Matratzen

Vergleich

Laura Voigt

Matratzen Kaufberatung

    Das Wichtigste in Kürze
  • Sei es Federkern, Schaumstoff oder Latex: Je nach Kern weisen Matratzen verschiedene Liegeeigenschaften auf, die sich für bestimmte Schlafgewohnheiten eignen.
  • Die Standardgröße von Matratzen ist 140 mal 200 Zentimeter, doch jeweils individuell eignen sich für Singles, Paare und Kinder unterschiedliche Matratzengrößen.
  • In Abstimmung auf das eigene Körpergewicht und die individuellen Bedürfnisse wählen Verbraucher den passenden Härtegrad von weich bis ultrafest.
  • Für einen komfortablen Schlaf lohnt sich eine Matratze mit einer Einteilung in sieben Zonen, einer hohen Punktelastizität und einem optimalen Raumklima.
  • Mit der richtigen Pflege, zu der unter anderem das regelmäßige Wenden, Lüften und Reinigen gehören, erhöht sich die Lebensdauer einer Matratze.

1. Wie man sich bettet, so liegt man

Wie man sich bettet, so liegt man. Im metaphorischen Sinne drückt diese Lebensweisheit aus, dass es von jedem selbst abhängt, wie man sein Leben gestaltet. Der eigentliche Wortsinn ist jedoch auf die Konsequenzen der Wahl einer minderwertigen Matratze beziehbar. Immerhin verbringt der Mensch fast ein Drittel seines Lebens damit, zu schlafen. Tests und Untersuchungen haben ergeben, dass ein entspannter Schlaf wichtig ist, um seinen Körper zu regenerieren und emotional ausgeglichen sowie leistungsfähig zu bleiben. Erholung finden Schlafende allerdings nur mit einer geeigneten Matratze. Ist diese zu hart, zu kalt oder gar zu laut, sind nicht selten Schlafprobleme und Rückenschmerzen die Folge.

Frau mit Rückenschmerzen
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Mit der richtigen Matratze sagen Verbraucher Rückenschmerzen den Kampf an.

Da Verbraucher durchschnittlich zehn Jahre auf derselben Matratze schlafen, sollten sie auf ein hochwertiges Modell Wert legen. Letztlich hängt es von den eigenen Vorlieben und Gewohnheiten ab, welche Matratze die passende ist. Doch die Entscheidung für die geeignete Variante gestaltet sich häufig kompliziert. Deshalb klären wir nachfolgend, worauf es beim Kauf einer Matratze in erster Linie ankommt.

Die Budgetplanung

Inzwischen greifen immer mehr Matratzen-Start-ups im Online-Shopping-Bereich mit ihrer ansprechend und modern designten TV-Werbung den etablierten Markt an und adressieren insbesondere eine jüngere Zielgruppe. Eine Bestellung aus dem Internet bietet sich bei einer Matratze vor allem deshalb an, weil es sich um ein großes Sperrgut handelt. Es ist weitaus bequemer, sich eine Matratze bis an die Wohnungstür liefern zu lassen, als sie selbst aus dem lokalen Geschäft ins Auto oder gar den Bus zu wuchten und nach Hause zu schleppen. Viele dieser neuen Online-Unternehmen behaupten, dass ihre Einheitsmatratzen jedem Nutzer gleichermaßen Komfort bieten, unabhängig von der Größe, dem Gewicht und dem Schlaftyp.

Letztendlich gibt es zwar keine universell taugliche Matratze, jedoch zahlreiche objektive Kriterien, die eine qualitativ hochwertige Matratze erfüllen muss. Neben den eigenen Ansprüchen an die Schlafunterlage spielt aber auch der Kostenfaktor bei der Auswahl eine große Rolle. Je nach Budget steht Verbrauchern ein umfassendes Sortiment, von der einfachen Schaummatratze bis hin zur Luxusversion, bereit.

Die Matratzenwelt lässt sich grundsätzlich in vier Preisklassen einteilen:

  • Günstig: Matratzen unter 400 Euro sind hinsichtlich ihrer Qualität meist minderwertig, bilden häufig Kuhlen und bieten dabei kaum Komfort.
  • Mittlerer Preisbereich: In der Preisklasse zwischen 400 und 600 Euro gibt es bereits akzeptable Matratzen, die sich für nahezu alle Schlaftypen eignen.
  • Oberer Preisbereich: Modelle von 600 bis 800 Euro überzeugen mit einer hervorragenden Qualität.
  • Teuer: Im Bereich ab 800 Euro finden sich vor allem Luxusmatratzen, die ein Höchstmaß an Komfort versprechen und punktgenau an die individuellen Bedürfnisse angepasst sind.

2. Auf den Kern kommt es an: Die gängigsten Matratzen-Typen

Matratzen unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihres Aufbaus und der verwendeten Materialien. Je nach Matratzenkern, also Federkern, Schaumstoff oder Latex, weisen die Modelle unterschiedliche Liegeeigenschaften auf.

Vom Strohsack zur Luxusmatratze

Vorläufer der modernen Matratze gab es bereits im Altertum. Im antiken Griechenland waren Matratzen in der Regel mit Wolle oder Naturfasern gefüllt. Ähnlich handhabten es die Römer, die ihre Matratzen mit Schilf, Heu oder Federn stopften. Während Matratzen, die an die heutige Ausführung erinnern, eher den höheren Schichten vorbehalten waren, schlief das einfache Volk auf harten Unterlagen, etwa einem Teppich auf dem Boden. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts gehörten Matratzen auch bei der bürgerlichen Schicht zum Standard.

