Espresso-Kaffee

Die 7 besten Espresso-Kaffees im Vergleich

Allgemeine Merkmale
Herkunft
Menge
Verpackung
Produkteigenschaften
Bio-QualitÀt
Gemahlen
Fair-Trade-zertifiziert
SĂ€urearm
StÀrke der Röstung
Ohne Koffein

Espresso-Kaffees-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Espressi gelten als schnelle Muntermacher und Koffein-Shot „to go“. Mittlerweile haben sie sich jedoch als FeinschmeckergetrĂ€nk, das nach dem Essen serviert wird, etabliert.
  • Typisch fĂŒr einen Espresso sind die IntensitĂ€t und die Crema, die durch die Verwendung von Druck und heißem Wasserdampf entsteht.
  • Die Kaffeebohnenmischungen bestehen sowohl aus Arabica- als auch aus Robusta-Bohnen, wobei der Anteil an Robusta geringfĂŒgig ĂŒberwiegt.
  • Espressobohnen unterscheiden sich vor allem in der Röstung von herkömmlichen Kaffeebohnen. Espressi werden, anders als Filterkaffee, mit hohem Druck zubereitet.
  • SiebtrĂ€germaschinen eignen sich am besten, um Espressi zu kochen. FĂŒr die eigenen vier WĂ€nde sind Kaffeevollautomaten empfehlenswert.

Kaffee ist mehr als nur ein GetrÀnk

Wenn sich an einem Sonntagmorgen der Geruch frischen Kaffees in der Wohnung verteilt oder am Nachmittag sein aromatischer Dampf ĂŒber den reichlich angerichteten Kuchenteller zieht, dann entfaltet sich bei vielen ein GefĂŒhl des Wohlseins. Mittlerweile ist das koffeinhaltige HeißgetrĂ€nk aus kaum einem Haushalt wegzudenken. Eine ganz bestimmte Kaffeevariation erfreut sich seit mehr als 100 Jahren immer grĂ¶ĂŸerer Beliebtheit: der Espresso. Er gilt als schneller Muntermacher fĂŒr zwischendurch, wird aber aufgrund seines vollen Aromas und des krĂ€ftigen Geschmacks auch oft nach deftigen Speisen serviert.

Klassische Espresso-Bars in Italien und andernorts in SĂŒdeuropa sind keine Orte des Verweilens. Stattdessen wird der Espresso binnen kĂŒrzester Zeit bestellt und getrunken: fĂŒr Menschen, die auf dem Sprung sind oder in der Mittagspause einen Koffeinschub brauchen. Mittlerweile gilt Espresso nicht mehr nur als „Coffee to go“, sondern auch als FeinschmeckergetrĂ€nk, das Sie in aller Ruhe in den eigenen vier WĂ€nden genießen können. Denn dank Kaffeevollautomaten sind Sie nicht mehr nur auf die professionellen SiebtrĂ€germaschinen in CafĂ©s und KaffeehĂ€usern angewiesen. Per Knopfdruck gestalten Sie einen Espresso ganz nach Ihrem Geschmack.

Was ist ein Espresso?

„Espresso“ beschreibt eine Art der Kaffeezubereitung, die um 1900 in Mailand etabliert wurde. Das Spezielle an der Fertigung ist der Einsatz von Dampf. Heißer Wasserdampf wird mit hohem Druck durch die Ă€ußerst fein gemahlenen Kaffeebohnen gepresst. Dieses Zubereitungsverfahren fĂŒhrt zu den zwei Besonderheiten des Espressos: der Menge an konzentriertem Koffein und der Schaumschicht, der sogenannten Crema. Espresso stellt den optimalen Kaffee fĂŒr diejenigen dar, die ihr HeißgetrĂ€nk intensiv, aber in kleineren Mengen mögen. Er umfasst lediglich wenige Milliliter, weshalb die Menge an Koffein in einer Tasse Espresso geringer ist als die Koffeinmenge in einer Tasse Filterkaffee.

Was beim Kauf von Espresso-Kaffee zu beachten ist?

Beim Kauf von Espresso-Kaffeebohnen sollten Sie zunĂ€chst darauf achten, um welche Art von Bohne es sich handelt. Es gibt, neben diversen kleineren Kaffeebohnenarten, Arabica- und Robusta-Bohnen, die den Großteil des Kaffeemarkts ausmachen; in den meisten Espresso-Zusammenstellungen sind beide Bohnenarten miteinander vermischt. Die Zusammensetzung macht das entscheidende Kaufkriterium aus: den Geschmack. Dieser unterscheidet sich von Bohne zu Bohne und kann nicht pauschal empfohlen werden. Espresso bleibt letztendlich Geschmackssache. Mit den folgenden AusfĂŒhrungen wissen Sie jedoch genau, was beim Kauf eines Espresso-Kaffees auf Sie zukommen wird.

