CPU

Die 7 besten CPUs im Vergleich

Prozessortakt
Anzahl Prozessorkerne
Prozessorsockel
Cache
Interface Grafikkarte
KĂŒhler inklusive

CPU-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Die CPU ist als zentrale Recheneinheit fĂŒr die Umsetzung aller anfallenden Aufgaben am Computer zustĂ€ndig.
  • Von der Taktrate, gemessen in Gigahertz, sowie der Anzahl der Prozessorkernen hĂ€ngt maßgeblich die Geschwindigkeit des Computersystems ab.
  • Einkern-Prozessoren sind so gut wie keiner Nutzergruppe mehr zu empfehlen. Zwei oder drei Kerne sollten es mindestens sein.
  • Die Preisspanne zwischen einfachen Prozessoren fĂŒr BĂŒro-Computer und High-End-Prozessoren fĂŒr Gaming ist sehr groß.
  • Den CPU-Markt im Computersegment teilen sich zwei Anbieter: die US-amerikanischen Konkurrenten Intel und AMD.

Die Aufgaben einer CPU

Die CPU ist der Hauptprozessor jedes Computers und damit sein HerzstĂŒck. Ohne sie ist ein Computer nur eine funktionsunfĂ€hige Mischung aus Metall und Kunststoff. Elektroschrott.

Die englische AbkĂŒrzung steht fĂŒr „Central Processing Unit“. Auf Deutsch lĂ€sst sich das in etwa mit „Zentrale AusfĂŒhrungseinheit“ ĂŒbersetzen. Der Name weist schon auf den Zweck der CPU hin: Sie ist dafĂŒr zustĂ€ndig, Programme - also Sets aus maschinenlesbaren Befehlen - auszufĂŒhren. Ganz gleich, welches Programm der Anwender nutzt: Immer muss die CPU es abarbeiten. Sie ist daher entscheidend fĂŒr die LeistungsfĂ€higkeit des Computers: Je schneller sie arbeitet, desto flĂŒssiger lĂ€uft er und desto komplexer können die ausgefĂŒhrten Programme sein.

Allerdings fĂŒhrt die CPU fĂŒhrt nicht nur Anwendungsprograme aus, sondern auch viele Prozesse, die unsichtbar im Hintergrund laufen. Zu ihren Aufgaben zĂ€hlt unter anderem:

  • Schreiben und lesen von Daten in und aus dem Arbeitsspeicher
  • Kommunikation mit PeripheriegerĂ€ten wie Tastaturen und Druckern
  • Delegation bestimmter Aufgaben an die Grafikkarte
  • Steuerung des Bus-Systems, also der internen DatenĂŒbertragung des Computers
  • Überwachung und Fehlermeldung bei VorgĂ€ngen wie dem Kopieren einer Datei

Eine CPU rechnet im BinĂ€rsystem, sie bildet also alles mit einer Kombination aus Einsen und Nullen ab. Physisch ist die CPU ein Mikrochip, sie integriert viele mikroskopisch kleine elektronische Bauteile auf einem einzigen Chip. Dieser Chip sitzt auf dem Mainboard, also auf der Hauptplatine des Computers, in einem eigens dafĂŒr vorgesehenen Sockel. Meist ist er von einem KĂŒhler bedeckt, da moderne, leistungsfĂ€hige CPUs im Betrieb sehr heiß werden können. Kleine, stromsparende CPUs kommen mitunter aber auch ohne KĂŒhler aus.

Beispiel: Drucken einer Seite

Geben Anwender dem Betriebssystem den Befehl, eine Seite auszudrucken, wandelt dieses die Anfrage in eine Berechnung um und schickt sie an die CPU. Der Prozessor löst die Berechnung und gibt das Ergebnis in Form eines Befehls an den Drucker weiter. Dieser druckt nun die gewĂŒnschte Seite.

Je nachdem, wie viele Benutzereingaben, Programme und Maschinenbefehle gleichzeitig ausgefĂŒhrt werden, ist die CPU mehr oder weniger stark ausgelastet. Bei starker Auslastung kann es zu Wartezeiten oder Rucklern kommen. Daher sollte die LeistungsfĂ€higkeit den eigenen BedĂŒrfnissen angepasst werden.

Brauche ich eine leistungsfÀhige CPU?

UnabhĂ€ngig davon, ob Sie ein fertiges Computersystem kaufen oder selbst ein System aus Einzelkomponenten aufbauen wollen, sollten Sie Ihren persönlichen Bedarf in puncto Prozessorleistung abstecken. Generell ist eine schnelle Datenverarbeitung immer besser als eine langsame. Allerdings lohnt sich die Investition in eine sehr hochwertige und damit schnelle CPU fĂŒr Nutzer, die lediglich BĂŒroaufgaben mit dem GerĂ€t erledigen, nicht wirklich. Anders sieht das bei rechenaufwendigen TĂ€tigkeiten, etwa dem Auswerten von Datenbanken oder dem Arbeiten mit Grafiker-Tools wie Adobe Photoshop und Adobe InDesign aus: Hier ist eine höhere Rechenleistung zu empfehlen. Einerseits ist fĂŒr die Berechnungen dann weniger Wartezeit fĂ€llig, andererseits kommt es seltener bis gar nicht zu ProgrammabbrĂŒchen oder zum automatischen Herunterfahren aufgrund einer Überhitzung des Computers. Am meisten Rechenpower wird fĂŒr hochauflösendes Gaming benötigt. Aktuelle Titel unterstĂŒtzen Mehrkern-CPUs.

