwendung. Um die bestmögliche Ergiebigkeit des Mittels zu erhalten, muss der Anwender bei der Dosierung deshalb sparsam und genau abmessen. Eine größere Menge führt nicht unbedingt zu größerer Effektivität.

Bei sparsamer Verwendung bietet LACALUT das beste Verhältnis zwischen Wirksamkeit und Preis. LISTERINE Advanced White und GUM Paroex sind zwar etwas günstiger, bieten aber nicht die gleiche Effektivität. Ebenfalls noch gut sind meridol und parodontax.

1.4. Fazit des Netzsieger-Vergleichs der Mundspüllösungen

Die getesteten Mundspüllösungen haben ihre Stärken in unterschiedlichen Bereichen. Je nachdem, ob akute Zahnfleischentzündungen zu bekämpfen sind oder die Anwendung allgemein der Mundhygiene dient, lautet die Empfehlung deshalb anders:

1.4.1. Bei regelmäßiger Anwendung eignen sich diese Produkte
Zahnputzzeug
An erster Stelle stehen immer Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnzwischenreiniger. Mundspüllösungen sind für die zusätzliche Pflege gedacht.

Nicht jeder muss unbedingt Mundspüllösungen verwenden. Wichtiger ist die richtige Reinigung mit Zahnbürste und -pasta zwei Mal am Tag. Ebenso häufig sollten Verbraucher die Zahnzwischenräume mit Interdentalbürsten oder Zahnseide säubern. Bei guter Zahnpflege dient das Spülen in erster Linie einem angenehmen und frischen Mundgefühl, also kosmetischen Zwecken. Der medizinische Nutzen der Spülung ist gering, dafür verwenden Verbraucher sie täglich. Es empfehlen sich Mundspüllösungen aus der Drogerie, die sowohl antibakteriell wirken als auch effektiv bei der Kariesprophylaxe sind. Es sollten deshalb Fluoride enthalten sein. Nicht unbedingt notwendig ist Chlorhexidin, das einige Nachteile mit sich bringt und deshalb nur für kurze Zeit zur Anwendung kommen sollte. Je nach persönlichem Anspruch eignet sich eine andere Spülung:

Den grundlegenden Rundumschutz bei sanftem Geschmack erhalten Verbraucher mit meridol. Eine gute Wirkung gibt es auch bei LISTERINE ZERO, das im Gegensatz zu anderen LISTERINE-Produkten alkoholfrei ist. Sehr scharfen Geschmack, geringeren Kariesschutz, aber dafür einen Wirkstoff zur Zahnsteinentfernung erhalten Verbraucher mit LISTERINE TOTAL CARE. Der Günstigste in diesem Bunde mit leichtem Aufhellungseffekt der Zähne heißt LISTERINE Advanced White.

Im Gegensatz zu Mundspüllösungen haben Mundwässer wie Odol hingegen keinerlei medizinische Bedeutung. Da sie lediglich Aromastoffe beinhalten, die den Mund erfrischen und Gerüche leicht überlagern, sind sie gegen Zahn- und Mundprobleme wirkungslos.

1.4.2. Welche Mundspülungen eignen sich für kurze, medizinische Anwendungen?

Neben der täglichen Zahnpflege und Prophylaxe gibt es für Mundspüllösungen noch weitere wichtige Einsatzbereiche:

  • Wenn der Anwender zur herkömmlichen Zahnpflege nicht in der Lage ist, etwa bei Krankheit oder Alter.
  • Bei festen Zahnspangen.
  • Bei Zahnfleischentzündungen.
  • Nach Operationen, um Wunden zu desinfizieren und die Heilung zu fördern.
zahnspange
Besonders dann, wenn Zähneputzen nicht ohne weiteres möglich ist, sind Mundspüllösungen sinnvoll.

In diesen Fällen bieten sich Chlorhexidin-haltige Mundspüllösungen an, die stark antiseptisch wirken und Plaque sehr effektiv entfernen.

Das beste Mittel gegen Bakterien und Entzündungen ist Chlorhexamed, dessen Wirkstoff hochkonzentriert vorliegt. Geringere Nebenwirkungen durch das enthaltene Chlorhexidin bietet jedoch nur CURASEPT ADS. LACALUT ist sehr preiswert und enthält darüber hinaus auch Fluoride. Der Chlorhexidin-Gehalt von parodontax ist etwas niedriger, deshalb ist es mit einem guten Fluorid-Gehalt und noch gutem Preis auch für eine mittellange Anwendungsdauer geeignet.

