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Mobile-Security

Die beste Mobile-Sicherheitssoftware im Vergleich

Jenny Gebel
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Norton Mobile Security 4,85 29,99 €
2 Kaspersky Mobile Security 4,83 10,95 €
3 Bitdefender Mobile Security 4,74 9,99 €
4 ESET Mobile Security 4,58 9,98 €
5 Trend Micro Mobile Security 4,54 19,95 €
6 BullGuard Mobile Security 4,51 19,95 €

Sicherheit

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Mobile Geräte effektiv vor Viren schützen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Alle Geräte mit dem offenem Betriebssystem Android sind Bedrohungen durch Schadsoftware ausgesetzt.
  • iPhones und iPads sind vor Angriffen ausreichend geschützt, wenn kein Jailbreak angewendet wurde.
  • Oft ist es sinnvoll, mobile Varianten der Antiviren-Software als Teil eines Multi-Device-Systems zu nutzen.

Ein großer Teil der mobilen Geräte, die in Deutschland genutzt werden, funktioniert mit einem Android-System. Mit der zunehmenden Verbreitung von Tablets und Smartphones wird auch Android zunehmend ein neues Ziel für Hacker und Cyberkriminelle.

Etwa vier Millionen bösartige Apps und unzählige Malware soll es bereits geben. Diese Angaben machen deutlich, dass Virenschutz und Internet Sicherheit nicht nur auf einem PC notwendig sind, sondern Mobile-Security immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Secure Payment-Symbol auf Handy
Mit der Verbreitung von Tablet und Co. wird mobile Sicherheit immer wichtiger.

Mittlerweile sollten auch Smartphones und Tablets mit einer Mobile-Security, einem mobilen Virenschutz, ausgestattet sein. Immerhin befinden sich auf mobilen Geräten mitunter mehr persönliche Daten – etwa Kontakte, Bilder, Login-und App-Zugänge – als auf manchem Desktop-PC. Um ausreichend Schutz zu gewährleisten, ist eine Mobile-Security unausweichlich.

1. Viren machen mobil

Bedrohungen wie Mobile Malware kann den Akku leersaugen, infizierte Nachrichten an alle vorhandenen Kontakte senden oder Funktionen blockieren. Aber auch das unerlaubte Versenden von Daten ist ein typisches Verhalten von Schadsoftware. Möglich wurden diese Bedrohungen erst durch Flatrates für das mobile Internet.

Auch bei Diebstahl die Kontrolle behalten

Viele Smartphones haben bereits kleine Sicherheitsfunktionen integriert. So kann der Benutzer den Zugang mit einem PIN-Code schützen. Dieser Schutz mag ausreichen, um den Bruder oder die Schwester davon abzuhalten, ungefragt private Nachrichten zu lesen. Ein wirklicher Diebstahlschutz ist das natürlich bei Weitem nicht. In einer Mobile-Security sollte ein mobiler Diebstahlschutz mit Fernsteuerung enthalten sein, so dass der Betroffene damit das Gerät von der Ferne aus sperren und seine persönlichen Daten sicherheitshalber löschen kann.

2. Virenschutz für iPhone und iPad

Benötige ich eine Mobile-Security oder einen Virenschutz für das iPad? Das ist eine der ersten Fragen, die sich Neukunden des Tablets aus dem Hause Apple stellen werden. Die Frage ist im Prinzip einfach zu beantworten. Verwendet der Nutzer das Tablet so, wie es ausgeliefert wurde, benötigt er keinen Virenschutz.

Es gibt mehrere Gründe warum Apples Betriebssystem iOS im Moment immun gegen Viren und sonstige Malware zu sein scheint. Der erste Grund ist, dass im App Store ausschließlich Anwendungen und Programme heruntergeladen werden können, die zuvor von Apple überprüft wurden. Somit ist ausgeschlossen, dass Apps unerlaubt auf Daten zurückgreifen oder sonstigen Schaden anrichten. Der zweite Grund ist, dass Apps im iOS-Betriebssystem in einer Sandbox ablaufen, dass bedeutet der iOS-Kern ist nicht für Programme und Applikationen zugänglich.

Handy in Schloss und Ketten
Ein iPhone ist im Originalzustand so gut wie immun gegen Malware-Attacken.
Sandbox, Keychan, Gatekeeper

Mehr über Sandbox, Keychan, Gatekeeper und die Bedrohung druch Malware für Apple Betriebssysteme sowie der richtige Schutz, erfahren sie im Vergleich der besten Virenscanner für Mac.

Alle Anwendungen laufen sozusagen isoliert und ohne Zugriff auf elementare Funktionen des Systems ab. Wollen Apps untereinander interagieren, muss diese Funktion erst von Apple erlaubt werden.

Anders hingegen verhält es sich, wenn der User Veränderungen am System vorgenommen hat. Der sogenannte Jailbreak, öffnet das Betriebssystem. So können auch Fremdanwendungen geladen werden, die zuvor nicht von Apple überprüft worden sind.

Die Restriktivität von Apple und iOS wird häufig kritisiert, in Sachen Security und Virenschutz ist sie jedoch der große Trumpf fürs iOS-System. Mit aktiviertem Jailbreak sind Cyberkriminellen theoretisch Tür und Tor geöffnet. Nutzer sollten sich daher danach genau überlegen, welche Programme sie laden und welche nicht.