Der zentrale Teil eines Rechenwerkes oder eines Mikroprozessor wird als Prozessorkern oder auch Rechenkern bezeichnet. In den letzten Jahren hat sich die Technik rasant weiterentwickelt: So sind nicht mehr Prozessoren mit einem einzelnen Kern und einer niedrigen Frequenz der Standard. Vielmehr kommen vermehrt Multicore-CPUs mit mehreren Kernen zum Einsatz. Es handelt sich also um mehrere parallel arbeitende Prozessoren auf einem Chip. Dabei bestimmt die Frequenz die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Kerns; sie wird in Hertz angegeben. Aktuelle Prozessoren nutzen vier bis acht Kerne mit Taktungen von mitunter ĂŒber drei Gigahertz.

Eine CPU mit einer hohen Taktung und mehr als einem Kern hat gegenĂŒber Ă€lteren Einkern-Prozessoren den Vorteil, mehrere Prozesse gleichzeitig steuern und bearbeiten zu können. Es ist also möglich, verschiedene Programme parallel zu betreiben, ohne lĂ€ngere Wartezeiten oder ProgrammabstĂŒrze hinnehmen zu mĂŒssen. Damit sind nicht nur Anwendungsprogramme gemeint, die Sie selbst starten: Beim Hochfahren von Windows öffnet sich bereits eine Vielzahl an Diensten, die Anwender-Software kommt vielmehr noch hinzu.

Nutzer, die viel von ihrem Rechner erwarten, sind daher mit Multicore-CPUs gut beraten. So könnte sich ein Kern allein um die Systemprozesse kĂŒmmern, damit der gerade genutzten Anwendung die volle Rechenleistung eines Kerns zur VerfĂŒgung steht, ohne dass sie stĂ€ndig von HintergrundaktivitĂ€ten des Betriebssystems gestört wird.

Prozessoren von AMD und Intel

Auf dem PC-Markt sind Intel und AMD die wichtigsten Hersteller von Prozessoren. Jahrelang war Intel dem Mitbewerber AMD in puncto Leistung deutlich voraus. Die AMD-Chips galten als gĂŒnstig, konnten den Intel-Produkte aber in Sachen Geschwindigkeit nicht das Wasser reichen. FĂŒr Nutzer im unteren und mittleren Leistungssegment waren die AMD-Prozessoren damals ĂŒberaus interessant. Anwender, die leistungshungrige Programme nutzen, einen High-End-Gaming-Rechner kaufen oder selbst zusammenstellen wollten, setzten generell auf die preislich darĂŒber liegenden, aber leistungsstĂ€rkeren Intel-Chips.

Dieser Performance-Vorsprung ist seit 2017 gebrochen. Die damals durch AMD entwickelte Zen-Core-Architektur und die darauf beruhenden Ryzen- und Ryzen-Threadripper-CPUs ließen den Hardwarehersteller quasi ĂŒber Nacht mit Intel gleichziehen. Inzwischen weisen viele AMD-Prozessoren im vergleichbaren Marktsegment sogar ein besseres Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis auf und sind damit in der Gunst der Verbraucher an Intel-CPUs vorbeigezogen.

Intel verfĂŒgt bei seinen Prozessoren ĂŒber Lizenzen fĂŒr Technologien wie die Apple-Schnittstelle Thunderbolt 3, die AMD bislang fehlen. Die Mehrheit der AMD-Prozessoren hat im Vergleich zu den Intel-Modellen eine grĂ¶ĂŸere Anzahl an Rechenkernen. Erstere erreichen daher eine höhere Leistung bei Anwendungen, die fĂŒr mehrere Kerne optimiert sind. Das ist beispielsweise bei der Videobearbeitung der Fall. Prozessoren von Intel arbeiten hingegen mit einer höheren Taktfrequenz, was sich als vorteilig bei der Leistung in Videospielen auswirkt. SĂ€mtliche AMD-Ryzen-Prozessoren verzichten auf eine Multiplikator-Sperre und lassen sich deshalb einfach ĂŒbertakten.

Übertakten

Beim Übertakten wird der Prozessor mit einer höheren Taktfrequenz betrieben, als der Hersteller vorgesehen hat. Das Ziel ist das Erreichen einer höheren Leistung. Unerfahrene sollten jedoch gĂ€nzlich darauf verzichten: Durch den höheren Takt kann die CPU sehr heiß werden. Eine an die Mehrbelastung angepasste KĂŒhlung ist zwingend notwendig, um eine BeschĂ€digung des Prozessors zu vermeiden.

Im Folgenden geben wir eine Übersicht ĂŒber die Prozessoren-Produktpalette der Anbieter Intel und AMD.