Das interessiert mich doch die Bohne

Es gibt mehr als 100 verschiedene Kaffeebohnenarten, die allesamt unter dem lateinischen Gattungsnamen „Coffea“ zusammengefasst werden. Die zwei bekanntesten sind Arabica und Robusta, die circa 99 Prozent des weltweit gehandelten Kaffees ausmachen. Andere Sorten, wie beispielsweise Liberica, teilen sich die verbliebenden ein Prozent und sind fĂŒr den Durchschnittsverbraucher meist wenig von Belang.

Arabica-Kaffee

Der offizielle Name dieser Kaffeebohne lautet „Coffea arabica“ und ist seit jeher die Bohne, die das Bild des Kaffeemarktes beherrscht: Rund 60 bis 70 Prozent des weltweiten Verkaufs sind dem „Coffea arabica“ zuzuschreiben. Arabica-Kaffeepflanzen werden in höheren Gebieten zwischen 500 und 2.500 Metern angebaut. Die Höhenlage beeinflusst, wie schnell die Kirschen reifen: Je höher die Lage, desto langsamer der Reifeprozess. DarĂŒber hinaus braucht „Coffea arabica“ konstante Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Extreme Wetterbedingungen, wie Trockenheit oder Frost, sind der bis 8 Meter hohen Pflanze zuwider. Eine Arabica-Kaffeepflanze erkennen Sie an den ovalen BlĂ€ttern; die Bohnen sind ebenfalls oval und haben einen schmalen S-förmigen Schnitt in der Mitte. Der Kaffee, der aus Arabica-Bohnen gewonnen wird, ist geschmacklich sehr vielfĂ€ltig: Meist ist er fruchtig-sĂŒĂŸlich mit hohem Zuckergehalt und kann diverse Geschmacksnoten aufweisen.

Robusta-Kaffee

Robusta gehört zur Kaffeepflanzengattung „Coffea canephora“. Im Laufe der Zeit hat sich der Name „Robusta“ zu einem Synonym fĂŒr diese Kaffeeart entwickelt. Robusta-Kaffeebohnen geben dem HeißgetrĂ€nk einen intensiven, eher bitteren Geschmack und stehen damit im Kontrast zu der eher sĂŒĂŸlichen Arabica-Bohne. Robusta gilt gemeinhin als weniger aromatisch und sorgt bei einem Espresso fĂŒr die „Schwere“ des GetrĂ€nks sowie die „stehende“ Crema. Espresso-Mischungen bestehen deshalb zu einem grĂ¶ĂŸeren Anteil aus Robusta-Bohnen, meist zwischen 50 und 60 Prozent.

Die Kaffeepflanzen machen heutzutage zwischen 30 und 40 Prozent des weltweiten Kaffeemarktes aus. Sie sind robuster und resistenter als ihre Verwandtschaft. Somit sind sie auch Temperaturschwankungen gegenĂŒber unempfindlicher und wachsen selbst bei 35 bis 40 Grad Celsius. Insektenbefall und direkte Sonneneinstrahlung setzen der Robusta weniger zu als der Arabica. Robusta-Pflanzen werden auch in niedrigeren Höhen ab 200 Meter angepflanzt. Aufgrund ihrer besseren AnpassungsfĂ€higkeit sind die 10 Meter hohen Pflanzen ertragreicher.

Sie erkennen sie an den kleinen, runden BlĂ€ttern; auch die Bohnen sind rundlich und haben einen breiten, geraden Schnitt in der Mitte. Der Geschmack des Kaffees erinnert an dunkle Schokolade mit einem bitteren, erdigen Abgang. In Kombination mit Zucker verschmelzen diese Aromen zu einer angenehmen Karamellnote, weshalb Espresso von vielen gern gezuckert getrunken wird. Bei Kaffeebohnen von Robusta-Pflanzen, die Ă€hnlich wie Arabica in höheren Lagen angebaut werden, lassen sich oft Geschmacksnoten von SteinfrĂŒchten wie Kirschen, Rosinen und Beeren finden. Auch florale und fruchtige Aromen sind mitunter vertreten.

Welche Bohnen werden fĂŒr Espresso-Mischungen verwendet?

Bei traditionellem Espresso finden beide Bohnensorten Verwendung, wobei der Anteil an Robusta meist etwas ĂŒberwiegt, um dem Espresso ein volleres Aroma zu verleihen. Zudem erhĂ€lt das GetrĂ€nk in den kleinen Tassen durch den höheren Robusta-Anteil eine wohlgeformte Crema. Die Mischungen sind meist lĂ€nger und auch dunkler geröstet, damit die Bohnen mehr SĂ€ure abbauen. Der große Druck, mit dem der Wasserdampf durch das Kaffeemehl gedrĂŒckt wird, wĂŒrde andernfalls die SĂ€ure zu schnell lösen. Das geschieht bei Kaffeebohnen, die nur kurze Zeit und hell geröstet wurden: Hier ist ein sĂ€uerlicher Geschmack merkbar.

Die Farbe der Saison

Seit einiger Zeit sind helle Espresso-Röstungen im Trend. Neben der eher sĂ€uerlichen Note besitzen die schonend gerösteten Bohnen oft fruchtige Aromen, zum Beispiel von Erdbeeren oder ZitrusfrĂŒchten. Durch die helle Röstung lĂ€sst sich eine Espresso-Bohne nicht mehr allein an der Farbe erkennen.