Federkernmatratzen: Die Robusten

Federkernmatratzen gibt es in mehreren Ausführungen beziehungsweise Federungen: vom Bonellfederkern über den Taschenfederkern bis hin zum Tonnentaschenfederkern. Allen gemein ist ihre innere Struktur aus Stahlfederkernen, die im Zuge einer Belastung nachgeben und bei einer Entlastung wieder in ihre ursprüngliche Form zurückkehren. Über den Federkernen befindet sich eine Schutzschicht aus Filz oder Vlies, die das Polster vor etwaigen Beschädigungen durch die Federn abschirmt. Das darauf liegende Polster gewährleistet, dass Verbraucher die Federn der Federkernmatratze nicht unangenehm im Rücken zu spüren bekommen.

Die Stahlfederkonstruktion trägt dafür Sorge, dass die Schultern und das Becken einsinken, während die Wirbelsäule gestützt wird. Je nach Federkerntyp zeichnet sich diese Matratzenart nicht nur durch eine gute Punktelastizität, sondern auch durch eine optimale Durchlüftung und ein hervorragendes Schlafklima aus. Die Kehrseite der Medaille: Da die Luft problemlos zirkulieren kann, besitzen Federkernmatratzen eine schlechte Wärmeisolation. Somit sind sie für leicht fröstelnde Personen ungeeignet, wohingegen jeder, der gern kühl schläft, diesen vermeintlichen Nachteil als angenehm empfindet. Dank des guten Feuchtigkeitstransports ist eine Schimmelbildung bei Federkernmatratzen geradezu ausgeschlossen. Darüber hinaus kommen Schlafende nachts weniger leicht ins Schwitzen.

Bonell- und Taschenfederkern
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Während Bonellfederkerne miteinander verbunden sind, sind Taschenfederkern in einzelne Taschen vernäht.

Zwar sind die Matratzen durch den Federkern schwerer sowie weniger flexibel, dafür gelten Federkernmatratzen als sehr robust und entsprechend langlebig. Zumindest die Stahlkonstruktion der Federkernmatratze behält jahrelang ihre ursprüngliche Form bei, was bei einer günstigen Matratze zwischen 5 und 8 Jahre, bei einer hochwertigen sogar 10 bis 14 Jahre bedeutet. Dahingegen können die Federn, zumindest bei günstigeren Federkernmatratzen, nach einer gewissen Zeit durch die Polsterung drücken, was den Liegekomfort einschränkt. Auch die mitunter auftretenden Quietschgeräusche durch die Bewegungen der Federn empfinden manche Nutzer als störend.

  • Stabil und langlebig
  • Hohe Punktelastizität bei hochwertigen Modellen
  • Guter Feuchtigkeitstransport
  • Optimale Durchlüftung
  • Hervorragendes Schlafklima
  • Durchdrücken der Federn bei günstigeren Modellen
  • Vergleichsweise schwer
  • Quietschgeräusche möglich
Bonellfederkernmatratzen

Bei der Bonellfederkernmatratze (günstiges Preisniveau) handelt es sich um die einfachste und damit auch preiswerteste Federkernvariante. Die taillierten, sanduhrähnlichen Stahlfedern sind durch Drähte miteinander verbunden, wodurch sie besonders flächenelastisch, nicht jedoch punktelastisch reagieren. Das bedeutet, dass auf Druck nicht nur eine spezifische Stelle, sondern die gesamte Matratzenfläche nachgibt. Das leichte Nachschwingen, das dem Gefühl auf einem Trampolin nahekommt, betrachten manche Nutzer als unangenehm; bei anderen ist das gerade erwünscht. Da bei diesem Matratzentyp nur wenige Stahlfedern verbaut werden, hebt er sich zumindest im Hinblick auf sein vergleichsweise geringes Gewicht von der Taschenfederkernmatratze ab.

(Tonnen-)Taschenfederkernmatratzen

Während das Federgeflecht einer normalen Federkernmatratze verbunden sowie oben und unten mit Komfortschaum gepolstert ist, sind die einzelnen gerade geformten Federn bei Taschen- beziehungsweise Tonnentaschenfederkernmatratzen in einzelne Reihen von Stofftaschen eingenäht. Diese Reihen sind zu einer Fläche in der Größe einer Matratze verklammert oder verklebt. Dadurch fügen sie sich besser unabhängig voneinander an den Körper des jeweiligen Nutzers an.

Taschenfederkernmatratzen (günstiges bis mittleres Preisniveau) schwingen aufgrund ihrer punktgenauen Unterstützung weniger nach als einfache Bonellfederkernmatratzen. Den höchsten Komfort bieten allerdings Tonnentaschenfederkernmatratzen (mittleres bis oberes Preisniveau). Die bauchig geformten Federn zeichnen sich insbesondere durch ihre Flexibilität aus und geben leichter nach. Aufgrund der hohen Punktelastizität passt sich die Tonnentaschenfederkernvariante besonders gut an den Körper an.