Prozessoren von Intel

Intel ist mit seinen CPUs sowohl im Einsteiger-, Mittelpreis- und High-End-Segment breit aufgestellt. Die leistungsstĂ€rkste Prozessorserie aus dem Hause trĂ€gt den Namen Core i9. Diese Klasse ist mit AMDs High-End-Serie Ryzen Threadripper sowie den Ryzen-9-Prozessoren vergleichbar. Bei Intel folgen die Serien Core i7, Core i5 und Core i3. FĂŒr Einsteiger und sehr minimalistisch aufzustellende Computersysteme bieten sie die bewĂ€hrten Prozessoren der Pentium- und Celeron-Klasse an. Die Xeon-Prozessoren fallen ein wenig aus der Reihe, da sie fĂŒr Server und Workstations konzipiert wurden, nicht fĂŒr PCs.

In der Core-i9-Prozessorreihe kommen 6, 8, 10, 12 oder 16 Prozessorkerne mit Multi-Threading-FunktionalitĂ€t zum Einsatz. Diese CPUs sind prĂ€destiniert fĂŒr Workstations und Computerspiel-Enthusiasten, die auch in höchster Auflösung ruckelfrei und mit einer hohen Framerate zocken wollen. Diese Flagship-Serie ist fĂŒr Mainstream-Sockel im High-End-Bereich (HEDT) fĂŒr Privatanwender-PCs gedacht. Aufgrund des hohen Anschaffungspreises werden aber vergleichsweise wenige Prozessoren der aktuellen Generation abgesetzt.

Die Intel-Core-i7-Serie ist bei Gamern sehr beliebt. Diese CPUs sind sowohl fĂŒr Gaming-PCs als auch fĂŒr kleine Workstations geeignet und rangieren preislich oftmals deutlich unter den Flaggschiff-Modellen. Spiele laufen auf hohen Auflösungen. Der Parallelbetrieb virtueller Maschinen ist möglich.

Die Prozessoren der Intel Core-i5-Reihe bilden das Mittelklasse-Segment des US-amerikanischen Chipherstellers Intel. Mit ihren vier bis sechs Kernen sind sie vielseitig einsetzbar und fĂŒr Gaming-PCs oder leistungsstĂ€rkere Office-Rechner geeignet, die etwa mit Videobearbeitungs-Aufgaben betraut werden sollen. Videoschnitt und Gaming sind möglich, aber nicht immer auf den höchsten Einstellungen. Preis und Leistung rangieren bei diesen Modellen im Mittelmaß.

Bei Prozessoren der Intel Core-i3-Modellreihe erhalten Verbraucher Dual- oder Quadcore-Prozessoren, die fĂŒr das Homeoffice, Multimedia-PCs oder als Gaming-Rechner fĂŒr Einsteiger geeignet sind. Core i3s sind gĂŒnstig, aber deutlich leistungsfĂ€higer als die CPUs der Celeron- und Pentium-Klasse. Da sie damit einen guten Kompromiss aus Preis und Leistung bieten, erfreuen sie sich großer Beliebtheit.

Pentium- und Celeron-Prozessoren gehören inzwischen zu Intels Einsteigerklasse-Prozessoren. Sie eignen sich ĂŒberall dort, wo Faktoren wie ein gĂŒnstiger Preis, ein niedriger Stromverbrauch und eine kompakte GrĂ¶ĂŸe wichtiger sind als reine Rechenleistung, beispielsweise in Mini-PCs oder Mediacenter-Rechnern

Die Intel-Xeon-Prozessorgruppe mag nicht so recht in dieses Raster passen. Es handelt sich um eine CPU, die hauptsĂ€chlich in Servern beziehungsweise Workstations zum Einsatz kommt und daher auf dem PC-Markt fĂŒr Privatnutzer kaum eine Rolle spielt. FrĂŒher waren diese Prozessoren bei Gamern beliebt, da der leistungsstarke Prozessor ohne integrierte Grafik-Einheit eine gute und preisgĂŒnstigere Alternative zu i7-ChipsĂ€tzen darstellte. Inzwischen wurde die Möglichkeit der Verwendung dieser Prozessoren mit herkömmlichen Mainboards erschwert.

Was bedeuten die Modellnummern bei Intel-Prozessoren?

Die genaue Bezeichnung des Prozessors gibt neben dem Prozessor-Typ Auskunft ĂŒber die Prozessor-Generation. Die drei folgenden Ziffern geben Auskunft ĂŒber die Modellnummer. Der nachfolgende Buchstabe, das sogenannte Suffix, kann Zusatzhinweise geben, beispielsweise auf die Möglichkeit, den Prozess ĂŒbertakten zu können.

Prozessor-Generation

Die erste Ziffer der vierstelligen Zahl gibt an, um welche Prozessor-Generation es sich beim jeweiligen Modell handelt. Je grĂ¶ĂŸer die Zahl, desto neuer und leistungsfĂ€higer der Prozessor. Prozessoren der ersten Generation erkennen Kaufinteressenten daran, dass der Hinweis auf die Prozessor-Generation fehlt. Stattdessen wird bei diesen CPUs lediglich die dreistellige Modellnummer angegeben. Ab der zweiten Generation beginnt die Bezeichnung hingegen mit der Ziffer 2. Es folgt die dreistellige Modellnummer. Ab der relativ neuen, zehnten Prozessorgeneration wird die Kombination aus Generation und Modellnummer sogar fĂŒnfstellig.

Modellnummer

Die dreistellige Modellnummer gibt an, wie leistungsstark ein Prozessor ist. Je grĂ¶ĂŸer die Modellnummer, desto mehr Leistung können Sie abrufen und desto schneller ist der PC.

