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Kaffeevollautomaten

Die besten Kaffeevollautomaten im Vergleich

Lena Groeben
Platz Produkt Bewertung Preis
1 ETAM 29.660.SB 4,80 899,00 €
2 Saeco HD8925/01 PicoBaristo 4,70 849,00 €
3 DeLonghi ECAM 22.110.B  4,65 499,00 €
4 Jura Impressa C60 4,55 599,00 €
5 Philips HD8834/01 4,50 649,00 €
6 Melitta Caffeo Varianza CSP 4,45 899,00 €
7 Siemens EQ.3 s300 4,40 679,00 €
8 Saeco Intelia Deluxe HD8902/01 4,35 599,00 €
9 KRUPS EA8108 4,30 599,00 €
10 Melitta Caffeo Solo & Perfect Milk 4,30 549,00 €

Technische Merkmale

Ausstattung

Getränke-Auswahl

Bedienbarkeit

Kaffee-Getränke in allen Variationen zu Hause genießen

Das Wichtigste in Kürze
  • Kaffeevollautomaten produzieren auf Knopfdruck diverse Kaffeespezialitäten in hoher Qualität.
  • Zu den beliebtesten Heißgetränken aus Vollautomaten gehören Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato. Bestimmte Modelle verfügen außerdem über eine Kakao-Funktion.
  • Im Vergleich mit den gängigen Zubereitungssystemen bieten Kaffeevollautomaten einen sehr günstigen Kaffeepreis pro Tasse.
  • Besonders praktisch sind ein integrierter Milchaufschäumer zur Herstellung milchhaltiger Espresso-Getränke auf Knopfdruck und ein zeitsparendes Reinigungsprogramm.
  • Um möglichst lange die Kaffeespezialitäten genießen zu können, sind das regelmäßige Reinigen und Entkalken des Vollautomaten unerlässlich.
  • Moderne Vollautomaten warten mit interessanten Innovationen wie der Steuerung per App auf und sorgen für besonders hohen Komfort.

1. Was ist ein Kaffeevollautomat?

Volle Röstaromen, der Duft von Kaffeebohnen, Spezialitäten in raffinierten Varianten: Was einst den Cafés vorbehalten blieb, gelingt jedem Enthusiasten heute zuhause. Mit einem Kaffeevollautomaten bereiten Privatverbraucher verschiedene Kaffeespezialitäten komfortabel per Knopfdruck und in hervorragender Qualität zu. Dank modernster Technologie perfekt auf den Tagesablauf abgestimmt und selbstreinigend. Sei es aromatischer Caffè Crema, um morgens in den Tag zu starten, ein kräftiger Espresso als krönender Abschluss eines Mittagessens oder milder, sahniger Latte Macchiato in geselliger Runde.

Die Deutschen lieben ihren Kaffee sowohl klassisch als auch in stets neuen, köstlichen Varianten. Die Bundesrepublik zählt gemeinsam mit den USA, Frankreich, Japan und Italien zu den bedeutendsten Kaffee-Abnehmerländern. Laut einer Studie des Online-Portals Statista trinkt ein Deutscher im Laufe seines Lebens im Durchschnitt etwa 77.000 Tassen Kaffee. Dazu geben rund 70 Prozent der deutschen Kaffeetrinker laut einer Umfrage aus dem Jahr 2015 an, dass der Kaffeegenuss ihr Wohlbefinden steigert. Deutschland wird also nicht zu Unrecht als Land der Kaffeegenießer bezeichnet.

Praktische Geräte für den perfekten Kaffeegenuss

Kaffeevollautomaten sind technische Geräte für den Heimgebrauch, die auf Knopfdruck unterschiedliche Kaffeespezialitäten in hoher Qualität zubereiten. Dazu gehört das Mahlen der Kaffeebohnen mittels integriertem Mahlwerk genauso wie das Brühen des Kaffeepulvers mit Wasser und das Aufschäumen von Milch. Zu den Standardgetränken, die ein guter Kaffeevollautomat beherrschen sollte, zählen unter anderem der Espresso, der die Grundlage aller mit dem Vollautomaten zubereitbaren koffeinhaltigen Getränke darstellt, der Cappuccino und der Latte Macchiato.

Vom Selbstbedienungsautomaten zum kompakten Hightech-Gerät

Mittlerweile finden sich die praktischen Kaffeevollautomaten immer öfter in Privathaushalten.

Seinen Ursprung hat der Kaffeevollautomat gewissermaßen in einem Selbstbedienungsautomaten, der Verbrauchern nach Münzeinwurf das gewünschte Heißgetränk zubereitet. Da andere Waren wie Suppen oder Süßgetränke nur wenige Kunden zu begeistern vermochten, konzentrierte sich die Entwicklung auf Kaffeespezialitäten. Der Berliner Otto Bengtson arbeitete diese Idee weiter aus und erfand schließlich Anfang der 1960er Jahre den ersten Kaffeevollautomaten mit integrierter Mühle, der 1964 auf den Markt kam.

Parallel dazu ließ sich der Schweizer Arthur Schmed vom Prinzip der Espresso-Zubereitung, bei der eine kurze Brühdauer und ein hoher Druck wichtig sind, inspirieren. So stellte er im Jahr 1980 den ersten funktionstüchtigen Prototypen eines kompakten Kaffeevollautomaten her, der auf Knopfdruck schnell und selbstständig Kaffee zubereitet. Nach vielen Zweifeln an dem Projekt übernahmen dann unter anderem die Unternehmen Solis und Saeco die Produktion der Maschine und erzielten damit einen großen Erfolg. Mittlerweile werden vollautomatische Kaffeemaschinen nicht mehr nur in Cafés und Büros genutzt, sondern sind auch in immer mehr Privathaushalten vertreten. Zudem entwickeln die großen Hersteller ihre Geräte immer weiter und erhöhen durch Innovationen den Bedienkomfort und den Geschmack.

Die wichtigsten Vorzüge der Vollautomaten

Zwar sind Kaffeevollautomaten im Vergleich zu anderen Geräten wie beispielsweise einer einfachen Filterkaffee- oder einer kleinen Padmaschine immer noch recht hochpreisig. Dafür bieten sie aber auch einige Vorzüge, sodass sich die Anschaffung eines eigenen Geräts für Kaffeegenießer auf jeden Fall lohnt. Die größten Vorteile der vollautomatischen Kaffeemaschinen sind die Zubereitung verschiedener Kaffeespezialitäten, die hervorragende Qualität des zubereiteten Heißgetränks sowie der hohe Bedienkomfort. So müssen Kaffeeliebhaber, die keinen Kaffeevollautomaten besitzen, in der Regel ein Café aufsuchen, um einen perfekten Cappuccino oder Latte Macchiato genießen zu können. Da ein Kaffeevollautomat die Bohnen frisch mahlt und beim Brühvorgang mit hohem Wasserdruck arbeitet, ist er in der Lage, einen deutlich aromatischeren Kaffee herzustellen als etwa eine einfache Filtermaschine ohne integriertes Mahlwerk. Viele Verbraucher dürfte außerdem der geringe Aufwand überzeugen: Wenige Knopfdrücke genügen, damit das Gerät das gewünschte Lieblingsgetränk selbstständig zubereitet.

Allerdings ist die Reinigung des Kaffeevollautomaten häufig vergleichsweise aufwendig. Viele moderne Modelle beheben diesen Nachteil jedoch bereits mit einem Reinigungsprogramm, das dem Besitzer die meiste Arbeit abnimmt. Weniger gut geeignet sind Kaffeevollautomaten für Verbraucher, die mit ihrer Kaffeemaschine eine große Menge Kaffee auf einmal zubereiten möchten. Ein Kaffeevollautomat kann typischerweise eine oder zwei Tassen zeitgleich herstellen. Hier stehen Genuss und Qualität im Vordergrund. Ein negativer Aspekt der meisten vollautomatischen Kaffeemaschinen ist deren hohe Lautstärke während des Mahlvorgangs. Wer seinen Kaffee aus frischgemahlenen Bohnen zubereiten möchte, wird diese jedoch in Kauf nehmen.

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Vorteile sowie die Abstriche, die Nutzer eines Kaffeevollautomaten in Kauf nehmen müssen, auf einen Blick.

  • Zubereitung diverser Kaffeespezialitäten in hervorragender Qualität
  • Voller, aromatischer Geschmack
  • Frisch gemahlener Kaffee
  • Hoher Bedienkomfort
  • Kaffee auf Knopfdruck
  • Zeitersparnis
  • Teilweise aufwendige Reinigung
  • Häufig hohe Lautstärke beim Mahlvorgang
  • Gleichzeitiges Ansetzen von nur ein bis zwei Tassen

2. Wie funktionieren Kaffeevollautomaten?

Um auf Knopfdruck das gewünschte Getränk herzustellen und dabei eine möglichst komfortable Bedienung zu haben, sind verschiedene Bestandteile erforderlich. Unter diesem Abschnitt werden die einzelnen Komponenten eines Kaffeevollautomaten vorgestellt. Es wird zudem erläutert, welche Eigenschaften diese im Idealfall mitbringen.

Die wichtigsten Bestandteile eines Kaffeevollautomaten

Das folgende Schaubild zeigt einen typischen Kaffeevollautomaten mit dessen wichtigsten sichtbaren Komponenten.

Aufbau eines Kaffeevollautomaten
Der Aufbau eines gängigen Kaffeevollautomaten im Überblick.

Das Kaffeebohnenreservoir und das Aromaschutzsystem

Der Ausgangspunkt der Kaffeeherstellung im Vollautomaten ist das Kaffeebohnenreservoir – das Fach, in welches der Kaffeetrinker die Bohnen füllt, die später im Mahlwerk zu frischem Pulver gemahlen werden. Hierbei sind das Fassungsvermögen des Fachs sowie sein Verschlusssystem entscheidend. Je kleiner das Kaffeebohnenreservoir ausfällt, umso häufiger müssen neue Kaffeebohnen nachgefüllt werden. Ist das Fach schwer verschließbar oder undicht, verlieren die dort gelagerten Bohnen schnell an Aroma. Daher verfügen die meisten hochwertigen Kaffeevollautomaten über ein Aromaschutzsystem, das die Bohnen im Reservoir auch über mehrere Tage hinweg frisch hält. Einige Modelle beinhalten über den Kaffeebohnenbehälter hinaus ein zweites Fach für Kaffeepulver.

Der Wassertank und der Wasserfilter

Aus dem Wassertank entnimmt der Automat das Wasser, welches er zur Kaffeeherstellung benötigt. Beim Wassertank ist zum einen die Größe entscheidend: Einen zu kleinen Wassertank müssen Anwender sehr häufig nachfüllen, was im Alltag sehr lästig ist. Vor allem bei Vollautomaten, die sehr oft und von mehreren Personen in Anspruch genommen werden – beispielsweise Kaffeevollautomaten fürs Büro – empfiehlt sich ein größerer Wassertank ab einem Fassungsvermögen von 1,8 Litern. Zum anderen ist es beim Wassertank wichtig, dass er möglichst einfach von vorne entnehmbar ist.

Vor allem in Regionen mit sehr kalkhaltigem Leitungswasser ist es von großem Vorteil, wenn der Kaffeevollautomat über einen integrierten Wasserfilter verfügt, der das Kaffeewasser von Rückständen und Kalk reinigt. Denn Kalk ist auf Dauer sehr schädlich für die Maschine, da er sich in den Leitungen ablagert und diese verengt. Wer sich für einen Kaffeevollautomaten mit integriertem Wasserfilter entscheidet, muss allerdings bedenken, dass dieser regelmäßig auszutauschen ist.