Wenn Sie einen Espresso zubereiten, aber nicht wissen, wie die Kaffeemischung zusammengesetzt ist, hilft Ihnen die Crema weiter: Eine hundertprozentige Arabica-Mischung weist eine Crema mit kastanienbrauner Farbe und leichten Rottönen auf. Zudem erinnert ihr Muster an das Fell eines Tigers. Die Crema einer hundertprozentigen Robusta-Mischung hat hingegen einen dunkelbraunen Farbton mit diversen grÀulichen Nuancen.

Das Bio hinter der Bohne

In Zeiten von Globalisierung und Klimawandel ist fĂŒr viele nicht mehr nur die Bohnenart entscheidend, sondern auch deren Herkunft. Wenn Sie nachhaltigen Espresso-Kaffee kaufen möchten, achten Sie auf Bio- und Fairtrade-Siegel.

Bio-Kaffee

Das Bio-Siegel der EuropĂ€ischen Union kennzeichnet Produkte, die der Öko-Verordnung der EuropĂ€ischen Union von 2007 entsprechen. Sowohl der Produktionsprozess als auch die letztendliche Ware werden kontrolliert und anschließend mit einem Siegel versehen, sofern der Hersteller die Anforderungen eingehalten hat. Der Anbau muss unter anderem ohne Pestizide und mineralischen StickstoffdĂŒnger erfolgen. So soll der natĂŒrliche Kreislauf gesichert werden und die NĂ€hrstoffe erhalten bleiben.

Der Naturland-Verband tritt fĂŒr einen weltweiten ökologischen Landbau ein und vergibt ebenfalls Siegel an Hersteller, die ihre Produkte nachhaltig und frei von Schadstoffen produzieren. Die Anforderungen an die Bauern und Verarbeiter sind zum Teil noch strenger als diejenigen der EU-Öko-Verordnung. Im Endeffekt ist es nicht ein Produkt, das eine Auszeichnung erhĂ€lt, sondern die gesamte Plantage. Der Hof muss nach den Richtlinien des Naturland-Verbands arbeiten; diese umfassen nicht nur ökologische, sondern auch soziale Richtlinien.

Fairtrade-Kaffee

Manche Fairtrade-Siegel vergeben Hersteller direkt, wĂ€hrend andere auf regionale Herstellung verweisen. Das wohl bekannteste Fairtrade-Siegel vergibt seit 1997 die Dachorganisation Fairtrade Labelling Organizations International. Die Idee dahinter bezeichnet ein Konzept, das Kleinbauernfamilien, die in erster Linie fĂŒr die Produktion von Kaffee verantwortlich sind, hilft und sie unterstĂŒtzt. Kleinbauern stehen heutzutage diversen Problemen gegenĂŒber: Der Temperaturanstieg fördert Krankheiten, wie den berĂŒchtigten Kaffeerost, einem Pilz, der die Pflanzen befĂ€llt. Schwankende Preise und der fehlende Zugang zum Weltmarkt machen die Bauern abhĂ€ngig von Konzernen und Firmen. FĂŒnf Herstellern gehört 45 Prozent des Kaffeemarktes.

Um die Familien zu unterstĂŒtzen, tritt Fairtrade fĂŒr ein stabiles Einkommen ein, auch bei niedrigen ErnteertrĂ€gen. Berater in den AnbaulĂ€ndern assistieren sowohl den Bauern als auch örtlichen Organisationen, die Anforderungen einzuhalten und das Produktionssystem nachhaltig zu fördern. Das Fairtrade-Siegel steht folglich fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Bauern, welche die Kaffeepflanzen angebaut haben; ein Bio-Versprechen gibt dieses Siegel jedoch nicht.

Ganz oder gemahlen?

Beim Kauf von Espresso-Kaffee haben Sie die Wahl zwischen ganzen oder bereits gemahlenen Bohnen. In einen Kaffeevollautomaten fĂŒllen Sie ganze Bohnen, die dann automatisch von dem GerĂ€t gemahlen werden. In eine SiebtrĂ€germaschine mĂŒssen Sie gemahlene Espressobohnen geben, durch die anschließend der Wasserdampf mit hohem Druck gepresst wird. Auch fĂŒr einen Espressokocher sind gemahlene Bohnen vonnöten. Portionskaffeemaschinen verwenden Pads oder Kapsel. Entweder kaufen Sie fertiges Kaffeepulver oder ganze Espressobohnen, die Sie dann mit einer KaffeemĂŒhle mahlen.

