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Matratzen

Die besten Matratzen im Vergleich

Produktmerkmale

Liegekomfort

Gesundheit und Umwelt

Kosten und Versand

Für einen erholsamen Schlaf

Das Wichtigste in Kürze:
  • Verbraucher sollten drauf achten, dass sie die Matratze für mehrere Wochen probeliegen können
  • Je höher das Raumgewicht der Liegefläche, desto qualitativ hochwertiger ist meist das Modell
  • Bei den Härtegraden unterschiedlicher Hersteller handelt es sich um keine genormten Angaben
  • Der Preis ist nicht immer ausschlaggebend für die Qualität der Matratze

1. Matratzen – Erholsam schlafen, entspannt aufwachen

Kissen
Eine gute Matratze beugt Verspannungen und Schmerzen der Muskulatur vor.

Da der Mensch ein Drittel seines Lebens mit Schlafen verbringt, sollte die Entscheidung für eine passende Matratze gut durchdacht sein. Denn für eine erholsame Nacht spielt die Wahl der geeigneten Liegefläche eine zentrale Rolle. Häufig sind Verspannungen und Rückenschmerzen auf eine ungeeignete Unterlage zurückzuführen. Liegt der Schläfer auf einem unpassenden Modell, können sich die Muskeln nicht entspannen und die Knochen werden nicht ausreichend gestützt. Doch bei der Entscheidung für eine Matratze gibt es kein generelles Richtig oder Falsch. Abhängig von Faktoren wie dem individuellen Schlaftyp sowie der eigenen Gewichtsklasse ist auch das Material von enormer Bedeutung. Je nachdem, ob das Produkt für einen Warm- oder Kaltschläfer gedacht ist, sollten Käufer auch den Werkstoff wählen, denn nicht jedes Modell ist für jede Person gleichermaßen geeignet. Die Netzsieger-Redaktion hat die verschiedenen Matratzentypen verglichen und erläutert, welches Material zu welchem Schläfer am besten passt. Zu den besten Modellen zählen unter anderem die Smood-, die Bodyguard- und die Emma-Matratze.

2. Die verschiedenen Matratzenarten

1. Die Federkernmatratze

Federkern
Stofftaschen umhüllen die einzelnen Federn und sorgen so für eine gute Polsterung.

Die Federkernmatratze gehört zu den beliebtesten Liegeflächen der Deutschen. Neben der einfachen Federkernmatratze zählt speziell die hochwertigere Taschenfederkernmatratze zu den gängigsten Modellen. Gemein ist beiden der Kern aus Metallfedern, Letztere ergänzen jedoch noch Stofftaschen, die um die Federn herum angebracht werden. Hunderte Federn, die in Taschen eingenäht und miteinander verbunden sind, sorgen daher für eine besonders hohe Punktelastizität. Das heißt, eine Taschenfederkernmatratze gibt nur an den Stellen nach, an denen sie belastet wird, und passt sich somit ideal an.

Besonders der Bereich der Schulter und Hüfte kann dadurch punktuell einsinken, was den Körper entlastet. Alle Federn sind von Schaumstoff umhüllt, der als Polsterung dient. Eine zusätzliche Filzschicht trennt ihn von den Federn und sorgt dafür, dass sich die Stahl- oder Metallfedern nicht schädigend auf die Polsterung auswirken. Insbesondere stark schwitzende Menschen profitieren von diesem Material, da die einzelnen Federn für eine perfekte Durchlüftung der Liegefläche sorgen. Feuchtigkeit wird gut transportiert und staut sich nicht im Inneren der Matratze an. Zwischen den einzelnen Taschen kann die Luft sehr gut zirkulieren, wodurch das Modell optimal und vor allem ständig durchlüftet wird.