Prozessor-Typ, Modellnummer und Generation beachten

Die Bezeichnung des Prozessors sagt also viel ĂŒber die LeistungsfĂ€higkeit aus. Neben der Modellnummer mĂŒssen aber auch der Prozessor-Typ und die Generation beachtet werden. So kann es vorkommen, dass ein Prozessor mit der Bezeichnung Core i3-7300 schneller ist als ein Core i7-860. Schließlich liegen sechs Prozessor-Generationen zwischen den zwei Modellen.

Suffix

Der Buchstabe beziehungsweise die Buchstaben, die der Modellnummer einiger Prozessoren folgen können, geben besondere Eigenschaften der Prozessoren an. Die folgenden Tabelle zeigt eine Auswahl und gibt deren Bedeutungen an:

SuffixBedeutung
Ohne K-Suffix Mainstream-Prozessor, quasi nicht ĂŒbertaktbar, Mehrzahl der Core-Prozessoren von Intel
K Freier Multiplikator, eignet sich zum Übertakten, ideal fĂŒr Enthusiasten
F Die im Prozessor integrierte Grafikeinheit wurde deaktiviert, macht eine zusĂ€tzliche Grafikkarte nötig, gĂŒnstigerer Kaufpreis
T Besonders sparsame Prozessor-Modelle, eher im OEM-Bereich als im Einzelverkauf zu finden
X High-End-Prozessoren fĂŒr den Mainstream-Markt, angesiedelt zwischen den Core- und den Xeon-Modellen, bei Streamern und Nutzern im professionellen gestalterischen Bereich beliebt
U Extrem niedriger Energieverbrauch, fĂŒr mobilen Einsatz, beispielsweise in Laptops konzipiert
Die verschiedenen Suffixe und ihre Bedeutungen.

Das YouTube-Video des Kanals der PC-WELT bringt zunÀchst ein wenig Licht in das Dickicht der Bezeichnungen. Zu Beginn des Videos geht der Redakteur auf die Vielzahl der Bezeichnungen der Intel-CPUs ein, gegen Ende auch kurz auf die deutlich kleinere Produktpalette der Firma AMD.

Prozessoren von AMD

Auch AMD bedient inzwischen alle CPU-KÀufergruppen, sowohl im High-End-, Mittelpreis- und im Einsteiger-Sektor. Die leistungsstÀrksten Prozessoren hören auf den Namen Ryzen Threadripper und sind mit den stÀrksten Core-i9-Modellen von Intel vergleichbar. Der Name der High-End-Performance-CPUs wurde nicht zufÀllig gewÀhlt, er bezieht sich darauf, dass die sehr leistungsstarken Prozessoren bis zu 64 Kerne beinhalten und bis zu 128 Threads bearbeiten können.

Die Ryzen-9-Prozessoren von AMD sind mit den restlichen Core-i9-Modellen von Intel vergleichbar. Gleiches ist auf die Modelle Ryzen 7, Ryzen 5 und Ryzen 3 ĂŒbertragbar, die mit den Intel-Prozessoren i7, i5 und i3 vergleichbar sind. Auf diese Weise ist zumindest bezĂŒglich der Prozessor-Typen eine einfache Vergleichbarkeit gegeben. Die Rechenpower hĂ€ngt aber auch stark von Generation, Modell und Baureihe ab. Daher ist zur genauen Leistungsbestimmung ein zusĂ€tzlicher Vergleich anhand von Leistungsangaben der Hersteller und Benchmark-Ergebnissen nötig.

Das AMD-Sortiment komplettieren zwei weitere Prozessoren. Bei den Ryzen-APU-Prozessoren handelt es sich um ChipsĂ€tze mit einer leistungsfĂ€higen integrierten Grafikeinheit. Die AbkĂŒrzung steht fĂŒr „Accelerated Processing Unit“. Diese ChipsĂ€tze weisen weniger Kerne auf und verzichten teilweise vollstĂ€ndig auf Multi-Threading, eignen sich aber hervorragend fĂŒr gĂŒnstige Gaming-PCs und Multimedia-Computer. FĂŒr sehr bescheidene AnsprĂŒche und absolute Einsteiger bieten sich die inzwischen technisch ĂŒberholten, jedoch sehr preiswerten Prozessoren aus AMDs Athlon-Reihe an. Sie sind mit Intels Pentium- und Celeron-Prozessoren vergleichbar.

AMD-ProzessorVergleichbar mit Intel-CPUGeeignet fĂŒr
Ryzen Threadripper Core i9, leistungsfÀhigste Modelle High-End-Nutzer, Enthusiasten, aufwendige Bild- und Videobearbeitung
Ryzen 9 Core i9, restliche Modellserie High-End-Gaming, Workstations
Ryzen 7 Core i7 Gaming, Workstations
Ryzen 5 Core i5 Leistungsstarke Office-Rechner, Gaming und Videoschnitt mit Kompromissen
Ryzen 3 Core i3 Homeoffice-Computer, Multimedia-PCs
Ryzen APU Keine pauschale Angabe möglich GĂŒnstige Gaming-Rechner ohne eigenstĂ€ndige Grafikkarte
Athlon Pentium und Celeron Absolute Einsteiger mit geringen Erwartungen bei BĂŒroarbeiten und beim Surfen
Prozessoren von AMD und Intel sowie ihre Einsatzgebiete.