Das Mahlwerk

Besonders wichtig für die Zubereitung eines guten Kaffees ist das Mahlwerk, das die Bohnen frisch zerkleinert. Hinsichtlich ihrer Bauart unterscheiden sich zwei verschiedene Mahlwerk-Arten:

  • Das Kegelmahlwerk
  • Das Scheibenmahlwerk

Kegelmahlwerke kommen sehr häufig zum Einsatz, da sie besonders platzsparend sind. Dementsprechend eignen sie sich gut für kleine Kaffeevollautomaten. Ein Kegelmahlwerk besteht aus einem positiven und einem negativen Teil. Beide greifen ineinander und mahlen so die Bohnen. Das entstehende Kaffeemehl fällt nach unten.

Seltener kommen Scheibenmahlwerke zum Einsatz. Wie der Name bereits verrät, zerkleinern diese die Kaffeebohnen zwischen zwei aufeinanderliegenden Scheiben. Die Zentrifugalkraft drückt das entstehende Kaffeepulver nach außen. Je kleiner der Abstand zwischen den Scheiben ausfällt, desto feiner mahlt das Werk die Bohnen. Der Vorteil des Scheibenmahlwerks besteht darin, dass es wesentlich leiser arbeitet als das Kegelmahlwerk.

Neben der Bauart unterscheiden sich Mahlwerke außerdem in ihrem Material. So finden sich in Kaffeevollautomaten entweder Mahlwerke aus Stahl oder aus Keramik. Gehärteter Stahl ist besonders robust und weitestgehend verschleißfrei. Dagegen bieten Mahlwerke aus Keramik den Vorteil, dass sie weniger Hitze entwickeln als Mahlwerke aus Stahl. Darüber hinaus sind Keramik-Mahlwerke günstiger.

Die verschiedenen Mahlwerke haben jeweils ihre eigenen Vorteile, welche die folgende Übersicht nochmals auf einen Blick zeigt:

Mahlwerk Vorteile
Kegelmahlwerk platzsparend
Scheibenmahlwerk sehr leise
Stahl robust
weitestgehend verschleißfrei
Keramik nehmen weniger Hitze auf
günstiger Preis
Die Vorteile der verschiedenen Mahlwerk-Arten.

Die Brühgruppe

Nach dem Mahlen der Bohnen fällt das gewonnene Kaffeepulver in die Brühgruppe- oder auch Brühkammer, in welcher der Brühprozess stattfindet. Abhängig vom Hersteller besteht diese überwiegend aus Kunststoff oder komplett aus Metall. Je nach Modell ist die Brühkammer entweder fest eingebaut oder abnehmbar. Abnehmbare Brühgruppen bieten den Vorteil, dass Verbraucher diese mit wenigen Handgriffen entnehmen und so einfacher reinigen, inspizieren und im Falle eines Defekts durch eine neue Brühgruppe ersetzen können. Ein regelmäßiges Abspülen mit warmem Wasser reicht hierbei im Normalfall aus. Bei Maschinen mit fest verbauter Brühgruppe übernimmt ein automatisches Reinigungsprogramm das Säubern.

Das Milchschaumsystem

Damit der Kaffeevollautomat auf Knopfdruck milchhaltige Getränke zubereiten kann, benötigt er ein Milchschaumsystem. Zu diesem gehört die sogenannte Milchschaumdüse, deren Aufgabe es ist, die richtige Menge Milch mit der optimalen Schaumbildung zum ausgewählten Getränk hinzuzugeben. Kaffeevollautomaten mit Milchaufschäumer verfügen entweder über ein externes oder ein internes Milchschaumsystem. Modelle mit integriertem System besitzen ein zusätzliches Fach, in welches Milch gefüllt werden kann. Idealerweise können Kaffeetrinker dieses leicht herausnehmen, um die Milch bei Bedarf etwa über Nacht in den Kühlschrank zu stellen, da Vollautomaten üblicherweise nicht über eine integrierte Kühlung verfügen. Kaffeevollautomaten mit externen Systemen beziehen die Milch dagegen über eine Ansaugleitung aus einem Behälter, der sich außerhalb der Maschine befindet – häufig direkt aus der geöffneten Milchpackung. Für beide Systeme ist eine regelmäßige, gründliche Reinigung wichtig, da sich sonst schnell Bakterien ansammeln. Diese fällt bei internen Systemen aufgrund des integrierten Behälters etwas aufwendiger aus. Viele Vollautomaten beinhalten allerdings praktischerweise ein Reinigungsprogramm, welches den Besitzern die Arbeit abnimmt.

Die Pumpe und der optimale Druck

Milchschaum
Bei einfachen Maschinen mit Dampfdüse geben Milchschaum manuell zum Getränk.

Einen großen Einfluss auf die Qualität der zubereiteten Kaffeespezialitäten hat die Pumpe oder, genauer gesagt, der Pumpendruck. Die Pumpe hat die Aufgabe, durch die Ansaugleitung Wasser heranzuziehen und über das Kaffeepulver zu pressen. Darüber hinaus befördert sie die Milch in das Aufschäumsystem. Der Pumpendruck ist deshalb so entscheidend, weil er die Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffeepulver bestimmt. Sie ist für das Herauslösen der Aromen aus dem Pulver und damit für den Geschmack verantwortlich. Bei zu hohem Druck fließen zu viele Bitterstoffe mit in den Espresso, während bei einem zu niedrigen Druck nicht genug Aromastoffe freigesetzt werden. Die optimale Kontaktzeit, die in etwa zwischen 25 und 30 Sekunden beträgt, hängt vom Mahlgrad der Bohnen ab. Je feiner die Bohnen gemahlen sind, umso länger sollte der Kontakt mit dem Wasser ausfallen. Generell empfehlen Baristas für die Zubereitung eines perfekten Espressos einen Druck von ungefähr neun Bar in der Brühkammer. Der maximale Pumpendruck beträgt bei vielen Maschinen 15 Bar, was dafür in der Regel ausreichend ist.

Der Kaffeeauslauf

Beim Kaffeeauslauf, aus dem das zubereitete Getränk in die bereitstehende Tasse fließt, ist es von großem Vorteil, wenn er höhenverstellbar ist. So passen Anwender dessen Höhe an unterschiedliche Behältnisse wie etwa die kleine Espressotasse oder das hohe Glas für den Latte Macchiato an.

3. Individuelle Einstellungsmöglichkeiten

Die Bedienung eines guten Kaffeevollautomaten fällt für gewöhnlich so einfach wie möglich aus. In der Regel beschränkt sich die Leistung des Kaffeetrinkers auf das Füllen von Wassertank und Kaffeebohnenfach sowie die Auswahl des Wunschgetränks per Knopfdruck. Darüber hinaus verfügen Kaffeevollautomaten über einige Einstellungsmöglichkeiten, mit denen Anwender den Kaffee individualisieren und so an ihren Geschmack anpassen. Besonders praktisch ist es, wenn der Kaffeevollautomat über mehrere Benutzerprofile verfügt, in denen Verbraucher ihre individuellen Einstellungen abspeichern. Welche Faktoren bei vielen Maschinen verstellbar sind, welche Optionen dabei zur Auswahl stehen und wie sich diese auf den Geschmack des zubereiteten Getränks auswirken, erklären wir in diesem Abschnitt.

Der Mahlgrad

Für das richtige Aroma des Kaffees ist neben dem Pumpendruck der Mahlgrad des Kaffeepulvers von besonderer Bedeutung. Experten empfehlen eine feine, aber nicht zu feine Mahlung für den perfekten Kaffeegenuss. Da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, bieten gängige Kaffeevollautomaten die Möglichkeit, den Mahlgrad von fein bis grob zu verstellen und so an die individuellen Bedürfnisse anzupassen. Je feiner der Mahlgrad eingestellt ist, desto mehr Aromen und Bitterstoffe gelangen in den Kaffee und desto dunkler gerät die Crema. Gröber gemahlene Bohnen sorgen dagegen für einen dünneren, weniger aromatischen Kaffee.

Die Kaffeepulver- und die Wassermenge

Die Stärke ihres Kaffees können Konsumenten zudem über die Kaffeepulvermenge an ihren Geschmack anpassen. Meist erlauben Vollautomaten Kaffeedosierungen zwischen 5 und 16 Gramm pro Tasse Kaffee. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick darüber, mit welcher Pulvermenge Kaffeetrinker welche Aromastufe erreichen.

Kaffeepulvermenge Aroma
6 – 10 Gramm sehr mild
8 – 11,2 Gramm mild
9 – 11,8 Gramm normal
10 – 12,4 Gramm kräftig
11 – 13 Gramm sehr kräftig
Die fünf gängigen Aromastufen und die entsprechende Kaffeepulvermenge.

Ebenso bieten Kaffeevollautomaten in der Regel die Möglichkeit, die zu verwendete Wassermenge individuell für jede Tasse nach Belieben zu verringern oder zu erhöhen. Bei einigen Modellen ist diese Option programmierbar. Das heißt: Man legt individuell für jedes wählbare Getränk eine bestimmte Wassermenge fest. Entscheidend für den Geschmack ist das richtige Verhältnis zwischen Pulver- und Wassermenge. Die Speciality Coffee Association of Europe (SCAE) empfiehlt ein Verhältnis von 60 Gramm Kaffee auf einen Liter Wasser. Bei einer Tasse mit einem Fassungsvermögen von 200 Millilitern wären dementsprechend 12 Gramm Kaffeepulver ideal.

Die Wasserhärte und ihr Einfluss auf den Kaffeegeschmack

Neben diversen Faktoren wie Mahlgrad, Pumpendruck und Pulvermenge beeinflusst auch die Qualität des verwendeten Wassers, insbesondere die Wasserhärte, den Geschmack des zubereiteten Heißgetränks. Die Gesamthärte des Wassers ergibt sich aus der Summe der enthaltenen Kationen von Erdalkalimetallen. Je höher diese ausfällt, desto härter ist das Wasser. Nach europäischem Standard existieren drei verschiedene Härtebereiche, die sich hinsichtlich des Calciumcarbonat-Anteils in Millimol voneinander abgrenzen:

Härtebereich Millimol Calciumcarbonat / Liter Grad deutscher Härte (°dH)
weich < 1,5 < 8,4 °dH
mittel 1,5 – 2,5 8,4 – 14 °dH
hart > 2,5 > 14 °dH
Die drei Härtebereiche im Überblick.

Für die Herstellung von Heißgetränken eignet sich besonders gut mittelhartes Wasser mit acht Grad Härte. Hartes Wasser führt dagegen zur Verkalkung des Automaten. Mit der Verwendung eines Wasserfilters verbessern Verbraucher die Qualität ihres Leitungswassers. Dabei haben sie verschiedene Optionen wie etwa einen fest installierten Wasserfilter in der Zuleitung, Filterkartuschen im Wassertank ihres Vollautomaten oder einen Tischwasserfilter.

Die Brühtemperatur

Neben den genannten Einstellungsoptionen ändern Anwender mit den meisten Kaffeevollautomaten auch die Brühtemperatur, die häufig auf 85 Grad Celsius voreingestellt ist. Die optimale Brühtemperatur ist von der gewünschten Kaffeespezialität sowie von den verwendeten Bohnen abhängig. So eignet sich beispielsweise für Kaffee eine Brühtemperatur zwischen 86 und 96 Grad Celsius, während sie beim Espresso idealerweise zwischen 92 und 96 Grad Celsius liegt. Tendenziell sind zum Aufbrühen von Arabica-Bohnen höhere Temperaturen notwendig als bei Robusta-Bohnen.

