Hausratversicherungen

Die besten Sachversicherungen im Vergleich

Anne Röttgerkamp
Platz Produkt Bewertung
1 Allianz 4,92
2 AXA 4,76
3 VHV 4,72
4 DEVK 4,62
5 Gothaer 4,56
6 ERGO 4,54

Leistungen

Grundversicherungsschutz

Optionale Kostenübernahmen

Vertragskonditionen

Support

Der optimale Sachschutz für zuhause

    Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Hausratversicherung ist eine Sachversicherung, die Schäden bei Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenständen abdeckt.
  • Jede Hausratversicherung kann individuell ergänzt und flexibel erweitert werden.
  • Bei der Kostenerstattung handelt es sich um eine Neuwert-Erstattung.
  • Eine Hausratversicherung übernimmt die Kosten für Schäden, die unter anderem durch Feuer, Leitungswasser, Unwetter, Sturm und Einbruchdiebstahl entstehen.

1. Hausratversicherung – Umfassender Schutz im Ernstfall

Eine teure Uhr, die Einbauküche, der neue Computer oder das Erbstück der Großeltern – Viele Gegenstände, die sich im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung befinden, haben einen sehr hohen Wert und oft ist der Eigentümer sich dessen gar nicht bewusst. Doch was passiert bei einem Einbruch, Brand oder einem Rohrbruch?

In solchen Fällen kommt die Hausratversicherung zum Einsatz. Diese greift bei Inventarschäden und den dadurch entstehenden Folgekosten. Somit ist für Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände eines Haushalts ein umfassender Schutz gewährleistet. Die Hausratversicherung gilt als eine der elementarsten Versicherungen überhaupt, da sie das private Hab und Gut eines Menschen absichert. Häufig sind nicht nur die unmittelbaren Schäden, die beispielsweise durch Feuer, Wasser oder Unwetter entstehen, abgesichert, sondern auch die anschließenden Kosten. Das heißt, muss im Ernstfall in ein Hotel ausgewichen oder gar das Haus bewacht werden, kommt die Hausratversicherung auch hierfür auf.

Wasserschaden
Bei Rohrbruch ist eine gute Hausratversicherung von Vorteil.

Flexible Tarifgestaltung dank Bausteinsystem

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Hausratversicherungen, die sich bequem online abschließen lassen, gestiegen. Doch nicht alle Versicherungen bieten einen Rundumschutz und versichern den Kunden in allen Schadfällen. Häufig wird eine Art Basis-Absicherung gewährleistet, die anschließend mit verschiedenen Bausteinen erweitert werden kann. Auch die preislichen Differenzen können hierbei teilweise sehr groß sein.

Tipp:

Durch individuelle Bausteine und Zusatzoption lässt sich der Tarif der Hausratversicherung flexibel an die Bedürfnisse des Versicherungsnehmers anpassen.

Im Allgemeinen ist es ratsam, sich vor Abschluss der Versicherung über den eigenen Wertbestand im Klaren zu sein. Außerdem sollte der Versicherungsnehmer vor Vertragsabschluss genau wissen, welche Zusatzbereiche in die Versicherung eingeschlossen werden sollen. Ist sich der Kunde dessen bewusst und nimmt er sich zudem etwas Zeit, steht dem erfolgreichen Abschluss einer Hausratversicherung nichts mehr im Wege.

Bei der großen Vielzahl der Hausratversicherungen ist es nicht leicht, immer den Überblick zu bewahren. Zu den besten Hausratversicherungen zählen im großen Netzsieger-Vergleichstest unter anderem die Allianz-Hausratversicherung, die AXA-Hausratversicherung und die VHV-Hausratversicherung.

Hausratversicherung – Was ist das überhaupt?

Wie der Begriff Hausratversicherung bereits andeutet, handelt es sich hierbei um einen Schutz für den privaten Hausrat. Da es sich vermutlich die wenigsten Menschen leisten können, ihren gesamten Haushalt bei einem Schadensfall neu zu kaufen, ist eine Hausratversicherung durchaus eine sinnvolle Investition. Sie gilt als eine sogenannte Sachversicherung, die dem Versicherungsnehmer die Kosten für entstandene Schäden an seinem Hausrat erstattet. Als Hausrat werden alle Gegenstände in der Wohneinrichtung angesehen, die bei einem Umzug mitgenommen werden können.

Meist sind Schäden abgedeckt, die durch Brand, direkten Blitzeinschlag, Explosion, Implosion, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus, Leitungswasser, Hagel und Sturm entstehen. Üblich ist eine Sicherung des Hausrats zum Wiederbeschaffungswert. Das heißt, in einem Schadensfall werden genau die Kostet erstattet, die benötigt werden, um die Gegenstände in ihrem neuwertigem Zustand wiederzubeschaffen.
 

Einbrecher
Eine gute Hausratversicherung erstattet nicht selten auch Schäden, die durch Einbruchdiebstahl entstehen.

Außerdem können Überspannungsschäden mitversichert werden. Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn im Haushalt teure Elektrogeräte vorhanden sind. Aber auch Schäden, die durch Überschwemmungen oder Lawinen entstehen, lassen sich einschließen. Diese Leistungen werden unter dem Zusatzbaustein "Elementarschäden" angeboten.

In wenigen Schritten zur Hausratversicherung

Mithilfe eines leicht verständlichen Tarifrechners bieten die meisten Versicherungen heutzutage gleich einen schnellen und bequemen Online-Abschluss an. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn es nur wenige oder überhaupt keine Filialen der Versicherung gibt oder der Kunde in ländlicheren Gebieten wohnt. Soll der individuelle Beitrag berechnet werden, hat es sich bewährt, wenn der potenzielle Versicherte die wichtigsten Berechnungs-Faktoren schon zur Hand hat. Hierzu zählen vor allem die Quadratmeterzahl des zu versichernden Haushalts (inklusive Keller und Dachboden) und die Gebäudeart.