Kaufentscheidende Kriterien

Bei der Wahl des fĂŒr Ihre AnsprĂŒche am besten geeigneten Prozessors gibt eine Reihe von Kriterien, die Sie berĂŒcksichtigen sollten. Zu nennen sind beispielsweise die CPU-Sockelart, die Menge der Prozessorkerne, deren Taktfrequenz, der Stromverbrauch, zum Prozessor kompatible LĂŒfter sowie die Ergebnisse von Leistungstests, sogenannten Benchmarks.

Taktfrequenz

Die Taktfrequenz gibt an, wie schnell der Prozessor Befehle abarbeiten kann. Die Geschwindigkeit wird in der Einheit Gigahertz (GHz) angegeben. Das „Giga“ in der Einheit steht fĂŒr Milliarden. VerfĂŒgt eine CPU nominell ĂŒber 3,4 Gigahertz, bedeutet dies, dass sie 3,4 Milliarden Befehle pro Sekunde ausfĂŒhren kann. Hertz ist die Einheit fĂŒr die Frequenz, also die Wiederholung je Zeiteinheit.

Berechnung der Anzahl der Rechnoperationen

3,4 Gigahertz (GHz) entsprechen 3,4 x 1.000.000.000 Hertz = 3.400.000.000 Hertz

Die CPU erhitzt sich durch den starken Stromfluss sowie die Eigenschwingung stark. Dadurch kann es zur sogenannten thermalen Drosselung, im Englischen „thermal throttling“ genannt, kommen. Der Prozessor reduziert seine Geschwindigkeit automatisch bis auf ein Maß, das temperaturtechnisch als unkritisch angesehen werden kann. Damit schĂŒtzt sich der Prozessor selbst vor einer BeschĂ€digung. Anschließend erhöht sich die Geschwindigkeit automatisch wieder. Allerdings sind wĂ€hrend der Drosselung nur eingeschrĂ€nkte Ressourcen verfĂŒgbar, der Computer ist spĂŒrbar langsamer. Beim Abspielen eines hochauflösenden Filmes oder der AusfĂŒhrung eines ressourcenintensiven Videospiels kann es zu Rucklern, Aussetzern und AbstĂŒrzen kommen.

Ein höherer Gigahertz-Wert deutet auf eine schnellere Arbeitsweise hin, muss dies aber nicht zwangslÀufig bedingen. Einen eindeutigeren Hinweis gibt die Anzahl der Prozessorkerne.

Prozessorkerne

Heute sind Prozessoren mit mehreren Kernen keine Seltenheit mehr. Diese Mehrkernprozessoren, auch Multicore-Prozessoren genannt, sind in elektronischen GerÀten wie Computern und Smartphones verbaut. Je nachdem, wie viele Kerne ein Prozessor aufweist, spricht man von Single-, Dual-, Quad-, Hexa- oder sogar Octacore-Prozessoren. Doch bei acht Kernen ist noch nicht Schluss: Neuere Modelle haben sogar 16 oder 24 Prozessorkerne.

Je mehr Kerne ein Prozessor hat, desto mehr Aufgaben kann er pro Sekunde ausfĂŒhren. Die Kerne besitzen jeweils eine eigene Logik und können somit unabhĂ€ngig voneinander Daten verarbeiten – Leistung und Geschwindigkeit des Computersystems steigen. Ein Mehrkernprozessor besteht aus mehreren parallel arbeitenden Prozessoren auf einem Chip. Sie teilen sich zwar periphere Schaltungen, aber der Prozessorkern, also der Teil, der den Prozessor im engeren Sinn ausmacht und der den Löwenanteil der Arbeit stemmt, ist mehrfach vorhanden.

Das System verteilt die Rechenlast gleichmĂ€ĂŸig, was zu einer besseren Performance bei rechenaufwendigen Programmen und Spielen fĂŒhrt, sofern diese mit einer Multicore-UnterstĂŒtzung programmiert wurden.

CPU-Sockel

Wichtig bei der Kaufentscheidung ist, dass die CPU und das Mainboard zueinander passen. Die beiden Komponenten funktionieren als Einheit, daher erfordert der Einsatz einer CPU von Intel ein Mainboard mit einem Intel-Chipsatz und eines Prozessors von AMD ein Mainboard mit AMD-Chipsatz. Zudem mĂŒssen Sie bei der Auswahl darauf achten, dass der CPU-Sockel und die an der CPU verbauten Pins in Anzahl und Anordnung aufeinander abgestimmt sind.

