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Carsharing

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Die besten Carsharing Anbieter 2016 im Test

Verkehr, Tilt n ShiftUm von A nach B zu kommen, gibt es heutzutage viele Varianten: Rad, öffentliche Verkehrsmittel, zu Fuß, per Flugzeug oder mit dem Auto. Letzteres ist wohl das bequemste und komfortabelste Fortbewegungsmittel, doch ist das Halten eines eigenen Autos nicht gerade günstig und zusätzlich mit großem Aufwand verbunden: Das Auto braucht einen Parkplatz, was sich vor allem in Großstädten oft als Problem erweist. Es muss regelmäßig betankt, gewartet und manchmal auch repariert werden. Auch kostet ein Auto Steuern und um die zweijährige TÜV-Untersuchung müssen sich Fahrzeughalter ebenfalls kümmern. Immer weniger junge Menschen wollen sich daher ein Auto leisten: Galt es früher noch als selbstverständlich, mit 18 endlich selbst fahren zu können und unbedingt ein eigenes Auto haben zu wollen, sind Autos für junge Leute nicht mehr so wichtig – oder einfach unbezahlbar. Die Werte und Ansichten erleben eine Veränderung, die weggeht vom Besitz eines eigenen Wagens. Das ändert aber nichts daran, dass es hin und wieder notwendig oder auch einfach praktisch ist, auf ein Auto zurückgreifen zu können. Was liegt da näher, als die Idee, sich ein Auto mit anderen zu teilen?

Die Idee ist nicht neu

Die erste dokumentierte Carsharing-Organisation gab es bereits im Jahr 1948: Die Selbstfahrergenossenschaft aus Zürich. Auch in den folgenden Jahrzehnten fehlte es weder an Ideen noch an Konzepten. So entstand in den 70er-Jahren ein ambitioniertes Projekt namens Witkar in Amsterdam, das seiner Zeit weit voraus war. Dabei handelte es sich um kleine Elektrofahrzeuge, die an vielen Standorten in der Stadt bereitstanden; elektronische Bedienelemente dienten zur Reservierung und Rückgabe der Fahrzeuge. Mitte der 80er-Jahre wurde das Projekt jedoch aufgegeben – die Zeit war wohl noch nicht reif.

Ein neuer Versuch

Doch die Grundidee des Autoteilens wurde nicht verworfen, im Gegenteil: Das Prinzip des Carsharings sowie die daran interessierten Nutzer gab es immer, doch galt Carsharing lange als Randerscheinung. Seit einigen Jahren wendet sich dies: Das Prinzip des Autoteilens ist hip geworden. Vor allem die großen, kommerziellen Anbieter haben den Weg für die Masse geebnet und so auch vielen anderen Carsharing-Dienstleistern zum Erfolg verholfen. Beim Thema Carsharing geben mittlerweile 46 Prozent der Deutschen an, interessiert bis sehr interessiert zu sein. An 21 Prozent hingegen geht der Trend des Autoteilens gänzlich vorbei.

autowerkstattGründe

Die Ursachen des großen Interesses am Carsharing liegen auf der Hand. Einer der größten Vorteile ist selbstverständlich die enorme finanzielle Entlastung: Keine Kredit- oder Leasingraten und auch keine größeren Summen, die gezahlt werden müssen. Weiterhin entfallen Pflege und Instandhaltung: Der Wagen braucht nicht beim TÜV vorgeführt werden und auch die regelmäßigen Steuerabgaben, Inspektionen und Werkstattbesuche erübrigen sich. Die meisten Carsharing-Unternehmen sorgen auch für eine konstante Sauberkeit der Fahrzeuge.

Ein weiterer und für viele sehr bedeutender Aspekt ist die Nachhaltigkeit, die das Teilen von Fahrzeugen mit sich bringt. Dadurch, dass sich viele Personen ein Auto teilen, reduziert sich das Fahrzeugaufkommen – vor allem in den Städten – enorm: Zum Wohle der Natur und zur Entlastung des Verkehrs. Einige Carsharing-Dienste setzen ganz oder auch nur zum Teil auf Elektroautos: Für den Stadtverkehr sind diese Fahrzeuge optimal, weil meist nur kurze Distanzen zurückgelegt werden und die gesundheitsschädlichen Abgase bleiben ganz aus.

Doch gibt es noch einen weiteren Vorteil, den das Carsharing mit sich bringt. Wer ein Auto kaufen will, muss sich gut überlegen, für welche Zwecke er das Auto haben möchte: Einen sportlicher Zweisitzer? Eine komfortable Limousine? Einen Kleinwagen für die engen Parkplätze in der Stadt oder doch der Kombi für die Familie? Durch Carsharing ist es möglich, jeden Tag ein anderes Auto zu fahren, ohne sich in irgendeiner Form längerfristig auf ein Modell festlegen zu müssen.

Welches Carsharing-Modell eignet sich?

Die vorhanden Carsharing-Varianten sind vielfältig und unterscheiden sich stark voneinander. Zuerst einmal wird zwischen kommerziellem und privatem Carsharing unterschieden. Das bedeutet, dass eine Privatperson sowohl von einem Carsharing-Dienst als auch von einer anderen Privatperson leihen kann; bei letzterem besteht die Arbeit des Carsharing-Dienstes eher aus der Vermittlung als aus einer Vermietung von Autos. Im kommerziellen Carsharing-Sektor gibt es wiederum unterschiedliche Modelle: Stationsbasiertes und stationsunabhängiges Carsharing. Bei der ersten Variante müssen Nutzer Sammelpunkte ansteuern, um an ein Auto zu gelangen, während die Fahrzeuge bei dem zweiten Modell keinem festen Standort zugewiesen sind und im gesamten Geschäftsgebiet verstreut abgestellt und angemietet werden können – die sogenannte Freefloating-Variante. Diese ist bislang nur in Großstädten mit über 500.000 Einwohnern verfügbar und wird von derzeit 600.000 Kunden genutzt. Hier kommen momentan 103 Personen auf ein Carsharing-Auto.

rotes AutoBeim stationsbasierten Carsharing müssen sich hingegen nur 42 Leute ein Auto teilen, das sie von 4.600 Stationen deutschlandweit beziehen können. Dieses Modell des Carsharings nutzen zurzeit 380.000 Personen, denen 15.400 Fahrzeuge in ganz Deutschland zur Verfügung stehen.