Personen, die schnell frieren, sollten allerdings auf Werkstoffe wie Latex zurückgreifen, da diese eine bessere Wärmeisolierung mit sich bringen. Auch für (stark) übergewichtige ist es ratsam, nicht unbedingt zu einer Federkernmatratze zu greifen, da sich nach einiger Zeit Liegekuhlen – speziell im Becken- und Schulterbereich – bilden. Verbraucher sollten bei der Wahl einer Federkernmatratze unbedingt auf die Qualität und Anzahl der Metallfedern achten, aber auch die unterschiedlichen Federmodelle spielen eine Rolle und sind je nach Vorliebe mehr beziehungsweise weniger stützend:

Matratzentyp Beschreibung
Matratzentyp Bonell-Federkernmatratze Dieses Modell verfügt über eine geringere Anzahl von Federn, wodurch die Liegefläche weicher und etwas weniger stützkräftig ist.
Taschenfederkernmatratze Dank der eingenähten Stofftaschen wird eine hohe Punktelastizität erreicht und die einzelnen Bereiche der Liegefläche wirken getrennt voneinander.
Tonnentaschenfederkernmatratze Der Unterschied zur Taschenfederkernmatratze liegt in der Bauart der Federn. Durch tonnenförmige Stahlfedern, die einen größeren Durchmesser als normale Federn besitzen, ist die Anpassungsfähigkeit noch höher als bei der Taschenfederkernmatratze. Außerdem ist aufgrund der Bauart die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Federn nicht in Kontakt mit benachbarten Federn kommen. Dies führt zu einer geringen Beanspruchung der einzelnen Stofftaschen.
Die unterschiedlichen Typen der Federkernmatratzen

2. Die Latexmatratze

Lattenrost
Latexmatratzen lassen sich mit fast allen gängigen Untergestellen kombinieren.

Der größte Teil der im Handel erhältlichen Latexmatratzen besteht aus synthetischem Latex. Nur wenige enthalten Anteile aus dem natürlichen Gummi des Kautschukbaums. Je mehr natürlicher Kautschuk jedoch in dem Produkt enthalten ist, desto hochwertiger ist das Modell. Handelsübliche Materialmischungen mischen ungefähr 40 Prozent Naturkautschuk mit 60 Prozent Latex, der aus Erdöl hergestellt wird. Ausschließlich Matratzen, die aus 100 Prozent Naturpolymeren bestehen, dürfen als Naturlatex-Matratzen verkauft werden.

Die Liegefläche aus Latex zeichnet sich vor allem durch ihre weiche und anpassungsfähige Eigenschaft aus. Dank der hohen Punktelastizität geben Latexmatratzen nur an den Stellen nach, an denen sie belastet werden. Zudem passt sich die Matratze nicht nur gut dem Körper an, sondern ist auch für fast alle gängigen (verstellbaren) Lattenroste geeignet. Ein hochwertiges Modell in Kombination mit einem guten Lattenros garantiert somit eine fast waagerechte Schlafposition, die den Rücken und die Wirbelsäule schont. Die ausgezeichnete Wärmedämmung macht Latexmatratzen besonders für schnell frierende Schläfer attraktiv.

Da der Feuchtigkeitstransport nicht mit dem von Modellen aus Federkern vergleichbar ist, sollten stark schwitzende Personen lieber auf ein Modell aus Latex verzichten. Das hohe Eigengewicht erschwert das Transportieren und Wenden. Speziell für Personen mit Rückenleiden ist es daher ratsam, darauf zu achten, dass Tragegriffe vorhanden sind. Alternativ weichen sie auf Schaumstoff- oder Federkernmatratzen aus. Die sind deutlich leichter und somit einfacher zu wenden.

Angst vor Latexallergie oft unbegründet

Die weitverbreitete Angst vor Latexallergien ist häufig unbegründet, da hochwertige Modelle nach der Produktion gewaschen werden, was eventuelle allergene Bestandteile von der Oberfläche entfernt. Ein kurzzeitiger Eigengeruch, der anfangs vorhanden sein kann, sollte Kunden ebenfalls nicht abschrecken. Durch die leicht antibakterielle Wirkung sowie die einfache Reinigung von Latex finden sich auch weitaus seltener Milben und Bakterien auf der Liegefläche. Bei guter Pflege gelten Latexmatratzen zudem als besonders robust und langlebig.

3. Kaltschaummatratze

Frau in Bett
Kaltschaummatratzen stützen den Körper optimal.