Ungeeignete Brühtemperaturen erkennen Verbraucher am Geschmack des Kaffees und an der Crema:

  • Zu niedrige Brühtemperatur: saurer Geschmack, Crema zu hell
  • Zu hohe Brühtemperatur: bitterer Geschmack, Crema löst sich schnell auf

In der Regel passen Kaffeevollautomaten die Brühtemperatur automatisch an das ausgewählte Getränk an. Dennoch ist es natürlich praktisch, die Temperatur bei Bedarf individuell nachjustieren und an den eigenen Geschmack anpassen zu können.

Das Milchsystem

Bei Kaffeevollautomaten mit integriertem oder externem Milchsystem passen Anwender auch die Menge von Milch und Milchschaum individuell an ihre Bedürfnisse und das aktuelle Getränk an. Häufig liegen die Einstellungsoptionen hierbei jeweils zwischen 25 und 220 Millilitern. Ein hochwertiger One-Touch-Kaffeevollautomat bietet darüber hinaus meist die Möglichkeit, die Konsistenz und die Temperatur des Milchschaums nach dem persönlichen Geschmack einzustellen. Dabei wählen sie beispielsweise zwischen warmer und heißer Milch sowie zwischen flüssigem, cremigem und festem Milchschaum.

Praktische Zusatzfunktionen für mehr Zeit und Geschmack

Bestimmte Modelle verfügen außerdem über eine sogenannte Vormahl- sowie eine Vorbrühfunktion, mit welchen Kaffeeliebhaber Zeit sparen beziehungsweise mehr Geschmack aus dem Kaffeepulver holen. Bei Auswahl der Vormahlfunktion mahlt der Vollautomat während des Brühprozesses für das eine Heißgetränk schon die Bohnen für das nächste, sodass Verbraucher auf diese Weise deutlich schneller mehrere Getränke hintereinander zubereiten. Bei der Vorbrühfunktion feuchtet der Kaffeevollautomat das Kaffeepulver mit Wasser an und lässt es für etwa eine Sekunde einweichen, bevor er den eigentlichen Brühvorgang startet. Diese Funktion verhindert eine sogenannte Kanalbildung. Das bedeutet: Anstatt das Kaffeepulver gleichmäßig zu durchlaufen, bahnt sich das Wasser seinen Weg durch eine oder zwei Stellen. Damit hilft die Vorbrühfunktion dabei, mehr Aroma aus dem Kaffeepulver zu holen.

4. Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Der Kauf eines Kaffeevollautomaten bedeutet üblicherweise eine größere Investition, die Interessenten daher besonders gut überdenken sollten, um sich im Nachhinein nicht über ihre Kaufentscheidung zu ärgern. Als Hilfestellung werden wichtige Fragen rund um den Kauf eines Kaffeevollautomaten beantwortet.

Welche Kaufkriterien sind zu beachten?

Verbraucher stellen verschiedenste Ansprüche an ihren Kaffeevollautomaten. Die folgenden Kriterien sollen dabei helfen, die Auswahl auf bestimmte Modelle einzuschränken und so schließlich den passenden Vollautomaten für die jeweiligen Bedürfnisse zu finden.

Die Geräteart und der Platzbedarf

Soll es ein platzsparender Einbau- oder doch lieber ein freistehender Kaffeevollautomat sein? Freistehende Kaffeevollautomaten sind in der Regel deutlich günstiger in der Anschaffung, einfacher zu warten und zu reinigen sowie im Falle eines Defekts leicht auszutauschen. Für Verbraucher, denen wenig Platz zur Verfügung steht und die gerade ihre neue Küche planen, kann ein Einbauvollautomat dennoch die weit bessere Wahl sein. Um einen Fehlkauf zu vermeiden, empfiehlt es sich außerdem unabhängig von der Geräteart, die Abmessungen des Wunschmodells mit dem dafür vorgesehen Platz abzugleichen.

Die Energieeffizienz

Ein erhöhter Stromverbrauch des Gerätes kann dem Geldbeutel je nach Häufigkeit des Kaffeegenusses ganz schön wehtun. Daher ist es ratsam, auf den jährlichen Stromverbrauch zu achten und ein sparsames Gerät auszuwählen. Beim Energiesparen hilft eine automatische Abschaltfunktion, mit der sich der Vollautomat nach Programmierung zum gewünschten Zeitpunkt selbstständig abschaltet.

Die Größen von Wassertank, Bohnenreservoir und Kaffeesatzbehälter

Die verschiedenen Modelle verfügen über unterschiedlich große Wassertanks, Bohnenfächer und Auffangbehälter für das verbrauchte Kaffeepulver. Je häufiger der Kaffeevollautomat zum Einsatz kommt, desto größer sollten diese Komponenten ausfallen, um zu gewährleisten, dass die Maschine den Nutzer nicht permanent mit Füllen und Leeren auf Trab hält.

Die Brühgruppe

Kaffeevollautomaten verfügen entweder über eine abnehmbare oder eine fest integrierte Brühgruppe. In der Regel sind abnehmbare Brühgruppen einfacher zu reinigen und im Falle eines Defekts zu reparieren beziehungsweise zu ersetzen.

Das Mahlwerk

Hinsichtlich des Mahlwerks müssen Käufer sich entscheiden, ob sie sich ein platzsparendes Kegel- oder ein leises Scheibenmahlwerk wünschen. Beide Varianten sind sowohl in Stahl- als auch in Keramik-Verarbeitung erhältlich.

Verstellbarer Mahlgrad

Um die Stärke des Kaffees individuell einstellen zu können, muss der Mahlgrad anpassbar sein. Je feiner dieser ausfällt, desto aromatischer gelingt der Kaffee. Einige Kaffeevollautomaten ermöglichen es dem Konsumenten darüber hinaus, die Wasser- und Kaffeepulvermenge, die Brühtemperatur, den Pumpendruck sowie die Milch- oder Milchschaum-Menge individuell anzupassen. So bereiten sich Enthusiasten ihren ganz eigenen, optimal dosierten Kaffee zu.

Die automatische Reinigung

Äußerst praktisch ist es, wenn der gewählte Kaffeevollautomat über ein Reinigungsprogramm verfügt, mit dem man Zeit und Arbeit spart. Ansonsten gestaltet sich die Reinigung des Geräts häufig recht aufwendig und mühsam.

Verstellbarer Kaffeeauslauf

Vor allem für Kaffeegenießer, die mit ihrem Kaffeevollautomaten diverse Getränke in unterschiedlich hohen Tassen oder Gläsern zubereiten wollen, ist ein höhenverstellbarer Kaffeeauslauf wichtig. So vermeiden sie auch lästige Kaffeespritzer.

Das Milchsystem

Die diversen Kaffeevollautomaten unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ihres Milchsystems und richten sich damit an unterschiedliche Bedürfnisse. Während einfachere Modelle lediglich über eine Dampfdüse zum Erhitzen und Aufschäumen der Milch verfügen, beinhalten One-Touch-Kaffeevollautomaten über ein Milcheinzugssystem, dank dessen sich diverse Espresso-Spezialitäten mit Milch per Knopfdruck zubereiten lassen. Hierbei unterscheiden sich integrierte von externen Milchsystemen.

Nützliche Zusatzfunktionen

Für besonders anspruchsvolle Kaffeefans mit dem Wunsch nach Extrakomfort bieten einige hochwertige Modelle darüber hinaus interessante Zusatzfunktionen wie etwa eine praktische Tassenerwärmung, die Steuerung per App oder die Option, bestimmte Einstellungen in einem Nutzerprofil abzuspeichern. Kakaofans finden unter den speziellen Vollautomaten mit Kakaofunktion das passende Gerät. Wer häufig mehrere Kaffee hintereinander zubereiten möchte, spart außerdem mit einer Vorbrühfunktion Zeit.

Kaffeevollautomaten bequem online bestellen

Hinsichtlich der Frage, wo Verbraucher ihren Kaffeevollautomaten kaufen, bietet der Kauf im Internet einige Vorteile gegenüber Elektrofachmärkten oder Angeboten in Supermärkten. So gestaltet sich dieser als besonders einfach und komfortabel. Zudem haben Interessenten auf diese Weise die Möglichkeit, sich in Ruhe über diverse Angebote zu informieren, beispielsweise auf unserem Vergleichsportal eine umfassende Kaufberatung in Anspruch zu nehmen und sich von dem Vergleich der besten Kaffeevollautomaten zum geeigneten Produkt für die individuellen Ansprüche leiten lassen.

Vorteile beim Erwerb von Vollautomaten im Online-Shop

  • Sehr große Auswahl an Modellen
  • Preise vergleichen und den günstigsten Anbieter finden
  • Günstigere Preise als im Einzelhandel
  • Bequem und ohne Zeitdruck von zuhause aus bestellen
  • Meist größere Auswahl an Zahlungsoptionen
  • Lieferung direkt nach Hause

Was kostet ein Kaffeevollautomat?

Entsprechend ihrer Ausstattung und der Bandbreite enthaltener Funktionen finden sich Kaffeevollautomaten in unterschiedlichen Preissegmenten und richten sich damit an verschiedene Ansprüche.

Verbraucher mit einem geringeren Kaffeekonsum, die wenig Wert auf eine große Getränkeauswahl oder viele Zusatzfunktionen legen, erhalten günstige Einsteigermodelle mit Mahlwerk und Basisfunktionen bereits ab 200 Euro, während Kaffeeliebhaber mit höheren Ansprüchen eher im mittleren Preissegment ab 350 Euro das passende Modell finden. Hierunter fallen beispielsweise günstige One-Touch-Kaffeevollautomaten, die auf Knopfdruck verschiedene Kaffeespezialitäten zubereiten. Wer bereit ist, für besonderen Komfort und Genuss gerne etwas mehr Geld auszugeben, erhält ab 800 Euro hochwertige Kaffeevollautomaten mit Zusatzfunktionen, die teilweise auch in der Gastronomie zum Einsatz kommen. Eine Übersicht über die drei Preissegmente bietet die folgende Tabelle.

  Preisspanne geeignet für
Preise für Einsteiger 200-350 Euro Einsteiger mit geringerem Kaffeekonsum
Mittleres Preissegment 350-650 Euro Kaffeeliebhaber mit höherem Kaffeekonsum
Premiumsegment 800-1.500 Euro Anspruchsvolle Genießer, Profis, Gastronomie
Die drei Preissegmente für Kaffeevollautomaten.

5. Die richtige Pflege und Reinigung

Hochwertige Kaffeevollautomaten haben ihren Preis. Damit die Besitzer auch dementsprechend lange etwas von ihrer vollautomatischen Kaffeemaschine haben, sind eine regelmäßige Reinigung und Pflege notwendig. Doch es gibt einige wertvolle Tipps rund um die Reinigung und das Entkalken eines Vollautomaten.

Reinigungstipps

Zwar verfügen die meisten modernen Kaffeevollautomaten über ein praktisches Reinigungsprogramm, das dem Anwender die größte Arbeit abnimmt. Dennoch erfordern einige Bestandteile aus Gründen der Hygiene und des Geschmacks regelmäßig eine manuelle Reinigung.

Die Reinigung der Brühgruppe und des Mahlwerks

Damit Ablagerungen von Kaffeeresten in der Brühgruppe und im Mahlwerk nicht den Geschmack verfälschen, bedürfen diese Bestandteile einer regelmäßigen Reinigung. Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Brühgruppe ab- und das Mahlwerk entnehmbar ist. Diese spülen Vollautomaten-Besitzer mindestens einmal pro Monat nach sicherer Entnahme, bei welcher in der Regel die Bedienungsanleitung hilft, mit lauwarmem Wasser aus.