Eine weitere Unterscheidung wird in der Abrechnung getroffen. So kann der Kunde bei dem einen Anbieter für die Zeit zahlen, die er den Wagen benutzt, bei einem anderen Anbieter werden hingegen die gefahrenen Kilometer berechnet. Je nach persönlicher Fahrweise oder Einsatzort ergeben sich auch hier Vor- und Nachteile. Ein gemütlicher Fahrer wird beispielsweise eher zur Abrechnung nach Kilometer greifen und sich Zeit lassen, ebenso derjenige, der durch dichten Stadtverkehr mit vielen Ampeln und Staus muss.

Die beste Variante kann nicht pauschal bestimmt werden. Jede hat ihre Vor- und Nachteile, über die sich der Kunde bewusst sein muss, damit er das für ihn richtige Angebot wählen kann.

Vergleichen lohnt sich

So verschieden die Modelle der Carsharing-Dienste, so unterschiedlich sind auch die gebotenen Leistungen, vorhandenen Autos und Webauftritte. Netzsieger.de vergleicht die zehn besten Carsharing-Anbieter anhand ausgesuchter Bewertungskategorien. Hervorgehoben haben sich dabei DriveNow (1.Platz), Car2Go(2.Platz) sowie Tamyca (3.Platz).

Leistungsangebot

In dieser Rubrik können sich Interessierte einen groben Überblick über den Carsharing-Dienst verschaffen: Welche Fahrzeugtypen, welche Marken und Typen stehen jeweils zur Verfügung? Wo ist der Anbieter verfügbar und nach welchem Modell wird gearbeitet: Stationsbasiert oder Freefloating-Variante? Wie groß ist die Fahrzeugflotte und wie viele Kunden sind dort bereits angemeldet?

Stadtpanorama nachtsNutzung / Kosten

Weitere entscheidende Kriterien betreffen die Kosten-Nutzen-Rechnung des jeweiligen Carsharing-Dienstes: Müssen Nutzer eine Anmeldegebühr bezahlen? Wie geht die Anmeldung vonstatten? Gibt es nutzungsunabhängige sowie wiederkehrende Gebühren oder zahlen User nur nach tatsächlicher Nutzung? Welches Abrechnungsmodell wählt der Anbieter? Welche Tarife bietet der Dienst? Gibt es womöglich Sparangebote? Wie werden elementare Aspekte wie Tanken, Parken und die Versicherung geregelt? Interessant ist aber auch, ob der Anbieter seine Preise transparent präsentiert oder ob der Nutzer bei Buchungen schnell in Fallen tappen kann.

Website

Die Online-Präsentation des Carsharing-Dienstes ist ein weiteres Kriterium, das es zu beleuchten lohnt: Wie präsentiert der Anbieter die wichtigsten Informationen, Preise und Tarife? Fühlt sich der User dabei an die Hand genommen oder durch einen Berg von undurchschaubaren Zahlen erschlagen? Gibt es die Website auch als mobile Variante und als App? Ist die Suchfunktion vielseitig und einfach nutzbar gestaltet? Werden die Entfernungen zu den einzelnen Fahrzeugen angezeigt und gibt es Kundenbewertungen oder Zustandsbeschreibungen der jeweiligen Autos?

Sicherheit & Zahlung

Hier sollten interessierte Nutzer genauer hinsehen, denn oft verbergen sich gerade in diesem Punkt versteckte Fallen. Daher beleuchtet Netzsieger.de elementare Aspekte, auf die es zu achten gilt: Wie steht es um das Mindestalter? Gibt es eine Mindestvertragslaufzeit und wie sind die Kündigungsfristen? Was für Zahlungsweisen bietet der Carsharing-Dienst an? Werden die AGBs ausreichend gut erklärt und enthalten plausible Bedingungen?

Hilfe & Support

Gerade unerfahrene Nutzer sollten darauf achten, dass sie sich in der Rubrik Hilfe & Support gut aufgehoben fühlen können. Doch auch erfahrenen Carsharing-Usern können Probleme begegnen, bei denen sie auf die schnelle und kompetente Hilfe eines Servicemitarbeiters angewiesen sind. Daher empfiehlt es sich im Voraus darauf zu achten, welche Kontaktmöglichkeiten der Anbieter für seine Nutzer bereithält: Telefon-, Chat- oder E-Mail-Support? Gibt es Tutorials oder einen FAQ-Bereich, der erste Fragen schnell zufriedenstellend beantwortet? Besonders wenn der Kunde alleine vor dem Wagen steht und nicht weiter weiß, muss ihm geholfen werden.

Die verschiedenen Rubriken werden einzeln bewertet, woraus sich wiederum eine Gesamtbewertung für jeden Anbieter ergibt. Anhand dieses Vergleichs können sich Carsharing-Neulinge informieren und einen Überblick erhalten; hier findet jeder einen geeigneten Carsharing-Dienst oder vielleicht auch gleich mehrere Anbieter, bei denen sich eine Anmeldung lohnt. Flexible Mobilität, ohne Verpflichtungen und hohe Kosten – mit dem passenden Carsharing-Dienst kein Problem.