2. Gegen diese Probleme werden Mundspüllösungen angewendet

Die meisten Menschen leiden mehrmals in ihrem Leben an Zahnkrankheiten, die Schmerzen verursachen und weitere Krankheiten nach sich ziehen können. Die Zahnmedizin entwickelt sich ständig weiter und ermöglicht in vielen Fällen die Reparatur oder zumindest einen Ersatz für verlorene Zähne. Damit es gar nicht so weit kommt, ist eine gute Zahnpflege notwendig, die sich durch Mundspüllösungen ergänzen lässt. Die wichtigsten Bereiche, in denen sie eingesetzt werden, sind:

2.1. Karies
kaputt
Die Ursache der meisten Zahn- und Zahnfleischprobleme sind Bakterien.

Verantwortlich für die Volkskrankheit Karies, an der ein großer Teil der Weltbevölkerung leidet, sind bestimmte Bakterien (Streptococcus mutans), die sich im menschlichen Speichel befinden. Ohne effektive Gegenmaßnahmen nisten sie sich im Biofilm (Plaque) auf dem Zahnschmelz ein, wo sie sich vermehren. Die Bakterien produzieren aus dem in unserer Nahrung enthaltenen Zucker Säuren. Diese setzen den pH-Wert herab und haben eine Demineralisierung der Zahnsubstanz zur Folge – es bilden sich Löcher. Durch ein Fortschreiten der Karies vergrößern sich die Schäden, bis sie schließlich den Zahnnerv erreichen und der Betroffene das Problem schmerzhaft wahrnimmt.

2.2. Plaque

In der Mundflora kommt es zwangsläufig zu Ablagerungen aus dem Speichel und den Schleimhäuten. In seiner Anfangsphase ist dieser Niederschlag noch abspülbar. Es lagern sich aber schnell Bakterien ein, die eine immer solidere Schicht bilden – es entsteht Plaque.

2.3. Zahnstein

Im menschlichen Speichel sind Calcium- und Phosphatverbindungen enthalten. Diese sollen es dem Zahnschmelz eigentlich ermöglichen, sich in begrenztem Umfang zu remineralisieren, also kleinere Schäden zu reparieren. Liegt jedoch Belag auf den Zähnen, lagern sich die Stoffe in ihm ab. Sie kristallisieren zu einer stetig anwachsenden Schicht, die nur aufwendig zu entfernen ist.

2.4. Gingivitis
kuss
Meistens ist unzureichende Mundhygiene für Mundgeruch verantwortlich. Auch Mundspüllösungen können nur begrenzt helfen, verschaffen aber kurzzeitig einen frischen Atem.

Die häufigste Ursache von Gingivitis, der äußeren Zahnfleischentzündung, ist eine Immunreaktion des Körpers gegen bakteriellen Zahnbelag. Entzündungserscheinungen wie eine Rötung des Zahnfleischs an den Zahnrändern ist die Folge. Gingivitis betrifft nur das äußere Zahnfleisch, nicht aber den tieferliegenden Zahnhalteapparat.

2.5. Parodontitis

Eine weitere Form der Zahnfleischentzündung ist die Parodontitis, die auch den Zahnhalteapparat betrifft. Plaquebakterien befallen das Zahnfleisch und den Kieferknochen, die in der Folge häufig irreparabel an Substanz verlieren. Zähne lockern sich und können ausfallen.

2.6. Halitosis

Halitosis ist die fachsprachliche Bezeichnung für Mundgeruch. Es handelt sich um ein Gemisch vieler verschiedener flüchtiger Stoffe, die durch die bakterielle Zersetzung von Nahrungsresten, Speichel und Schleimhautbestandteilen entstehen.

3. Diese Inhaltsstoffe machen Mundspüllösungen wirksam

Mundspüllösungen müssen ohne weitere mechanische Putzwirkung auskommen. Es ist deshalb wichtig, dass sie ihren Effekt allein durch den Kontakt der Flüssigkeit mit Zähnen und Zahnfleisch entfalten. Am wichtigsten sind fünf Funktionen:

  • Bekämpfung von Bakterien, die Zahnfleischentzündungen, Karies und Mundgeruch hervorrufen.
  • Remineralisierung des Zahnschmelzes, Verhindern der Demineralisierung, Kariesprophylaxe.
  • Entfernung von Zahnstein beziehungsweise dessen verminderte Neubildung.
  • Desensibilisierung von empfindlichen Zähnen.
  • Verhindern und Abmildern von Zahnverfärbungen.

Die Stoffe, die die Hersteller für diese Zwecke einsetzen, sind in der Regel dieselben und unterscheiden sich nur in der Konzentration:

3.1. Fluoride

Fluoride sind aus der Zahnpflege nicht mehr wegzudenken. Seit 60 Jahren betreiben manche Länder sogar eine Fluoridierung des Trinkwassers und bestimmter Nahrungsmittel, insbesondere von Speisesalz.

Zahnbuerste
In Zahnpasta und einigen Lebensmitteln ist Fluorid enthalten.

Fluorid verringert die Säureproduktion von Bakterien, die für eine Demineralisierung und damit den Abbau des Zahnschmelzes verantwortlich ist. Es lagert sich zudem auf den Zahnoberflächen ab, sodass die positive Wirkung länger anhält. Die mit der Zeit abgegebenen Fluorid-Ionen sorgen für die verbesserte Wiedereinlagerung von Calcium und Phosphat in den Zahnschmelz, der sich dadurch teilweise regeneriert.