Häuser
Die Quadratmeterzahl zählt zu den wichtigsten Berechnung-Faktoren.

Teilweise werden auch noch weitere Faktoren wie Baumaterialien und die Anzahl der Vorschäden abgefragt. Auch der Wohnort selbst spielt eine wesentliche Rolle bei der Berechnung des Jahresbeitrags.

Denn die Beiträge der Hausratversicherung hängen entscheidend von der Gefahr für Einbruch und Diebstahl ab. Jede Absicherung schätzt das Risiko selbst ein und legt dafür Tarifzonen fest. Für alle Postleitzahlen werten die Anbieter aus, wie hoch sie die Wahrscheinlichkeit für einen Einbruch oder Diebstahl einschätzen und ordnen diese einer entsprechenden Tarifstufe zu.

Besteht jedoch eine Unsicherheit bezüglich der Angaben und Berechnungsfaktoren, sollte am besten das persönliche Gespräch mit einem Kundenbetreuer gesucht werden. Hier können der Vertrag schrittweise besprochen und offene Fragen geklärt werden.

Hausratversicherung – Darauf sollten Sie achten!

Je nach Wohnsituation gibt es verschiedene Faktoren, die bei der Wahl der Hausratversicherung zu beachten sind. Auch wenn jeder Kunde individuell entscheiden kann, welche Versicherungsschwerpunkte er setzen möchte, sind einige Aspekte auf jeden Fall zu beachten und bei der Entscheidung unausweichlich.

Einer der wichtigsten Punkte ist die Höhe der Versicherungssumme. Im Allgemeinen wird eine Summe von circa 650 Euro pro Quadratmeter empfohlen. Doch abhängig vom Gesamtwert des Hausrats verändert sich auch die Höhe der Versicherungssumme.

Wohnzimmer
Abhängig vom Gesamtwert des Hausrats verändert sich auch die Höhe der Versicherungssumme.

Auf jeden Fall sollte eine Unterversicherung vermieden werden. Diese würde beispielsweise dann bestehen, wenn der gesamte Hausrat 90.000 Euro wert ist, die Versicherungssumme jedoch nur 70.000 Euro beträgt. Aber auch eine Überversicherung ist nicht unbedingt im Sinne des Versicherungsnehmers. Dies wäre der Fäll, wenn der gesamte Hausrat weniger Wert ist als die Versicherungssumme. Dann bezahlt der Kunde einen zu hohen Versicherungsbetrag. Mit sogenannten "Wertermittlungstabellen" lässt sich die Versicherungssumme glücklicherweise sehr genau bestimmen und eine Unterversicherung aber auch eine Überversicherung kann so ausgeschlossen werden.

Neben der Versicherungssumme gehört auch die Höhe der Selbstbeteiligung zu den wesentlichen Aspekten einer Hausratversicherung. Im besten Fall lässt sich die Summe individuell festlegen. Bei den meisten Hausratversicherungen kann innerhalb eines Spielraumes von 0 Euro und 150 Euro gewählt werden. Vereinzelt kann dieser Betrag jedoch auch durchaus höher ausfallen. Im Gegenzug besteht bei manchen Versicherungen nicht die Option der freien Wahl, da die Summe bereits festgeschrieben ist.

Auch weitere Faktoren, wie beispielsweise der Umgang mit grober Fahrlässigkeit oder die Versicherung von Wertsachen spielen eine zentrale Rolle. Oftmals sind diese Leistungen vom jeweiligen Produkt abhängig. Daher sollte man bei der Tarifauswahl keinesfalls nur auf den Preis achten, sondern auch stets im Blick behalten, welche Optionen im jeweiligen Produkt überhaupt enthalten sind.

Oftmals unterschätzt: Grobe Fahrlässigkeit

Häufig unterbewertet wird die Wichtigkeit der Kostenerstattung bei grober Fahrlässigkeit. Das heißt, geschieht ein Einbruch, weil ein Fenster offen gelassen wurde oder entsteht ein Brand durch eine unbeaufsichtigte Kerze, wird dem Versicherten grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen. Im schlimmsten Fall greift der Schutz an dieser Stelle nicht und der Kunde bleibt – trotz Hausratversicherung – auf einem großen Schuldenberg sitzen. Während einige Versicherungen diese Leistung automatisch anbieten, kann sie bei anderen nur als Zusatzbaustein, gegen einen Aufpreis, mitversichert werden.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Versicherung von Wertsachen. Je nachdem wie viel Bargeld, Schmuck oder Kunstwerke sich im persönlichen Besitz befinden, sollte die entsprechende Sicherung gewählt werden. Häufig orientiert sich die Erstattung von Wertsachen an der vereinbaren Versicherungssumme. So wird meist eine prozentual vereinbarte Summe im Falle eines Diebstahls erstattet. Diese gestaltet sich oftmals tarifabhängig und kann je nach Bedarf ausgesucht werden. Befinden sich generell viel wertvoller Schmuck oder gar Kunstwerke im Haushalt, ist es ratsam darauf zu achten, dass ein großer Teil der Versicherungssumme übernommen wird.

Teppich
Im Falle von grober Fahrlässigkeit tritt der Versicherungsschutz oftmals nicht in Kraft.
Gute Absicherung während des Umzugs

Auch während eines Umzugs sollte die Hausratversicherung weiterhin für einen umfassenden Schutz sorgen. Bestenfalls besteht ein doppelter Versicherungsschutz für zwei oder drei Monate in beiden Wohnungen. Anschließend geht der Schutz automatisch auf die neue Wohnung über – ohne, dass der Kunde einen großen Mehraufwand hat.