Der Kern einer Kaltschaummatratze besteht aus aufgeschäumten Polyurethan, einem Kunststoff, der bei niedrigen Temperaturen ausgehärtet wird. Ganz ohne Federn weist die Liegefläche ein optimales Federungsverhalten auf. Modelle aus Kaltschaum werden entweder aus einem einheitlichen Block geschnitten oder aus verschiedenen Schaumstoffen zusammengefügt. Stücke unterschiedlicher Dicke und Dichte stützen im Idealfall perfekt den Körper. Verschiedene Luftkammern sorgen zusätzlich für ein gutes Schlafklima. Es können jedoch Liegekuhlen, die sich durch Feuchte und Wärme bilden, entstehen. Zudem verursacht die Matratze keine unangenehmen Geräusche, wenn sich der Schläfer bewegt. Durch das vergleichsweise geringe Eigengewicht der Kaltschaummatratze ist diese leicht zu transportieren und zu wenden. Liegeflächen aus Kaltschaum eignen sich speziell für Personen, die leicht frieren und es lieber etwas wärmer haben. Durch den mäßigen Feuchtigkeitstransport sind Modelle dieser Art für stark schwitzende Menschen eher ungeeignet. Eine besondere Version der Kaltschaummatratze sind Liegeflächen aus Viscoschaum. Hierbei handelt es sich um Kaltschaum, den eine zusätzliche Schicht aus Viscoschaum ergänzt. Das Material, welches ursprünglich für die Weltraumforschung entwickelt wurde, passt sich dem Körper individuell an und stützt ihn an den richtigen Stellen. Im Vergleich zu herkömmlichen Kaltschaummatratzen ist dieser Unterschied jedoch kaum spürbar, und lediglich die Tatsache, dass sich das Material bei Temperaturen unter 16 Grad recht hart anfühlt, grenzt es von den Kaltschaummodellen ab. Eine der günstigsten Matratzen überhaupt sind einfache Schaumstoffmatratzen, die aus einem einheitlichen Stück Polyurethan bestehen.

Was sind Polyurethane? Polyurethane sind Kunststoffe oder Kunstharze, die in der Matratzenherstellung häufig aufgrund ihrer Formbarkeit Verwendung finden. Polyurethan besteht aus den Grundstoffen Polyol (mehrfunktionale Alkohole) und Isocyanat.

Hier gibt es keine verschiedenen Liegezonen oder gar unterschiedliche Härtegrade, was sich wiederum am Preis und Gewicht bemerkbar macht.

4. TEMPUR-Matratzen

Das thermoaktive, viscoelastische und vor allem druckentlastende Material passt sich exakt der jeweiligen Körperform des Schläfers an. Milliarden offene Zellen unterstützen Rücken und Wirbelsäule optimal.
Das Material nimmt nach jeder Nacht wieder seine ursprüngliche Form an. Das vermeidet Druckstellen und die Bildung von Liegekuhlen.

Matratzenarten im überblick

  Federkern Latex Kaltschaum TEMPUR
Material Metallfedern und Stofftaschen Synthetischer oder natürlicher Latex Schaumstoff Polyurethan
Kaltschläfer
Warmschläfer
Hohes Eigengewicht
Feuchtigkeitstransport gut mäßig mäßig mäßig
Matratzenarten im Überblick

3. Welcher Härtegrad ist der Richtige?

Dank verschiedener Härtegrade bieten Hersteller das gleiche Modell in unterschiedlich festen Ausführungen an. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass es beim Härtegrad keine einheitlichen Normen gibt. Demzufolge sind die Härtestufen verschiedener Anbieter nicht immer vergleichbar. Kunden können keineswegs davon ausgehen, dass beispielsweise eine Matratze in dem Härtegrad H3 die gleiche Festigkeit besitzt wie ein Modell mit dem gleichen Härtegrad eines anderen Herstellers. In einigen Fällen kann es sogar sein, dass eine mit H1 (sehr weich) gekennzeichnete Liegefläche härter als ein H2-Matratze eines anderen Unternehmens ausfällt.

Selbst im Rahmen der Produktpalette des gleichen Herstellers kommt es vor, dass es keine zuverlässigen Vergleichsmöglichkeiten gibt und sich die verschiedenen Modelle derselben Marke bezüglich ihres Härtegrades unterscheiden. Ein unverbindliches Probeliegen ist daher an dieser Stelle unabdingbar. Nichtsdestotrotz gibt es Orientierungshilfen, an die sich Kunden in der Regel halten können. Um den individuellen Ansprüchen gerecht zu werden, stehen Käufern die Härtegrade H1 bis H5 zur Verfügung. Hierbei ist anzumerken, dass kaum ein Hersteller alle Stärken im Sortiment hat. In den meisten Fällen können Kunden pro Modell häufig nur aus drei unterschiedlichen Festigkeitsstufen wählen.