Der Sockel ist die Verbindungsstelle auf dem Mainboard, auf der die CPU montiert und auf diese Weise mit allen weiteren Komponenten des Computers verbunden wird. Doch bei der Kaufentscheidung ist Obacht geboten: Es gibt verschiedene Sockel – Anzahl und GrĂ¶ĂŸe der Pins auf der CPU und der Aufnahmen auf dem Mainboard mĂŒssen zusammenpassen. Neben den aktuellen Standard-Sockeln haben AMD und Intel weitere Sockel-Versionen im Portfolio, die sich fĂŒr unterschiedliche Nutzergruppen eignen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick ĂŒber die aktuell verbreiteten Sockeltypen:

SockeltypHerstellerNutzergruppe
Sockel 1151 Intel Standard-Sockel fĂŒr Breitenmarkt
Sockel 1200 Intel Sockel fĂŒr CPUs der zehnten Generation
Sockel 2066 Intel High-End-Sockel fĂŒr Enthusiasten
Sockel AM4 AMD Standard-Sockel fĂŒr Breitenmarkt
Sockel TR4 AMD High-End-Sockel fĂŒr Enthusiasten
Sockel TRX4 AMD High-End-Sockel fĂŒr Enthusiasten
Sockeltyp, Hersteller und Nutzerkreis.
FĂŒr wen lohnt sich eine CPU mit mehreren Prozessorkernen?

Geschwindigkeit ist Trumpf. Die Anzahl der Kerne entscheidet darĂŒber, wie schnell der Computer mehrere Aufgaben erledigen kann. Um Single-Core-Prozessoren sollten inzwischen alle Computernutzer einen Bogen machen. Diese Urform der CPUs wird den meisten heutigen AnsprĂŒchen an eine schnelle Computernutzung nicht mehr gerecht. Dual-Core-Prozessoren sind lediglich Nutzern anzuraten, die mit ihrem Desktop-PC reine BĂŒroarbeiten verrichten wollen und dabei keine Software nutzen, die eine hohe Rechenleistung erfordert. Der Mehrzahl der Anwender sind Triple- oder Quad-Core-Prozessoren zu empfehlen. Die Nutzung mehrerer ressourcenintensiver Softwares ist so auch parallel möglich. FĂŒr Anwender, die auf der Suche nach einem Prozessor fĂŒr hochauflösendes Gaming sind, bieten sich Prozessoren mit mindestens sechs oder acht Kernen an. Die Threadripper-Modelle von AMD weisen sogar 12, 16, 24 oder 32 Kerne bei einem vergleichsweise gĂŒnstigen Preisniveau auf.

Threads

Threads lassen sich als Teilprogrammaufgaben verstehen. Bei einem Textverarbeitungsprogramm können das die Teilaufgaben Textverarbeitung, Abspeichern eines Dokuments und das Senden eines Druckauftrags sein. Da auf den meisten Computern stets mehrere Programme simultan ausgefĂŒhrt werden, ist die Zahl der abzuarbeitenden Threads enorm gewachsen. Die Computerhersteller haben daher zunĂ€chst die Entwicklung von Prozessoren mit mehreren Kernen vorangetrieben. Zur gleichen Zeit schreitet die Optimierung der einzelnen Kerne voran.

Die einzelnen Kerne einiger CPUs können jeweils zwei Threads beinahe gleichzeitig bearbeiten. Das Verfahren wird allgemein als „Multithreading“ bezeichnet, Intel nennt es bei seinen Prozessoren abweichend „Hyperthreading“.

Wird nun ein zusĂ€tzlicher Thread pro Kern bearbeitet, sorgt das hĂ€ufig fĂŒr ein Plus an Leistung. Solche Prozessoren tauchen in der Werbung fĂŒr gewöhnlich unter Bezeichnungen wie „4 Cores, 8 Threads“ auf. Dadurch wird die Leistung des Prozessors im Vergleich zu Modellen ohne Multithreading, beispielsweise bei Spielen und anderen ressourcenhungrigen Anwendungen, spĂŒrbar gesteigert. Teils sind Performancesteigerungen von 20 Prozent und mehr drin. Ob das Abarbeiten mehrerer Threads zu einer wirklichen Performance-Steigerung fĂŒhrt, hĂ€ngt von der Programmierung der einzelnen Softwares ab. Teilweise unterstĂŒtzen diese kein Multithreading. In EinzelfĂ€llen kann ein Prozessor mit Multithreading sogar fĂŒr eine Verlangsamung der Prozesse sorgen.

Dabei ist zu beachten, dass ein „echter“ Achtkernprozessor einem Vierkernprozessor mit Multithreading immer ĂŒberlegen ist. Grund dafĂŒr ist, dass die Threads nie wirklich gleichzeitig, sondern mit einer gewissen Verzögerung abgearbeitet werden. Allerdings spiegelt sich die Zahl der Kerne auch im Preis wider, der bei der Anschaffung fĂ€llig wird: je mehr echte Kerne, desto teurer die CPU.

Lieferumfang

Im Handel finden sich CPUs in unterschiedlichen LieferumfĂ€ngen. Ist der Artikel als Boxed-Version gekennzeichnet, bedeutet dies, dass der Prozessor im optisch ansprechenden Originalkarton und in den meisten FĂ€llen mit passendem KĂŒhler, einer Installationsanleitung und – sofern notwendig – zugehörigem WĂ€rmeleitpad oder WĂ€rmeleitpaste. Bei den Boxed-Varianten gewĂ€hren die Hersteller oftmals lĂ€ngere Garantiezeiten, in der Regel drei Jahre. PrivatkĂ€ufer sollten immer zur Boxed-AusfĂŒhrung greifen, um bei einem Schaden auf der sicheren Seite zu sein.