Die Kunst des Espressokochens

Um einen guten Espresso zuzubereiten, können Sie sich im Groben an den fĂŒnf „M’s“ orientieren:

  • Mischung: Die Mischung beschreibt die QualitĂ€t und Frische der Kaffeebohnen, die Sie verwenden.
  • Menge: Verwenden Sie die richtige Menge an Kaffeepulver. Einen Espresso bereiten Sie bestmöglich mit etwa sieben Gramm zu.
  • Mahlgrad: Der Mahlgrad des Kaffeepulvers sollte nicht zu grob, aber auch nicht zu fein sein. Achten Sie darauf, dass es feiner als herkömmliches Filterkaffeepulver ist.
  • Maschine: Die Apparatur, genauer gesagt Temperatur, Druck und QualitĂ€t des Wassers, kann ausschlaggebend fĂŒr die QualitĂ€t des Espressos sein.
  • Mensch: Letztendlich sind Sie fĂŒr Ihren Espresso verantwortlich. Üben Sie gefĂŒhlvoll Druck aus und nehmen Sie eine passende Tasse.

Ob Ihnen ein guter Espresso gelungen ist, können Sie mithilfe der sogenannten „Inselprobe“ feststellen. Wenn Sie Zucker zu dem HeißgetrĂ€nk hinzugeben, muss dieser auf der Crema zunĂ€chst liegenbleiben und eine „Zuckerinsel“ bilden. Diese darf erst allmĂ€hlich absinken – erst wenn sie das tut, dann können Sie sicher sein, dass der Espresso gelungen ist.

Wie lÀsst sich ein Espresso zubereiten?

Ein Espresso lĂ€sst sich am besten mit einer SiebtrĂ€germaschine zubereiten. Die GroßgerĂ€te finden sich hauptsĂ€chlich im professionellen Bereich. In den eigenen vier WĂ€nden empfehlen sich entweder ein Kaffeevollautomat, der auf Knopfdruck Espresso erzeugt, oder ein Espressokocher, der jedoch genau genommen keinen klassischen Espresso herstellt. Eine herkömmliche Filterkaffeemaschine, ein Handfilter oder eine French Press eignen sich aufgrund des fehlenden Drucks nicht dazu, Espresso zu kochen.

SiebtrÀgermaschine

Wenn von einer Espressomaschine die Rede ist, dann ist meist eine SiebtrĂ€germaschine gemeint. Diese großen und sperrigen GerĂ€te kommen ĂŒberwiegend im professionellen Bereich zum Einsatz. Mittlerweile gibt es jedoch auch kleinere GerĂ€te, die sich Espresso-Liebhaber in die eigenen vier WĂ€nde stellen können. In CafĂ©s und KaffeehĂ€usern finden ausschließlich frische und ganze Espressobohnen Verwendung, die mit einem sehr fein eingestellten Mahlgrad gemahlen werden. Privatnutzer brauchen folglich eine KaffeemĂŒhle, um die Bohnen zu mahlen.

FĂŒr eine Tasse Espresso benötigen Sie ungefĂ€hr sieben bis neun Gramm Kaffeemehl; das entspricht einem gehĂ€uften Esslöffel. Wer seinen Espresso sehr stark mag, kann auch zwei gehĂ€ufte Esslöffel nutzen. Verteilen Sie das Kaffeepulver gleichmĂ€ĂŸig im SiebtrĂ€ger und drĂŒcken Sie es mit dem Tamper, also dem Stempel, an allen Stellen fest an den Siebboden. Wenn das Wasser zu schnell durch das Pulver rinnt, gehen wichtige Aromastoffe verloren. Spannen Sie nun den gefĂŒllten SiebtrĂ€ger in die SiebtrĂ€germaschine ein. Das kochende Wasser befĂŒllt den Raum zwischen Sieb und Pulver; wenn dieser gefĂŒllt ist, wird das nachströmende Wasser mit einem Druck von neun bar durch das Pulver im SiebtrĂ€ger gedrĂŒckt. Der Druck sorgt fĂŒr die cremige Schicht auf dem fertigen Espresso. Schalten Sie die Maschine ab, sobald der Strahl hell und wĂ€ssrig wird. Dies ist ein Zeichen dafĂŒr, dass sĂ€mtliche Bestandteile gelöst wurden; jeder weitere Tropfen wĂŒrde den Espresso nur verwĂ€ssern. Die optimale BrĂŒhzeit betrĂ€gt zwischen 25 und 30 Sekunden.

Vorteile
  • Intensiver Espressogeschmack mit „stehender“ Crema
Nachteile
  • Vergleichsweise teuer
Kaffeevollautomat

Mit der Erfindung des Vollautomaten fand auch der Espresso Einzug in Privathaushalte. Per Knopfdruck erhalten Sie eine Kaffeekreation, die Ihren Vorstellungen entspricht: von Latte Macchiato ĂŒber Cappuccino und Milchkaffee bis hin zu richtigem Espresso oder einer Espressovariante Ihrer Wahl. Sie mĂŒssen lediglich die Bohnen in den Kaffeevollautomaten geben. Mit individuellen Feineinstellungen, wie Druck, Wassermenge und -temperatur, können Sie das HeißgetrĂ€nk nach Belieben anpassen. Aufgrund ihrer Vielfalt, der IndividualitĂ€t der HeißgetrĂ€nke und der kurzen Wartezeit kommen Vollautomaten mittlerweile nicht mehr nur in Privathaushalten, sondern auch in Kantinen und BĂŒros zum Einsatz.