Die verschiedenen Härtegrade und ihre Liegefläche

Härtegrade Empfohlene Gewichtsklasse
H1 => Besonders weich bis circa 60 Kg
H2 => Weich bis circa 80 Kg
H3 => Mittelfest < 80 Kg
H4 => Fest < 80 Kg
H5 => Besonders fest < 80 Kg
Härtegrade von Martatzen

Die obenstehenden Angaben dienen selbstverständlich lediglich als Hilfe zur Orientierung. Ein 55 Kilogramm leichte Frau, die gerne auf einer harten Matratze schlafen möchte, kann auch einen festeren Härtegrad wie beispielsweise H4 wählen. Ebenso kann ein 90 Kilogramm schwerer Mann eine Liegefläche in H2 bevorzugen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass das Modell in letzterem Fall eine geringere Lebensdauer besitzt, während die leichtere Person auf der festeren Unterlage mit einer längeren Haltbarkeit rechnen kann.

Wie entstehen die unterschiedlichen Härtegrade?

Entsprechend des verwendeten Materials sowie des Herstellungsprozesses an sich gibt es verschiedene Methoden, die eine Matratze härter beziehungsweise weicher machen:
Bei Modellen aus Federkern setzten die Hersteller beispielsweise Federn mit unterschiedlich dicken Drahtstärken ein, die dem Produkt dann seine jeweilige Festigkeit verleihen. Hierbei gilt: je dicker der Draht, desto fester die Liegefläche. Eine andere Option ist die Verwendung einer zusätzlichen Schicht Polstermaterial, die auf dem Federkern aufliegt. Abhängig vom jeweiligen Raumgewicht des verwendeten Stoffes fällt auch der Härtegrad aus.

4. Raumgewicht – Ein entscheidender Faktor bei der Matratzenwahl

Das Raumgewicht (RG) beschreibt, wie viele Kilogramm Rohmaterial, also beispielsweise Latex oder Schaumstoff, pro Kubikmeter Raum versäumt werden. Je mehr Material Verwendung findet, desto härter und auch langlebiger ist die Liegefläche. Gute Matratzen verfügen über ein Raumgewicht von mindestens 40 kg/m³. Interessenten und Käufer können das Raumgewicht als ein wesentliches Qualitätsmerkmal betrachten. Zudem sorgt ein hohes Raumgewicht für eine sehr gute Punktelastizität. Das heißt, dass die Liegefläche nur an den Stellen nachgibt, an denen der Körper auch direkten Druck ausübt. Folgende Angaben gelten als Orientierung zur Haltbarkeit der Matratze:

Raumgewicht in kg/m³ Ungefähre Haltbarkeit
20-25 1-2 Jahre
30 2-3 Jahre
35 5-6 Jahre
40 6-8 Jahre
50-60 10 Jahre
75 > 10 Jahre
Raumgewicht und Haltbarkeiten von Matratzen

5. Schlaftypen – Das richtige Modell für Seiten-, Rücken- und Bauchschläfer

Verschiedene Schlafpositionen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Liegefläche. Abhängig vom jeweiligen Typ des Schläfers eignen sich manche Modelle daher besser als andere:

Seitenschläfer

Ruecken
Um Schmerzen im Rückenbereich vorzubeugen, darf die Matratze weder zu hart noch zu weich sein.

Die Seitenlage zählt zu den anspruchsvollsten Schlafpositionen für eine Liegefläche. Die Matratze muss sehr flexibel sein, sodass die Hüfte einsinken kann, während die Taille hingegen ausreichend Unterstützung benötigt. Somit sind Seitenschläfer auf ein Modell angewiesen, das sehr viel Flexibilität und Elastizität mit sich bringt.