Achtung! Zur Reinigung der Brühgruppe und des Mahlwerks sollten Verbraucher keinesfalls Reinigungsmittel verwenden, da diese im schlimmsten Fall dauerhaft für einen schlechten Geschmack sorgen.
Die Reinigung des Innenlebens

Zum Innenleben des Kaffeevollautomaten zählen diverse Schläuche, Leitungen und je nach Modell auch ein Milchsystem. Hierfür bieten die Hersteller spezielle Reinigungsmittel in Form von Flüssigkeiten, Pulvern oder Tabs an. Grundsätzlich gestaltet sich die Reinigung von Kaffeevollautomaten ohne Milchsysteme einfacher, da sie häufigeres und gründliches Säubern erfordern. Andernfalls besteht nicht nur die Gefahr, dass Milchrückstände Schläuche und die Milchdüse verstopfen und so die Maschine schädigen, sondern auch, dass sich über die Rückstände Keime und Bakterien im System ablagern. Daher sollten Besitzer eines Vollautomaten mit Milchsystem täglich nach Gebrauch die betreffenden Komponenten ausspülen. Hier ist ein Reinigungsprogramm, das auf Knopfdruck die Leitungen und Schläuche durchspült, besonders vorteilhaft, komfortabel und hygienisch. Für die richtige Reinigung des Milchaufschäumers unterscheiden sich die Vorgehensweisen je nach Hersteller und Modell. Daher empfiehlt sich hier ein genauer Blick in die Bedienungsanleitung.

Die Reinigung des Gehäuses

Die regelmäßige Reinigung des Gehäuses ist nicht nur für eine makellose Optik wichtig, sondern auch, um Ablagerungen zu vermeiden, die mit der Zeit immer schwerer zu entfernen wären und die vor allem das Kunststoff-Gehäuse schwächen können. Hierfür genügt es in der Regel, das Äußere des Vollautomaten einmal pro Monat mit einem feuchten Tuch zu säubern. Auf aggressive Putzmittel oder Scheuermilch verzichten Verbraucher dabei jedoch besser, um das Material des Gehäuses nicht zu schädigen.

Die Reinigung von Wassertank, Auffangschale und Kaffeesatzbehälter

Auch der Wassertank, die Auffangschale unter dem Kaffeeauslauf und der Kaffeesatzbehälter benötigen eine regelmäßige Reinigung, damit sich dort keine Keime und Bakterien ansammeln. Das gestaltet sich vergleichsweise einfach, da diese Bestandteile im Normallfall abnehmbar sind. So reinigen Besitzer sie unkompliziert unter fließendem Wasser. Bei bestimmten Modellen sind diese Teile sogar für das Waschen in der Geschirrspülmaschine geeignet, was die Arbeit noch einfacher gestaltet. Den Wassertank sollten Vollautomaten-Besitzer im Idealfall täglich auswaschen und vor allem gründlich abtrocknen, um Keimen keine Chance zu geben.

Das Entkalken

Neben der Reinigung ist für die Pflege des Kaffeevollautomaten das Entkalken besonders wichtig. Denn Kalkablagerungen beeinträchtigen nicht nur den Geschmack des Kaffees, sondern schädigen auch die Maschine. Auf Dauer macht der Kalk die regelmäßig mit Wasser in Berührung kommenden Bauteile wie etwa den Durchlauferhitzer, die Brühgruppe, die Leitungen und Ventile porös und verstopft sie. Dies kann dazu führen, dass die Maschine immer länger dafür braucht, das Wasser zu erhitzen, und dass der zubereitete Kaffee nicht mehr ausreichend heiß wird.

Vorsicht mit säurehaltigen Entkalkern! In der Regel enthalten Entkalkungsmittel Säuren, welche Haut und Augen reizen können. Daher sollten Verbraucher bei der Anwendung äußerst vorsichtig sein, um den direkten Kontakt mit dem Mittel zu vermeiden.
Wie oft muss ich entkalken?

Mit dem regelmäßigen Entkalken des Kaffeevollautomaten vermeiden Anwender derartige schleichende Beeinträchtigungen und erhöhen die Lebensdauer des Geräts. Wie oft sie ihre vollautomatische Kaffeemaschine am besten entkalken, hängt von zwei Faktoren ab:

  1. der Härte des verwendeten Wassers
  2. der Häufigkeit der Verwendung

Je höher der Härtegrad des Wassers ausfällt und je öfter der Vollautomat genutzt wird, desto häufiger ist ein Entkalken notwendig. Wer einen Wasserfilter verwendet, verringert damit den Kalkgehalt im Wasser und verlängert so die Intervalle, in denen der Kaffeevollautomat entkalkt werden muss.

Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte zur Häufigkeit des Entkalkens entsprechend der Wasserhärte. Den Härtegrad ihres Leitungswassers erfahren Verbraucher bei ihrem jeweiligen Wasserversorger.

Wasserhärte Entkalken (mit Filter) Entkalken (ohne Filter)
0 – 3 °dH alle 12 Monate alle 6 Monate
4 – 7 °dH alle 6 Monate alle 3 Monate
8 – 14 °dH alle 4 Monate alle 2 Monate
15 – 21 °dH alle 3 Monate alle 6 Wochen
22 – 25 °dH alle 2 Monate alle 4 Wochen
≥ 26 °dH alle 12 Monate alle 3 Wochen
Richtwerte zur Häufigkeit des Entkalkens entsprechend des Wasserhärtegrades.

Die Richtwerte können je nach Modell und Hersteller unterschiedlich stark abweichen. Einige Hersteller bieten ihren Kunden dazu im Hilfebereich ihrer Webseite oder in der Bedienungsanleitung weitere Informationen. Bestimmte Modelle erinnern den Nutzer etwa durch das Aufblinken der Meldung „Entkalken“ im Display. Häufig bieten diese zudem die Möglichkeiten, den Härtegrad des Wassers einzustellen, um die Abstände zum letzten Entkalken anzupassen.

Womit entkalke ich meinen Vollautomaten?

Manche Hersteller empfehlen bestimmte Mittel zum Entkalken und übernehmen keine Gewährleistung für nicht empfohlene Entkalker. Oftmals handelt es sich dabei um vom Hersteller selbst vertriebene Produkte, die meist vergleichsweise hochpreisig sind. Vorsichtige Anwender, die kein Risiko eingehen möchten, sollten innerhalb der Garantiezeit besser auf die empfohlenen Produkte zurückgreifen, um im Falle eines Defekts ihre Garantieansprüche nicht zu verlieren.

Entkalken mit preiswerten Hausmitteln Alternativen zu den hochpreisigen Entkalkungslösungen oder -tabletten sind zum Beispiel Zitronen- oder Milchsäure, die unter anderem als Bio-Entkalker in Drogeriemärkten erhältlich sind. Auf das Entkalken mit Essigsäure sollten Besitzer eines Vollautomaten besser verzichten, da diese das Innenleben angreifen und schädigen kann.

6. Diese Getränke bereiten Kaffeevollautomaten zu

Kaffeevollautomaten zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie diverse Kaffeespezialitäten beherrschen. Die große Anzahl verschiedener Heißgetränke unterteilt sich grob in vier Gruppen:

  • Espresso-Getränke
  • Espresso-Getränke mit Milch
  • Kaffee-Getränke
  • Getränke ohne Kaffee

Die folgende Tabelle zeigt die diversen Getränke nach Gruppen sortiert, welche Zutaten sie benötigen und ob ein typischer Kaffeevollautomat sie zubereiten kann.

Getränke-Gruppe Bezeichnung Inhalt mit Vollautomat zubereitbar
Espresso-Getränke Ristretto besonders starker, mit wenig Wasser extrahierter Espresso
Espresso einfacher Espresso
Espresso Macchiato einfacher oder doppelter Espresso mit Milchschaum
Doppio doppelter Espresso
Caffè Lungo besonders milder, mit mehr Wasser extrahierter Espresso
Americano mit heißem Wasser verlängerter Espresso
Espresso-Getränke mit Milch Cappuccino Espresso vermischt mit frisch aufgeschäumter Milch
Caffè Latte Espresso mit heißer Milch und aufliegendem Milchschaum
Latte Macchiato Heiße Milch, heißer Milchschaum und obenauf Espresso
Flat White Espresso vermischt mit frisch aufgeschäumter Milch (weniger Schaumvolumen als beim Cappuccino)
Getränke mit Kaffee Kaffee Filterkaffee (Handfilter oder Filtermaschine)
Red Eye Einfacher Espresso mit Filterkaffee
Black Eye Doppelter Espresso mit Filterkaffee
Milchkaffee (Café au Lait) Kaffee mit Milch
Caffè Misto Filterkaffee mit aufgeschäumter Milch
Getränke ohne Kaffee heiße Milch Milch
heißes Wasser Wasser
Kakao Kakaopulver mit heißem Wasser und Milchpulver oder heißer Milch bestimmte Modelle
Überblick über diverse Heißgetränke und deren Zusammensetzung.

In Mitteleuropa versteht man unter der Bezeichnung Kaffee typischerweise Filterkaffee, der entweder mit einem Handfilter oder einer Filtermaschine zubereitet wird. Demzufolge würde ein Vollautomat strenggenommen keine Getränke mit Kaffee zubereiten können. Ein Modell, das Espresso-Getränke mit Milch wie etwa Cappuccino oder Latte Macchiato vollautomatisch herstellt, indem der Nutzer lediglich einen Knopf drückt, wird häufig auch als One-Touch-Kaffeevollautomat bezeichnet.

Die Wahl der richtigen Kaffeebohnen für den Vollautomaten

Verbraucher finden auf dem Markt eine große Auswahl an Kaffeesorten. Der Großteil fällt unter die folgenden Kategorien:

  • Arabica
  • Robusta

Mit einem weltweiten Marktanteil von 60 Prozent ist Arabica die beliebteste Kaffeesorte. Die etwas bittereren Robusta-Bohnen finden häufig in der Espresso-Herstellung Verwendung, da sie sich besonders gut zur Herstellung der perfekten Crema eignen. Welche Sorte Kaffeeliebhaber bevorzugen, ist letztendlich natürlich immer Geschmacksache.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Bohnen frisch zu mahlen, da der Kaffee ansonsten recht schnell an Aroma verliert. Dies ermöglichen Kaffeevollautomaten mit ihrem integrierten Mahlwerk und dem zugehörigen Einfüllfach. Neben diesem beinhalten einige Modelle zusätzlich ein zweites Einfüllfach für Kaffeepulver.

Der Cappuccino – aromatisch und cremig

Cappuccino
Cappuccino aus dem Kaffeevollautomaten.

Zu den Lieblingskaffeespezialitäten der Deutschen gehört auf jeden Fall der Cappuccino. Die Basis des typisch italienischen Getränks bildet der Espresso. Für einen Cappuccino normaler Größe werden üblicherweise etwa 25 Milliliter Espresso mit frisch aufgeschäumter, halbflüssiger Milch vermischt. Charakteristisch für den Cappuccino ist die Crema des Espressos, die sich oben auf dem Milchschaum absetzt. Besonders wichtig: Der Milchschaum sollte nicht heißer als 70 Grad Celsius geraten, da seine Konsistenz sonst zu fest wird, um ihn richtig eingießen und mit dem Espresso vermischen zu können. Typisch für den Geschmack des Cappuccinos ist die Mischung aus aromatischem Espresso und cremigem Milchschaum. Dabei ist ein fester Milchschaum einfacher mit fettarmer Milch realisierbar, während Vollmilch für eine cremigere Konsistenz sorgt. Zudem eignet sich frische Vollmilch weniger gut als H-Milch, da erstere schwieriger aufzuschäumen ist und schnell wieder in sich zusammenfällt.