Latexmatratzen: Die Allergikerfreundlichen

Das ursprünglich aus Kautschukbäumen gewonnene Latex wird heutzutage vorwiegend synthetisch hergestellt. Die Qualität einer Latexmatratze (oberes Preisniveau) hängt dabei von der Zusammensetzung der verwendeten Materialien ab. Man unterscheidet grundsätzlich drei Typen:

  • Naturlatex mit einem Kautschukanteil von mindestens 75 Prozent
  • Eine Mischung aus natürlichem und synthetischem Latex, wobei der Kautschukanteil unter 75 Prozent liegt
  • Synthetischer Latex

Bestenfalls besteht eine Naturlatexmatratze zu 100 Prozent aus Naturlatex. Dieser ist zwar wesentlich teurer (ab 600 Euro, im Vergleich zu Matratzen aus synthetischem Latex ab 400 Euro), überzeugt jedoch im Gegensatz zu synthetischem Latex mit seiner überlegenen Atmungsaktivität und einer besseren Punktelastizität. Latexmatratzen sind mit 14 bis 30 Kilogramm jedoch bedeutend schwerer als Kaltschaummatratzen (11 bis 18 Kilogramm).

Für Verbraucher, die sich nachts häufig hin- und her rollen, ist ein Vorteil besonders günstig: Bei einer Latexmatratze bleiben die störenden Bewegungsgeräusche wie bei einer Federkernmatratze aus. Hinsichtlich ihrer Wärmeisoliereigenschaften ist diese Matratzenart hingegen nicht uneingeschränkt für alle Verbraucher zu empfehlen. Da eine Naturlatexmatratze aus Kautschuk besteht, welches die Körperwärme gut aufnehmen kann, gilt sie im Vergleich zur Federkernmatratze als besonders wärmedämmend. Während Frostbeulen also auf ihre Kosten kommen, sind Latexmatratzen für Menschen, die stark schwitzen, nicht geeignet. Die hervorragenden Hygieneeigenschaften dank der Natürlichkeit sowie der Belüftungssystematik gewährleisten eine Resistenz gegenüber Bakterien, sodass sich keine Allergene ansammeln können. Anfangs können Latexmatratzen allerdings einen Eigengeruch verströmen, der mit der Zeit verfliegt.

Bei der Herstellung gibt es zwei unterschiedliche Methoden: das Dunlop- und das Talalay-Verfahren. Beim gebräuchlicheren Dunlop-Verfahren wird der Latex zunächst mit Seife und Luft aufgeschäumt sowie anschließend vulkanisiert. Die eingeschlossenen Luftbläschen sorgen bei der Dunlop-Methode für die typische offenporige Struktur, die ein gutes Schlafklima bewirkt. Eine Dunlop-Matratze überzeugt also mit ihren atmungsaktiven Eigenschaften und ihren günstigen Anschaffungskosten.

Aufbau Latexmatratze
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Latexmatratzen sind an ihrer offenporigen Struktur erkennbar.

Das Talalay-Verfahren ergänzt den Vorläufer um zwei Stufen: Hier wird der Latex in eine Gussform gefüllt und in ein Vakuum eingeschlossen, wodurch sich das Material perfekt verteilt, ohne dabei Luft einzuschließen. Die Mischung wird schockgefroren und mit Kohlendioxid sowie Luft behandelt, bevor das entstandene Gel ebenfalls vulkanisiert wird. Da der Energieaufwand bei dieser Methode wesentlich höher ist, sind Talalay-Matratzen teurer. Die gleichmäßigere Verteilung der Luftbläschen verspricht eine weichere Matratze und dadurch auch eine höhere Punktelastizität. Außerdem sind Talalay-Matratzen äußerst formstabil, langlebig und gewährleisten dank der offenporigen Zellstruktur eine verbesserte Luftzirkulation, womit sie sich selbst für anspruchsvolle Schläfer eignen.

  • Naturlatex ist ökologisch unbedenklich
  • Je nach Ausführung hohe Punktelastizität
  • Lange Haltbarkeit
  • Antiallergene Wirkung
  • Geräuschfrei bei Bewegungen
  • Schwer und unhandlich
  • Anfangs Eigengeruch möglich
  • Sehr teuer
Schaumstoffmatratzen: Die Flexiblen

Herkömmliche Schaumstoffmatratzen sind noch immer der Klassiker im Kinderzimmer. Dabei besteht der Standardschaum, auch Komfortschaum genannt, aus einem einzigen Block Polyurethan, das zwar über eine ungleichmäßige Schaumstruktur beziehungsweise -festigkeit verfügt, sich aber gut an die Körperkonturen anpasst. Bis zur Erfindung des Kaltschaums galt die Schaumstoffmatratze als nicht besonders haltbar. Inzwischen handelt es sich aber um die beliebteste Matratzenart.

Kaltschaum- und Viscoschaummatratze
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Im Gegensatz zur Kaltschaummatratze, deren Querschnitt links veranschaulicht ist, hinterlässt Viscoschaum einen Abdruck.
Kaltschaummatratzen

Die Kaltschaummatratze (meist preisgünstige Matratzen) wird, wie es der Name bereits verrät, durch das kalte Aufschäumen und das anschließende Pressen von Polyurethanschaum hergestellt, was eine gleichmäßigere Härteverteilung als bei der Komfortschaummatratze zulässt. Im Zuge der Qualitätsverbesserung ist der Kaltschaum nicht nur punktelastisch, sondern auch sehr stabil. Kaltschaum bietet daher einen perfekten Schlaf- beziehungsweise Liegekomfort. Selbst unruhige Schläfer kommen mit einer Kaltschaummatratze auf ihre Kosten, da das federnde Material ein müheloses Wenden ermöglicht. Außerdem sind Kaltschaummatratzen komplett geräuschfrei, sodass beispielsweise Paare mit einem unterschiedlichen Bewegungsverhalten ungestört schlafen.