Perfekt: Unterteilung in sieben Liegezonen

Besonders eine Matratze, die in sieben Liegezonen unterteilt ist, eignet sich für diesen Schlaftyp. So wird die Wirbelsäule entlastet und der Schläfer kann eine anatomisch korrekte Position einnehmen. Ist die Liegefläche hingegen zu hart, kommt es zu einer Abknickung der Wirbelsäule und damit zu Rückenschmerzen. Aber auch eine zu weiche Unterlage kann bei Seitenschläfern unangenehme Folgen haben. In diesem Fall hängt die Wirbelsäule durch, was ebenfalls zu Schmerzen im Rückenbereich führt. Am besten geeignet ist daher eine Matratze mit einer hohen Punkelastizität und einem variablen Härtegrad. Die Wirbelsäule befindet sich dadurch in einer geraden und vor allem entspannten Position.

Rückenschläfer

Bei diesem Schlaftyp muss die Liegefläche keine so hohe Punktelastizität aufweisen wie bei einem Seitenschläfer. Aber auch in diesem Fall benötigt die Wirbelsäule ausreichend Unterstützung von unten. Ist die Matratze zu hart, kann der Körper nicht optimal einsinken, doch auch ein zu weiches Modell kann unangenehm sein, da die Wirbelsäule durchhängt, was zu einer gekrümmten Haltung führt.

Bauchschläfer

Für Bauchschläfer ist es sehr empfehlenswert, wenn die Liegefläche nicht zu weich ist, da sonst das Risiko besteht, dass die Person in eine Hohlkreuzlage gerät. ähnlich wie bei Rückenschläfern muss auch hier die Punktelastizität nicht so hoch sein wie bei Personen, die eine Seitenlage bevorzugen. Besonders geeignet sind beispielsweise Kaltschaum- und Latexmatratzen, da sie über ausreichend Stabilität verfügen. Dennoch darf die Liegefläche nicht zu hart sein, da Schultern und Hüfte ausreichend einsinken müssen. Daher eignen sich für Bauchschläfer speziell Modelle in einem mittleren bis hohen Härtegrad.

6. Was kostet eine gute Matratze?

Aufbau
Eine gute Matratze muss nicht unbedingt teuer sein. Auch günstige Modelle überzeugen in unserem Vergleich.

Der Netzsieger-Matratzenvergleich zeigt, dass der Preis nicht ausschlaggebend für die Qualität ist. So muss eine Liegefläche für 1000 Euro nicht zwingend besser sein als ein Modell für 300 Euro. Auch auf falsche Werbeverspechen oder vermeintliche Sonderangebote sollten Verbraucher nicht hereinfallen. Häufig werden Produkte für mehrere hundert Euro vergünstigt angeboten – dass die Matratze jedoch oft nur einen einzigen Tag so teuer war wie der angegebene Ursprungspreis ist vielen nicht bewusst.

Generell handelt es sich bei der Preisfrage um eine schwer durchschaubare Angelegenheit, da die Angebote unterschiedlicher Hersteller nicht immer optimal vergleichbar sind. Ein Anhaltspunkt – zumindest bei Kaltschaum- oder Schaumstoffmatratzen – ist das Raumgewicht. Dieser Faktor ist häufig entscheidender als der Preis: Je höher das Raumgewicht, desto hochwertiger ist oft auch das Produkt. Entscheidender als die Frage nach dem Preis ist allerdings das Thema Liegekomfort. Hier sollten Verbraucher neben der Berücksichtigung des jeweiligen Schlaftyps sowie des empfohlenen Härtegrades auch auf ihre Intuition hören. Ein Probeliegen über mehrere Tage beziehungsweise Wochen sollte daher jeder Interessent, sofern irgend möglich, in Anspruch nehmen.

7. Die richtige Pflege – So hält Ihre Matratze viele Jahre

Für eine Optimierung der Lebensdauer sollten Verbraucher einige Hinweise zu Pflege und Reinigung unbedingt beachten. Die Netzsieger-Redaktion listet daher die sechs wichtigsten Pflegehinweise für Matratzen auf:

1. Reinigung

Pro Nacht werden ungefähr ein Liter Flüssigkeit sowie Unmengen an Hautschuppen an die Liegefläche abgegeben. Diese Kombination bildet die ideale Grundlage für Milben, Bakterien und auch Schimmel. Um dem vorzubeugen, sollte der Bezug alle zwei Monate gewaschen werden, es sei denn – es handelt sich um einen speziellen überzug, der antibakterielle Eigenschaften besitzt.