Generell gibt es einige "Basics", auf die der Kunde achten sollte, wenn er sich für eine Hausratversicherung entscheidet. Folgende Fragen können bei der Wahl des richtigen Schutzes helfen:

  • Möchte ich mich zusätzlich gegen Elementarschäden absichern?
  • Benötige ich eine extra Fahrrad-Versicherung?
  • Bin ich auch versichert wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegt?
  • Besteht eine freie Wahl der Selbstbeteiligung?
  • Kann ich die Versicherungssumme individuell festlegen?
  • Besteht eine Neuwert-Erstattung?
  • Lässt sich der Tarif online berechnen?
  • Ist ein Online-Abschluss möglich?
  • Gibt es eine persönliche Beratung vor Ort?
  • Bin ich an eine bestimmte Mindestvertragslaufzeit gebunden?
Wertvolles Gemälde
Einige Policen eignen sich unter anderem für den Schutz von Wertsachen und Kunstwerken.

2. Die fünf Bewertungskriterien

Die große Zahl der angebotenen Hausratversicherungen, macht es nicht leicht sich einen Überblick zu verschaffen. Bevor sich Interessierte endgültig auf einen Anbieter festlegen, sollten sie sich den jeweiligen Schutz im Einzelnen anschauen und individuell entscheiden, ob sie die gewünschten Leistungen auch vorfinden. Die Netzsieger-Redaktion stellt fünf relevante Bewertungskriterien vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die angebotenen Leistungen und den Versicherungsumfang haben.

Leistungen

Hierbei geht es um die verschiedenen Tarife, welche die Versicherung anbietet und ob sich diese noch individualisieren lassen. Es hat sich gezeigt, dass viele Versicherungen drei Produkte anbieten, die meist eine umfassende Grundabsicherung stellen. Zusätzlich lassen sich diese Grundtarife oft noch mit Bausteinen ergänzen. Positiv fällt zudem auf, wenn sich der Jahresbeitrag in wenigen Schritten online berechnen lässt. Hierfür haben die meisten Versicherungen einen Online-Rechner auf ihrer Homepage, der den persönlichen Betrag ermittelt. Idealerweise lässt sich die Hausratversicherung direkt im Anschluss abschließen und ist ab dem nächsten Tag bereits gültig.

Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist von zentraler Bedeutung. Denn bei vielen Versicherungen, die einen vergleichsweise günstigen Jahresbeitrag anbieten, müssen die Verbraucher auf einen allumfassenden Schutz achten. Hier ist es sinnvoll, lieber etwas mehr zu investieren und dann im Ernstfall auch ausreichend abgesichert zu sein.

Grundversicherungsschutz

Die Grundabsicherung einer guten Hausratversicherung umfasst die Absicherung gegenüber Schäden, die durch folgende Gefahren entstehen: Feuer, Blitz, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Unwetter, Einbruchdiebstahl und Vandalismus. Zusätzlich lassen sich oft noch Elementarschäden mitversichern. Hiermit sind Schäden gemeint, die beispielsweise durch Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen oder Lawinen entstehen. Je nach Wohnort und Wohnsituation kann individuell überlegt werden, ob eine solche Zusatzversicherung sinnvoll ist oder nicht. Bei Bedarf hilft an dieser Stelle auf jeden Fall auch ein persönliches Gespräch mit einem Kundenbetreuer.

Blitz
Eine zuverlässige Hausratversicherung umfasst die Absicherung gegenüber Schäden, die durch Sturm und Umwetter entstehen.

Viele Versicherungen bieten eine sogenannte Neuwert-Erstattung an. Das heißt, dass im Falle eines Schadens der Betrag erstattet wird, der erforderlich ist, um die beschädigte oder zerstörte Sache neu anzuschaffen oder zu reparieren. Das Alter des demolierten Gegenstandes spielt dabei für die Absicherung keine Rolle.
Bei den meisten Versicherungen gehört auch der doppelte Versicherungsschutz während des Umzugs zur Grundabsicherung. Im Idealfall sind hierbei für zwei bis drei Monate sowohl die neue als auch die alte Wohnung versichert.

Optionale Kostenübernahme

Die Kostenübernahme orientiert sich zum einen am jeweiligen Tarif, kann zum anderen auch noch individuell erweitert werden. Ein zentraler Faktor ist hierbei die Erstattung gestohlener Wertsachen. Hierzu zählen sowohl Bargeld und Sparbücher als auch Schmuck, Urkunden und Medaillen. Die Summe, die im Ernstfall erstattet wird, orientiert sich hierbei stark an der vereinbarten Versicherungssumme. Je nach Tarif wird bei den meisten Versicherungen ein Betrag von 20 bis 40 Prozent der Versicherungssumme an den Kunden gezahlt.

Aber auch Gegenstände, die nicht direkt mit dem Haus verbunden sind, können optional mitversichert werden. Egal, ob es sich hierbei um den neuen Grill, das Trampolin der Kinder oder die Gartenmöbel handelt – im Falle eines Diebstahls oder einer Beschädigung kommt die Hausratversicherung für die entstandenen Kosten auf.

Gerade für Vielreisende ist es wichtig, ob die Versicherung auch bei Urlaubsabbruch (aufgrund eines dringenden Schadens) greift. Bei den meisten Anbietern lässt sich optional hinzubuchen, dass eventuelle Rückreisemehrkosten erstattet werden. Auch diese Summe ist häufig vom Tarifabhängig und orientiert sich prozentual an der vereinbarten Versicherungssumme.

Was passiert wenn das Haus unbewohnbar wird?

Für den Fall, dass das Haus oder die Wohnung nach einem Schaden komplett unbewohnbar geworden ist, werden meist auch die Hotelkosten übernommen. Die zeitliche Begrenzung ist je nach Versicherung, unterschiedlich und auch die Summe, welche dem Kunden zur Verfügung steht, variiert bei den einzelnen Anbietern.