Kaltschaummatratzen speichern die Wärme und eignen sich daher vor allem für Personen, die es nachts wärmer bevorzugen und wenig schwitzen. Nachteilig ist jedoch die mit der Zeit nachlassende Stauchhärte, wodurch häufig belastete Stellen weicher werden. Ausgleichen lässt sich diese Problematik allerdings durch ein regelmäßiges Wenden der Matratze. Auch der anfangs wahrnehmbare chemische Geruch ist zwar lästig, aber unbedenklich und in der Regel schnell verflogen.

  • Lange Lebensdauer
  • Sehr gute Anpassungsfähigkeit
  • Geräuschfrei bei Bewegungen
  • Günstig in der Anschaffung
  • Mäßige Luftzirkulation
  • Durchliegen nach einer Zeit unvermeidbar
  • Anfänglich chemischer Geruch möglich
Viscoelastische Matratzen

Vom Weltraum ins Schlafzimmer: Viscoelastische Matratzen (mittleres Preisniveau) bestehen aus sogenanntem Memory-Foam, der ursprünglich für Astronauten entwickelt wurde. Seine thermosensiblen Eigenschaften verhelfen diesen bei einer körpergenauen Anpassung ihres Raumanzugs. Viscoschaum reagiert auf Druck ebenso wie auf Wärme, sodass er sich der Körperform exakt anpasst; zudem ist er hochelastisch – das jedoch mit deutlicher Verzögerung. Drückt man eine Hand in den Schaum, hinterlässt diese einen länger verbleibenden gut erkennbaren Abdruck. Da das Material sehr träge reagiert, ist es eher für ruhige Schläfer geeignet. Rastlose Schlaftypen sind hingegen aufgrund der kurzzeitig entstehenden Mulden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Wer nachts eher zum Frieren neigt, profitiert von der Wärmespeicherung der Viscoschaummatratze. Leichter schwitzende Menschen sollten jedoch eher einen anderen Matratzentypen, etwa Federkernmatratzen, testen, da ein Wärmestau möglich ist. Aufgrund ihrer hohen Punktelastizität wird die Memoryschaummatratze nicht selten bei orthopädischen Problemen empfohlen und eignet sich daher besonders gut für Menschen mit Rückenbeschwerden.

  • Höchste Punktelastizität
  • Optimale Entlastung druckempfindlicher Körperstellen
  • Geräuschfrei bei Bewegungen
  • Teuerster Matratzentyp
  • Wärmestau möglich
  • Verzögerte Rückstellung in Ausgangsform

Weitere Matratzentypen

Neben den genannten gängigen Matratzentypen gibt es einige Sonderformen, darunter folgende:

  • Wasserbetten: Ein Wasserkern ist entweder von einer wärmedämmenden Schaumstoffwanne oder einem stabilen Möbelrahmen umgeben.
  • Boxspringbetten: Die Matratze liegt nicht auf einem Lattenrost, sondern auf einer zusätzlichen Untermatratze auf.
  • Luftmatratzen: Dieser Matratzentyp besteht aus einer Folie, die in Kammern unterteilt und mit Luft gefüllt ist.
  • Anti-Dekubitusmatratzen: In der häuslichen Pflege kommen die Matratzen dank der Verringerung des Auflagedrucks für bewegungsunfähige Patienten zum Einsatz.
  • Naturmatratzen: Auch natürliche Materialien wie Rosshaar, Stroh, Getreideschalen, Kokosfasern oder Seegras finden bei der Matratzenproduktion Verwendung.

3. Kinderbett, Standard oder Kingsize? Die passende Matratzengröße

Für Paare, Singles oder Kinder sind jeweils unterschiedliche Matratzengrößen empfehlenswert. Weiterhin spielen auch Faktoren wie die Körpergröße, der Platz in den eigenen vier Wänden und das Schlafverhalten eine Rolle.

Für Singles und Platzsparende

Die meisten Singles mit wenig Platz in der Wohnung wählen eine Größe von 100 oder 120 mal 200 Zentimetern. Wer allerdings häufiger zu zweit auf der Matratze schläft, sollte sich eine breitere Ausführung zulegen, bestenfalls mit einer Breite von 140 oder 160 cm.

Für Kinder und Jugendliche

Jugendlichen und Heranwachsenden reicht wiederum eine kleinere Größe, etwa 80 oder 90 mal 200 Zentimeter, aus. Für Kinderbetten gibt es Matratzengrößen von 60 mal 120 oder 70 mal 140 cm im Handel.

Für Paare und Freiheitsliebende

Der Großteil aller Paare wählt eine Matratzengröße von 160 oder 180 mal 200 Zentimetern, sodass jeder über ausreichend Platz für einen erholsamen Schlaf verfügt. Bewegt sich ein Partner im Schlaf jedoch häufiger, ist eine größere Matratze von 200 mal 200 cm angebracht. Ähnliches gilt für den Fall, dass das Kind oder Haustier nachts gern mit ins Bett schleicht. Umgekehrt reicht allen, die gern eng beieinanderliegen, eine Breite von 140 cm völlig aus.
Gängige GrößenMaße
für Singles80 x 200 cm, 90 x 200 cm, 100 x 200 cm, 120 x 200 cm und 140 x 200 cm
für Paare140 x 200 cm, 160 x 200 cm, 180 x 200 cm und 200 x 200 cm
Veranschaulichung der gängigen Matratzengrößen für Singles und Paare.

Die Standardgröße von 140 mal 200 Zentimetern ist für Singles und Paare gleichermaßen geeignet. Davon abgesehen gibt es auch Sonder- und Übergrößen (etwa eine Breite von 190 oder eine Länge von 210 cm) auf dem Markt, die sich bei Bedarf individuell anfertigen lassen.