2. Belüftung

Die tägliche Belüftung zählt zu den zentralen Pflegeaspekten, welche die Langlebigkeit des Produkts erhöhen. Nach dem Schlafen sollten sowohl die Matratze als auch Bettdecke und Kissen für zwei bis drei Stunden bei geöffnetem Fenster durchlüftet werden. So kann die Feuchtigkeit entweichen und das gesamte Bettklima sich regulieren. Eine Tagesdecke sowie viele Kissen sind da kontraproduktiv, da diese zwar hübsch aussehen, die Feuchtigkeit jedoch nicht entweichen lassen. Einmal pro Jahr sollten Verbraucher der Matratze einen ganzen Tag an der frischen Luft gönnen. Ein gemäßigter Sonnentag – ohne direkte Bestrahlung – ist hierfür der beste Zeitpunkt.

Tipp: Eine tägliche Belüftung der Matratze sorgt für ein angenehmes Schlafklima und verlängert die Haltbarkeit der Liegefläche.

3. Drehen

Sofern das Modell gedreht und gewendet werden darf, sollten Schläfer dies alle 14 Tage beziehungsweise einfach beim Wechseln der Bettwäsche berücksichtigen. So entstehen keine oder zumindest weniger Liegekuhlen und die Oberfläche nutzt sich nicht nur einseitig ab.

4. Lattenrost

Auch die richtige Unterfederung ist von großer Bedeutung. Denn selbst das beste Modell kann die Wirbelsäule nicht richtig stützen, wenn der Lattenrost die Liegefläche durchhängen lässt. Ein Abstand der einzelnen Latten von circa vier Zentimeter ist daher empfehlenswert. Mittlerweile haben sich Federholzrahmen weitgehend durchgesetzt, da sie der Belastung durch den Körper ausreichend nachgeben und eine optimale Körperanpassung gewährleisten. Die preisgünstigere Variante sind Rollroste, die gerade bei jungen Menschen sehr beliebt sind. Die Unterfederung besteht aus mehreren Holzlatten, welche an einem Gurtband angebracht sind und somit für Stabilität sorgen.

5. Fleckenentfernung

Zur Entfernung von Flecken müssen Verbraucher das Modell erst einmal auf die Seite stellen. Je nach Fleckentyp gibt es spezielle Tipps zur Beseitigung:

Fleckenart Entfernungstipps
Flecken Urinflecken Die betroffene Stelle sollte umgehend mit Wasser und etwas Feinwaschmittel behandelt werden. Im Anschluss ist es sinnvoll, mit kaltem Wasser und Desinfektionsmittel nachzuwaschen.
Blutflecken Für Flecken dieser Art eignet sich besonders Salzwasser, womit die Matratze gründlich abgerieben wird. Verbraucher müssen jedoch unbedingt darauf achten, dass die Liegefläche nicht zu feucht wird, und diese erst wieder beziehen, wenn sie gänzlich getrocknet ist.
Hartnäckige Flecken jeder Art Hierfür sollte ausschließlich ein spezielles Reinigungsmittel für Möbelbezüge verwendet werden.
Fleckenarten und Tipps für die beste Entfernung

6. Wechsel

Neben der Berücksichtigung aller Pflegehinweise sollten Verbraucher aus hygienischen Gründen selbst eine vermeintliche saubere Matratze alle sieben bis zehn Jahre wechseln. Nur das garantiert einen erholsamen Schlaf und vor allem eine bakterien- und schimmelfreie Liegefläche.

8. Schlafprobleme – Das können Betroffene tun

Millionen Deutsche leiden von Zeit zu Zeit unter Schlafstörungen. Bei circa 20 Prozent sind sie sogar die Regel. Zu den häufigsten Auslösern zählen Erkrankungen, Stress sowie ungünstige Gewohnheiten. In den meisten Fällen kann eine gute Matratze bereits helfen, besser zu schlafen. Zusätzliche Maßnahmen und Vorkehrungen können jedoch ergänzend eingesetzt werden und so zu einem erholsamen Schlaf beitragen:

Ernährung und Alkoholkonsum

Tee
Auch eine Tasse Tee am Abend kann schlaffördernd wirken.