Vorteile
  • Wunschkaffee auf Knopfdruck
  • Feineinstellungen möglich
Nachteile
  • Hoher Pflege- und Wartungsaufwand
Portionskaffeemaschine

Unter Portionskaffeemaschinen sind sĂ€mtliche Kaffeemaschinen zusammengefasst, die mit Pads oder Kapseln arbeiten. Die GerĂ€te sind relativ preiswert und es bedarf nicht mehr als Pads oder Kapseln, um einen „fachgerechten“ Espresso herzustellen. Sie mĂŒssen lediglich den Wassertank auffĂŒllen und die gewĂŒnschte GrĂ¶ĂŸe auswĂ€hlen; der Inhalt der Kapsel bestimmt die Kaffeeart. Ob mit Milch oder ohne, gesĂŒĂŸt, bitter oder fruchtig-aromatisch, der Pads- und Kapsel-Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Mit einer Portionskaffeemaschine lassen sich sogar Kakao oder andere nicht koffeinhaltige HeißgetrĂ€nke fertigen.

Der große Nachteil dieser Maschinen ist die MĂŒllproduktion. Pro Jahr landen mehrere Tonnen Kaffeekapseln im Hausabfall, die kaum recyclebar sind. In puncto Nachhaltigkeit lĂ€sst sich hier allerdings Abhilfe schaffen: Bio-Kaffeepads bestehen aus Zellstofflagen, die ohne Kleber verarbeitet sind, sodass das Filtervlies rundum kompostierbar ist. Wiederverwendbare Kaffeepads lassen sich sogar mehrmals nutzen, indem Sie das Kaffeepulver Ihrer Wahl in die siebĂ€hnlichen Kapseln geben.

Vorteile
  • Viele Kaffeevariationen
  • Auch fĂŒr HeißgetrĂ€nke ohne Koffein geeignet
  • GĂŒnstig in der Anschaffung
Nachteile
  • Hohe Folgekosten
  • Extensive MĂŒllproduktion
Espressokocher

Im Jahre 1933 erfand Alfonso Bialetti den ersten Kaffeekocher fĂŒr den Privathaushalt, das achteckige Modell „Moka Express. Im deutschsprachigen Raum ist diese Kanne als Espressokocher bekannt; entgegen der Annahme lĂ€sst sich damit jedoch kein richtiger Espresso herstellen. Die Kocher wird in Italien als „Caffettiera“ bezeichnet, was schlicht und einfach Kaffeekanne bedeutet. Sie besteht aus zwei Teilen, die entweder aus Aluminium oder Stahl gefertigt sind, mit einem Siebeinsatz in der Mitte und einem Kunststoff-Henkelgriff an der Seite. Das Design ist bis heute unverĂ€ndert geblieben.

Ein Espressokocher kann maximal einen Druck von 2,5 bar erzeugen. FĂŒr einen richtigen Espresso sind jedoch rund 9 bar vonnöten. Wegen des niedrigen Drucks bildet sich keine stabile Crema auf dem Espresso. Das Resultat ist eine kleine Tasse Kaffee, der geschmacklich an Espresso erinnert, jedoch genau genommen kein klassischer Espresso ist.

Vorteile
  • Frisch gepresster Kaffee fĂŒr zu Hause
Nachteile
  • Kein richtiger Espresso möglich
Potenzielle Fehler bei der Espresso-Zubereitung

Falls Ihr Espresso merkwĂŒrdig oder „falsch“ schmecken beziehungsweise aussehen sollte, kann dies verschiedene Ursachen haben:

Geschmack und AussehenPotenzielle Fehlerquellen
Bitterkeit BrĂŒhtemperatur oder Druck zu hoch, Bohnen zu fein gemahlen, Espresso zu lange durchgelaufen
SĂ€ure BrĂŒhtemperatur zu niedrig, Bohnen zu grob gemahlen, Espresso zu kurz durchgelaufen, Filterkaffee- statt Espressoröstung
Fremdgeschmack Minderwertige QualitÀt der Bohnen, chlorhaltiges Wasser, keine Espressoröstung
Mangelndes Aroma Kaffee zu alt, zu viel Wasser
Mangelnde Crema Kaffee zu alt, Bohnen zu grob gemahlen, Maschine verunreinigt
Dunkle Crema BrĂŒhtemperatur zu hoch, Bohnen zu fein gemahlen oder zu stark geröstet
Helle Crema BrĂŒhtemperatur zu niedrig, Bohnen zu grob gemahlen oder zu alt
Crema ohne Stand Wasserdruck zu niedrig, falsche Temperatur der Tasse
Die Tabelle zeigt, welche möglichen Fehlerquellen ein „falscher“ Espresso haben kann.
Wie wird ein Espresso serviert?

Die Zubereitung ist nicht alles. Ein Original-Espresso will auch entsprechend serviert werden. Nach sĂŒdeuropĂ€ischer Art wird Espresso in kleinen, meist vorgewĂ€rmten Tassen oder doppelwandigen, kleinen GlĂ€sern gereicht. In einem kalten GefĂ€ĂŸ wĂŒrde der dampfend heiße Espresso zu schnell abkĂŒhlen. Dazu wird ein Glas Wasser und gegebenenfalls etwas Zucker serviert; Espresso können Sie je nach Geschmack gesĂŒĂŸt oder ungesĂŒĂŸt trinken.