Eine oder zwei Matratzen?

Ab einer Breite von 140 Zentimetern ist es für Paare ratsam, anstatt eines einzelnen großen Doppelbettes zwei separate Matratzen auszusuchen. Auf diese Weise kann jeder Partner seine eigene Matratzenart beziehungsweise bevorzugten Härtegrad wählen. Nachteilig ist dabei jedoch die sogenannte Besucherritze zwischen den beiden Matratzen.

Für die Prinzessin auf der Erbse: Wie hoch darf es sein?

Nicht nur die Größe, sondern auch die Höhe der Matratze ist ein entscheidendes Kriterium. Hier unterscheidet man zwischen der Kernhöhe und der Gesamthöhe. Während der Kern bestenfalls zwischen 14 und 19 Zentimetern hoch sein soll, liegt die Gesamthöhe durchschnittlich zwischen 19 und 24 cm. Ab 25 Zentimetern spricht man schließlich von der Komforthöhe. Kindermatratzen sind hingegen häufig nicht höher als 10 cm.

4. Wolkenweich oder steinhart? Die Härtegrade

Da Matratzen in verschiedenen Härtegraden angeboten werden, fragen sich viele Verbraucher, welcher der richtige für sie ist. Dies lässt sich meist nur durch testen verschiedener Matratzen herausfinden. Die Liegehärte setzt sich aus dem Raumgewicht und der Stauchhärte zusammen.

Das Raumgewicht

… spielt vor allem bei Kaltschaummatratzen eine Rolle, findet aber auch bei Viscoschaum-, Latex- und Federkernmatratzen Verwendung. In Kilogramm pro Kubikmeter gemessen gibt das Raumgewicht an, wie viel Material pro Volumeneinheit bei der Produktion des Kerns aufgewendet wurde. Als Faustregel gilt: Je höher das Raumgewicht, desto kleiner sind beispielsweise die Bläschen im Schaumstoff und desto besser die Qualität der Matratze. Damit geht ein erhöhtes Gewicht, aber auch eine längere Lebenserwartung einher. Schwerere Menschen sollten zu Matratzen mit einem höheren Raumgewicht greifen. Während günstige Matratzen meist über ein niedriges Raumgewicht von höchstens RG 30 (Maßeinheit des Raumgewichts) verfügen, weisen besonders hochwertige Modelle ein Raumgewicht von RG 50 auf. Grundsätzlich sollte die Matratze aber mindestens zwischen RG 35 und RG 40 liegen.

Die Stauchhärte

… besagt, wie viel Druck auf die Matratze einwirken muss, um diese auf eine bestimmte Höhe zusammenzudrücken. Der Begriff umschreibt gewissermaßen die Fähigkeit, wie schnell beziehungsweise leicht eine Matratze nach einer Belastung wieder in ihre Ausgangsform zurückkehrt. Hier gilt: Je höher die Stauchhärte, desto fester ist der Schaum beziehungsweise allgemein das Material. Damit beeinflusst die Stauchhärte auch das Liegegefühl maßgeblich. Während weiche Kaltschaummatratzen mit einer Stauchhärte von etwa 30 kPa (Kilopascal, die Maßeinheit der Stauchhärte) ausgestattet sind, verfügen festere Modelle über 40 kPa und halten selbst größeren Belastungen (bis zu 120 Kilogramm) stand.

Die Klassifizierung

Um den passenden Härtegrad zu bestimmen, wird in der Regel das Körpergewicht herangezogen. Je nach physischer Konstitution, Alter und Körpergröße ist diese grobe Einteilung jedoch mitunter unpräzise und damit untauglich. Problematisch ist vor allem die Tatsache, dass es keinen marktübergreifend genormten Wert gibt. Für gewöhnlich klassifizieren Matratzenhersteller aber in Härtegraden von H1 bis H5:

HärtegradEmpfundene HärteGeeignetes Körpergewicht
H1WeichBis 60 Kilogramm
H2MittelBis 80 Kilogramm
H3HartÜber 80 Kilogramm
H4ExtrafestÜber 100 Kilogramm
H5UltrafestÜber 120 Kilogramm
Auflistung der verschiedenen Härtegrade in Abhängigkeit zum geeigneten Körpergewicht.

Teilweiße gibt es auch nur drei Abstufungen: in „weich“ für Personen bis 60 Kilogramm, „mittel“ für Personen bis 80 Kilogramm und „hart“ für Personen über 80 Kilogramm. Zwar besagt eine Faustregel „Je jünger, desto fester, und je älter, desto weicher“, selbstverständlich spielt aber auch die persönliche Vorliebe eine Rolle.

Eine Matratze, zwei Härtegrade?

Besitzen Paare eine gemeinsame Matratze, gestaltet es sich schwieriger, einen Härtegrad ausfindig zu machen, der für beide gleichermaßen passt. Unproblematisch ist die Auswahl nur dann, wenn beide Personen etwa gleich viel wiegen. Andernfalls sollten Paare eher auf eine durchgängige Matratze verzichten und stattdessen zwei individuelle Modelle auswählen. Ist die Matratze nämlich beispielsweise zu weich oder auch zu hart, führt das schnell zu Rückenschmerzen.

5. So passt’s: Weitere Kaufkriterien

Abgesehen vom Härtegrad und der Größe gibt es noch weitere Kriterien, die es zu beachten gilt, damit der Matratzenkauf nicht zum Alptraum wird.