Ein Verzicht auf schweres Essen am Abend führt häufig bereits dazu, dass Betroffene besser schlafen. Nach 19 Uhr sollten Personen mit Schlafproblemen daher nur noch kleine Mahlzeiten beziehungsweise gar nichts mehr zu sich nehmen. Auch ein Glas heißer Milch mit Honig verschafft Linderung. Die Wärme der Milch hilft dem Körper beim Entspannen, zudem befindet sich Tryptophan, ein natürliches Schlafmittel, in dem Getränk. Beruhigende Tees aus Baldrian oder Fenchel können Schlaflose ebenfalls ergänzend einsetzen. Grün- und Schwarztee sowie Kaffee am Abend sind hingegen nicht empfehlenswert, da diese Getränke anregendes Teein beziehungsweise Koffein beinhalten.

Das Gute-Nacht-Bier zählt ebenfalls nicht zu den besten Hausmitteln, da Alkohol zwar schlaffördernd wirkt und das zentrale Nervensystem entspannt, der Körper jedoch auch mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt ist und sich dadurch nicht ausreichend erholen kann. Die Folge ist eine gestörte Regulation der Tiefschlaf- und Traumphasen, die zu Herzrasen, Schweißausbrüchen und wiederholtem Aufwachen führt.

Sport

Körperliche Anstrengung macht müde, trägt zum Stressabbau bei und lässt häufig besser einschlafen. Ein intensives Training sollte aber nicht allzu spät abends absolviert werden, da der Sport Kreislauf und Stoffwechsel aktiviert, was beim Einschlafen natürlich kontraproduktiv wirkt.

Entspannungsbad

Ein entspannendes Bad mit Zusätzen aus Düften wie Lavendel oder Melisse hilft beim Einschlafen. Ein Wechsel der Temperatur zwischen warmem Wasser und kühler Luft führt zu einer Entspannungsreaktion des Körpers. Haben Betroffene selbst keine Badewanne, trägt auch eine heiße Dusche zu einer erholsamen Nacht bei.

Gemütlichkeit

Blaue Kissen
Eine schöne Raumatmosphäre sowie ein gutes Schlafklima sorgen für eine erholsame Nacht.

In manchen Fällen resultieren Schlafprobleme aus der Ursache, dass sich Betroffene in ihrem Schlafzimmer beziehungsweise Bett nicht wohlfühlen. Neben einer guten Matratze tragen auch die richtige Bettwäsche sowie eine angenehme Raumatmosphäre zu einem erholsamen Schlaf bei. Hierbei spielt die Raumtemperatur eine zentrale Rolle. Diese sollte nicht mehr als 16 bis 18 Grad betragen, bei Kindern und älteren Menschen circa 20 Grad. Nichtsdestotrotz hängt die Temperatur des Schlafzimmers auch von dem persönlichen Empfinden ab. Daher sollte es keinesfalls so kalt sein, dass der Körper im Schlaf gegen eine Unterkühlung ankämpfen muss und sich schlimmstenfalls die Muskeln verkrampfen.

9. So vergleichen wir

Aufgrund der Vielzahl der verschiedenen Matratzenhersteller ist es wichtig, sich als Verbraucher einen überblick zu verschaffen und zu klären, in welcher Hinsicht sich die einzelnen Modelle unterscheiden. Bevor sich Interessenten daher auf ein Produkt festlegen, ist es sinnvoll, sich die einzelnen Bewertungskriterien anzuschauen und dann individuell zu entscheiden. Die Netzsieger-Redaktion stellt hier die vier Bewertungskriterien vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die Wahl der passenden Unterlage haben. Neben den spezifischen Produktmerkmalen und dem Liegekomfort spielen die einzelnen Zertifikate sowie die Versandkonditionen eine zentrale Rolle.

Produktmerkmale

Das verarbeitete Material gehört mit zu den wichtigsten Aspekten, die wir unter diesem Punkt untersuchen. Neben Federkern- und Kaltschaum- zählen auch Latexmatratzen zu den gängigsten Modellen der Hersteller. Doch nicht nur der jeweilige Werkstoff der Liegefläche sollte bei der Auswahl Berücksichtigung finden. Von ebenso großer Bedeutung ist auch der entsprechende Härtegrad. Die meisten Unternehmen stellen Käufern drei Härtegrade bereit, welche die Matratze für ein breites Spektrum an Schlaftypen interessant machen. Der jeweilige Härtegrad orientiert sich hierbei nicht nur an den persönlichen Vorlieben, sondern auch am jeweiligen Körpergewicht des Schläfers. Außerdem vergleichen wir den Feuchtigkeitstransport sowie das Raumgewicht. Je mehr Rohmaterial pro Kubikmeter verwendet wird, desto höher ist im Regelfall das Modell. Die meisten Matratzen sind von einem abnehmbaren Bezug umhüllt, der bei bis zu 60 Grad waschbar ist.