Cappuccino aus dem Kaffeevollautomaten

Wer mit einem Kaffeevollautomaten Cappuccino zubereitet, muss sich über die richtige Zubereitung allerdings keine Gedanken machen, da das Gerät die Arbeit übernimmt. Hierfür bereitet es zunächst Espresso zu. Die Milch bezieht ein gut ausgestatteter Automat aus einem Milcheinzugssystem, verarbeitet sie mit einem Milchschaumbereiter (häufig als Cappuccinatore bezeichnet) zu Schaum und gibt sie zum Espresso. Einfachere Modelle verfügen dagegen über eine Dampfdüse, mit deren Hilfe Anwender die Milch in einem separaten Behältnis per Hand aufschäumen und anschließend zum Espresso hinzufügen. Anspruchsvolle Cappuccino-Fans sind mit der Qualität des Getränks aus dem Vollautomaten häufig nicht ganz zufrieden. Mittlerweile sind jedoch moderne, hochwertige Kaffeevollautomaten durchaus dazu in der Lage, einen anständigen Cappuccino zu produzieren.

Wussten Sie schon, …
… dass sich die Bezeichnung „Cappuccino“ angeblich von den Kapuzinermönchen ableitet, deren Kutte den Braunton eines Cappuccinos hat?
Die richtige Bohnensorte

Traditionellerweise wird für die Zubereitung eines Cappuccinos anstelle reinen Arabica-Kaffees eine Mischung aus 60 Prozent Arabica- und 40 Prozent Robusta-Bohnen verwendet. Die Robusta-Bohne zeichnet sich durch Kraft und Würze aus und ergänzt so ideal die samtige Milch im Cappuccino. Darüber hinaus sorgt der Robusta-Anteil für eine stabilere Crema und die charakteristische Farbe des Cappuccinos.

Flavoured Cappuccino und Latte Art

Serviert wird die beliebte Espresso-Spezialität typischerweise in einer breiten, dickwandigen Tasse aus Steingut oder Porzellan mit einem Fassungsvermögen von 120 bis 200 Millilitern. In vielen Cafés finden Kunden mittlerweile diverse Variationen des Getränks. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Kombinationen mit verschiedenen Aromen wie etwa Karamell, Schokolade, Vanille oder Nuss, die häufig als Flavoured Cappuccino bezeichnet werden.

Die flüssige Konsistenz des Milchschaums ermöglicht es, beim Eingießen mit gezielten Bewegungen des Kännchens braun abgestufte Muster wie Herzen, Blätter oder Blumen zu erzeugen. Dieses Verzieren des Milchschaums hat sich im Laufe der Zeit zu einer regelrechten Kunst, der „Latte Art“, entwickelt, in der sogar Wettkämpfe ausgetragen werden.

Der Espresso – vollmundig und intensiv

Espresso-Bohnen
Typisch für den Espresso: Die kleine Tasse und die dichte, haselnussbraune Crema.

Der Espresso ist nicht nur in Kombination mit Milch und Milchschaum eine beliebte Kaffeespezialität, sondern auch pur in der kleinen Tasse. Übersetzt bedeutet der Ausdruck so viel wie „auf ausdrücklichen Wunsch zubereitet“. In Italien, seinem Heimatland, wird der Espresso als Caffè bezeichnet. Er zeichnet sich vor allem durch die hohe Konzentration von Koffein und die Crema, eine dichte haselnussbraune Schicht auf dem Kaffee, aus.

Die Zubereitung des Espressos

Besonderheiten in der Zubereitung betreffen die Röstung und das Mahlen der Kaffeebohnen. So werden die Bohnen für den Espresso länger geröstet und feiner gemahlen als für gängigen Kaffee. Während der längeren Röstdauer verliert die Espressobohne mehr Koffein und Chlorogensäure und ist folglich dunkler und milder im Geschmack als bei der helleren Kaffeeröstung. Das bedeutet: Absolut gesehen enthält Espresso deutlich weniger Koffein als der normale Kaffee. Da für einen Espresso allerdings weniger Wasser verwendet wird, ist die Konzentration des Koffeins im Espresso höher. So sind im Espresso normalerweise 25 Milliliter Wasser enthalten, während es beim Filterkaffee 125 Milliliter sind. Im Vergleich zum Filterkaffee ist die Brühzeit beim Espresso deutlich kürzer. So löst das Wasser nur wenige magenreizende Stoffe aus, wodurch ein Espresso entgegen vieler Vorurteile um einiges magenfreundlicher als ein Filterkaffee ist.

Die richtige Bohnensorte und die optimale Servierweise

Bei der Bohnensorte für die Espresso-Zubereitung handelt es sich in der Regel um eine Mischung aus Robusta- und Arabica-Bohnen, wobei der Robusta-Anteil meist etwas höher ist. Je höher der Anteil an Robusta-Bohnen ausfällt, desto kräftiger schmeckt der Espresso. Verbraucher, die einen milderen Geschmack bevorzugen, sollten daher besser auf Bohnen mit einem relativ ausgewogenen Verhältnis zwischen Arabica- und Robusta-Bohnen zurückgreifen. Serviert wird der Espresso typischerweise in einer kleinen, dickwandigen Tasse mit einem Fassungsvermögen von etwa 40 Millilitern. Für den optimalen Genuss sollte das Fassungsvermögen nicht mehr als 70 Millimeter betragen, die Tasse selbst auf eine Temperatur von 35 bis 40 Grad Celsius vorgewärmt sein.

Die perfekte Crema …
… sollte nie schnell verschwinden und auf keinen Fall schaumig, zu hell oder zu dunkel sein.
Espresso aus dem Kaffeevollautomaten

Kaffeeliebhaber, die ihren Espresso mit einem Vollautomaten zubereiten, müssen hierfür lediglich den richtigen Knopf drücken, den Rest übernimmt die Maschine. Sie mahlt die Bohnen, pumpt Wasser in den Brühkopf und drückt es über die fein gemahlenen Espresso-Bohnen. Moderne Kaffeevollautomaten beherrschen dank verschiedener Einstellungsoptionen neben dem Espresso auch weitere Espresso-basierte Getränke wie den Ristretto, der weniger Wasser enthält und damit eine höhere Koffein-Konzentration aufweist, oder den Caffè Lungo, der einen höheren Wasseranteil enthält und somit milder ist. Die Vorteile der Zubereitung mit einem Espressovollautomaten liegen vor allem im geringen Aufwand, der Zeitersparnis und der in der Regel äußerst zufriedenstellenden Qualität. Als Espresso-Profis unter den verschiedenen Zubereitungssystemen zählen allerdings weiterhin die Siebträger, die sich insbesondere durch ihre perfekte Crema auszeichnen.

Der Latte Macchiato – das Modegetränk in drei Schichten

Latte-Macchiato
Charakteristisch für den Latte Macchiato sind seine drei getrennten Schichten und das hohe Glas.

Für eine neue Art des Kaffeetrinkens steht der Latte Macchiato, der sich Ende der 90er Jahre in Deutschland etablierte und hier mittlerweile zu den am häufigsten getrunken Kaffeespezialitäten zählt. Ins Deutsche übersetzt bedeutet der italienische Ausdruck Latte Macchiato „gefleckte Milch“. Von seiner Zusammensetzung ähnelt er dem Cappuccino: Die Grundzutaten sind Espresso und Milch. Nach dem ursprünglichen Rezept wird für einen Latte Macchiato ein Espresso in einen Becher Milch gegeben. Mittlerweile zeichnet sich das Modegetränk aus Italien durch drei Schichten aus:

  1. eine unterste Schicht aus heißer Milch
  2. eine Schicht Espresso in der Mitte
  3. ganz oben eine Schicht aus Milchschaum
Der perfekte Latte Macchiato

Die drei Schichten sollten sich für das typische Aussehen der Espresso-Spezialität idealerweise möglichst wenig miteinander vermischen. Durch den enthaltenen Milchzucker hat die Milch eine höhere Dichte als der Espresso, wodurch letzterer über der Milch bleibt. Um ein Vermischen der beiden Flüssigkeiten zu vermeiden, ist es wichtig, dass der Espresso heißer als die Milch ist. Obenauf schwimmt der luftige Milchschaum, der häufig noch eine Haube aus Zimt oder Kakaopulver erhält. Serviert wird der Latte Macchiato typischerweise in einem hohen Glas, in dem die drei Schichten gut zur Geltung kommen. Wichtig ist außerdem der lange Löffel, mit dem Genießer den Milchschaum komfortabel aus dem Glas löffeln. Aufgrund des höheren Milchgehalts hat der Latte Macchiato einen weniger ausgeprägten und milderen Kaffeegeschmack als etwa der Cappuccino. Aus diesem Grund ist das Heißgetränk oftmals auch bei Personen beliebt, die ansonsten keine großen Kaffee- oder Espresso-Fans sind.

Latte Macchiato aus dem Kaffeevollautomaten

Damit Kaffeevollautomaten Latte Macchiato selbstständig per Knopfdruck zubereiten können, sind drei Funktionen wichtig, die moderne Modelle im Normalfall auch mitbringen:

  • die Zubereitung von Espresso
  • ein integrierter Milchaufschäumer
  • ein verstellbarer Auslauf

Anwender wählen dann einfach die Option für den Latte Macchiato im Auswahlmenü der Maschine aus, das Gerät erledigt den Rest. Hierzu erwärmt die Kaffeemaschine mit Milchaufschäumer zuerst die Milch, gibt sie ins bereitgestellte Glas und produziert festen Milchschaum. Diesen platziert sie auf der erwärmten Milch im Glas. Anschließend mahlt der Vollautomat die Bohnen, brüht den Espresso auf und lässt ihn in das Glas zur Milch fließen. Ein verstellbarer Auslauf ist hier äußerst praktisch, um dessen Höhe an die des Glases beziehungsweise der Tasse anzupassen – das vermeidet nervige Spritzer beim Einlaufen des Getränks in das Gefäß.

Einige Kaffeevollautomaten verfügen anstelle eines integrierten Milchaufschäumers und des dazugehörigen automatischen Milcheinzugssystems über eine Dampfdüse. Besitzer solcher Maschinen erwärmen die Milch manuell.

Kaffeevollautomaten mit Kakaofunktion

Kakao
Mit einem Vollautomaten mit Kakaofunktion kommen auch Schokoladen-Fans voll auf ihre Kosten.

Schokoladen-Fans, die mit einer Maschine Kakao auf Knopfdruck zubereiten möchten, mussten bislang auf Kapsel- oder Padmaschinen zurückgreifen. Mittlerweile haben viele Hersteller wie zum Beispiel das bekannte italienische Unternehmen De‘Longhi aber Kaffeevollautomaten in ihrem Sortiment, die neben diversen Kaffee-Spezialitäten auch Kakao zubereiten. Diese beinhalten ein zusätzliches Fach, in welches Nutzer das Kakaopulver füllen. Häufig bereiten diese Geräte den Kakao nicht mit frischer Milch, sondern aus Gründen der Hygiene und der Haltbarkeit mit trockenem Milchpulver zu. Daher verfügen die Automaten idealerweise über ein Milchpulverfach. Ist ein solches nicht vorhanden bleibt den Anwendern alternativ die Möglichkeit, auf Kakaopulver zurückzugreifen, das bereits Milchpulver enthält.

Der perfekte Kakao aus dem Kaffeevollautomat

Für einen Kakao erhitzt der Vollautomat Wasser und gießt damit das Kakaopulver auf, welches er zuvor noch mit dem Milchpulver mischt. Bestimmte Modelle verwenden alternativ frische Milch aus einem integrierten Milchtank, die erhitzt und zum Kakaopulver gegeben wird. Allerdings sind solche Vollautomaten normalerweise deutlich häufiger und aufwendiger zu reinigen. Eine Kaffeemaschine mit Milchaufschäumer bietet den Vorteil, dass die damit zubereitete Trinkschokolade eine samtige Haube aus leckerem Milchschaum krönt.