3. Virenschutz für Smartphones

Genauso verhält es sich für Apples Smartphone, dem iPhone. Es basiert auf dem selben iOS-System wie das iPad. Auch dieses ist im Originalzustand im Prinzip immun gegen Viren. Anders sieht es bei allen Android -Smartphones aus. Android ist im Vergleich zu iOS ein sehr offenes Betriebssystem und benötigt deshalb einen Schutz durch einen Virenscanner oder eine Mobile-Security.

Android-User werden somit zwar nicht bevormundet, allerdings gibt es dadurch mittlerweile auch Abertausende von Schadprogrammen für Android. Android-Nutzer, egal ob Smartphone oder Tablet, sollten sich daher auch unbedingt eingehend mit Android Antivirus-Programmen auseinandersetzten.

Schließlich ist nichts frustrierender als der Verlust der privaten Daten, Fotos und Kontaktlisten aufgrund eines Hackerangriffs oder einer Malware, die den Zugriff auf das eigene Handy oder Tablet versperrt. Am Ende muss der User vielleicht sogar ein komplett neues Handy oder Tablet kaufen.

4. Warum eine kostenpflichtige App die bessere Wahl ist

Die meisten Hersteller von Antivirus-Software für den PC bieten auch Gratis-Versionen als Security-Apps an. Diese Security-Apps verfügen jedoch in der Regel nur über die Basics wie zum Beispiel einen Virenscanner. Einen erweiterten Schutz gegen Phishing, eine VPN-Option sowie eine Diebstahlsicherung gibt es nur in einem kostenpflichtigen Mobile-Security-Paket. Für PC-Besitzer, die mehrere Geräte absichern möchten, kann sich auch eine Multi-Device-Software, die sowohl Schutz für den Computer als auch für Handy oder Tablet liefert, auszahlen.

5. So vergleichen Wir

Sicherheit

Ein wichtiges Kriterium für eine Sicherheitssoftware ist die Erkennungsrate von Malware. In dieser Bewertungskategorie geht es daher um die Schutzwirkung des jeweiligen Mobile-Security-Programms. Hilfreiche Infos liefern dafür die Ergebnisse der Tests von unabhängigen Untersuchungslabors wie AV-Test oder AV-Comparatives. Zudem nehmen wir die gebotenen Sicherheitsfunktionen der verschiedenen Mobile-Security-Programme unter die Lupe und prüfen unter anderem, vor welchen Arten von Malware die Mobile-Security-Software schützt und ob ein umfangreicher Diebstahlschutz in den Mobile-Security-Apps vorhanden ist.

Leistung

Android-Virenscanner sind Antiviren-Apps, die ständig aktiv sind und alle Prozesse überwachen. Auch viele Smartphone-Besitzer halten mobile Sicherheits-Apps für "Systembremser", die zu viel Speicherplatz belegen. Ein gutes mobiles Sicherheitsprogramm läuft unauffällig im Hintergrund und hält den Betrieb nicht auf.

In diesem Abschnitt wird auf die technischen Anforderungen der Antivirus-Software geschaut. Da die meiste Malware aus dem Netz auf das Android-System abzielen, sind viele Antivirus-Apps für Android konzipiert. Doch man darf den Diebstahl und den Verlust nicht vergessen. Davon sind auch die beliebten iPhones betroffen. Deshalb kann eine Mobile-Security-Anwendung hier Punkte sammeln, wenn sie mit mehreren Systemen kompatibel ist.

Usability

Mobile Geräte verfügen meist über begrenzten Speicherplatz. Zudem ist der Bildschirm von Smartphones relativ klein. Ein empfehlenswertes Antivirus-Programm sollte leicht bedienbar sein und eine selbsterklärende, intuitive Navigation besitzen.

Immerhin geht es auch um die Sicherheit persönlicher Daten. Schließlich schauen unsere Redakteure an dieser Stelle auch auf die Extras der Mobile-Security-Applikation, wie Anruf- und SMS-Blocker, Kindersicherung oder Backup-Funktion. Mit diesem Feature gestaltet sich die Benutzung komfortabler.

Screenshot Google Play Store Sicherheits-Apps
Im Bereich "Usability" punkten die mobilen Sicherheitsprogramme mit einer nutzerfreundlichen Oberfläche und einer intuitiven Navigation.

Support

Auch ein guter Support ist ein relevantes Kriterium bei der Wahl der passenden mobilen Sicherheitssoftware. Der zahlende Kunde sollte bei Fragen, Unklarheiten und Problemen mit der Mobile-Security-App schnell Hilfe finden, sei es in einem Katalog häufiger Fragen (FAQ) oder direkt per Telefon, E-Mail oder Chat. Im Idealfall ist rund um die Uhr ein kompetenter und freundlicher Mitarbeiter erreichbar. Einige Anbieter versorgen ihre Kunden zudem über einen Blog mit interessanten Neuigkeiten und nützlichen Informationen etwa über Updates oder potentielle neue Gefahren.

Fazit der Redaktion

Aus diesen vier Kriterien ergibt sich die Gesamt-Bewertung für die jeweilige Sicherheitssoftware. In jeder der vier Kategorien können die Mobile-Security-Programme je zwischen 0.00 und 5.00 Punkten erreichen. Aus deren Durchschnitt ergibt sich schließlich die Gesamtnote und damit auch die Platzierung des Antivirus-Programms. Besonders überzeugt haben in unserem Mobile-Security-Vergleich die Kaspersky Android Security und die Bitdefender Mobile Security. Wer für eine gutes Antivirus-Programm gerne ein paar Euro mehr ausgibt, sollte außerdem einen Blick auf die mobile Antivirus-Software von Norton Mobile Security werfen.