Auch der Umgang mit grober Fahrlässigkeit wird unter diesem Punkt verhandelt. Während einige Hausratversicherungen diese Leistung automatisch anbieten, muss sie bei anderen optional und gegen einen Aufpreis hinzugefügt werden. Gleiches trifft auf die Versicherung von Fahrrädern zu. Kunden, die ihr Rad viel nutzen und oft über Nacht an öffentlichen Plätzen stehen haben, sollten ihr Fahrrad in die Hausratversicherung einschließen. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass der Schutz vor Diebstahl 24 Stunden gilt. Dies ist allerdings nicht bei allen Anbietern der Fall.

Vertragskonditionen

An dieser Stelle wird bewertet, ob die vertraglichen Bedingungen übersichtlich und strukturiert dargestellt sind. Im Idealfall findet der Kunde die Vertragskonditionen in übersichtlichen Produktblättern direkt auf der Homepage. Hier sollten sich Angaben zu einer Mindestvertragslaufzeit, zum Widerrufsrecht sowie zu der Kündigungsfrist finden lassen. Bei den meisten Hausratversicherungen beträgt die Mindestlaufzeit des Vertrages ein Jahr. Somit hat der Kunde die Möglichkeit bei Unzufriedenheit nicht über Jahre an eine Versicherung gebunden zu sein, sondern kann sich gegebenenfalls einen neuen Versicherungsschutz suchen. Bei fast allen Versicherungen besteht zudem ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Die Kündigungsfrist liegt bei allen getesteten Produkten zwischen einem Monat und drei Monaten zum Ende der festen Vertragslaufzeit beziehungsweise des jeweiligen Versicherungsjahres.

Support

Auch wenn sich die meisten Hausratversicherungen online abschließen lassen, ist eine persönliche Vor-Ort-Betreuung von großem Vorteil. Die meisten Versicherungen sind mit zahlreichen Filialen deutschlandweit vertreten. Ist dies nicht der Fall, sollte zumindest überprüft werden, ob es einen Rund-um-die-Uhr-Telefonservice gibt, den der Versicherte im Ernstfall kontaktieren kann. Je nach persönlicher Vorliebe, kann der Kunde abwägen, ob er mehr Wert auf einen schnellen Online-Abschluss oder eine umfassende, persönliche Beratung legt.

Viele Anbieter verfügen auch über eine 24-Stunden-Schadensmeldung. Dies kann meistens über ein Online-Schadenformular oder eine Hotline geschehen.

Zudem ist es vorteilhaft, wenn die Grundausstattung des Support-Bereichs folgende Leistungen beinhaltet: ein Kontaktformular, die Möglichkeit einen Rückruftermin zu vereinbaren, einen Live-Chat sowie ein Online-Lexikon, um versicherungstechnische Begriffe nachzuschlagen.

Das Fazit der Redaktion

Alle getesteten Hausratversicherungen durchlaufen jede dieser fünf Bewertungskategorien. Die ermittelten Einzelnoten werden am Ende in einer Gesamtnote zusammengefasst, aus der sich wiederum die Rangliste ergibt. Auf diese Weise wird versucht, nicht nur die signifikanten Vor- und Nachteile der jeweiligen Sicherung zu erläutern, sondern auch potentiellen Kunden bei ihrer individuellen Kaufentscheidung zur Seite zu stehen.

3. Neun Gründe für eine Hausratversicherung

Auch wenn eine Hausratversicherung nicht zu den Pflichtversicherungen zählt, ist sie dennoch eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Im Vergleich zu dem potenziellen Risiko fällt die Versicherungsprämie relativ gering aus. Nichtsdestotrotz besitzen im Jahr 2015 nur 51 Millionen Menschen in Deutschland eine Hausratversicherung. Der durchschnittliche Deutsche hat hierbei eine 91 Quadratmeter große Wohnung und einen durchschnittlichen Versicherungswert von 55.000 Euro pro Haushalt.

Gründe für eine Hausratsversicherung
Die wichtigsten Gründe für eine Hausratversicherung.

Neben dem wertvollen Gefühl von Sicherheit gibt es zahlreiche weitere Argumente, die für eine Hausratversicherung sprechen. Da ein Schadensfall in der Regel immer etwas Unerwünschtes und Unangenehmes mit sich bringt, ist es sinnvoll für den Ernstfall gut abgesichert zu sein. Selbst wenn kein Schadensfall eintritt, weiß der Versicherte, dass er ausreichend geschützt ist.

Die Netzsieger-Redaktion hat anhand statistisch belegter Schadfälle die neun wichtigsten Gründe für eine Hausratversicherung in einer Grafik zusammengefasst:

4. Versicherungsschutz – Welche Gegenstände sind versichert?

Grundlegend deckt eine gute Hausratversicherung alle beweglichen Dinge im Haushalt der versicherten Person ab. Aber auch Gegenstände, die dem Ehepartner, den Kindern oder den Großeltern gehören, sind eingeschlossen. Egal, ob es sich hierbei um Möbelstücke, Teppiche oder Gebrauchsgegenstände wie Kleidung, Geschirr und Elektrogeräte handelt, im Falle eines Schadens greift die Hausratversicherung.
Häufig ist es nicht leicht für den Kunden sich einen Überblick zu verschaffen, welche Gegenstände genau in dem Schutz inbegriffen sind, zumal die meisten Dinge auch noch verschiedenen Kategorien zugeordnet sind.
An dieser Stelle fasst die Netzsieger-Redaktion die zentralen Gegenstandsarten zusammen und gibt Erläuterungen zu den jeweiligen Kategorien.