Schlafen wie auf Wolken

Matratzen unterscheiden sich je nach Punktelastizität, Zoneneinteilung und Schlafklima erheblich im Liegegefühl. Damit Verbraucher auf ihrer neuen Matratze gesund und komfortabel liegen, sollten sie an diese vor allem zwei Anforderungen stellen: eine optimale Anpassungsfähigkeit bei einer gleichzeitig guten Unterstützung. Davon abgesehen ist es wichtig, dass die Matratze Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben kann, um ein bestmögliches Schlafklima zu erzeugen.

Die Punktelastizität

Ist eine Matratze punktelastisch, gibt sie nur an der Stelle nach, auf die der Körper Druck ausübt. Je höher die Punktelastizität, desto besser die Anpassung der Matratze an den Körper. Wirkt sie hingegen flächenelastisch, so gibt bei Druckausübung die gesamte Fläche nach. Die Punktelastizität ist außerdem abhängig vom Raumgewicht: Während eine Matratze mit einem niedrigen Raumgewicht, etwa RG 35, eher flächenelastisch ist, weist ein Modell mit einem Raumgewicht zwischen RG 45 und RG 60 eine sehr gute Punktelastizität auf. Darüber hinaus ist das Material entscheidend: Latex hat aufgrund seiner speziellen Eigenschaften eine hohe Punktelastizität und ist daher besonders im Hinblick auf die Anpassungsfähigkeit empfehlenswert ist.

Die Liegezonen

Heutzutage ist ein Großteil der Matratzen, vor allem Schaumstoffmatratzen, in sogenannte Liegezonen, auch Härte- oder Körperzonen genannt, eingeteilt. Diese stützen bestimmte Körperregionen besser ab, um ein entspanntes, ergonomisches und vor allem gesundes Liegen zu ermöglichen. Indem sie das Körpergewicht optimal verteilen beziehungsweise das Einsinken kontrollieren, verringert sich der Liegedruck maßgeblich. Schwere Bereiche wie Schultern und Po können auf diese Weise tiefer einsinken, sodass die Wirbelsäule entlastet und ihre natürliche Doppel-S-Form nicht nachteilig gedrückt wird. Für ein gesundes und entspanntes Liegen ist eine Einteilung in Liegezonen also unumgänglich.

Grundsätzlich unterscheidet man

  • 3-Zonen-Matratzen,
  • 5-Zonen-Matratzen,
  • 7-Zonen-Matratzen und
  • 9-Zonen-Matratzen.

Vor allem Matratzen mit sieben Zonen sind inzwischen auf dem Markt weit verbreitet. Das hängt damit zusammen, dass diese Einteilung auf etwa 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung passt. Folgende Einteilung besitzt eine 7-Zonen-Matratze:

7-Zonen Matratze
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Typischer Aufbau einer Matratze mit sieben Liegezonen.
  • 1. Zone: Der Kopfbereich ist eher fest, da dieser einer stabilen Stützung bedarf, was auch den Nacken vor einer Überdrehung schützt.
  • 2. Zone: Die weichste Zone befindet sich im Schulterbereich, damit Schultern und Schulterblätter ohne Gegendruck einsinken und die Muskulatur entlastet wird.
  • 3. Zone: Etwas fester ist die Zone im Lendenbereich, um diesen Bereich des Körpers stabil zu halten und die Wirbelsäule zu entlasten.
  • 4. Zone: Im Hüft- beziehungsweise Beckenbereich ist die Zone mittelfest, damit die Hüfte gut einsinken kann und zusammen mit dem Schulterbereich eine gerade Wirbelsäule ermöglicht.
  • 5. Zone: Wie auch die dritte Zone ist auch der Beinbereich härter gefedert, damit Beine und Rumpf in einer stabilen Lage bleiben.
  • 6. Zone: Der Wadenbereich ist wie Zone 2 weich und sorgt dadurch für eine hervorragende Durchblutung.
  • 7. Zone: Die Fußzone ist vergleichbar mit dem Kopfbereich und besteht aus einem mittelfesten Material, das den Fuß stützt und Druck von den Gelenken, Knöcheln und Fersen nimmt.

Die Körpergröße ist hier insofern zu berücksichtigen, dass die Einteilung in Liegezonen nur für Erwachsene passt, die zwischen 155 und 200 Zentimeter groß sind.

Das Schlafklima

Da ein Mensch während des Schlafs etwa 500 Milliliter Schweiß verliert und dieser irgendwohin entweichen muss, sollte die Matratze eine gute Luftzirkulation gewährleisten. So transportiert sie den Schweiß leichter mit der Luft ab und gewährleistet ein verbessertes Schlafklima. Auch hier spielt das Raumgewicht eine Rolle: Je höher es ist, desto langsamer verdunstet die Feuchtigkeit. Weiterhin sorgen Luftschlitze oder spezielle Matratzenschnitte für eine Optimierung der Luftzirkulation. Ein gutes Schlafklima hat zur Folge, dass sich die Matratze kühler anfühlt und Schimmel und Bakterien keine Chance haben.

Seiten-, Rücken- oder Bauchschläfer? Die Schlaftypen

Je nach individueller Schlafgewohnheit eignen sich manche Matratzentypen besser als andere. Entscheidend ist die bevorzugte Schlafposition in Zusammenhang mit dem eigenen Körpertyp:

Seitenschläfer

… machen mit etwa 60 Prozent den größten Teil der Schlaftypen aus. Zwar ist diese Position besonders entspannend für die Wirbelsäule, sie erfordert aber eine perfekt abgestimmte Matratze. Da die Hüfte – besonders bei Frauen – stärker einsinkt, während Beine, Taille, Brust und Kopf einer Stützung bedürfen, bedarf es einer Stützung des Schulterbereichs, um eine gerade Wirbelsäule zu garantieren.