Neben der Frage, ob Verbraucher besser frische Milch oder Wasser zum Aufgießen verwenden, ist die Wahl des Kakaopulvers für den Geschmack entscheidend. Die Qualität des Pulvers bestimmt in erster Linie der enthaltene Kakaoanteil. Je mehr reinen Kakao das Pulver enthält, umso hochwertiger und teurer ist es und umso bitterer ist sein Geschmack. Reiner Kakao enthält nämlich nur ein Prozent Zucker.

7. Unterschiede zwischen den Kaffeemaschinen

Auf dem Markt erhalten Verbraucher neben den Kaffeevollautomaten nicht nur weitere Varianten von Kaffeemaschinen, auch die jeweiligen Modelle selbst finden sich in diversen Ausführungen. Um Interessenten den Überblick über die Fülle der Angebote zu erleichtern, soll der Kaffeevollautomaten-Vergleich helfen, um typische Fragen zu beantworten:

  • Welche Kaffeemaschine passt zu meinem Typ?
  • Durch welche Merkmale lassen sich die Kaffeevollautomaten von anderen Kaffeemaschinen abgrenzen?
  • Welche Arten von Vollautomaten unterscheiden sich in welchen Aspekten?
  • Wie teuer ist eine Tasse in der Herstellung im Vergleich zu anderen Maschinen?

Verschiedene Arten von Kaffeevollautomaten

Vollautomaten finden sich in diversen Größen und Designs. Grundsätzlich grenzen sich zwei Arten hinsichtlich ihrer Bauweise voneinander ab:

  • freistehende Kaffeevollautomaten
  • Einbaukaffeevollautomaten

Einbaukaffeevollautomaten stellen hierbei eine platzsparende Alternative zu den freistehenden Geräten dar und eignen sich damit hervorragend für kleinere Küchen. Zudem punkten sie in der Regel mit einer besonders hochwertigen Verarbeitung und einer eleganten Optik. Allerdings sind die Vollautomaten zum Einbau im Vergleich zu den Standgeräten meist deutlich teurer in der Anschaffung. Freistehende Vollautomaten haben darüber hinaus die Vorteile, dass Käufer eine größere Auswahl an verschiedenen Modellen vorfinden und insgesamt flexibler sind. Freistehende Kaffeevollautomaten sind üblicherweise einfacher zu reinigen, zu warten und im Falle eines Defekts problemloser zu reparieren oder zu ersetzen. Einbaukaffeevollautomaten eignen sich in erster Linie für Kaffeegenießer, die gerade eine neue Küche planen und dafür einen platzsparenden, hochwertigen Vollautomaten suchen, der gerne etwas mehr kosten darf.

Freistehende Kaffeevollautomaten Einbaukaffeevollautomaten
  • günstiger in der Anschaffung
  • größere Auswahl
  • flexibler
  • unkomplizierte Reinigung und Wartung
  • bei Defekt einfacher zu ersetzen/reparieren
  • platzsparend
  • sehr hochwertig und elegant
Die Vorteile von freistehenden und Einbaukaffeevollautomaten im Vergleich.

Wodurch unterscheiden sich Vollautomaten von anderen Kaffeemaschinen?

Kaffeevollautomaten sind die Profis unter den Kaffeemaschinen: Auf Knopfdruck mahlen sie die Kaffeebohnen, brühen den Kaffee, schäumen Milch auf und stellen so auf Wunsch selbstständig diverse Kaffeespezialitäten her. Trotz allen Komforts ist eine vollautomatische Kaffeemaschine nicht unbedingt für jeden Verbraucher die richtige Wahl. Daher thematisiert dieser Vollautomaten-Vergleich die verbreitetsten Alternativen zum Kaffeevollautomaten sowie deren charakteristische Eigenschaften.

Für einen detaillierten Einblick stellt der Kaffeevollautomaten-Vergleich die verschiedenen Zubereitungssysteme einander gegenüber und zeigt deren wichtigste Vor- und Nachteile auf.

Kaffeevollautomat oder Filtermaschine?

Immer noch ganz vorne hinsichtlich ihrer Verbreitung in den deutschen Haushalten liegt die gute alte Filterkaffeemaschine: Laut einer Umfrage des Unternehmens Tchibo besitzen knapp 70 Prozent der deutschen Kaffeetrinker ein solches Zubereitungssystem. Die Geräte bereiten Kaffee aus gemahlenem Kaffeepulver zu, welches in einen Filter gefüllt und durch das in der Maschine erhitzte Wasser aufgebrüht wird. So haben Nutzer die Möglichkeit, das Kaffeepulver ganz nach ihrem Geschmack zu dosieren. Typisch für den Filterkaffee sind das langsame Aufbrühen des Kaffees und der dadurch entstehende Duft.

Filterkaffeemaschine
Die Filterkaffeemaschine: Hervorragend für die Zubereitung großer Kaffeemengen.

Ein großer Vorteil der Filtermaschine gegenüber dem Vollautomaten liegt in der Herstellung einer großen Menge Kaffees in einem Durchgang. Während Besitzer eines Kaffeevollautomaten eine oder maximal zwei Tassen pro Brühvorgang zubereiten, produziert eine Filterkaffeemaschine eine ganze Kanne, was je nach Größe etwa acht bis zwölf Tassen entspricht. Moderne Maschinen verfügen zusätzlich über die Möglichkeit, nur eine Tasse Kaffee aufzubrühen. Damit beseitigen diese Modelle einen schwerwiegenden Nachteil von Filtermaschinen. Aufgrund ihrer recht einfachen Technik sind Filterkaffeemaschinen darüber hinaus vergleichsweise pflegeleicht und einfach zu reinigen, während die Reinigung eines Vollautomaten ohne integriertes Reinigungsprogramm sehr aufwendig ausfällt. Außerdem sind einfache Filtermaschinen in der Regel vergleichsweise günstig in der Anschaffung. Auch die Zubereitungskosten fallen mit sechs bis siebzehn Cent pro Tasse Kaffee sehr niedrig aus.

Im Gegensatz zum Kaffeevollautomaten können Filtermaschinen allerdings nur klassischen Kaffee zubereiten, während die vollautomatischen Geräte ihren Anwendern meist eine große Auswahl verschiedener Kaffeespezialitäten bieten. Mit ihrem integrierten Mahlwerk und dem hohen Pumpendruck bereiten Kaffeevollautomaten zudem relativ schnell besonders aromatischen Kaffee zu. Der geringere Pumpendruck ist bei der Filterkaffeemaschine dafür verantwortlich, dass mehr Bitterstoffe in den Kaffee gelangen und dieser somit üblicherweise herber schmeckt als der Kaffee aus dem Vollautomaten.

Beide Arten der Kaffeeherstellung haben also ihre eigenen Vor- und Nachteile. Wer regelmäßig große Mengen Kaffee in einem Durchgang zubereiten möchte, ist grundsätzlich mit einer Filterkaffeemaschine besser beraten. Kaffeegenießer, die dagegen zuhause diverse Kaffeespezialitäten in hoher Qualität zubereiten möchten, sollten auf einen Kaffeevollautomaten zurückgreifen. Letztendlich entscheidet der Geschmack, ob jemand den traditionellen Filterkaffee oder aromatische Kaffeespezialitäten aus dem Vollautomaten bevorzugt.

  • Große Kaffeemengen gleichzeitig zubereiten
  • Kaffeepulver nach Belieben dosierbar
  • Günstig in der Anschaffung
  • Niedriger Preis pro Tasse
  • Einfache Bedienung und Reinigung
  • Keine Zubereitung anderer Kaffeespezialitäten
  • Vergleichsweise viele Bitterstoffe im Kaffee

Für Filterkaffee-Fans, die auf der Suche nach einer neuen Maschine sind, lohnt sich ein Blick in unseren Vergleich der besten Filterkaffeemaschinen

Kaffeevollautomat oder Kaffeepadmaschine?

Kompakte Alternativen zum Kaffeevollautomaten, mit denen Anwender ebenfalls verschiedene Kaffeespezialitäten zubereiten, sind die sogenannten Kapsel- und Padmaschinen, die auch die Bezeichnung Portionskaffeemaschinen tragen. Sie zeichnen sich durch die Verwendung von Kaffeepulver in Portionsverpackungen aus. Eine Portion von sieben Gramm reicht dabei für das Kochen einer Tasse Kaffee aus. Mittlerweile erhalten Verbraucher Kapseln und Pads in vielen verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen. Zur Zubereitung legt der Nutzer ein Pad beziehungsweise eine Kapsel mit gemahlenem Kaffee ein, überprüft, ob der Wassertank gefüllt ist und drückt einen Knopf. Die Maschine entnimmt die benötigte Wassermenge aus dem gefüllten Tank, erhitzt diese, presst sie über das Pad beziehungsweise die Kapsel, und heißer Kaffee fließt in die Tasse.

Padmaschinen sind ab etwa 40 Euro, Kapselmaschinen ab rund 90 Euro erhältlich, wodurch beide Modelle im Vergleich zum Vollautomaten deutlich günstiger in der Anschaffung sind. Weitere Vorteile der Portionskaffeemaschinen sind deren kompakte Bauweise, dank derer sie auch in kleinen Räumlichkeiten gut Platz finden, die vergleichsweise einfache Bedienung und Reinigung sowie die schnelle Zubereitung einer Tasse Kaffee. Kaffeeliebhaber, die Wert auf Abwechslung legen, profitieren zudem von der großen Auswahl verschiedener Kaffeevariationen. Einige Modelle eignen sich sogar dazu, zusätzlich Kakao oder Tee zuzubereiten. Mittlerweile verfügen bestimmte Kapsel- und Padmaschinen darüber hinaus über praktische Zusatzfunktionen wie einen Milchaufschäumer oder eine Vorbrühfunktion für einen intensiveren Geschmack.

Pad- und Kapsel-Maschinen
Das Kaffeepulver wird in Pads oder Kapseln für eine Tasse portioniert.

Während die Hülle der Pads aus Zellstoff besteht und damit kompostierbar ist, beinhalten die Kapseln Kunststoff und verschiedene Metalle wie etwa Aluminium. Damit sind Letztere kaum recycelbar und die Kapselmaschinen nicht besonders umweltfreundlich. Ein weiterer Kritikpunkt an den Portionskaffeemaschinen ist der sogenannte Lock-in-Effekt. Das bedeutet: Die verschiedenen Pad- oder Kapselsysteme sind untereinander nicht kompatibel, sodass für jedes System nur spezielle Pads oder Kapseln verwendbar sind, die ursprünglich nur der jeweilige Maschinenhersteller anbietet. Mittlerweile finden sich Kapseln und Pads jedoch von diversen Anbietern zu unterschiedlichen Preisen. Wer sich für den Kauf einer Kapsel- oder Padmaschine entscheidet, sollte dabei allerdings den vergleichsweise hohen Preis pro Tasse bedenken. Mit 7 bis 31 Cent (Pad) beziehungsweise 17 bis 58 Cent (Kapsel) bedingen Portionskaffeemaschinen den höchsten Preis pro Tasse unter den hier erwähnten Geräten. Verbraucher mit einem hohen Kaffeekonsum sind daher auf lange Sicht mit einem Kaffeevollautomaten besser beraten.