Gegenstandsarten der Hausratversicherung

Gegenstandsarten
Die wichtigsten Gegenstände, die mit einer Hausratversicherung geschützt werden sollten.
1. Einrichtungsgegenstände

Hiermit sind alle Gegenstände des Haushalts gemeint, die sich zu Wohnzwecken dauerhaft in der Wohnung befinden. Hauptsächlich umfasst die Einrichtung Möbelstücke, die nicht baulich mit dem Gebäude verbunden sind sowie Bodenbeläge. Die Mobilität der Gegenstände spielt an dieser Stelle keine Rolle. Egal, ob es sich um leichtbewegliche Objekte wie Stühle handelt oder um Großmöbel wie zum Beispiel Schränke und Betten – die Hausratversicherung kommt im Schadensfall für die Erstattung auf.

2. Gebrauchsgegenstände

Im Vergleich zu den Einrichtungsgegenständen sind hiermit Dinge gemeint, die sich in regelmäßigem Gebrauch befinden. Dazu zählen unter anderem Schlüssel, (Unterhaltungs-) Elektronik, Haushaltselektronik sowie Bekleidung und Geschirr. Außerdem lassen sich auch Gegenstände wie Fahrräder und Kellerwaren in die Versicherung einschließen. Je nach Anbieter kann es jedoch sein, dass eine zusätzliche Gebühr fällig wird.

3. Verbrauchsgegenstände

Das distinktive Merkmal von Verbrauchsgegenständen ist deren einmalige Nutzung. Hierzu zählen Nahrungsmittel, die beispielsweise durch Schäden am Kühlschrank oder der Gefriertruhe ungenießbar werden. Aber auch Vorräte, die in größeren Mengen gelagert werden, können im Schadensfall ersetzt werden.

4. Wertsachen

Zu den im Versicherungsschutz inbegriffenen Wertsachen zählen nicht nur Bargeld, sondern auch Schmuck, Antiquitäten und antike Gegenstände, die ein Alter von über 100 Jahren haben. Ebenfalls Sammlerstücke wie Briefmarken oder Münzen aus Gold und Silber, Pelze und Gemälde werden seitens der Hausratversicherung als Wertsachen bezeichnet.

5. Leistungseinschränkungen – Welche Kosten werden im Regelfall nicht von der Hausratversicherung übernommen?

Unter dem Punkt "bedeutende Ausschlüsse" sind im Vertrag der Hausratversicherung alle Versicherungsfälle aufgelistet, die eine Begleichung am Hausrat nicht rechtfertigen. Denn es gibt keine Versicherung, die alle Schäden – egal welche Ursache sie haben – einschließt.
Viele der folgenden Leistungseinschränkungen fallen unter die grobe Fahrlässigkeit, doch auch Faktoren wie Kriegszustand oder höhere Gewalten können eine Rolle spielen.
Die Netzsieger-Redaktion hat an dieser Stelle die sieben häufigsten Leistungsausschlüsse zusammengefasst:

  • Krieg

    Es gibt keinen Versicherungsanbieter, der bei Eintritt eines Krieges die Verantwortung für die Wiederherstellung, also die Kostenerstattung des Hausrats übernimmt.

  • Kernenergie

    Hierbei handelt es sich um eine höhere Gewalt, die ebenfalls nicht versichert ist. Das heißt, dass bei Schäden im Haushalt, die durch eine Verstrahlung oder Kontaminierung durch einen Reaktorunfall entstehen, die Hausratversicherung nicht greift.

  • Trickdiebstahl

    Wird der Versicherte Opfer eines Trickdiebstahls, der nicht unter der Androhung von Gewalt stattfindet, so muss er selbst für den Schaden aufkommen.

  • Einfacher Diebstahl

    Ist das Eigentum nicht vor der Mitnahme durch andere Personen geschützt, kommt die Hausratversicherung auch nicht für die entstandenen Kosten auf. Ein einfacher Diebstahl liegt dann vor, wenn ohne die Überwindung von Hürden wie Schlösser oder Ketten Gegenstände entwendet werden können.

  • Sengschäden

    Bei Schäden, die beispielsweise durch Brandflecken von Zigaretten entstehen, greift die Hausratversicherung nicht. Oftmals lässt sich dieser Bereich jedoch gegen eine zusätzlich Gebühr versichern.

  • Hausrat von Mietern und Untermietern

    Besteht ein Mietvertrag oder ein Untermietvertrag, muss der Mieter generell eine eigene Hausratversicherung abschließen, da diese nicht vom Hauptmieter einfach übernommen werden kann.

  • Schäden an Personen

    Durch den Hausrat verursachte Schäden an Personen sind nie Teil einer Hausratversicherung. An dieser Stelle greift die Haftpflicht- beziehungsweise die Unfallversicherung. Da es sich bei der Hausratversicherung ausschließlich um eine Sachversicherung handelt, sind Personenschäden und deren Gesundheit nicht im Versicherungsschutz eingeschlossen.

6. Problemfälle– Warum Versicherungen Kunden ablehnen

Da es sich bei einer Hausratversicherung um keine Pflichtversicherung handelt, sind die Unternehmen nicht dazu angehalten jede Person zu versichern. Werden gewisse Negativ-Voraussetzungen erfüllt, ist der Abschluss einer Hausratversicherung nicht möglich beziehungsweise problematisch.