Beliebte Espressovarianten

Der klassische Espresso ist mittlerweile ĂŒber 100 Jahre alt. Im Laufe dieser Zeit sind diverse Variationen entstanden, die sich vor allem in Italien großer Beliebtheit erfreuen:

  • CaffĂš Doppio: Ein doppelter Espresso.
  • CaffĂš Ristretto: Ein Espresso, der mit wenig Wasser zubereitet wurde und deshalb stĂ€rker schmeckt.
  • CaffĂš Lungo: Ein mit Wasser aufgefĂŒllter, also gestreckter, Espresso.
  • CaffĂš Corretto: Ein Espresso mit Alkohol. Traditionell wird dem HeißgetrĂ€nk Grappa beigegeben.
  • CaffĂš Americano: Auf den Espresso wird nachtrĂ€glich die gleiche Menge heißes Wasser gegossen. Wird der Espresso auf das Wasser gekippt, nennt sich das „Long Black“.
  • CaffĂš Freddo: Der Espresso wird mit Wasser verlĂ€ngert, stark gesĂŒĂŸt und eisgekĂŒhlt serviert – die Sommervariante des Espressos.
  • CaffĂš Macchiato: Ein Espresso mit aufgeschĂ€umter Milch und Schaumkrone.
  • CaffĂš Marocchino: Ein Espresso, auf den Milchschaum mit Kakaopulver gegeben wird. An der GefĂ€ĂŸinnenwand befindet sich geschmolzene Schokolade.

DarĂŒber hinaus gibt es diverse Espressovarianten, die sich regionaler oder lokaler Beliebtheit erfreuen. Bicerin ist beispielsweise eine Espressovariante aus Turin, bei der zu gleichen Teilen Espresso und heiße Schokolade mit einer Haube aus Schlagsahne in ein TrinkgefĂ€ĂŸ gegeben werden. Affogato ist ein italienisches Dessert, das aus Espresso und Vanilleeis, seltener Nuss- oder Schokoladeneis, besteht. Manche CafĂ©s und KaffeehĂ€user vermengen Espresso mit Tee oder Sirup. Solch sĂŒĂŸen Espresso servieren zum Beispiel die US-amerikanische Kaffee-Kette Starbucks oder das skandinavische Espresso House.

Viel Milch um Espresso

Der hierzulande bekannte Latte Macchiato gilt in Italien als KindergetrĂ€nk, das fast ausschließlich aus warmer Milch und einem Schuss Espresso besteht. In Deutschland hat sich der Latte Macchiato in einer abgewandelten Form etabliert, der aus drei Schichten besteht: heiße Milch mit Milchschaum und einem Espresso. FĂŒr Kinder hat sich mittlerweile der „Babyccino“ etabliert. Sie schĂ€umen Milch auf, geben etwas Kakaopulver dazu und verteilen kleine Marshmallows, schon können auch die Kleinen ein kaffeeĂ€hnliches HeißgetrĂ€nk genießen.

Worin besteht der Unterschied zwischen Espresso und Filterkaffee?

Dass sich Espresso von herkömmlichem Filterkaffee unterscheidet, ist den meisten Kaffeetrinkern allein aufgrund der TassengrĂ¶ĂŸe klar. Doch die beiden Kaffeevarianten weichen in mehreren Faktoren voneinander ab. ZunĂ€chst sind die Röstung sowie die Zubereitung verschieden. Auch in puncto Optik und Geschmack sind Espresso und Filterkaffee zu differenzieren. Letztendlich differieren sie sogar in ihrem Koffeingehalt.

Röstung
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Espressobohnen werden etwa 20 Minuten lang geröstet, die Bohnen fĂŒr Filterkaffee hingegen lediglich 10 bis 15 Minuten. Der Unterscheid zeigt sich in der Farbe: Durch die lĂ€ngere Röstung sind die Espressobohnen dunkler und leicht glĂ€nzend, da Öle aus der Bohne austreten. Aus diesem Grund sind auch die Bitterstoffe im Espresso prĂ€gnanter.

Zubereitung
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FĂŒr Espresso sind die Bohnen besonders fein gemahlen. Bei 90 bis 95 Grad Celsius und 7 bis 9 bar wird das Wasser fĂŒr etwa 25 bis 35 Sekunden durch 7 bis 18 Gramm Espressopulver gepresst. Dabei entsteht eine Menge von 25 bis 35 Millilitern. Bohnen fĂŒr Filterkaffee sind gröber gemahlen. Das Kaffeepulver wird in einen Filter gegeben und mit heißem Wasser aufgegossen. Der Vorgang dauert je nach Wassermenge zwischen zwei und sechs Minuten.