Beabsichtigt der Anwender mit seiner Mundspüllösung eine Kariesprophylaxe, sollte Fluorid in ausreichender Konzentration von mindestens 200 Milligramm pro Kilogramm (0,02 Prozent) in der Mundspüllösung enthalten sein.
Fluorid ist jedoch kein vollkommen unbedenklicher Wirkstoff. In zu hoher Konzentration kommt es zu einem gegenteiligen Effekt: Es schwächt die Zähne und macht die Knochen morsch. Da bereits in der Nahrung und in Zahnpasta meistens Fluorid enthalten ist, sollte auf Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung die Konzentration in Mundspüllösungen 500 Milligramm pro Kilogramm (0,05 Prozent) nicht übersteigen. Die meisten Präparate im Netzsieger-Vergleich weisen ungefähr halb so viel Fluorid auf, was für die gute Funktion ein ausreichend hoher Wert ist.

3.2. Chlorhexidindigluconat

Hinsichtlich der Wirkung gegen Bakterien gibt es derzeit kein besseres Mittel als Chlorhexidin. Es gilt in hoher Konzentration in der Zahnmedizin als sogenannter Goldstandard, an dem die Wirksamkeit aller Produkte gemessen wird.
Chlorhexidin dringt in die Bakterien ein und zersetzt sie. Aufgrund sehr guter Hafteigenschaften bleibt es außerdem lange im Mundraum, wodurch die Wirkung länger anhält. Da Bakterien für die meisten Zahn- und Mundkrankheiten verantwortlich sind, hilft Chlorhexidin bei Plaque, Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch.

Leider ist Chlorhexidin nicht ohne Nachteile, die bei regelmäßiger Verwendung auftreten können: Die Abfallprodukte der getöteten Bakterien verbinden sich mit Bestandteilen des Speichels und setzen sich als bräunliche Verfärbungen an der Oberfläche der Zähne ab. Sie lassen sich durch gründliches Zähneputzen wieder entfernen, in manchen Fällen kann aber auch eine professionelle Zahnreinigung notwendig sein. Ein zweiter Nachteil ist der Einfluss des Chlorhexidins auf das Geschmacksempfinden, das eventuell abnimmt oder sich verändert.

zaznarzt
Manche Ablagerungen kann nur der Zahnarzt bei einer professionellen Reinigung des Gebisses entfernen.

Bestandteile in Zahnpasten verhindern die uneingeschränkte Funktion von Chlorhexidin. Verbraucher sollten aus diesem Grund mit der Anwendung etwa eine Stunde nach dem Zähneputzen warten, bevor sie ihre Chlorhexidin-haltige Mundspüllösung einsetzen.

Unter den getesteten Produkten enthält nur CURASEPT ADS mit Ascorbinsäure und Sulfiten zwei Stoffe, die den Nebenwirkungen entgegenwirken. Sie binden die Abfallprodukte der Bakterienzersetzung, bevor sich diese auf den Zähnen absetzen. Auf die antibakterielle Wirkung des Chlorhexidins haben sie keinen nennenswerten Einfluss. Allerdings ist die Plaquebekämpfung etwas vermindert.

3.3. Cetylpyridiniumchlorid

Auch Cetylpyridiniumchlorid ist in Mundspüllösungen wegen seiner antiseptischen Wirkung enthalten. Bereits Speichel ist allerdings in der Lage, den Wirkstoff auszuwaschen. Es ist schwächer als Chlorhexidin und besitzt keine Langzeitwirkung. Nebenwirkungen können als Magenbeschwerden und Übelkeit auftreten.

3.4. Zinkchlorid

schwanger
Einige Mundspüllösungen enthalten Alkohol, was vor allem für Schwangere und Kinder nicht empfehlenswert ist.

Nur wenn Zinkchlorid in einer Mundspüllösung vorhanden ist, wirkt diese auch gegen Zahnstein. Der Wirkstoff hemmt die Einlagerung von Calciumphosphat im Zahnbelag und verdrängt bereits eingelagertes. Zahnstein, der sich dennoch bildet, ist unter dem Einfluss des Zinkchlorids vergleichsweise weich. Da er somit schlechter an der Zahnoberfläche haftet, entfernt ihn bereits gründliches Zähneputzen. Im Netzsieger-Vergleich kann ausschließlich LISTERINE TOTAL CARE Zinkchlorid vorweisen.

3.5. Ätherische Öle

Einige Produkte enthalten für die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung die ätherischen Öle Eukalyptol, Methylsalicylat, Thymol und Menthol.
Seit einiger Zeit wird das Methylsalicylat kontrovers diskutiert. Bei äußerer Anwendung kam es zu Überdosierungen, sein Gebrauch im Mundraum wird teils kritisch hinterfragt.

3.6. Alkohol

Um ätherische Öle und andere Stoffe in der Flüssigkeit zu lösen, müssen einige Präparate Alkohol enthalten. Dessen Verwendung ist nicht völlig unbedenklich, obwohl es bei der kurzen Berührung mit der Mundschleimhaut höchstens in kleinen Mengen in die Blutbahn gelangen kann. Dennoch ist Kindern und Schwangeren vom Gebrauch abzuraten. In der geringen Konzentration, in der der Alkohol meistens vorliegt, besitzt er außerdem keine relevante desinfizierende Wirkung.