  • Günstig in der Anschaffung
  • Kompakte Größe
  • Einfache Bedienung und Reinigung
  • Schnelle Zubereitung
  • Große Auswahl an Heißgetränken
  • Hoher Preis pro Tasse
  • Viel Müll (besonders bei Kapseln)
  • Gleichzeitiges Ansetzen von nur ein bis zwei Tassen

Insgesamt eignen sich Pad- und Kapselmaschinen gut für Personen, die ab und zu eine bis zwei schnell und einfach zubereitete Tassen Kaffee trinken möchten und sich dabei eine besonders große Auswahl an heißen Getränken wünschen.

Kaffeevollautomat oder Siebträger?
Siebtraeger
Mit einem Siebträger bereiten Profis den perfekten Espresso zu.

Die sogenannten Siebträger, die auch als Espressomaschinen bezeichnet werden, sind hauptsächlich aus der Gastronomie bekannt. Es handelt sich dabei um Halbautomaten, die über einen abnehmbaren Siebträger verfügen. In diesen füllen Kaffeetrinker das Kaffeepulver, drücken es fest, schließen ihn an die Maschine an und starten den Brühvorgang. Ähnlich wie beim Kaffeevollautomaten kommt der Kaffee aus dem Siebträger nur kurz mit dem Pulver in Berührung, sodass kaum Bitterstoffe in den Kaffee gelangen. Im Vergleich zum Kaffeevollautomaten gelingt dies den Siebträgern jedoch noch ein Quäntchen besser. Mit einem Siebträger bereiten Anwender einen Espresso oder mithilfe einer Dampfdüse auch weitere Espresso-Spezialitäten wie den Cappuccino zu.

Bei der richtigen Bedienung sind Siebträger in der Lage, den perfekten Espresso mit einer hervorragenden Crema zuzubereiten. Allerdings müssen Anwender dabei eine ganze Reihe von Faktoren beachten:

  • Menge und Mahlgrad des Kaffeepulvers
  • Anpressdruck des Pulvers in den Siebträger
  • Wassertemperatur
  • Durchlauf- und Brühzeit

Damit sind Siebträger in ihrer Bedienung deutlich anspruchsvoller und komplexer als ein Kaffeevollautomat, der per Knopfdruck selbstständig die gewünschte Kaffeespezialität in zufriedenstellender Qualität zubereitet. Dafür ermöglichen Siebträger aber auch den höchsten Kaffeegenuss, an den ein Vollautomat zwar nahe, aber dennoch nicht ganz herankommt. Zudem ist die Kaffeeherstellung mit dem Siebträger bei einem Preis zwischen sechs und 26 Cent pro Tasse vergleichsweise günstig.

Hinsichtlich des Anschaffungspreises bewegen sich die hochwertigen Siebträger in einem ähnlichen Segment wie die Vollautomaten. Zwar finden sich günstige Siebträger für Einsteiger schon ab einem Preis von etwa 80 Euro. Bei beiden Varianten ist jedoch preislich sehr viel Spielraum nach oben vorhanden. Beide Geräte-Typen sind außerdem vergleichsweise aufwendig in ihrer Reinigung und relativ laut im Betrieb.

  • Hohe Qualität
  • Bestmöglicher Espresso
  • Niedriger Preis pro Tasse
  • Höchster Genuss
  • Komplexe Bedienung
  • Hohe Betriebslautstärke

Im Gegensatz zu den vollautomatischen Kaffeemaschinen, die sich dank ihrer einfachen Nutzung sowohl als Kaffeevollautomaten fürs Büro als auch hervorragend für den privaten Einsatz eignen, sind Siebträger doch eher etwas für Profis. Denn nur bei richtiger Bedienung erhalten Kaffeegenießer auch die optimale Kaffeequalität, für welche die Siebträger bekannt sind. Äußerst anspruchsvolle Espresso-Fans, die Spaß daran haben, sich intensiv mit der Zubereitung des perfekten Kaffees auseinanderzusetzen, und sich von der komplizierten Bedienung nicht abschrecken lassen, werden auf jeden Fall ihre Freude an einem eigenen Siebträger haben.

Die wichtigsten Merkmale der verschiedenen Kaffeemaschinen-Varianten im Überblick.
Geräte-Art Vollautomat Filtermaschine Padmaschine Kapselmaschine Siebträger
Größe groß kompakt bis groß kompakt kompakt mittelgroß bis groß
Preis ab ca. 200 € 15 € 40 € 90 € 80 €
Preis pro Tasse * 0,07 - 0,17 € 0,06 - 0,13 € 0,07 - 0,31 € 0,17 - 0,58 € 0,06 - 0,26 €
Bedienung vollautomatisch per Knopfdruck, bei Bedarf Bohnen und Wasser nachfüllen Filter einsetzen,Pulver einfüllen,starten Pad einlegen,starten Kapsel einlegen, starten Pulver einfüllen, andrücken, Maschine verriegeln und starten
Komfort sehr hoch eher niedrig hoch hoch niedrig
Zubereitungsdauer kurz eher kurz kurz kurz mittel
zubereitete Menge 1-2 Tassen etwa 12 Tassen 1-2 Tassen 1-2 Tassen 1-2 Tassen
Getränkeauswahl Kaffee, Milchkaffee, Espresso Kaffee Kaffee, Milchkaffee, Kakao, Tee Kaffee, Milchkaffee, Espresso, Kakao, Tee Espresso
Einstelloptionen sehr viele keine keine keine keine
Reinigungsaufwand mittel bis hoch mittel niedrig niedrig mittel bis hoch
gut geeignet für häufige Konsumenten unterschiedlicher Kaffeesorten gleichzeitiges Ansetzen vieler Tassen schnelle Zubereitung bei niedrigem Konsum schnelle Zubereitung bei niedrigem Konsum hohen Espresso-Konsum
*Berechnung auf Basis des teuersten und billigsten handelsüblichen Kaffees für die jeweilige Maschine zur Zubereitung einer mittelstarken Tasse (Stand: Januar 2017).

Der Preis pro Tasse im Vergleich

Die verschiedenen Zubereitungssysteme unterscheiden sich nicht nur in ihrem Anschaffungspreis, sondern auch hinsichtlich des Preises pro Tasse Kaffee. Am teuersten sind hier mit Abstand die Kapselmaschinen, gefolgt von den Pad-Maschinen. Die Kaffeevollautomaten bereiten zusammen mit den Filtermaschinen und Siebträgern im Vergleich den preisgünstigsten Kaffee zu und lohnen sich damit auf jeden Fall für Vieltrinker. Die Preise werden auf Basis der Kosten des für die jeweiligen Systeme erhältlichen Kaffees errechnet. Hierfür liegt der Durchschnitt aus dem höchsten und dem niedrigsten Preis für handelsüblichen Kaffee im Januar 2017 zu Grunde. Bei den Filtermaschinen kommen noch rund 0,02 Euro für den Kaffeefilter hinzu. Wasser- und Stromkosten berücksichtigten werden aufgrund regionaler Unterschiede nicht berücksichtigt.

Das folgende Schaubild vergleicht die Kaffeekosten für die verschiedenen Systeme und zeigt neben den durchschnittlichen Preisen pro Tasse auch die Kaffeekosten pro Woche im Durchschnitt auf Basis von zwei sowie von fünf Tassen pro Tag.

8. Beliebte Hersteller von Kaffeevollautomaten

Um einen besseren Überblick über verschiedene Hersteller von Kaffeevollautomaten zu bieten, werden vier der bekanntesten und beliebtesten Kaffeehersteller genauer vorgestellt.

Jura-Logo

Jura Kaffeevollautomaten – Qualität & Design

Das Schweizer Unternehmen Jura Elektroapparate AG vertreibt seit 1931 diverse Haushalts- und Elektrogeräte. Seit Mitte der 80er Jahre liegt der Schwerpunkt der Firma auf dem weltweiten Vertrieb von Kaffeevollautomaten. Mittlerweile hat sich Jura hierbei als Spezialist und Marktführer im oberen Qualitätssegment etabliert. Bei der Entwicklung der hochwertigen Vollautomaten legt das Unternehmen zudem großen Wert auf das Design. Billiggerätelinien finden Kunden hier nicht, dafür aber eine breitgefächerte Angebotspalette vom Kaffeevollautomaten mit Mahlwerk und den wichtigsten Basisfunktionen hin zum One-Touch-Kaffeevollautomaten der Extraklasse. Mit technologischen Innovationen wie einem optimierten Brühverfahren, dem Aroma+-Mahlwerk oder einer speziellen Feinschaumtechnologie sorgen die Automaten für exzellenten Kaffeegenuss. Neben Kaffeevollautomaten hat das Unternehmen auch diverses Zubehör wie Reinigungstabletten, Milchbehälter mit Kühlung oder Wasserfilter im Sortiment.
DeLonghi-Logo

De‘Longhi Kaffeevollautomaten – perfekt zubereiteter Kaffee

Das italienische Unternehmen De‘Longhi, welches sich im Jahr 1902 als Handwerksbetrieb gründete, ist mittlerweile hauptsächlich für seine Kaffeevollautomaten und Siebträger bekannt. Getreu dem Motto „Perfekt wie im Café, perfekt für Zuhause“ zählen italienische Qualität, innovatives Design und ein perfekt zubereiteter Kaffee auf Knopfdruck zu den Markenzeichen der Vollautomaten von De‘Longhi. Diese beherrschen außerdem alle beliebten Kaffeespezialitäten vom Espresso über den Cappuccino und Latte Macchiato hin zum Flat White. Liebhaber von Espresso-Getränken mit Milch profitieren von dem neuen LatteCrema System, das für ein optimales Verhältnis von Dampf zu Luft sorgt und so auf Knopfdruck perfekten Milchschaum produziert. Neben der hohen Qualität überzeugt De’Longhi auch mit vergleichsweise günstigen Preisen. Dabei sind alle Geräte mit einem höhenverstellbaren Kaffeeauslauf ausgestattet.
Saeco-Logo

Saeco Kaffeevollautomaten – Geräte in allen Preissegmenten

Zu den ersten Anbietern von Kaffeevollautomaten zählt das italienische Unternehmen Saeco, das seit dem Jahr 2009 Teil des Philips-Konzerns ist. Saeco ist außerdem das Unternehmen, welches die herausnehmbare Brühgruppe zum Patent anmeldete. Im Gegensatz zu Herstellern wie etwa Jura finden sich unter der Marke Saeco neben hochpreisigen Produkten auch günstige Angebote für Einsteiger. Dabei überzeugen alle Vollautomaten mit einer komfortablen Bedienung und hohen Qualität. Die modernen Modelle sind überwiegend mit einem fünfstufigen Keramik-Mahlwerk ausgestattet, mit welchem Anwender den Mahlgrad optimal an ihren Geschmack anpassen. Die Produktpallette reicht von der Espressomaschine mit integriertem Mahlwerk bis zum One-Touch-Kaffeevollautomaten mit allen wünschenswerten Funktionen.
Siemens-Logo

Siemens Kaffeevollautomaten – eine Vielfalt an Kaffeespezialitäten

Haushaltsgeräte wie Kaffeevollautomaten stellen nur einen kleinen Teil unter den Hauptgeschäftsfeldern der Siemens AG dar, zu denen unter anderem die Energieübertragung und -verteilung, die Medizin- und Sicherheitstechnik oder Stahlwerke gehören. Anfang des Jahres 2015 verkaufte Siemens seine Anteile an der bis dahin bestehenden BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH an die Robert Bosch GmbH, die aber weiterhin Haushaltsgeräte unter der Marke Siemens produziert und vertreibt. Ähnlich wie bei der Marke Saeco finden Kunden auch bei Siemens Vollautomaten in verschiedenen Preissegmenten. Dabei überzeugen die vollautomatischen Kaffeemaschinen mit langer Lebensdauer und einer Vielfalt an Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck. Über die innovative Home Connect App verbinden Nutzer bestimmte Modelle mit dem WLAN und erhalten so Extrakomfort wie das Sammeln und Senden von Kaffeewünschen.