Die Netzsieger-Redaktion hat an dieser Stelle die vier wichtigsten Gründe für einen erschwerten oder gar verweigerten Versicherungsabschluss zusammengefasst:

Bekannte Versicherungsbetrüger und Nichtzahlung der Versicherungsprämie

Wer einmal als Versicherungsbetrüger enttarnt wurde, hat es zukünftig nicht leicht weiteren Schutz zu erhalten. Selbst wenn der Betrug in anderer Sache stattgefunden hat und nicht in unmittelbarem Kontakt mit der Hausratversicherung steht, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Abschluss unmöglich ist. Ob es sich bei dem Betrug um eine kleine Schummelei oder aber um einen handfesten Versicherungsbetrug handelt, ist meist hinfällig. Personen, die die Sicherung hintergehen, setzen letztendlich ihren bestehenden Versicherungsschutz aufs Spiel und riskieren zudem auch ihre zukünftigen Vertragsabschlüsse. Das heißt, Leistungen, die einst vereinbart wurden, gelten nicht mehr.

Auch Personen, die mehrmalig die Versicherungsprämie nicht gezahlt haben, können Probleme bei einem erneuten Vertragsabschluss bekommen. Selbst negative Schufa-Einträge führen teilweise zu einer Verweigerung des Schutzes oder zumindest zu einer Tarif-Anhebung.

Viele Schadenmeldungen innerhalb kurzer Zeit

Bei Abschluss einer Hausratversicherung muss der potenzielle Kunde direkt zu Beginn angeben, wie viele Schäden es in der Vergangenheit gab und bei welcher Versicherung der Schutz bestand. Der Zeitraum, der an dieser Stelle erfragt wird, beträgt meist fünf Jahre. Diese Informationen nutzt der Versicherer für Nachforschungen bei der alten Versicherung, um so herauszufinden, um was für einen Kunden es sich handelt und aus welchen Gründen die Absicherung gewechselt werden soll.

Wohnungen in der Nähe "gefahrerhöhender Betriebe"

Befindet sich die Wohnung oder das Haus in der Nähe einer Diskothek, eines Bordells oder anderen als "gefahrerhöhend" eingestuften Etablissements, kann der Versicherungsbeitrag durchaus überdurchschnittlich hoch ausfallen und schlimmstenfalls sogar zu einer Ablehnung des potenziellen Neukunden führen.

In diesem Fall muss der Kunde etwas Geduld und Zeit für die Suche einer geeigneten Hausratversicherung aufbringen.

Unbewohnte Wohnungen und Ferienwohnungen

Versicherungen sehen es ungern, wenn Wohnobjekte über einen längeren Zeitraum leer stehen und unbenutzt bleiben. Denn ist ersichtlich, dass eine Person selten zuhause ist, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Einbruch und Vandalismus. In diesem Fall ist der Hausrat nicht mehr so sicher, als wenn eine Wohnung ständig bewohnt wird. Viele Versicherungen verweigern daher den Schutz kaum bewohnter Objekte.

7. Zusatzschutz – Sinnvolle Extra-Versicherungen des Hausrats

Neben dem Grundversicherungsschutz hat der Kunde die Möglichkeit zusätzliche Schadensarten als Optionen am Hausrat bei Vertragsabschluss zu vereinbaren. Während einige Hausratversicherungen bestimmte Gefahren bereits in ihren Basis-Tarif inkludieren, verlangen andere Anbieter mitunter hohe Mehrkosten für Zusatzleistungen.

Zu den Gefahren, die jede Versicherung definitiv absichern sollte, gehören Schäden, die durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus, Explosion und Überspannung entstehen. Je nach Bedarf und abhängig von Faktoren wie beispielsweise Wohnort und Wertbestand des Haushalts ist es allerdings sinnvoll einige zusätzliche Versicherungsmaßnahmen zu treffen. Hierbei haben sich verschiedene Extra-Leistungen für folgende Gefahren bewährt:

Zusatzleistungen
Die üblichen Zusatzleistungen einer Hausratversicherung.

Innere Unruhen

Innere Unruhen liegen dann vor, wenn Teile des Volkes in einer die öffentliche Ruhe und Ordnung störenden Weise in Bewegung geraten und Gewalt gegen Personen oder Sachgegenstände verüben. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Beweggründe politischer oder wirtschaftlicher Art sind. Einzelne Terrorakte fallen hingegen nicht in den Definitionsbereich der inneren Unruhen. Im Normalfall deckt eine Hausratversicherung Schäden, die hierdurch entstehen nicht ab. Möchte sich der Kunde jedoch gegen diese Eventualitäten schützen, kann er zusätzliche individuelle Leistungsvereinbarungen treffen.

Starkregen und Überschwemmungen

Mit Starkregen werden in der Meteorologie große Mengen an Regen bezeichnet, die innerhalb kürzester Zeit fallen. Diese Art des Regens ergibt sich demzufolge aus ihrer Art und Dauer. Nach Definition des Deutschen Wetterdienstes müssen es jedoch mindestens fünf Liter pro Quadratmeter in zehn Minuten sein. Die Folgen sind Überschwemmungen und Bodenerosionen, die häufig Schäden des Hausrats mit sich bringen. Befindet sich die Wohnung in einem gefährdeten Gebiet, verlangt die Hausratversicherung häufig eine Sonderprämie.

Bruchschäden und Glasbruchschäden

Während einige Hausratversicherungen eine Glasversicherung bereits in ihrem Basis-Tarif enthalten, muss bei anderen Anbietern ein Zusatzbeitrag gezahlt werden. Dafür sind dann Schäden, die an Fenstern (Außen- und Innenverglasung), Sichtfenstern an BacköfenSpiegelnAquarien oder Kochflächen aus Glaskeramik entstehen, umfassend abgesichert. Auch Sonderverglasungen wie beispielsweise Fenster von Wintergärten aus Acryl- oder Plexiglas sind in der Zusatzversicherung eingeschlossen.

Eine Glasversicherung gehört bei vielen Anbietern bereits zum Basis-Tarif.