Optik und Geschmack
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Espresso schmeckt oft intensiver als Filterkaffee und ist aufgrund der geringeren Wassermenge sehr konzentriert. Zudem ist das Aroma voller und das GetrĂ€nk hat eine gewisse „Schwere“. Filterkaffee ist deutlich transparenter und wĂ€ssriger. Da er ohne Druck und Dampf zubereitet wird, fehlt die espressotypische Crema. Duft und Geschmack sind wesentlich dezenter. DarĂŒber hinaus ist es weniger wichtig, in welchem GefĂ€ĂŸ der Kaffee serviert wird.

Koffeingehalt
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Eine Tasse Espresso mit einem Inhalt von 25 bis 35 Millilitern hat weniger Koffein als eine Tasse mit 100 bis 300 Milliliter Filterkaffee. Jedoch ist das Koffein in Espresso konzentrierter. Das bedeutet, dass 150 Milliliter Espresso mit durchschnittlich 165 Milligramm Koffein mehr von der stimulierenden Substanz enthalten als 150 Milliliter Filterkaffee mit rund 80 Milligramm. HandaufgebrĂŒhter Kaffee enthĂ€lt durchschnittlich 115 Milligramm Koffein pro 150 Milliliter.

Kaffee oder CaffĂš

Wer hierzulande nach einem Kaffee fragt, bekommt meist einen Filterkaffee gereicht. Espresso, Latte Macchiato, Milchkaffee und andere Koffeinkreationen . In SĂŒdeuropa, vor allem in Italien, Spanien, Portugal und SĂŒdfrankreich, gilt Espresso als die Kaffee-Grundlage: Wer dort einen CaffĂš bestellt, bekommt eine kleine Tasse dampfend heißen Espressos serviert.

Woher kommt der Kaffee?

Kaffeepflanzen werden in vielen LĂ€ndern rund um den Globus angepflanzt. Einzige Voraussetzung ist ein ausgeglichenes Klima ohne große Wetterextreme, da die Pflanzen sehr anspruchsvoll und sensibel sind. Die Bedingungen finden sich im sogenannten KaffeegĂŒrtel, der einen Ring um die Erde in der NĂ€he des Äquators bildet. Dort wachsen Kaffeepflanzen auf einer globalen AnbauflĂ€che von rund zehn Millionen Hektar am besten. Einige LĂ€nder gelten lediglich als kleine Exporteure, wĂ€hrend andere hunderttausende Tonnen Kaffee jĂ€hrlich produzieren und exportieren.

Zentralamerika
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FIn Mittelamerika wird hauptsĂ€chlich „Coffea arabica“ von November bis MĂ€rz angebaut. In einigen LĂ€ndern, wie beispielsweise Mexiko, gibt es neben einem subtropischen auch ein alpines sowie ein wĂŒstengleiches Klima. Aus Mexiko stammt der beliebte Hochlandkaffee, deren Pflanzen auf Vulkanböden in einer Höhe von 1.500 Metern wachsen. Auch in anderen LĂ€ndern, wie Guatemala und Honduras, herrscht ein vielfĂ€ltiges Mikroklima, sodass die Kaffeesorten je nach Höhe und Lage unterschiedliche Aromen erhalten. Oft schmeckt der Kaffee, den ĂŒberwiegend Kleinbauern anbauen, sĂŒĂŸlich-wĂŒrzig oder fruchtig-schokoladig.

SĂŒdamerika
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Im sĂŒdlichen Amerika liegt unter anderem der weltweit grĂ¶ĂŸte Kaffeeexporteur. In Brasilien gibt es hunderttausende Kaffeefarmen mit tausenden von Hektar. Die HĂ€lfte des leicht sĂŒĂŸlichen Kaffees konsumieren die Brasilianer selbst. Auch in den NachbarlĂ€ndern, wie Kolumbien und Peru, wird viel Kaffee angebaut. Das vielfĂ€ltige Mikroklima gibt dem Kaffee eine spezielle Note. Das Besondere an dem Anbau in Kolumbien ist, dass dort zweimal im Jahr geerntet wird. DarĂŒber hinaus ist Kolumbien der weltweit grĂ¶ĂŸte Produzent von Fairtrade-Kaffee.

Afrika
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Afrika und insbesondere Äthiopien gelten als Heimat des Kaffees, genauer gesagt der Arabica-Bohne. Typisch fĂŒr den dortigen Kaffee sind die floralen und zitronigen Geschmacksnoten. Mehrere Millionen Menschen arbeiten wĂ€hrend der Kaffeeernte. Die Beliebtheit ist daran erkennbar, dass die Äthiopier mehr Kaffee konsumieren als sie exportieren. Auch Uganda ist fĂŒr seine große Kaffeewirtschaft bekannt. Hier werden neben Arabica- auch Robusta-Kaffeepflanzen angebaut. Der Kaffee schmeckt sehr intensiv und hat einen fruchtigen Beigeschmack.