Sogenannte Tray-Versionen, oftmals auch als Bulk-Versionen bezeichnet, sind vornehmlich fĂŒr Computerhersteller wie Dell oder HP gedacht. In der Regel sind weder eine Anleitung noch ein LĂŒfter oder Materialien zur WĂ€rmeleitung beigelegt. Oftmals werden die Prozessoren auch nicht in ihrer Originalverpackung verkauft, sondern in einer einfachen Plastikverpackung geliefert. Der vermutlich grĂ¶ĂŸte Nachteil der Tray-CPUs: Es gilt lediglich die gesetzliche zweijĂ€hrige GewĂ€hrleistungsfrist.

Zudem kann es vorkommen, dass es sich bei den Tray-Varianten um RĂŒcklĂ€ufer oder bereits gebrauchte Ware handelt. Aus diesen GrĂŒnden eignen sich die Tray-Versionen eigentlich nicht fĂŒr Endkunden. Boxed-CPUs kosten nur geringfĂŒgig mehr, bieten aber deutlich mehr Sicherheit.

Stromverbrauch

Sowohl die CPU selbst als auch ihre KĂŒhlung verbrauchen Strom. Bei ĂŒbertakteten Prozessoren erhöht sich der Stromverbrauch. Das Netzteil muss ausreichend Strom liefern. Ist es zu schwach, kommt es zu FunktionsbeeintrĂ€chtigungen und AbstĂŒrzen.

Ebenso kann der tatsĂ€chliche Stromverbrauch der CPU ein Kaufkriterium sein. Gerade bei Vielnutzern, bei denen der PC im Dauerbetrieb lĂ€uft, macht die Stromaufnahme durchaus einen finanziellen Unterschied bei der jĂ€hrlichen Nebenkostenabrechnung aus. Die Hersteller geben den dauerhafte Leistungsaufnahme einer CPU oft als „Thermal Design Power“ (TDP) in der Einheit Watt an. Eine höherer TDP-Wert bedeutet auch, dass die CPU mehr WĂ€rme erzeugt und einen stĂ€rkeren KĂŒhler benötigt, der den Stromverbrauch nochmals erhöht.

KĂŒhler

Je mehr ein Prozessor durch rechenintensive Software leisten muss, desto stĂ€rker erhitzt er sich. Um bei einer drohenden Überhitzung Ruckler, ProgrammabstĂŒrze oder eine Zwangsabschaltung des Systems zu verhindern, bedarf es einer auf die CPU angepassten KĂŒhlung. Die klassische Variante ist die LuftkĂŒhlung. Dabei wird ein Bauteil mit luftstromoptimierten, wellenförmigen KĂŒhllamellen auf dem Prozessor befestigt und mittels eines Ventilators mit angesaugter Luft durchströmt, die fĂŒr den KĂŒhleffekt sorgt.

Der einfachste Weg zu einem kompatiblen LĂŒfter: Kaufen Sie die CPU als Boxed-Version. Im Lieferumfang ist ein passender CPU-KĂŒhler enthalten. Wollen Sie hingegen einen LĂŒfter hinzukaufen oder ersetzen, mĂŒssen Sie darauf achten, dass das jeweilige Modell zu ihrem Prozessor passt. Neben den luftgekĂŒhlten Systemen gibt es auch solche, die auf eine WasserkĂŒhlung setzen. Diese sind bei Gamern Ă€ußerst beliebt, da sie eine starke KĂŒhlleistung sowie designtechnische und farbliche Akzente ermöglichen. Der Einbau erfordert viel Vorerfahrung oder sollte einem Fachmann ĂŒberlassen werden, da ein Leck die elektronischen Bauteile beschĂ€digen oder zerstören könnte.

Cache

Der Cache ist ein Pufferspeicher innerhalb der CPU. Je höher die Taktrate des Prozessors ausfĂ€llt, desto wichtiger ist die Beschaffenheit des Cache. Je schneller eine CPU arbeitet, desto lĂ€nger werden die Latenzzeiten, die entstehen, wenn der Prozessor Daten aus dem langsamen Arbeitsspeicher laden muss. Hier kommt der Cache, auch L-Cache genannt, ins Spiel: Das System legt gerade benötigte Daten ab, damit diese schneller als ĂŒber den Arbeitsspeicher zur VerfĂŒgung stehen. Durch die reine Angabe der Cache-Daten ergibt sich fĂŒr Kaufinteressenten jedoch keine wirkliche Vergleichbarkeit. DafĂŒr sind Leistungsmerkmale aus einem Benchmark-Test deutlich besser geeignet.

Was ist ein Benchmark-Test?

Bei Benchmark-Tests handelt es sich um Berewertungsverfahren, welche die Gesamtlesitung eines Computer durch verschiedene Tests messen und die einzelnen Hardwarekomponenten mit anderen auf dem Markt verfĂŒgbaren Bauteilen vergleichen. Auf diese Weise können Sie die tatsĂ€chliche LeistungsfĂ€higkeit Ihres Prozessors sowie Ihres Gesamtsystems ermitteln. Doch auch vor dem Kauf sind solche Kennzahlen von Vorteil: Verschiedene Webseiten veröffentlichen derartige Bewertungen, sodass Sie mehrere Prozessoren miteinander vergleichen können. Entsprechende Rankings finden Sie beispielsweise auf der Website UserBenchmark.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die 3D-Drucker nicht selbst getestet.