Fahrraddiebstahl

Gerade in Großstädten wie Berlin, Köln und Hamburg ist die Gefahr eines Fahrraddiebstahls besonders hoch. Mehr als 300.000 Fahrraddiebstähle werden bundesweit Jahr für Jahr erfasst. Wer regelmäßig das Fahrrad nutzt und zudem viel Geld für die Anschaffung aufgewendet hat, sollte definitiv über eine Zusatzversicherung nachdenken. Auch hier lohnt sich ein Vergleich der Anbieter, da manche Tarife bereits die Versicherung des Fahrrades automatisch beinhalten.
Auch Extra-Leistungen, die die Kostenübernahme im Falle eines Kinderwagen- oder Rollstuhldiebstahls beinhalten, sollten an dieser Stelle geprüft werden.

Vermögenseinbußen durch Phishing

Unter dem Begriff "Phishing" versteht man den Versuch über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten Dritter zu gelangen und damit Identitätsdiebstahl zu begehen. Häufig gelingt es den Betrügern, mithilfe der gestohlenen Daten, Konten zu plündern und den entsprechenden Personen zu schaden. Gerade beim Online-Banking oder der Online-Kontoverwaltung von Kreditkarten kommt es immer wieder zu Trickdiebstählen. Häufig werden die Phishing-E-Mails nicht direkt erkannt und Empfänger geben ihre persönlichen Zugangsdaten preis. Durch eine Zusatzvereinbarung lassen sich Schäden, die durch Phishing entstehen, einschließen – es gilt dabei jedoch meist eine Obergrenze von 1.000 Euro.

Grobe Fahrlässigkeit

Bei Schadfällen, die aus grober Fahrlässigkeit entstanden sind, handelt es sich um Schäden, die hervorgerufen wurden, weil die erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße verletzt oder naheliegende Überlegungen nicht angestellt wurden. Lässt der Versicherte beispielsweise eine Kerze brennen (wodurch sich ein Brand entwickelt), oder vergisst er den Wasserhahn der Badewanne zuzudrehen und es entsteht eine Überschwemmung, fällt dieser Schaden in den Bereich der groben Fahrlässigkeit.

8. Diese Kostenfaktoren beeinflussen den Versicherungsbeitrag

Der Versicherungsbeitrag der Hausratversicherung hängt nicht nur vom jeweiligen Anbieter ab, sondern setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Da sich die Kosten bei den meisten Unternehmen bequem online berechnen lassen, kann der Kunde sehen, welche Einstellungen die Höhe des Betrags genau beeinflussen. So hat er die Möglichkeit verschiedene Konstellationen zu überprüfen und sich im Anschluss für eine passende Lösung zu entscheiden.

Die Netzsieger-Redaktion stellt die sieben wichtigsten Kostenfaktoren vor, die auf den Versicherungsbeitrag einwirken:

Taschenrechner
Durch einen Online-Tarifrechner erhalten Interessenten einen Überblick über die Beiträge ihrer Police.
1. Selbstbeteiligung

Bei fast allen Hausratversicherungen besteht die Möglichkeit die Höhe der Selbstbeteiligung individuell festzulegen. So wird der Schutz nicht in Anspruch genommen, wenn Kosten bis zu einer vereinbarten Grenze entstehen. Je höher die Summe ausfällt, desto geringer gestaltet sich der Jahresbeitrag.

2. Wohnort

Die Postleitzahl des Antragstellers gibt an, in welcher Umgebung sich der zu versichernde Hausrat befindet. Das heißt, ob es sich um eine sichere Gegend handelt oder der potenzielle Kunde in einem Stadtteil lebt, der bekannt für Einbrüche und Vandalismus ist.

3. Wohnfläche

Die Quadratmeterzahl der Wohnfläche ist der zentrale Faktor bei der Beitragsberechnung. Die Versicherungen nutzen die Wohnfläche für die Berechnung eines Durchschnittswerts der Einrichtung. Üblich sind hierbei circa 600 bis 700 Euro pro Quadratmeter.

4. Hausart

Unter dieser Fragestellung geht es der Versicherung darum, ob der Versicherte in einem Einfamilienhaus, Reihenhaus, Mehrfamilienhaus oder in einer Doppelhaushälfte lebt, da die Gefahren unterschiedlich gelagert sind. Außerdem kann die Sicherung bereits an der Hausart den Wert der Inneneinrichtung der Zimmer schätzen.

5. Rabatt

Schließt der Kunde die Hausratversicherung gleich über eine mehrjährige Laufzeit ab, kann er häufig von einem Rabatt profitieren.

6. Beruf

Hier spielt es eine Rolle, ob der Versicherte einen Beruf im öffentlichen Dienst ausübt. Lehrer, Richter und Soldaten profitieren beispielsweise von vergünstigten Tarifen. Die genaue Tätigkeit muss beim Ausfüllen des Formulars jedoch nicht angegeben werden.

7. Zahlung

Je nachdem, ob der Kunde seinen Versicherungsbeitrag monatlich, viertel- oder halbjährlich oder gar jährlich entrichtet, können sich die Endbeträge unterscheiden. Bei der kostengünstigsten Variante handelt es sich meist um eine jährliche Zahlweise.

9. Schadenmeldung – Richtiges Verhalten im Ernstfall

Damit die Hausratversicherung den Versicherungsschaden zahlt, sollte der Kunde bei der Schadenmeldung verschiedene Kriterien beachten. Um die volle Versicherungsleistung in Anspruch nehmen zu können, ist es außerdem ratsam schrittweise vorzugehen und die folgenden vier Punkte zu berücksichtigen:

Schadensmeldung
Die Schadensmeldung in vier Schritten.

Notmaßnahmen

Tritt ein Schadenfall ein, sollte einer der ersten Schritte die Vermeidung von Folgeschäden sein. Das heißt, kommt es beispielsweise zu einem Wasserrohrbruch, muss der Kunde vor allen anderen Maßnahmen das Wasser abstellen, damit größere Überschwemmungen verhindert werden können.