SĂŒdostasien
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Kaffee aus Indien hatte frĂŒher wegen des Monsuns und der langen Schifffahrten einen eigentĂŒmlich wĂŒrzigen Geschmack. Heute macht sich das Land den Regen zunutze: Nach der Monsooned-Methode werden die Bohnen etwas lĂ€nger als nötig im Regen gelagert, was einen einzigartigen Geschmack nach sich zieht. Auch im indonesischen Sumatra gibt es eine besondere Herangehensweise, die Giling-Basah-Methode: Die Kaffeekirschen werden nass geschĂ€lt. Vietnam ist der grĂ¶ĂŸte Erzeuger von Robusta-Kaffee. Auf einer von der Regierung begrenzten FlĂ€che von ĂŒber 600.000 Hektar wachsen die Pflanzen. In Vietnam ist vor allem Kaffee mit sĂŒĂŸer Kondensmilch sehr beliebt.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Espresso-Kaffees nicht selbst getestet.

Die Stiftung Warentest testete 2016 insgesamt 18 Espressobohnen-Sorten, unter anderem von bekannten Kaffeeherstellern wie Lavazza und illy. Den grĂ¶ĂŸten Prozentsatz im QualitĂ€tsurteil machte die sensorische Beurteilung aus. Bei der Zubereitung achteten die Tester darauf, dass die Espressi den Herstellerangaben entsprechend gekocht wurden. Die PrĂŒfpersonen untersuchten anschließend das Aussehen, den Geruch, den Geschmack, das MundgefĂŒhl und den Nachgeschmack der Espressosorten. DarĂŒber hinaus beurteilten die Tester die Crema der Espressi: Vielschichtigkeit sowie eine feste, aber feinporige Konsistenz wurden als besonders positiv angesehen. Des Weiteren untersuchten die Testredakteure die Espressobohnen auf eventuelle Schadstoffe, wie beispielsweise Schimmelpilzgifte oder verschiedene Metalle, die bei der Röstung entstehen können. Zu guter Letzt bewerteten sie die Verpackungen und, ob die Deklarationen der Hersteller vollstĂ€ndig, korrekt und unmissverstĂ€ndlich sind. 16 Espressobohnen-Sorten erhielten das QualitĂ€tsurteil „gut“; lediglich zwei schnitten mit „befriedigend“ ab.

Der Testsieger ist der Espresso cremoso von Lavazza mit der Testnote 2,1. Der Kaffee erhielt mit der Teilnote 1,5 die beste Wertung aller Produkte in der Kategorie „Sensorische Beurteilung“. In puncto „Schadstoffe“ und „Verpackung“ schloss der Espresso von Lavazza lediglich mit „befriedigend“ ab. DafĂŒr fiel den Testern die Deklaration des Lavazza-Produkts positiv ins Auge. Der durchschnittliche Ladenpreis des Lavazza Espresso cremoso betrĂ€gt rund 13 Euro.

Das Schlusslicht des Tests ist der Espresso Roast Dark Roast von Starbucks mit der Testnote 3,3. Einzig die Verpackung konnte die Tester ĂŒberzeugen; diese bewerteten sie mit dem Urteil „gut“. In den anderen drei Kategorien schnitt der Espresso von Starbucks lediglich durchschnittlich ab und wurde mit „befriedigend“ bewertet. Eine Packung Starbucks Espresso Roast Dark Roast kostet circa 5,50 Euro.

Auch ÖKO-TEST testete 2019 insgesamt 22 Espresso-Kaffeebohnen. Allem voran beurteilten die Tester den Geschmack, den Geruch, die Ausgewogenheit des Espressos sowie dessen Crema. Zudem untersuchten sie die Kaffeebohnen im Test auf etwaige Schadstoffe, wie beispielsweise Schimmelpilzgifte, die wĂ€hrend der Röstung entstehen. Zu guter Letzt befragten die Tester die Hersteller und Anbieter zu den Produktionsbedingungen in den AnbaulĂ€ndern.

Das Ergebnis des Tests zeigt, dass lediglich fĂŒnf Kaffeebohnensorten empfehlenswert sind: Die Produkte erhielten entweder das QualitĂ€tsurteil „sehr gut“ oder „gut“. Die fĂŒhrenden Kaffeebohnen im Test sind allesamt Bio-Produkte. Vier Sorten fielen mit dem Fazit „mangelhaft“ durch, wĂ€hrend sich die restlichen 13 Bohnenmarken mit ihren Bewertungen im Mittelfeld bewegen. EnttĂ€uschend fĂŒr die Tester war der Mangel an Transparenz hinsichtlich der Kaffeeproduktion bei vielen Anbietern. Nichtsdestotrotz beurteilen sie die sensorischen Tests nahezu aller Produkte mit „sehr gut“ oder „gut“. Einzig der Espresso Dark Roast von Starbucks erhielt das Urteil „mangelhaft“, da der Geschmack zu bitter und streng war.

Alles in allem empfehlen die Tester von ÖKO-TEST Bio- und Fairtrade-Kaffee, da dieser meist nachhaltig produziert wurde und zudem die besten Ergebnisse im Test erzielen konnte. Wer sich nicht nur an Espresso erfreuen möchte, kann mit den Kaffeebohnen im Test auch Cappuccino oder Latte Macchiato machen.