Die Redakteure der Computerzeitschrift PC Games Hardware gaben im September 2020 auf ihrer Homepage eine CPU-Kaufberatung in verschiedenen Preisklassen. Sie unterteilten die Prozessoren in die Einsteiger-Klasse bis 150 Euro, die Mittelklasse bis 500 Euro und die Enthusiasten-Klasse ab 500 Euro. Dabei spielt die Leistung eine ĂŒbergeordnete Rolle. Die Tester nahmen aber auch den Preis und die Energieeffizienz unter die Lupe.

Im unteren Preisbereich tauchten im Vergleich gleich eine Reihe von Prozessoren auf, die zu einem guten Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis erhĂ€ltlich sind. Die Redakteure nennen beispielsweise die 1000er- und 2000er-Generation der Ryzen-Prozessoren, die von AMD gĂŒnstig abverkauft werden. Des Weiteren empfehlen die Tester die Vierkern-Prozessoren Ryzen 3 3100, Ryzen 3 3300X sowie die Ryzen 5 3400G mit integrierter Grafikeinheit. Letzterer Prozessor eignet sich besonders fĂŒr“ Home Theater Personal Computer“ (HTPC). Insbesondere der Ryzen 3 3300X und der Core i3-10100 sind ideal fĂŒr Gaming-Einsteiger und ermöglichen Full-HD-Gaming. Der Sechskern-Prozessor Core i5-10400F schafft es mit knapp unter 150 Euro noch in diese Preisklasse. Seine zwölf Threads erreichen Geschwindigkeitswerte des Ryzen 5 3600. Dabei ist der Erstgenannte im Vergleich deutlich gĂŒnstiger.

In der Preisklasse bis 500 Euro finden Nutzer Allround-Prozessoren. Gamer und Medienmacher sind mit den Prozessoren Ryzen 9 3900X, Ryzen 7 3800XT, Ryzen 7 3700X sowie Ryzen 5 3600 gut beraten. Bei Multithreading-Aufgaben wie Videoschnitt oder Gaming ĂŒberzeugt der Ryzen 7 2700X. Bei den Intel-Prozessoren können in dieser Preisklasse die Modelle Core i5-10600K sowie Core i7-10700K punkten. FĂŒr Gaming-Enthusiasten empfiehlt sich hier das Modell Core i9-10850K.

Wenn Geld nur eine untergeordnete Rolle spielt, kommen High-End-Prozessoren in Betracht, die mehr als 500 Euro kosten. Die Prozessoren in diesem Enthusiasten- oder High-End-Segment sind fĂŒr spezielle Aufgaben wie das 3D-Rendering, aufwendige Foto- oder Videobearbeitungen gedacht. Die Threadripper-Modelle sprengen die bisher bekannten MaßstĂ€be an Kernen und Threads. Dank des AMD Threadripper 3000 sind die unterklassigen Modelle inzwischen im Abverkauf und im Preisniveau stark fallend. Nutzer, die sich fĂŒr einen Prozessor aus diesem Segment interessieren, wissen ganz genau, was sie suchen und brauchen. Die Tester von PC Games Hardware empfehlen die folgenden Prozessoren:

Das PC Magazin veröffentlichte auf seiner Homepage ebenfalls eine CPU-Kaufempfehlung, die laufend aktualisiert wird, bei unserer Recherche zuletzt Ende September 2020.

FĂŒr Allround-PCs empfehlen die Redakteure den Mitte 2019 erschienenen AMD-Chip Ryzen 5 3600. Sie betonen, dass mangels einer integrierten Grafikeinheit eine externe Grafikkarte vonnöten ist. Als Alternative in diesem Preissegment empfehlen die Autoren den Intel Core i5-10400KF.

FĂŒr das Gaming raten die Tester zum Intel Core i5-10600KF. Der Sechskern-Prozessor mit dem K-Suffix lĂ€sst sich gut ĂŒbertakten. Die in der F-Version fehlende Grafikeinheit macht Gamern keine Sorgen: Sie entscheiden sich ohnehin fĂŒr eine externe Grafikkarte. Als Alternative empfehlen die Tester den Chip AMD Ryzen 7 3700X mit acht Kernen.

In der Oberklasse wird den Lesern der Prozessor AMD Ryzen 9 3900XT angepriesen. Mit 12 Kernen und 24 Threads bewĂ€ltigt er rechenlastige Aufgaben, macht aber auch beim Spielen eine gute Figur. Als Alternative sehen die Redakteure den preislich leicht darĂŒber liegenden Intel Core i9-10900KF. In der Spieleleistung ist er dem AMD-Konkurrenten leicht ĂŒberlegen, beim Videoschnitt wird er allerdings abgehĂ€ngt.

In der letzten Kategorie der Kaufberatung vergleichen die Testredakteure die besten Prozessoren fĂŒr wenig Geld. Hier sehen die Tester den AMD Ryzen 5 3400G fĂŒr einen Preis von knapp 130 Euro ganz weit vorn. Als Alternative nennen sie die Neuauflage des Ryzen 3 1200 ohne Grafikeinheit, der mit einer zusĂ€tzlichen Grafikkarte einen guten Einsteiger-Gaming-Computer bildet.