Tipp: Empfehlenswert sind 7-Zonen-Kaltschaummatratzen, aber auch Latex- oder Tonnentaschenfederkernmatratzen.

Rückenschläfer

… sind circa 18 Prozent der Bevölkerung. In dieser Position sinken die einzelnen Körperpartien nicht so stark ein wie bei Seitenschläfern. Hier ist eine gesunde Lagerung des Schultern- und Nackenbereichs wichtig, doch auch der Bauch- und Beckenbereich sollte einsinken können, damit die Wirbelsäule ihre natürliche Doppel-S-Form behält.

Tipp: Rückenschläfer sollten zu einer Matratze mit mindestens sieben Zonen greifen. Vor allem Modelle aus Kaltschaum und Naturlatex kommen hier infrage.

Bauchschläfer

… sind die Wenigsten (13 Prozent). Vergleichbar mit den Rückenschläfern ist auch hier eine Matratze mit einem elastischen und gleichzeitig festen Hüft- und Beckenbereich nötig. Dabei sollen diese Partien keinesfalls zu tief einsinken, sondern etwa gleich hoch wie Schulter, Kopf und Beine liegen.

Tipp: Neben einer punktelastischen Kaltschaummatratze eignen sich auch Latex- und Taschenfederkernmodelle, wobei die obere Schaumschicht eine maximale Stärke von drei Zentimetern aufweisen sollte.

6. Lattenrost, Bezüge und Co.: Das Zubehör

Nach dem testen der passenden Matratze, stellt sich im Anschluss häufig die Frage, welche Extras sinnvoll sind. Neben einem hochwertigen Lattenrost ist auch die Anschaffung eines Bezugs, eines Matratzentoppers oder einer sogenannten Liebesbrücke überlegenswert.

Die Basis für einen erholsamen Schlaf: Der Lattenrost

Der Liegekomfort beginnt grundsätzlich beim Lattenrost. Für ein insgesamt angenehmes Liegegefühl sind alle Bettelemente ideal aufeinander abgestimmt. Der Lattenrost sorgt bestenfalls für ein entspanntes Liegen, um die Belastungen von Nacken und Rücken, aber auch Knochen und Bandscheiben auszugleichen. Diese Rahmenkonstruktion gewährleistet eine Unterfederung der Matratze, die wiederum einen erholsamen Schlaf verspricht. Gleichzeitig garantiert der Lattenrost für die Matratze eine optimale Stabilität und Entlüftung.

Folgende Lattenrostarten werden unterschieden:

  • Rolllattenrost: Die einfachste Variante besteht aus einzelnen Latten, die mit einem Stoffband verbunden sind und auf dem Bett ausgerollt werden. Eine individuelle Einstellung ist nicht möglich.
  • Tellerlattenrost: Hier dienen die Bretter als Träger einer beliebigen Anzahl – in der Regel fünf bis sechs – quadratischer, beweglicher Kunststoffteller. Im Gegensatz zum Rolllattenrost lassen sich die einzelnen Teller dank Drehpunktlagerung bewegen und an die Liegeposition anpassen.
  • Elektrischer Lattenrost: Mit einer Fernbedienung ausgestattet eignet sich dieser Lattenrosttyp für jeden, der viel Wert auf Komfort legt. Der Bein- oder Kopfbereich lässt sich nämlich auf Knopfdruck erhöhen, um das Liegen so angenehm wie möglich zu gestalten.

Wohlig eingehüllt: Matratzenbezüge

Matratzenbezüge unterscheiden sich hinsichtlich des Materials der Fasern, ihrer Webart sowie der Versteppung. Optimalerweise ist der Bezug abnehm- sowie waschbar und mit einem durchgehenden Reißverschluss versehen. Auf diese Weise können Verbraucher nur die obere Hälfte abnehmen und individuell pflegen.

Das Material

Das Naturmaterial Baumwolle hat den Nachteil, dass es ermüdet und sich bei häufigen Belastungen, etwa unruhigen Schläfern, schnell abnutzt. Aus diesem Grund mischen Hersteller dehnbare Fasern wie Polyester und Polyamid bei. Wer nachts stark schwitzt, sollte einen Bezug wählen, der aus leichter Viskose besteht. Weiterentwicklungen sind etwa Modal, Lyocell oder Tencel. Allergiker sollten zu unbedenklichen Materialien wie Polyester oder Polyamid greifen.

Die Webart

Man unterscheidet vier gängige Webarten:

  • Drell: Der bekannteste Bezug besteht aus einem festgewebten Stoff, der dem Bett eine straffe Anmutung verleiht.
  • Velour: Der eher samtige Bezug hat eine trockene, haltbare Oberfläche, „wandert“ aber auf der Matratze.
  • Frottee: Der griffige, elastische Bezug kann mitunter als rau empfunden werden.
  • Jersey: Der atmungsaktive, elastische Bezug ist vor allem als Doppeltuch lange haltbar.
Die Versteppung

Hochwertige Matratzenbezüge bestehen nicht aus einem einfachen Tuch, sondern sind zusätzlich mit einem Vlies versteppt. Vliese aus Polyester eignen sich am besten, da diese problemlos maschinell bei maximal 40 Grad Celsius waschbar sind. Je dicker das Vlies eingearbeitet ist, desto höher ist die Qualität des Bezugs. Dabei wird die Versteppung in Gramm pro Quadratmeter angegeben: Während Wollversteppungen eine Dicke von 500 Gramm pro Quadratmeter aufweisen, ist Polyesterfaservlies mit 200 Gramm pro Quadratmeter eher schwach. Empfehlenswert sind Polster ab 400 Gramm pro Quadratmeter.