9. Spannende Innovationen und Zusatzfunktionen

Moderne Kaffeevollautomaten bieten eine Reihe interessanter Innovationen, die für noch mehr Komfort sorgen und den Besitzern der Hightech-Geräte das Leben erleichtern. Hinsichtlich des Designs geht der Trend zu kleinen Kaffeevollautomaten, die dank kompakter Bauweise auch in engeren Küchen Platz finden.

Tassenvorwärmung und -beleuchtung

Einige Modelle verfügen über eine Tassenbeleuchtung während der Kaffeeausgabe, die zum einen auch bei schlechten Lichtverhältnissen für den nötigen Überblick über Maschine und Getränk sorgt und zum anderen ein optisches Highlight darstellt. Sehr praktisch ist es, wenn der Vollautomat außerdem eine Funktion zur Tassenerwärmung mitbringt, dank welcher das Heißgetränk länger warm bleibt und die richtige Temperatur für den perfekten Genuss behält. Meist handelt es sich dabei um aktive Tassenwärmer mit einem eigenen Heizelement. Seltener sind passive Tassenwärmer, welche die Abwärme des Vollautomaten nutzen.

Vollautomaten mit Touchpad und Internetanbindung

Eine besonders komfortable und intuitive Bedienung bieten Kaffeevollautomaten, die anstelle von diversen Knöpfen mit einem innovativen Touchpad aufwarten. Hierüber wählen Anwender die gewünschte Kaffeespezialität aus und nehmen individuelle Einstellungen etwa zur Wasser- und Kaffeepulvermenge oder dem Mahlgrad vor. Zudem ermöglicht das Touchpad eine noch größere Auswahl an Getränken und Einstellungsoptionen. Zeit sparen Kaffeeliebhaber, wenn ihr Vollautomat darüber hinaus über eine Funktion verfügt, mit welcher sich individuelle Einstellungen in einem oder mehreren Benutzerprofilen abspeichern lassen, sodass besondere Vorlieben und Wünsche mit nur einem Fingertippen in Sekundenschnelle abrufbar sind.

Steuerung per App oder Sprachbefehl

Tablet
Besonders komfortable Vollautomaten erlauben die Fernsteuerung per Tablet oder Smartphone.

Noch mehr Komfort als die Bedienung des Vollautomaten per Touchpad bietet die Steuerung per App. Neben der Auswahl des gewünschten Getränks und individuellen Einstellungen bedienen Kaffeeliebhaber ihren Vollautomaten mithilfe der passenden App sogar aus der Ferne. So haben sie beispielsweise die Möglichkeit, morgens aus dem Badezimmer per Smartphone oder Tablet ihren Lieblingskaffee zur gewünschten Zeit zu ordern. Darüber hinaus bieten bestimmte Apps nützliche Informationen wie zum Beispiel Videoanleitungen etwa zur Reinigung und sind in der Lage, unzählige Lieblingsgetränke mit individuellen Einstellungen abzuspeichern.

Mittlerweile beschäftigen sich Forscher zunehmend mit der Entwicklung von Kaffeevollautomaten mit Sprachsteuerung. Bereits 2011 brachte das für seine innovativen Vollautomaten bekannte Unternehmen Jura das erste Modell mit Spracherkennung und -ausgabe auf den Markt. Die Chancen stehen gut, dass immer mehr Kaffeegenießer ihr Lieblingsgetränk in naher Zukunft per Zuruf von ihrem Vollautomaten zubereiten lassen.

Kundendienst der neuen Art

Bereits vor mehreren Jahren begann das Unternehmen Jura, einen Service anzubieten, bei dem die Vollautomaten über eine Anbindung an das Internet verfügen. Über sie können Nutzer den Vollautomaten an einem PC konfigurieren. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, Daten mit dem Service-Portal des Herstellers auszutauschen. Das ermöglicht in eventuellen Problemfällen mit der Maschine eine Fernwartung, indem ein Techniker per Internetzugriff auf das Gerät eine erste Diagnose stellt.

10. So vergleichen wir

Wichtig: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. In dieser Kategorie war es uns aus Gründen der Verfüg- und Machbarkeit nicht möglich, vollumfänglich selbst zu testen, weshalb wir unsere Bewertung sowie das Ranking auf der Grundlage einer Analyse online recherchierter Informationen, Experteneinschätzungen, Berichten von Testinstitutionen, Online-Reviews und Kundenerfahrungen erstellten.

Diverse Hersteller bieten unzählige Modelle verschiedenster vollautomatischer Kaffeemaschinen an. Um Verbrauchern den Überblick zu vereinfachen und ihnen eine Orientierungshilfe bei ihrer Kaufentscheidung an die Hand zu geben, haben wir einige der beliebtesten und besten Kaffeevollautomaten miteinander verglichen. Als Basis liegen folgende vier Bewertungskriterien zugrunde:

Technische Merkmale

Das erste Bewertungskriterium beleuchtet die technischen Merkmale der einzelnen Modelle. Hierzu zählen die Abmessungen des Vollautomaten, anhand derer Interessenten erkennen, ob ihnen für ihren Favoriten auch ausreichend Platz zur Verfügung steht. Darüber hinaus erfahren Leser hier das Gewicht der diversen Kaffeeautomaten. Ein wichtiges Kriterium ist außerdem der maximale Pumpendruck, der über die Brühzeit und damit auch maßgeblich über den Geschmack des Kaffees entscheidet. Idealerweise beträgt der Pumpendruck in der Brühkammer neun Bar. Da dieser auf dem Weg zur Brühkammer immer ein wenig sinkt, sollte der maximale Pumpendruck etwas höher ausfallen. Ein guter Wert liegt bei etwa 15 Bar. Für Käufer mit einem hohen Kaffeekonsum im Haushalt empfiehlt es sich, auf einen großen Wassertank und Bohnenbehälter zu achten, um so allzu häufiges – und schnell lästig werdendes – Nachfüllen zu vermeiden.

Ausstattung

In der zweiten Bewertungskategorie wird die Ausstattung der Kaffeevollautomaten thematisiert. Mit möglichst vielen Einstellungsoptionen für die Brühtemperatur oder den Mahlgrad passen Kaffeegenießer ihre Getränke optimal an ihren individuellen Geschmack an. Wer häufig mehrere Tassen hintereinander zubereiten möchte, spart mit einer Vormahlfunktion Zeit. Mit einer Vorbrühfunktion optimieren Vollautomaten den Brühprozess und sorgen für ein optimales Aroma. Für Fans milchhaltiger Espresso-Spezialitäten ist das Milchsystem ein entscheidendes Kaufkriterium. Während einfachere Modelle lediglich über eine Dampfdüse verfügen, beinhalten komfortable One-Touch-Kaffeevollautomaten ein externes oder ein integriertes Milchsystem. Einige Kaffeeautomaten weisen neben dem Mahlwerk noch ein praktisches Extrafach für Kaffeepulver auf. Damit die Kaffeebohnen im Bohnenreservoir möglichst lange ihren Geschmack behalten, verfügt der Kaffeeautomat im Idealfall über ein Aromaschutzsystem. Strom und damit Geld sparen Anwender außerdem, wenn das Gerät ihrer Wahl über einen Energiesparmodus verfügt.

Getränke-Auswahl

Neben den technischen Merkmalen und der Ausstattung ist die Getränke-Auswahl ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung. Hier punkten Vollautomaten, die eine möglichst große Anzahl verschiedener Heißgetränke zubereiten können. Zu den Basics gehören dabei heißes Wasser, Espresso und Caffè Crema. Modelle, die mit einem Milchsystem ausgestattet sind, produzieren darüber hinaus diverse Espresso-Getränke auf der Basis von Milch. Hier zählen der cremige Cappuccino und der Latte Macchiato in drei Schichten zu den beliebtesten Espresso-Spezialitäten. Modelle mit Dampfdüse bieten zwar die Option, in einem Extragefäß Milch aufzuschäumen, Espresso-Spezialitäten auf Knopfdruck ermöglichen sie so allerdings nicht. Extra-Punkte erhalten die vollautomatischen Kaffeemaschinen in unserem Vergleich mit einer Kakao-Funktion, dank der auch Schokoladenfans auf ihre Kosten kommen.

Bedienbarkeit

Der vierte Bewertungspunkt im Kaffeevollautomaten-Vergleich fokussiert die Bedienbarkeit der verschiedenen Kaffeevollautomaten. Hier werden selbstverständlich Modelle hervorgehoben, die besonders einfach und komfortabel zu bedienen sind. Dazu tragen zum Beispiel ein großes, übersichtliches Display oder ein Touchpad bei, auf welchem Kaffeeliebhaber ihre Getränke und die individuellen Einstellungen auswählen. Von Vorteil ist es außerdem, wenn die Betriebslautstärke während des Mahlvorgangs möglichst niedrig ausfällt. Für mehr Komfort bei der Herstellung milchhaltiger Kaffeespezialitäten sorgt die vollautomatische Produktion von Milchschaum. Wer häufig unterschiedlich hohe Tassen oder Gläser befüllen möchte, profitiert von einem verstellbaren Kaffeeauslauf. Zeit und Arbeit sparen Konsumenten mit einem integrierten Reinigungsprogramm und personalisierbaren Getränkeprofilen. Einige besonders komfortable, moderne Geräte lassen sich mittlerweile sogar per App über das Smartphone oder Tablet steuern. Auf diese Weise geben Besitzer solcher Modelle bequem aus der Ferne zu einer gewünschten Zeit ihr Lieblingsgetränk in Auftrag.

badgeFazit der Redaktion

Alle Vollautomaten in unserem Vergleich können pro Bewertungskriterium jeweils eine Punktzahl von 0,00 bis 5,00 erreichen. Da jeder Kaffeeliebhaber andere Ansprüche an den perfekten Kaffeevollautomaten stellt und verschiedene Aspekte unterschiedlich bedeutsam gewichtet, fließen die so erreichten Punkte zu gleichen Teilen in die Gesamtbewertung unseres Vergleichs ein. Aus der Gesamtnote ergibt sich die jeweilige Platzierung der verschiedenen Kaffeevollautomaten und damit auch unser Kaffeevollautomaten-Sieger. Dabei bleibt zu beachten, dass der Netzsieger nicht automatisch für jeden Kaffeegenießer das optimale Produkt ist, sondern unser Vergleich lediglich als Orientierungshilfe bei der Kaufentscheidung dienen kann. Welches Modell am Ende am meisten den persönlichen Bedürfnissen entspricht, muss jeder Leser individuell für sich selbst entscheiden. Jeden Kaffeevollautomat vergleichen Interessenten detailliert anhand unseres Datenblatts.

Der italienische Hersteller De’Longhi überzeugt in unserem Vergleich der besten Kaffeevollautomaten gleich mit zwei Modellen. Eine besonders große Getränkeauswahl, eine umfangreiche Ausstattung und einiges an Extra-Komfort bietet der Vollautomat DeLonghi ETAM 29.660.SB. Für Verbraucher, die auf der Suche nach einem einfacheren, aber dennoch hochwertigen Modell mit allen wichtigen Basis-Funktionen sind, lohnt sich ein Blick auf den DeLonghi ECAM 22.110.B. Darüber hinaus punkten beide De’Longhi-Geräte mit einem äußerst fairen Preis-Leistungs-Verhältnis und einem sehr leisen Mahlwerk. Ebenfalls weit nach vorne schafft es das Modell HD8925/01 PicoBaristo von Saeco mit einer großen Getränkeauswahl, vielen Einstellungsoptionen und großem Fassungsvermögen von Wassertank und Bohnenfach.