Meldung

Im Anschluss an eventuelle Notmaßnahmen ist es ratsam, wenn der Kunde den Schaden so schnell wie möglich meldet und nicht erst ein paar Tage wartet. Denn bevor der Schaden beseitigt wird, gesteht sich die Versicherung das Recht zu, den Schaden durch einen Mitarbeiter besichtigen zu lassen.

Außerdem ist es sinnvoll den Schadenfall erst telefonisch und im Anschluss nochmal schriftlich zu melden und detailliert zu beschreiben. An dieser Stelle kann mit einem Kundebetreuer abgeklärt werden, ob direkt gehandelt oder erst einmal abgewartet werden soll. Bei einem Einbruch muss beispielsweise sofort polizeiliche Anzeige erstattet und bei einem Diebstahl der EC-Karte das Bankkonto umgehend gesperrt werden, da sich die Versicherung ansonsten weigern kann, die Schadenszahlung zu übernehmen.

Dokumentation

Hilfreich ist es zudem, wenn der Kunde den Schaden zusätzlich selbst dokumentiert und anschließend der Versicherung zukommen lässt. Hierbei haben sich Fotos und Videos als Beweismittel bewährt. Bei einem Diebstahl muss zusätzlich innerhalb weniger Tage eine Liste bei der Polizei abgegeben werden, die alle gestohlenen Gegenstände aufführt.

Reparatur

Die entstandenen Schäden sollten keinesfalls einfach selbst repariert werden, da der Ort des Schadens vorerst im "Originalzustand" für die Sicherung zugänglich sein muss. Außerdem sollte der Kunde alle beschädigten Gegenstände aufheben. Möchte der Versicherte Objekte selbst reparieren, muss er zuvor mit der Versicherung abklären, ob diese auch die Kosten für Eigenleistungen übernimmt.

10. Versicherungswechsel – Wie lässt sich die Hausratversicherung kündigen?

Wie auch bei anderen Versicherungsverträgen hat der Kunde das Recht seine Hausratversicherung ordentlich aufzulösen. Bei einem Jahresvertrag kann regulär zum Ende der Vertragslaufzeit gekündigt werden. Häufig beträgt die Kündigungsfrist drei Monate, sollte jedoch im jeweiligen Vertrag individuell geprüft werden, damit kein Fristversäumnis eintritt. Wird die Hausratversicherung nicht explizit beendet, verlängert sich der Vertrag meist automatisch um ein weiteres Jahr.

In vielen Fällen lohnt sich ein Versicherungswechsel, da sich sowohl die Lebensumstände als auch die Versicherungsbedingungen regelmäßig ändern. Außerdem kann es im Laufe der Jahre manchmal zu einer Unterversicherung kommen. Diese tritt dann ein, wenn der Wert des Hausrats zunimmt, die Versicherungssumme jedoch nicht erhöht wird. Auch dieser Faktor sollte regelmäßig überprüft werden, damit jederzeit ein umfassender Schutz besteht.

Kalender
Bei einem sogenannten Sonderkündigungsrecht kann der Kunde seine Versicherung auch frühzeitig auflösen.

Bei fast jedem Anbieter gibt es zudem ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht. Hierbei muss der Kunde die vereinbarte Frist nicht zwingend einhalten, sondern kann die Versicherung auch frühzeitig auflösen. Folgende Szenarien können ein Grund für eine außerordentliche Kündigung sein:

  • Zusammenzug von Ehe- oder Lebenspartnern
  • Umzug ins Ausland
  • Haushaltsauflösung
  • Tod des Versicherungsnehmers
  • Kündigung durch den Versicherer
  • Doppelte Versicherung

Das sollte bei einem Versicherungswechsel beachtet werden

Vor dem Versicherungswechsel ist es empfehlenswert verschiedene Anbieter zu vergleichen, da nur so die unterschiedlichen Leistungsumfänge, Beiträge und Serviceangebote überprüft werden können. Außerdem unterscheiden sich die Beiträge der Versicherungsprämien teilweise erheblich und sollten unbedingt individuell berechnet werden.

Auf der Suche nach einer neuen Hausratversicherung können folgende Fragen helfen den passenden Anbieter zu finden:

  • Werden alle Leistungen ausreichend abgesichert?
  • Gibt es für die jeweilige Berufsgruppe einen besonderen Tarif?
  • Gibt es eine Zufriedenheitsgarantie?
  • Wie hoch ist die Versicherungssumme und ist sie ausreichend für den jeweiligen Haushalt?
  • Gibt es eine Selbstbeteiligung?

Bevor der Kunde die bestehende Hausratversicherung kündigt, sollte er die Vertragsbestätigung der neuen Versicherung abwarten. Nur so kann ist ein nahtloser Übergang des Versicherungsschutzes garantiert, denn der Versicherer ist bei einer freiwilligen Absicherung keineswegs dazu verpflichtet, den potenziellen Neukunden auch aufzunehmen.

Um sicherzugehen kann der Kunde die Kündigung per Einschreiben oder Fax an die Versicherung schicken, da er in beiden Fällen eine Empfangsbestätigung erhält. Auf jeden Fall ist es zwingend notwendig, dass die Kündigung schriftlich erfolgt und der Antrag persönlich unterschrieben wird. Häufig lassen sich im Internet sogenannte Mustervorlagen finden, die eine schnelle Kündigung ermöglichen. Diese können – egal bei welcher Versicherung der Kunde einen Vertrag abgeschlossen hat – unabhängig ausgefüllt und eingeschickt werden. Somit lässt sich ein Wechsel der Versicherung in wenigen Schritten problemlos vollziehen.