Für den zusätzlichen Komfort: Matratzentopper

Für zusätzlichen Komfort legen Nutzer einen Topper auf die Matratze und fixieren ihn an den Ecken. Diese Auflage schont die Matratze und verbessert die Hygiene, indem sie Staub und Schweiß abhält. Außerdem lässt sich der Härtegrad abschwächen beziehungsweise das Schlafklima verändern, ohne die Matratze komplett austauschen zu müssen. Matratzentopper sind nicht zu verwechseln mit Matratzenschonern, die unter die Matratze gelegt werden, um diese vor Beschädigungen durch den Lattenrost zu schützen.

Besucherritze stört beim Kuscheln? Bauen Sie Liebesbrücken!

Ritzenfüller verhindern, dass ein Partner nicht in der Kluft zwischen zwei Matratzen aufwacht oder Gegenstände darin verschwinden. Sogenannte Liebesbrücken, auch als Matratzenkeile oder -brücken bekannt, erhöhen den Schlafkomfort und sorgen dafür, dass Paare bequem kuscheln können. Sie bestehen in der Regel aus Kaltschaum, ähneln einem breiten „T“ und dienen, wie es ihr Name bereits andeutet, als Brücke zwischen zwei Matratzenhälften.

Matratzen Liebesbrücke
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Damit die Fernbedienung nicht im Spalt verschwindet: die Liebesbrücke.

7. Lüften, wenden, reinigen: Die richtige Pflege

Damit die Matratze möglichst lange hält und sich darauf keine Bakterien ansammeln oder gar Schimmel entsteht, bedarf es einer gewissen Pflege. Um Verschmutzungen der Matratzenhülle und das Eindringen von Schweiß und Staub in die Matratze zu verhindern, empfiehlt sich dringend der Bezug mit einer Spannauflage. Diese sollten Nutzer alle zwei Wochen bei mindestens 50 Grad Celsius waschen. Zwar sind die meisten Matratzen mit einer abzieh- und waschbaren Hülle versehen, generell ist es aber unwahrscheinlich, dass sich beispielsweise Milben ansammeln und das Waschen der Matratzenhülle erforderlich machen, wenn eine Spannauflage benutzt wird. Auf das Absaugen der Matratze sollten Verbraucher grundsätzlich verzichten, da auf diese Weise die Oberflächenstruktur der Matratze in Mitleidenschaft gezogen würde.

Für eine gleichmäßige Abnutzung und eine lange Lebensdauer sollten Nutzer ihre Matratze regelmäßig, im Idealfall einmal im Monat, drehen (von der Kopf- zur Fußseite und umgekehrt) und wenden (von der Unter- auf die Oberseite und umgekehrt). Dieser Prozess dient auch der Belüftung, da Staub beziehungsweise Raumluft entweichen können, und verhindert die Ansammlung von Gerüchen, Feuchtigkeit und Milben. Um die Bildung von Schimmel zu vermeiden, stellen Nutzer die Matratze zum Auslüften gelegentlich auf, denn vor allem nachts sammelt sich darauf viel Feuchtigkeit. Vorteilhaft sind in diesem Zusammenhang natürlich leichtere Modelle mit symmetrischen Liegezonen, da sich diese problemlos wenden lassen.

Doch selbst die hochwertigste und gepflegteste Matratze müssen Nutzer nach 10 bis 15 Jahren wechseln – insbesondere aus hygienischen Gründen, da sich mit der Zeit nicht nur Verschleißerscheinungen, sondern auch Schweißrückstände und Verschmutzungen ansammeln. Wird die Matratze nicht ausreichend gepflegt oder ist das Schlafzimmer besonders feucht und nur wenig durchlüftet, verkürzt sich die Lebensdauer. Spätestens wenn sich Kuhlen gebildet haben, die sich nicht mehr zurückbilden, ist es an der Zeit für ein neues Modell. Ursächlich dafür können unter anderem zu große (mehr als vier Zentimeter) Lattenabstände sein. Die ideale Raumtemperatur für eine Matratze liegt zwischen 16 und 20 Grad Celsius, die optimale Luftfeuchtigkeit bei circa 50 Prozent.

Tipps zum fachgerechten Recycling

Sobald die alte Matratze ausgedient hat, muss ein neues Modell her. Doch wie entsorgen Verbraucher ihre abgenutzte Matratze? Sie haben verschiedene Möglichkeiten:

  • Die Entsorgung über den Sperrmüll ist bequem und (für gewöhnlich einmal monatlich) kostenlos.
  • Eine umweltgerechte Alternative ist die fachgerechte Entsorgung auf einem Wertstoffhof.
  • Ist die Matratze noch in einem vertretbaren Zustand, bietet sich das Spenden für einen wohltätigen Zweck an.
  • Häufig kann man auch direkt beim Hersteller anfragen, der die Entsorgung selbst übernimmt.

So vergleichen wir

Wichtig: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. In dieser Kategorie war es uns aus Gründen der Verfüg- und Machbarkeit nicht möglich, vollumfänglich selbst zu testen, weshalb wir unsere Bewertung sowie das Ranking auf der Grundlage einer Analyse online recherchierter Informationen, Experteneinschätzungen, Berichten von Testinstitutionen, Online-Reviews und Kundenerfahrungen erstellten.