Liegekomfort

Soll die Matratze einen guten Liegekomfort gewährleisten, ist die Punktelastizität von besonderer Wichtigkeit. Dies bedeutet, dass das Modell nur an den Stellen nachgibt, an denen der Körper direkten Druck ausübt. Demzufolge spricht eine hohe Punktelastizität für die Qualität eines Produkts. Neben dem individuellen Schlaftyp spielen das Köpergewicht sowie die Frage, ob es sich um einen Warm- oder Kaltschläfer handelt, eine Rolle. Auch das passende Untergestell ist von Bedeutung, denn die beste Matratze nützt nichts, wenn der Käufer sie mit einem ungeeigneten oder gar minderwertigen Lattenrost kombiniert.

Gesundheit und Umwelt

Fast alle verglichenen Produkte können Kunden jedoch mit gängigen Untergestellen verwenden – egal, ob es sich hierbei um einen Federholzrahmen oder einen Rollrost handelt. Das wesentliche Bewertungskriterium ist das Probeliegen. Da sich eine Matratze kaum in ein paar Minuten ausführlich beurteilen lässt, bieten viele Hersteller ein unverbindliches Testen an. Häufig beträgt der Zeitraum hierfür 30 Tage, vereinzelt überzeugen Anbieter auch mit einem 100-tägigen oder gar unbegrenzten Probeschlafen.

Kosten und Versandt

Hierbei geht es um die Frage, ob die Matratze ein LGA-Siegel besitzt und nach ökotex Standard 100 zertifiziert ist. Verfügt das Produkt über diese Zertifikate, kann der Kunde sichergehen, dass die Liegefläche keine gesundheitsschädlichen und chemischen Bestandteile enthält. Heute sind die meisten Matratzen für Allergiker geeignet. Aber auch falls dies nicht der Fall sein sollte, bietet ein spezieller Bezug für Allergiker Abhilfe.

Der Netzsieger-Matratzenvergleich zeigt, dass gute Modelle nicht gleich teuer sein müssen. Zudem sind der Versand sowie ein eventueller Rückversand bei Nichtgefallen bei den meisten Herstellern kostenlos. Ist ein Produkt jedoch nur über einen Händler und nicht über das Unternehmen direkt beziehbar, kann es sein, dass gegebenenfalls Transportkosten entstehen. Ein wesentlicher Aspekt neben dem Liegekomfort und den Produktmerkmalen ist die Garantielaufzeit.

Infobox
Die meisten Hersteller bieten einen kostenlosen Transport sowie Rückversand der Matratze bei Nichtgefallen an.

Bezüglich dieses Punktes bestehen je nach Hersteller allerdings enorme Unterschiede. Während einige Anbieter eine Garantie von lediglich zwei Jahren gewährleisten, gibt es auch Unternehmen, bei denen die Laufzeit zehn bis fünfzehn Jahre beträgt. Die Lieferzeit der Matratzen beläuft sich im Durchschnitt lediglich auf ein paar Tage. Handelt es sich jedoch um Sonderwünsche, also beispielsweise Modelle in übergrößen, kann es durchaus mehrere Wochen bis Monate dauern bis das Produkt den Kunden erreicht.

10. Das Fazit der Redaktion

Alle verglichenen Matratzen durchlaufen jedes dieser vier Bewertungskriterien. Die ermittelten Einzelnoten werden am Ende in einer Gesamtnote verrechnet, aus der sich die Rangliste ergibt. Auf diese Weise versucht die Redaktion, nicht nur die spezifischen Vor- und Nachteile zu erläutern, sondern auch Verbrauchern bei ihrer individuellen Kaufentscheidung zur Seite zu stehen. Detaillierte Informationen finden Verbraucher in den Testberichten der einzelnen Matratzenmodelle.

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